Black Destiny (Deutschland) "Carpe Noctem" MCD
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Mir wird regelmäßig übel, wenn bei den halbgaren Helloween Kopien, die in diesen Tagen durch die Musikwelt dümpeln, behauptet wird, sie würden den Geist der 80er hochleben lassen. So etwas kann nur jemand behaupten, der damals nicht dabei gewesen ist und sich auch nicht groß mit der Musik dieser Epoche auseinander gesetzt hat.
Wie man die Mythen dieser Zeit beschwört, zeigen uns einmal mehr Black Destiny. Nicht etwa mit ihrem Sound an sich oder mit dem Stil ihrer Musik, sondern mit der Art und Weise, wie sie ihre Songs schreiben. Die Stahlscheiben aus der Osnabrücker Schmiede sind Heavy Metal pur, wirken zwar manchmal ein wenig plakativ, doch das macht sie meiner Meinung nach so einzigartig. Durch die Vermischung diverser Stilrichtungen gelingt es den Norddeutschen, dabei einen eigenen und nicht eben unmodernen Stil zu erschaffen.
„Who I am“, der Opener des 4-Track-Demos „Carpe Noctem“, hat eine herrlich hymnenhafte Melodie im Refrain. Der Titeltrack geht gewaltig los, besticht durch den Gegensatz von hektischen Instrumentarien und eher getragenem Gesang. Hier packt der im wesentlichen eher in tiefen und rauen Tonlagen heimische Sänger Michael Seifert zum ersten Mal seine Halford-mäßigen Schreie aus. „Crimson element“ ist ein echter Ohrwurm. Der Schlusstrack „The colour red” mit seinen Blast Parts geht in Ordnung, fällt aber zum Rest der CD etwas ab.
An der Musik von Black Destiny hat sich seit dem noch bei Iron Glory Records erschienenen „Black is where our hearts belong“ glücklicherweise wenig geändert. Wir bekommen fettes Gitarrenbrett, eine tighte Rhytmussektion und melodische Powervocals der Marke Düstergroll durchsetzt mit hohen Schreien. Die Band ist nunmehr seit über zehn Jahren dabei. Die gesammelte Erfahrung macht sich im professionellen Spiel der Musiker bemerkbar. Hier wird äußerst ehrlich zu Werke gegangen und mit Heavy, Thrash und ein wenig Death Metal werden traditionelle Spielarten unserer Lieblingsmusik vermischt. Die bodenständige Einstellung der Band manifestiert sich durch die 16-Spur-Analogaufnahme.
Offene Fragen bleiben, zum Beispiel warum man nicht mehr bei einem Label ist und wie es im Hause Black Destiny in Zukunft weiter gehen soll. Wollen wir doch mal sehen, ob wir das nicht in einem Interview klären können. 8.0 Punkte von Christian (am 02.12.2002)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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