Adversus (Deutschland) "Einer Nacht gewesenes" CD
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Grundsätzlich könnte ich weite Strecken meiner Rezension zum Adversus-Debüt „Winter, so unsagbar Winter“ unverändert auch in die Besprechung des zweiten Werkes „Einer Nacht gewesenes“ übertragen, doch das wäre dann ein wenig zu einfallslos, oder nicht? Andererseits stellt die Musik auf jenem, mit 78 Minuten abermals randvoll gefüllten Album, eine absolut werkgetreue Fortsetzung des mit dem ersten Werk präsentierten Adversus-Stils dar, sodass es beinahe wieder gerechtfertig wäre. Was jedoch macht „Einer Nacht gewesenes“ nicht zu einer aufgewärmten Kopie des Erstlings? Nun, da wäre der nach wie vor immens hohe künstlerische Anspruch, mit welchem Adversus zu Werke gehen und welcher es abermals schafft, den Hörer in seinen bann zu ziehen. Abermals setzen Adversus auf eine weitgreifende Mischung aus Dark Wave, sanftem Electro, Anklängen des Gothic Rock und der einen oder anderen Verwendung mittelalterlicher und barocker Elemente. Mal kommen einem zudem Haggard in den Sinn, dann wieder die sperrige Introvertiertheit von Goethes Erben oder das schwelgerisch-schwärmerische Elemente solcher Formationen wie Qntal oder Estampie. Oftmals mit regelrechten Musical-Anklängen daherkommend, machen Adversus im Gegensatz zu ihren entfernt artverwandten Kollegen von Aeternitas nicht den Fehler, schnulzig-süßliche Plattitüden abzuliefern. Vielmehr setzen sie auf die melancholische und hymnische Opulenz des Musicals, unterfüttern ihre ausufernden und tiefgründigen Kompositionen damit, lassen gesprochene Dialoge einfließen. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger präsentiert sich „Einer Nacht gewesenes“ zwar ein Stückchen ausgereifter und, sofern möglich, noch detailverliebter, auch wenn der Einstand erstens ein Stückchen faszinierender daherkam, andererseits vorliegendes Album die eine oder andere misslungene Passage weiblichen Gesanges zu bieten hat. Die aufgeschlossenen Gothic-Liebhaber, die nicht vor düsterer und barocker Opulenz zurückschrecken, dürften auch am Zweitwerk dieser deutschen Formation ihre Freude haben. Zumal auch das Booklet abermals einen wahren Augenschmaus darstellt. Im direkten Vergleich indes hat das Debüt nach wie vor die Nase vorn. 7.5 Punkte von Björn Springorum (am 04.12.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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