Axxis (Deutschland) "Paradise in flames" CD
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Glaubt man der Release Politik der Labels, kommt traditioneller Hard Rock in großen Schritten zurück. Nach wirklich guten Veröffentlichungen diverser Newcomer Bands (u.a. die US Sensation Overloaded) melden sich auch die etablierten Bands wieder zu Wort. Im Gegensatz zu Victory waren Axxis jedoch nie wirklich weg vom Fenster und beglücken uns seit dem überragenden „Kingdom of the night“ Debüt von 1989 konstant mit guten Alben. „Paradise in flames“ ist mittlerweile das neunte Langeisen der Bombast Rocker aus dem Ruhrpott. Mehr als anderthalb Jahrzehnte bestimmen Axxis die europäische Musikszene mit und sind für mich von den Bühnen der gitarrenorientierten Welt nicht mehr wegzudenken. Anno 2005 präsentiert sich die Band frisch und kreativ wie eh und je. Mit dem aktuellen Album gehen sie den im letzten Jahr auf „Time machine“ eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Axxis sind enorm heavy, leben ihren Hang zu symphonischen Arrangements, fetten Chören, tonumspannenden Gesangslinien und ausgefeilten Rock Partituren sorglos aus. Dabei stehen die Songs immer im Vordergrund und wirken trotz der vielfältig verarbeiteten Ideen nie überlastet. Jedes Stück geht mühelos ins Ohr. Außerordentliches Können an den Instrumenten und in Sachen Songwriting sorgen für eine fehlerfreie Vorstellung. Die nötige Erfahrung und der offensichtliche Spaß, den die Akteure immer noch am Musik machen haben, garantieren eine mitreißende Stimmung. „Paradise in flames“ funktioniert einfach. Wem Queen einfach zu gestelzt und nicht heavy genug sind, der wird hier voll bedient. Fette Drums, ein präzise gespielter Bass und satte Riffs sorgen für die nötige Härte. So bricht die Musik nicht selten aus den klassischen Hard Rock Grenzen aus und liebäugelt in manchen Songs gar mit dem Symphonic Metal Genre. Gewinnbringend eingesetzte Keyboards und mit viel Gespür arrangierte Chöre bestimmen mit den opulenten Gesangslinien das pompöse Charisma der Kompositionen. Dominiert wird die Musik von der einzigartigen Stimme von Ausnahmefrontmann Bernhard Weiss. Die wird diesmal in einigen Songs ergänzt durch die ausdrucksstarke Stimme der Sängerin Lakonia, die bereits auf „Time Machine“ zu hören war. Auf „Paradise in flames“ darf sie weitaus mehr als Chöre beitragen, singt das ein oder andere Duett mit Bernhard und darf in manchen Parts sogar solo ran. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass auch die Gitarrensoli von Guido Wehmeyer internationale Klasse aufweisen. Anspieltipps braucht ihr nicht, klickt beim Reinhören einfach mitten rein.
Die Scheibe wurde natürlich wieder im bandeigenen Soundvoxx Studio geschrieben, arrangiert und aufgenommen. Die fette Produktion übernahmen erneut Frontmann Bernhard und Keyboarder Harry Oellers. Für das Mischen wurde die hohe Kompetenz von Dennis Ward im Karlsdorfer House of Audio Studio bemüht
Axxis stehen voll im Saft, Victory sind wieder da. Wer legt jetzt nach? Bonfire? Pink Cream 69? Lassen wir uns überraschen! „Paradise in flames“ ist auf jeden Fall ein saustarkes Album.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Paradise in Flames
2. Dance with the Dead
3. Tales of Glory Island
4. Take my Hand
5. Will God remember me
6. Talisman
7. Don't leave me
8. Lady Moon
9. Icewind
10. Stay by me
11. Gods of Rain
12. Passion for Rock
13. Break your Soul (Bonustrack)
14. Tales of Glory Island [Long Version] (Bonustrack)
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8.0 Punkte von Christian (am 06.01.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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