Christian Rivel scheint einfach ein Tausendsassa zu sein, der nur Musik macht und kein Privatleben zu haben scheint. Wie anders ist es sonst zu erklären, das der Narnia Sänger, neben seiner Tätigkeit als Labelchef, immer noch viel Zeit findet um neue musikalische Wege zu beschreiten. Flagship gründete er vor nahezu drei Jahren mit Narnia Keyboarder Linus Kase, um mit ihm die Leidenschaft für symphonische Musik in der Tradition von Styx, Kansas und Queen ausleben zu können. Heraus gekommen ist ein Album, dass genau in die Richtung geht und nahezu allen Vertretern der symphonischen Rockmusik huldigt. Wieder einmal beweist Christian Rivel auf welch hohem Niveau er sich stimmlich bewegt, erinnert er manches Mal doch an Weltklasse Sänger wie Steve Walsh (Kansas) oder auch Tommy Shaw (Styx). Bombastsounds findet man in allen Songs vor und sie bewegen sich damit in aller bester Gesellschaft von klassischen Queen-Sounds und natürlich Kansas, wobei lediglich zwei Songs die 7-Minuten Marke unterschreiten. In der Coverversion von „Ground Zero“ (erschienen 1980 auf Kerry Livgrens Soloalbum „Seeds of Change“) kommt auch der Ursprungskomponist Kerry Livgren selber zum Zuge, steuert er nämlich ein von Linus umarrangiertes Solo bei. Die Band (oder doch nur Projekt?) besteht weiterhin aus Gitarrist C.J. Grimmark, Basser Kristofer Eng und Drummer Mick Nordström und sie machen ihre Sache gut. Ein dichter Keyboardteppich unterlegt die Songs, die meist getragen daher kommen, aber auch die Gitarre kommt nicht zu kurz. Gerade bei den Soli, die sich immer wieder abwechseln mit Keyboardparts, kann C.J. Grimmark beweisen, dass er definitiv kein schlechter seiner Gattung ist.
Wer auf Kansas artige Sounds steht, wird entführt in ein Land voller Träume. Manchmal ist der Bombast zu hoch, aber kein einziger Song rutscht ab in den Kitsch und gerade das macht das Album aus.
Ich bin sehr gespannt, was das nächste Lebenszeichen von Christian Rivel hervor bringt, versteht er es doch jedes Mal aufs Neue seine Fans zu überraschen.
Fazit: Also, Freunde, zurück lehnen, entspannen und genießen.
Tracks:
1. Heart is the center
2. You are
3. The throne
4. Hold on to your dream
5. Windy city
6. Ground zero
7.5 Punkte von Christoph (am 20.09.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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