Heute erst eingetrudelt liegt mir nun das folgende Machtwerk vor: „Dark Roots Of Earth“ von Testament. Dieses Album wurde unter den Fans lang ersehnt, verständlich nachdem eher doch nicht ganz so starken Comeback Album „The Formation Of Damnation“. Ansonsten bleibt mir nicht mehr viel zu sagen zu den Bay Area Thrashern von Testament!
„Dark Roots Of Earth“ wird mit dem Senkrechtstarter „Rise Up“ eröffnet, welcher im Mittelteil schon mit einem genialen Mitmach-Refrain aufwartet, welches in ein sehr geiles und verspieltes Solo von Alex Skolnick übergeht, indem er gleich sein Können beweisen kann. Ein Nackenbrecher seines Gleichen! Das darauffolgende „Native Blood“, welches vorab schon als Single online anhörbar war, knallt nicht weniger gut. „Native Blood“ ist ein Testament Song wie man ihn kennt. Ein beinharter Thrasher mit verspielter Melodie auf die Chuck Billy gekonnt seinen Gesang drüberlegt. Der Mittelteil, ja wieder der Mittelteil, ist ein schöner Beweis warum Gene Hoglan zu dieser Band einfach dazu gehört. Dort raunt nämlich Chuck, nach einem erneuten guten Solo, die Lyrics dem Hörer ins Ohr, welches durch einen sauberen Doublebass Part von Gene verstärkt und untermalt wird. Der nächste Track ist der Titelsong „Dark Roots Of Earth“ und kommt als etwas langsamerer Song daher, dennoch verliert er nicht seine Kraft. Er ist genauso Kraftvoll auf den Punkt gebracht, wie die schnelleren Songs, zudem er auch wieder diesen Mitmach-Refrain besitzt. Den nächsten Song „True American Hate“ konnte man, neben „Native Blood“, auch vorab schon im Internet anhören und wusste damals schon zu überzeugen. Alleine die „True American Hate“ Rufe im Refrain sollten diesen Song live einfach unschlagbar machen, zudem direkt am Anfang mit einem klasse Solo von Skolnick begonnen wird. Der Hörer wird vom Song quasi gepackt und einfach mitgerissen. „A Day In The Death“ beginnt direkt mit einem Basssolo, was mir schonmal gut gefällt, und ist, wie ich finde, mit einer der melodischsten Tracks auf dem Album. Man hat einfach das Gefühl, dass sich Skolnick hier mal so richtig austoben kann. Auffällig wird der Track dadurch, dass der Song immer wieder durch ein kurzes Gitarrenspiel unterbrochen wird und danach sofort weiterprügelt. Der nächste Song ist das große Highlight. Eine Testament Ballade. Die Ballade diesmal trägt den Namen „Cold Embrace“, besser gesagt Halbballade. Chuck Billy wartet hier sogar mit seiner Singstimme auf, was man von ihm eigentlich gar nicht gewohnt ist! Dennoch hat sogar seine Singstimme einen kraftvollen Klang, welcher sich zugleich weich und einfühlsam anfühlt. „Cold Embrace“ erinnert ein wenig, meiner Meinung nach, an Metallicas „A Day That Never Comes“. „Man Kills Mankind“ ist wieder ein schneller Thrasher der ordentlich auf die Fresse haut. Wieder ein typischer Testament Song mit all den Bandeigenen Trademarks, wie der Verschmelzung von Hartem Thrash mit starker Melodie und dem Gekrächze von Chuck Billy. Der vorletzte Titel „Throne Of Thornes“ ist wieder ein längerer Song, der jedoch durchweg die Stange hält und zu überzeugen weiß. Nach ca. 2 Minuten gibt es eine kleine Spielerei mit dem Gesang wodurch das Ganze noch ein wenig intensiviert wird und man einen stärkeren Eindruck von dem Song behält. Der Mittelteil wartet wieder einem gut gemachten Melodiepart auf! Der letzte Song trägt den Titel „Last Stand For Independence“, welcher, als würdiger Abschluss, nochmal alles reinwirft was Testament kann und besitzt und dementsprechend megafett knallt! Ein Thrasher wie er im Buche steht!
Fazit:
Ich brauche 1-2 Anläufe, aber dann hat das Album gezündet und ich kann nur eins sagen: WOW! Das ist eines DER Alben diesen Jahres. Hammer!
Anspieltipps:
Alles
Tracklist:
Lineup:
1. Rise Up
2. Native Blood
3. Dark Roots Of Earth
4. True American Hate
5. A Day In The Death
6. Cold Embrace
7. Man Kills Mankind
8. Throne Of Thorns
9. Last Stand For Independence
9.5 Punkte von BlackSchaf (am 26.07.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Thrash/Mittlealter/Power/Heavy/Death/Pagan/Viking/Black
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