“Battle Cry”, “Warning of Danger” und “The Curse” – bei der Aufzählung dieser Albumtitel stehen jedem echten Metaller Tränen der Freude und sehnsüchtiger Erinnerung in den Augen. Mit der Geschichte von Omen verbinden sich legendäre Namen wie Kenny Powell, J.D. Kimball, Brian Slagel und Metal Blade Records. 1986 wurde mit „The Curse“ das für mich beste Omen Album aufgenommen. Songs a la „Holy Martyr“ und „Teeth of the Hydra“ sind unsterbliche Klassiker, und viele Power Metal Bands der Neuzeit zollen diesen heldenhaften Musikpionieren heute noch Tribut. Doch Line Up Sorgen läuteten eine dunkle Epoche in der Bandgeschichte der Kult US Metaller ein. Die Jahre zwischen „The Curse“ und heute waren leider alles andere als erfolgreich.
Mit dem Ausstieg von J.D. Kimball verlor das Omen seine Stimme. Den vakanten Posten am Gesang besetzte ein gewisser Coburn Pharr, der sich später als Shouter bei Annihilator verdingte. Mit Paul O’Neill an den Reglern brachten Omen 1988 noch das Album „Escape to nowhere“ zustande, konnte jedoch nicht an alte Glanzzeiten anknüpfen. In der zweiten Hälfte der 90er hat man mal wieder am Rande etwas von Omen gehört. Doch die Gehversuche von Kenny Powell mit „Reopening the gates“, bei dem sein Sohn Greg am Mikro stand, oder seinem eigenen Projekt Stomping Ground waren eher unbeholfen.
Heute soll „Eternal Black Dawn“ alles ändern und da anknüpfen, wo man im Grunde vor über 15 Jahren aufgehört hat. Zunächst konnte man mit Kevin Goocher einen altgedienten Metaller der Dallas Szene verpflichten. Die Band wird mit Dick Murray an den Drums und Andy Haas am Bass komplettiert, die auch 1996 schon dabei waren. Goochers Gesang passt perfekt zu dem Plan, den Sound der erfolgreichen 80er Tage wieder aufleben zu lassen. Und auch die Songs von „Eternal Black Dawn“ haben das Zeug dazu.
Gleich zu Beginn des Albums jagt mir „1000 year reign“ eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken. Ja, ja, ja! Das ist es einfach: Geniale Riffs, powervolle Rhythmus Sektion und ein schmetterndes „Yeah“ bringen den Hörer sofort da hin, wo wir alle hin wollen: Heavy Metal Heaven. Absolut coole Instrumentalparts, geile Gesangslinien – so soll Metal sein. Der Titelsong und besonders „Burning times“ hauen in die gleiche Kerbe. Omen präsentieren wie in ihren besten Tagen völlig zeitlosen Übermetal.
Zwischendurch flacht das Album leider ein wenig ab. „Blood feud“, „House on Rue Royale“ und „Chains of delirium“ sind doch recht langweilige Songs und können durch keine rosarote Kultbrille aufgewertet werden. Mittendrin findet man jedoch die enorm wertvolle Perle „King of the seven seas“ (die mit den Schlüsseln?). Und das megakultige „Chaos in the cathedral“ leitet auf den furiosen Schlusspart hin, der vom Medley „The specter of battles past“ gebildet wird. Hier ist der Name Programm.
Fazit: Nicht alles Gold, was glänzt, doch allein das Tripel am Anfang der CD besteht aus Songs, von denen ich nicht geglaubt hätte, dass heutzutage noch jemand in der Lage ist, sie zu schreiben. Solch zeitlose Musik wird nicht mehr komponiert, habe ich eigentlich gedacht. Omen belehren mich eines Besseren. Street Date ist der 15.09.2003. Go for it.
9.5 Punkte von Christian (am 25.08.2003)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
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