Chinchilla (Deutschland) "The Last Millenium" CD
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So! Hier ist es also das neue Album der schwäbischen Melodic Metaller. Seit der ersten Mini-CD aus dem Jahre 1994 konnte sich die Band von CD zu CD steigern. Diesen Trend setzen die Nager auch mit ihrem vierten Longplayer fort und können sich gegenüber dem Vorgänger „Madness“ erheblich verbessern (was sooo einfach ja nicht war). Ihren Stil konnte die süddeutsche Melodic Metal-Formation weiter verfeinern und sich im übersättigten Markt eine Nische erkämpfen. Das liegt zum einen daran, dass Thomas Laasch über eine kraftvoll-ausdrucksstarke, deutlich wiedererkennbare Stimme verfügt und nicht den Fehler begeht andere deutschen Gesangs-Ikonen nachzuahmen. Zum Anderen bewegen sich die hymnenhaften - oftmals mehrstimmigen - Refrains fernab jeglichen Kitsches. Mit Achim Köhler (u.a. Brainstorm und Primal Fear) haben sich die Süddeutschen einen Produzenten geangelt, der abermals einen fetten, homogenen Sound gezaubert hat. Alles klingt aus einem Guss. Songs wie „War Machine“ oder „Father Forgive Me“ setzten sich in Windeseile in der Gehörmuschel fest und wollen auch nicht mehr raus.
„Demons We Call“ ist ein Stück Musikkunst, das aufzeigt, welches Potential in den Schwaben-Metallern steckt. Ein sagenhafter Mitgröhler, den man beim Autofahren durch die 30er-Zone mit runtergekurbelten Fenster auf voller Lautstärke hören und erschreckten Omas den Refrain mit voller Wucht ins Gesicht schreien kann. Eingebettet wird dieses meiner Meinung nach beste Chinchilla-Stück durch ein feines Keyboard-Motiv am Anfang und Ende des Tracks. Die orientalischen Einflüsse in „After the War“ zeigen auf, dass Chinchilla auch keine Angst haben zu experimentieren. Sie können diese Einflüsse meisterhaft in Ihre Musik einbetten. Und so bewegen sich eigentlich alle Songs auf einem erstaunlich hohen Niveau. Warum nur eigentlich?
Lediglich „Heaven“ -zwar mit fetten Riffs- klingt im Vergleich zu den anderen Tracks wie ein gut gemeinter Schnellschuss und ist bestenfalls als gut zu bezeichnen. Und dann ist da noch der Totalausfall „The Boys Are Back In Town“. Wenn schon Cover-Versionen, dann bitte nicht ein Stück Musik-Geschichte, an dem schon andere Bands mit ihren Versionen erbärmslichst gescheitert sind. Diesem Stück fehlt die eigene Note, das gewisse etwas und klebt in Chinchillas Version zu nahe am Original. Weniger ist oft mehr. So bleiben dann nur starke 8,5 und die Gewissheit, dass die Band ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft hat und sich mit Album Nummer fünf abermals steigern kann. Auf jeden Fall haben sich die Schwaben in der Premier League germanischen Metals festgespielt.
Die Nager:
Thomas Laasch (vocals)
Ude Gerstenmeyer (guitar)
Marc Peters (bass)
Steffen Theurer (drums)
Marc Steck (keyboards)
1. The Last Millenium
2. War Machine
3. Demon's We Call
4. Nighttrain Of Death
5. Father Forgive Me
6. After The War
7. Victims Of The Night
8. The Boys Are Back In Town
9. They Are Liars
10. The Highest Price
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. The last Millenium
2. War Machine
3. Demon's we call
4. Nighttrain of Death
5. Father forgive me
6. After the War
7. Victims of the Night
8. The Boys are back in Town
9. They are Liars
10. The highest Price
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8.5 Punkte von LEX (am 20.03.2002)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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