In Deutschland haben sich wieder vier Jungs aufgemacht, nachdem der Markt mit Metalcore überflutet wird, dem Old-Old-School Hardcore zu frönen. Was NOIZSQUAD auf ihrem, in Eigenregie veröffentlichten, 'Debutalbum' names AMOK abliefern kann sich durchaus sehen..ähm..hören lassen! Die Vier haben anscheinend reichlich Erfahrung, da sie mit ihren alten Bands bereits als Opener für diverse Ikonen wie MADBALL oder auch SICK OF IT ALL eröffnet hatten. Leider ist mir nicht bekannt in welchen Bands die Jungs tätig waren bis jetzt.
AMOK brettert einem um die Ohren, sodass es ohnehin egal ist was sie vorher machten.
Brachialer Hardcore, ohne Rücksicht auf Verluste, keine Trendanbiederei und ohne auch nur den Versuch zu starten 'modern' zu klingen gehn alle 8 Tracks voll auf die Zwölf.
Gewandelt wird in den Fußstapfen von Bands wie BACKFIRE, alte MADBALL, SOIA.
Satte, tiefe Stimme ohne gleich rum zu brüllen. Kurze knackige Riffs, geile Moshparts wie es Mitte der Neunziger bei Bands wie 25 Ta Life, Madball, Commin Correct usw. gang und gebe war und keiner der Tracks erreicht die 3-Minuten-Marke. Ein Hardcoregewitter wie ich es schon lange nicht mehr an meine Ohren drang. Ohne los zu brettern wie die Bekloppten, schaffen es NOIZSQUAD trotzdem mitreißende Tracks aus dem Ärmel zu schütteln, die Live sicher einwandfrei funktionieren und zum Slam-Dance wie auch Stage-Diven absolut geeignet sind.
Einziges Manko: Die Tracks sind wirklich sehr kurz, sodass das 'Debutalbum' mit einer Laufzeit von 14:52 wohl eher als E.P. durchgeht und zudem fehlen die Hooks bei den acht Kompositionen.
Alle Tracks sind sich ziemlich ähnlich, knallen auch amtlich aus den Boxen, haben aber leider nichts markantes, dem man 'Ohrwurmqualität' bescheinigen könnte. Übrig bleibt eine Old-School Scheibe, die auf Nostalgieeben 'up-to-date' ist, aber leider keinerlei Wiedererkennungswert besitzt.
Wer trotzdem anno 2005 die alten Madball, Backfire,Soia, Seekers of the Truth usw. abfeiert (so wie ich), wird trotzdem seine Freude an AMOK haben. Es darf 'getanzt' werden!
Daniel Dolch
Lührmannwald 20
45149 Essen
Deutschland
6.0 Punkte von Meaningless (am 17.08.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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