Nach ihrer 99er, im Underground des In- und Auslands sehr erfolgreichen Demo-CD “The thoughts from which I hide” (Auflage von 1000 Stück), die bloß über das Internet vertrieben wurde, erreichte mich heute das Geholze der absoluten Spitzenklasse!!! Aggression, Growls, melodische Parts und technische Gitarrenklänge vereinen sich zu einem „Death Metal-Sturm“ über fast ganze 60 Min. (ein einziger Song liegt unter 5 Min., ansonsten sind alle im Bereich von fast 8 Min.), der sich hervorragend hören und sehen lassen kann und so schnell nicht in Vergessenheit gerät. Wo sonst wird einem fast eine Stunde Death Metal PUR auf einer Scheibe geboten? Bei den meisten gleichwertigen Bands sind schon 30 Min. zu viel verlangt. Nein, hier ist jede Sekunde ihr Geld wert!!!
Obwohl Vehemence seit 1995 bestehen, haben sie für meine Begriffe jetzt mit „God was created“ den richtigen Weg des Death Metal aus dem Ärmel herausgeknüppelt, der nicht so leicht zu übertreffen sein wird. Geballer und Aggression wird mit melodischen Riffs untermauert, die eine besondere Stimmung verbreiten. Auch wenn bei „God was created“ Erinnerungen u.a. an Carcass, Suffocation etc. wach gerüttelt werden, ist dies purer Death Metal sowohl der alten als auch der neuen Schule. Ob Death der 90er á la American/Florida-, Sweden- oder der East-European – Style etc. Vehemence verewigen alle echten
Death Metal Richtungen auf eine amerikanische Weise, die nur so vor Brutalität, Melodie und Aggression protzt und selbst Nachahmer nachziehen wird. Genau so muss der Death sein!!!
Den Einfluss des Death Metal der späten 80er und frühen 90er verdeutlichen ebenfalls die Texte (u.a. „Christ, I fucking hate you“ oder “The last fantasy of Christ“), die nichts mit dem Christentum am Hut haben sowie das Coverartwork (entworfen von Evil Dave), das wohl verboten worden wäre, wenn das Inlay auf der Front landen würde (Splatter á la Corpse etc. lässt grüßen)!!!. Die Jungs kommen entweder zu spät oder gerade rechtzeitig mit diesem Werk auf den Markt und haben so zur richtigen Zeit am richtigen Ort Brian Slagel getroffen, um mit Metalblade an der Seite und „God was created“ in der Tasche das erneute Death Metal-Feuer zu entfachten...........(?)!
Ich sehe Vehemence jetzt schon auf zahlreichen Festivals, Tourneen etc. mit Kollegen wie Cannibal Corpse, Six Feet Under, Vader etc., denn genau zu dieser „Familie“ gehören sie auch!!!
Fazit: Death Metal der feinsten Sorte; eine Art Delikatesse!!! Nur mal Reinhören, ist hier viel zu wenig! KAUFTIPP!!!
8.5 Punkte von Arturek (am 17.07.2002)
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