Labyrinth (Italien) "Labyrinth" CD
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Labyrinth sind jene Band, die maßgeblich zum Boom italienischen Power Metals beigetragen haben, wenn nicht sogar die Band. Solche Kapellen tragen immer eine besonders schwere Last, müssen sie sich doch immer wieder gegen das Meer das Klone durchsetzten und mit jedem neuen Album neue Maßstäbe setzten. Drei Jahren hat es gedauert bis der Nachfolger des 2000er Werkes "Sons Of Thunder" nun in den Regalen steht. Er hört auf den Namen Labyrinth und ist mehr oder weniger Programm. Die große Hoffnung, die mit diesem Album verbunden wurde war, dass die Italiener einen Weg aus den Sackgassen des Irrgartens italienischer metallischer Kunst finden. Doch leider kann ich mich auch nach mehrmaligen hören nicht dazu durchringen, dies den Italiener auch zu bescheinigen. Ihre Lösung einfach mal die altbekannten Strukturen mit mehr Geschwindigkeit zu präsentieren kann eigentlich kein Patentrezept sein. Das ist beim Opener mit dem symbolschwangeren Namen "The Prophet" noch ganz nett und ein guter Einstieg. Aber schon beim zweiten Track "Livin' In A Maze" deutet sich an, das der gute Prophet wohl im Irrgarten lebt und nicht gehört werden wird. Und was danach kommt setzt den Trend gnadenlos fort. Den absoluten Tiefpunkt gibt es treffenderweise in der Mitte der Scheibe mit der belanglosen Schmalzballade "Neverending Rest". Danach rast das Quintett wieder die Skalen von oben nach unten und von unten nach oben durch. Von echter Abwechslung kann nicht die Rede sein. Zum bitteren Ende gibt es mit "When I Will Fly Far" noch einen echten Rausschmeißer in Form einer bestenfalls durchschnittlichen Ballade.
Fairerweise muss natürlich gesagt sein, dass die Italiener nach wie vor ein Gespür für tolle, eingängige Melodien haben. Doch zu viele Besucher im Labyrinth verderben den Spaß, könnte man im übertragenen Sinne sagen. Mir persönlich klingen die acht schnellen Tracks alle zu ähnlich und die beiden Balladen zu durchschnittlich, um als Gesamtbild zu überzeugen. Die zwar vorhandenen, aber sehr rar gesäten Überraschungsmomente können viel zu leicht überhört werden.
Und so verlaufen sich Labyrinth im Irrgarten den sie selbst mit erschaffen haben. Gutes Gespür für netten Melodien und technisches Können ist in diesem Sektor einfach zu wenig geworden. Pech für die Stiefelländer ist ganz einfach, dass man von Ihnen ganz andere Kaliber erwartet. Warum eigentlich? "Return to Heaven Denied" war ja wirklich gut, aber "Sons Of Thunder" bestenfalls guter Durchschnitt. Schlimm, dass dieses neue Werk den Trend fortsetzt und zwangsläufig nur einen Verriss ernten kann.
Viel Spaß beim Suchen des Ausgangs.
The Prophet
Livin’ in A Maze
This World
Just Soldiers (Stay Down)
Neverending Rest
Terzinato
Slave To The Night
Synthetic Paradise
Hand In Hand
When I Will Fly Far 4.0 Punkte von LEX (am 27.07.2003)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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