Nach nur einem Jahr Pause beschert uns der Allrounder aus Österreich Clemens Mayr –keys., voc., guit. (u.a. bei Amortis) sein zweites Werk. Verstärkung holt er sich diesmal von Lukas –voc. (Amortis, Cephalic) und Neuner (Abigor, Darkwell, Golden Dawn). Wie gewohnt bietet diese Scheibe eine Mischung aus Industrial Wave Rock und ein wenig Black Metal incl. vieler Loops, Synths und popartigen Riffs! Tja, doch was soll ich wirklich davon halten!? Als erstes: Es dürfte nur etwas für die Fans der besonderen Art, die nicht nur allein für Metal sterben würden und sich sehr wohl im elektronischem Metal zu Hause fühlen. Zu all dem kann und will ich gleich zum Anfang verraten an wenn mich ein paar von diesen Tracks erinnern. Dazu möchte ich aber andeuten, dass gesanglich Shadowcast an diese Bands auf keinen Fall zu messen ist, lediglich die instrumentalen Werke sollten einem die Richtung andeuten und zwar von u.a. Pain, Pyogenesis „Unpop“-Zeit, Marilyn Manson, S.U.P und Samael.
Somit wäre schon eine Brandbreite bekannter Bands für die Schicht der Zuhörer eröffnet.
„Near Life Experience” verbindet extreme Ausbrüche, die sich irgendwo im Wave verirren und dem Zuhörer so mehr an Emotionen und Härte bietet.
Die Samples, die Melodien, die ohrwurmtauglichen Parts, die Produktion als auch das dazugehörige Artwork zeigen doch schon auf, dass diese Band sich ruhig mal zeigen darf und vielleicht in ihrem selbstbenannten Genre „Space Metal“ eine Größe vorweisen könnten, aber für meine Begriffe sollte hier an dem Gesang deutlich gearbeitet werden und vielleicht jemanden ganz Fremden ans Mirko mal holen. Denn vor allem der cleane Gesang macht mir besonders zu schaffen und kann mich in keiner Sekunde beeindrucken. Ich bezweifle sogar, ob das wirklich ernst gemeint ist, dass dieser Gesang auch so gedacht war? Die mäßigen Schreie (- oder so ähnlich), die wohl die Black Metaleinsätze ein wenig deutlicher hervorbringen sollen sind auch nicht viel besser und tragen nur noch mehr dazu bei, dass sie mich eher langweilen. Aber ich gebe auch gerne zu, dass an ohrwurmtauglichen Songstrukturen und Reffrains nicht gespart wurde, trotz der eher sagen wir mal „unprofessionellen“ Vocals.
Fazit: Der ein oder andere Song (z.B. „No man´s land“, Mass-Placebo“) könnte mich schon zum erneuten Abspielen bewegen, aber der Gesang bleibt jedes mal auf der Strecke und das nicht zu unrecht. Nur was für Fans der Mitwirkenden von Shadowcast und für Industrial Fans, die gerne auch mal eine Hörprobe neuen Bands widmen. 4.0 Punkte von Arturek (am 21.05.2003)
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