John Arch ist zurück. Wenn Du, lieber Leser, nun versucht bist, die Frage zu stellen, wer zur Hölle das denn sei, dann stelle Dich mit dem Arsch vor Deinen Spiegel und fordere Dein Abbild auf, ganz kräftig in selbigen zu treten. Danach lass Dir gesagt sein, dass Mr. Arch zu den ganz großen Legenden des Metal zählt. Mit ihm am Mikro veröffentlichten die alles überragenden Fates Warning ihre ersten drei Alben „Night on Bröcken“, „The spectre within“ und „Awaken the guardian“, die pflichtgemäß im Regal eines jeden Power und Prog Metal Fans stehen. 15 Jahre lang war es ruhig um den Prog Metal Pionier. In diesen 15 Jahren gab es immer mal wieder Gerüchte um eine neuerliche Zusammenarbeit von Arch und Fates Warning auf Projektbasis (mehr hätte ich als großer Fan von Ray Alder auch nicht gewollt). Nun ist es soweit. Das Solo Debüt des Ausnahmesängers liegt in Form einer EP vor.
Dann wollen wir mal. Die Mannschaft, die sich um John Arch versammelt hat, ist absolute Weltklasse. Die Gitarren werden von Fates Warning Mastermind Jim Matheos bedient. Die Drums prügelt kein Geringerer als das Dream Theater Tier Mike Portnoy. Am Bass steht diesen klangvollen Namen Joey Vera von Armored Saint in nichts nach. Das ist schon so eine kleine Nationalmannschaft, die sich da aufgestellt hat. „A twist of fate“ bietet mit dem etwas über zwölf Minuten langen „Relentless“ und dem 16minütigen Epos „Cheyenne“ eine knappe halbe Stunde sehr anspruchsvolle Musik. Die EP ist eindeutig ein vocal-lastiges Album. Die anderen Instrumente sind überragend eingespielt und präsentieren sehr viele Finessen, halten sich aber in nahezu jeder Phase eines Durchlaufes zugunsten der ausgefeilten Gesangslinien zurück. Besonders die Gitarren sind sehr im Hintergrund. Egal, es geht hier ja um die Rückkehr einer Sangeslegende, da geht das wohl in Ordnung.
Der von Matheos und Arch komponierte Opener wirbelt nach einem sehr spannungsreichen Beginn gekonnt zwischen fiesen, kantigen Hooks und monumentalen epischen Parts hin und her. „Cheyenne“ hingegen beginnt verträumt, kokettiert kess mit ein wenig Folk Musik und entwickelt sich schließlich zur wahren Prog Rock Hymne. Besonders dieses allein aus der Feder von John Arch stammende Stück macht enormen Appetit auf mehr.
Die Erstauflage dieser EP erscheint am 16.06.2003 in einem bronzefarbigen, geprägten Digipack mit Schuber. Merkt Euch diesen Termin. Welcome back, John!
9.0 Punkte von Christian (am 16.06.2003)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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