Besatt (Polen) "Sacrifice For Satan" CD
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Nichts Neues im Lager der polnischen Undergrund-Verfechter Besatt. Auch die vierte Langrille der Osteuropäer ist ein besessenes, hasserfülltes und überzeugendes Brett rohen und traditionellen Black Metals geworden – etwas anderes hätte wohl niemand erwartet. Sacrifice For Satan haben einziges Gründungsmitglied Beldaroh und seine Mitstreiter den Nachfolger des überzeugenden Werkes Hellstorm getauft und lassen einmal mehr keine Klischees aus: Altmodische und durchaus peinliche Texte, Corpsepaint, gehängte Christen auf dem Cover – all das sind Besatt und auch wenn die Polen seit nunmehr vier Alben kontinuierlich vergleichbares Songmaterial abliefern, kann man es dem besessenen Trio nicht so wirklich übel nehmen, zumal das Resultat auch auf dem neuesten Output überzeugenden und technisch enorm versierten Black Metal der alten Schule und oberen Qualitätsklasse bietet. Glockengeläut und lateinisch rezitierte Verse leiten in die Vernichtungsorgie gegen das Christentum ein, überlassen bei Toast Of Victory (ob der lecker schmeckt?) jedoch sogleich rasendem, kaltem Black Metal die Oberhand. Diese gibt der finstere Schwarzstahl auch nicht wieder her, tobt sich im Verlauf der folgenden sieben Songs so richtig aus: Bollerndes Midtempo, treibende Rhythmen, rasende Blastoffensiven, Besatt wissen seit Anbeginn ihrer bis ins Jahre 1991 zurückreichenden Karriere, wie man den Songs abwechslungsreiche Breaks und Tempowechsel verpasst. Stilistisch schielen Besatt einmal mehr etwas gen schwedische Prügelcombos, lassen – und somit wäre doch eine Neuerung im Besatt-Sound entdeckt – jedoch öfter als auf dem Vorgänger Thrash-Elemente durchblitzen. Scheint ja gerade in zu sein, mich lässt es bis auf wenige Ausnahmen jedoch völlig kalt. Am Besten sind Besatt seit jeher, wenn sie wild drauflosprügeln, besessen kreischend von Tod und Vernichtung erzählen oder sich schleppenden Midtempo-Stampfern hingegen, dann und wann auch mal eine dezente Akustikgitarre in den Songs aufblitzen lassen (auch der ruhigere Ausklang Hellish Whispers verbreitet eine neblige Atmosphäre). Lustig anzusehen ist hingegen das interaktive Menü der CD: Ein Videoclip zu The Kingdom Of Hatred (drei böse geschminkte Polen machen Jagd auf einen Kreuzschleppenden Jesus), eine unfreiwillig komische Bildergalerie (achtet auf die Hintergründe!) sowie Hörbeispiele der anderen Besatt-Veröffentlichungen machen Sacrifice For Satan zu einem mehr als überdurchschnittlichen und überzeugenden Werk rauen und ursprünglichen Black Metals von einer Formation, welche wirklich seit Anfang an dabei ist. 7.0 Punkte von Björn Springorum (am 01.09.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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