Hier wird die technische Death Metal Keule geschwungen, eine satte halbe Stunden lang (das hat man doch schon mal länger gehört, oder?). Gemeint sind CAPHARNAUM. Besteht die Band doch schon seit ca. 1993 bekamen sie erst jetzt die Gelegenheit sich einem breiteren Publikum vor zu stellen. Unter den Fittichen von Earache und verstärkt durch Mitglieder von MONSTROSITY, MARTYR und TRIVIUM sollte der Todeswalze FRACTURED (so der Titel des aktuellen Albums) nichts mehr im Wege stehen.
Am Mikro verausgabt sich Matt Heavy (Trivium), der hier etwas derber zur Sache geht als bei seiner eigentlichen Hauptband. Technisch auf gehobenem Niveau, ballern die 8 Tracks ordentlich durch die Gehörgänge. Death Metal im Florida-Style, geblastet und um einige 'traditionelle' Riffs bereichert, so präsentiert sich der Großteil der Tracks.
Bereits der Opener 'Ingrained' offenbart die Qualität der weiteren 7 Tracks die noch folgen.
Super schnelles Geschrubbe, gewaltige Drums - mal vertrackt mal groovig-, trotzdem eingängig und niemals stressig, mit griffigen Refrains, wie z.B. In 'Fractured', 'Refusal' oder auch
'Perpetuate catatonia'.
Zwei kurze Nackenzwirbler haben sich auch eingeschlichen, in Form von 'Machines' und
'The scourge trial'. Keiner der beiden vermag die 3min. Grenze zu sprengen.
Wo man jetzt Non-Stop-Highspeed-Blast vermutet, sieht man sich allerdings getäuscht. Mit viel Groove und leicht experimentell fegen einem die zwei Tracks den Staub aus den Ohren.
Mit den Vocals pendelt Matt H. zwischen thrashigen Shoutings ala The Haunted und tiefen Growls, beides kommt sehr gut und paßt immer perfekt zu dem jeweiligen Part des aktuellen Songs. Sehr gut zu erkennen in 'Reins of humanity'.
Nur das lästig nervende Outro bei 'Refusal' hätten sich die Jungs sparen können. Ein jazzig-angehauchtes Gefiepe und Gefrickel, das wirklich keine Sau braucht! Keine Ahnung auf welchem experimentellen Selbstfindungstrip die Jungs da waren, der sie dazu veranlasste 'sowas' mit rauf zu packen.
7.5 Punkte von Meaningless (am 17.08.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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