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Dark Fortress "Der Deutsche Underground Brennt!"
Gut, zwar bedeutet der Bandname der deutschen Undergroundhoffnung Dark Fortress übersetzt nichts anderes als Dimmu Borgir und auch der Schreihals der Einheimischen weist durchaus Parallelen zu Shagrath von den Dimmus auf, doch zu einer bloßen Kopie der erfolgreichen Norweger verkommen Dark Fortress somit noch lange nicht, wie ihr neues, superbes Werk "Stab Wounds" eindrucksvoll beweist. DOch nicht nur auf Platte können die Jungs überzeugen, auch live kracht die Schwarte ganz gehörig, wie wir jüngst auf dem umjubelten Gig beim Summer Breeze feststellen konnten!
Weitere Infos zu Dark Fortress:
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Dark Fortress Seance
Dark Fortress Stab Wounds
Dark Fortress Eidolon
Dark Fortress Ylem
Dark Fortress Venereal Dawn
INTERVIEWS:
Dark Fortress - Der Deutsche Underground Brennt!
Dark Fortress - Was Ist Schon Normal?

Ihr habt euch schnell den Ruf erspielt, eine der hoffnungsvollsten Black Metal Bands Deutschlands zu sein. Wie geht man mit solchem Lob um? Weshalb denkt ihr, erweist man euch diese Ehre?

Eigentlich, denke ich, haben wir viele Jahre gebraucht, um uns zu etablieren und uns diesen Ruf zu erspielen. Die Band wurde immerhin bereits vor ca. 10 Jahren von Asvargr gegründet und bereits 1996 gab’s das erste Demo „Rebirth of the Dark Age“. Vielleicht hatten wir das „Glück“, lange keinen Deal zu bekommen, sondern erst dann, als wir wirklich dafür qualitätsmäßig reif waren. Vor allem für „Stab Wounds“ bekommen wir nun haufenweise gute Reaktionen, teilweise sogar überschwängliche und nur sehr wenig mäßige. Natürlich ist das ein gutes Gefühl, aber wir haben sehr viel Energien in das neue Album gesteckt und ich denke, dass wir das jetzt zurückbekommen.

„Stab Wounds“ ist ein ungemein dichtes, atmosphärisches und kaltes Album geworden, welches einerseits die heimische Black Metal Konkurrenz größtenteils locker aussticht, andererseits aber auch um einiges besser als eure Vorgänger geworden ist. Woher rührt dieser qualitative Anstieg?

Zu einem großen Teil haben wir versucht Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Ich denke auch, dass zwischen „Profane Genocidal Creations“ und „Stab Wounds“ ein riesiger Qualitätssprung stattgefunden hat. Auf „Profane...“ hatten wir zwar viele gute Ideen, aber die Ausführung war nicht besonders gelungen:
Erstens waren wir mit dem Sound nicht gerade glücklich, ehrlich gesagt finde ich, dass die Songs gar nicht richtig ihre Wirkung entfalten konnten. Außerdem war das Line-Up neu (Seraph und ich sind erst nach den Aufnahmen zu „Tales from Eternal Dusk zur Band gestoßen), und bei „Profane...“ mussten wir quasi noch zusammen finden. Wir haben viel im Proberaum gejammt und die Songs, welche hauptsächlich aus einzelnen Riffs und Teilen bestanden, großenteils zusammen auf Bandproben geschrieben. „Stab Wounds“ hat nichts mit „Stückwerk“ zu tun, wir wollten von Anfang an eine fließende Atmosphäre ohne Brüche kreieren. Die zwei großen Unterschiede sind ganz einfach: Die Songs sind auskomponiert, einfach viel besser geschrieben, außerdem sind wir mittlerweile tight im Zusammenspiel und haben, denke ich, sehr solide Fähigkeiten als Instrumentalisten.

Und inwiefern werdet ihr euch musikalisch weiter entfalten?

Komplette neue Songs gibt es noch nicht, (d.h. einen Song habe ich bereits komplett im Kopf, wir müssen ihn aber noch fertig ausarrangieren), aber schon grundlegende Ideen für ca. 4 Songs. Wir werden sicherlich kein „Stab Wounds 2“ machen, trotzdem nicht mit unserem Stil brechen. Die bisherigen Ideen sind fast noch düsterer und böser, teilweise etwas sperrig, wir werden wohl mitunter von gewissen Grundschemata abweichen und noch ein wenig eigenständiger.

Wie verlief die Arbeit an „Stab Wounds“?

Teilweise ziemlich stressig. Direkt nach den Aufnahmen zu „Profane...“ herrschte in der Band erst mal ein ziemliches Stimmungstief. Wir haben sogar einige Wochen oder sogar Monate überhaupt nicht geprobt, da Azathoth zu dieser Zeit auch gesundheitliche Probleme hatte und wir über einen längeren Zeitraum keine Livekonzerte spielen konnten. Als wir dann endlich wieder zu proben angefangen haben, mussten wir uns hauptsächlich darauf konzentrieren, ein gutes Liveset einzuproben, wodurch wir eigentlich kaum zum Jammen oder zum „Rumprobieren“ an neuen Songs gekommen sind. Ich hatte aber haufenweise Ideen, und musste sie einfach umsetzten, weshalb es sich ergeben hat, dass einige Songs auf „Stab Wounds“ von mir alleine stammen, trotzdem drücken vor allem unser Sänger und Schlagzeuger einem Song mitunter sehr stark ihren eigenen Stempel auf. Asvargr hatte vor allem für „Self Mutilation“ oder „Like A Somnambulist in Daylight’s Fire“ die entscheidenden Grundideen, welche absolut zum Restmaterial passen. Etwa im April 2003 haben wir von den ersten drei Songs für „Stab Wounds“ Promoaufnahmen in meinem Homestudio gemacht, und ab da wurde uns eigentlich bewusst, dass wir damit definitiv die drei geilsten Songs der bisherigen Bandgeschichte geschrieben hatten! Von da an ging es deutlich bergauf und wir wussten, dass wir auf einem sehr guten Weg waren.

„Some Wounds Only Death May Heal“ prangt auf dem Backcover. Ist “Stab Wounds” ein kozeptionelles Album? Welche Grundgedanken sind in das Songwriting eingeflossen?

„Stab Wounds“ ist zwar kein Konzeptalbum im klassischen Sinn, das heißt es wird keine zusammenhängende Geschichte erzählt, jedoch gibt es einen konzeptionellen roten Faden, und zwar auf mehreren Ebenen. Der von Dir erwähnte Satz kann natürlich für sich alleine stehen, ist aber nur das Ende eines längeren Satzes, der sich durchs ganze Booklet zieht: „Only Pain Left Out In The Cold...Yet I Know...Some Wounds Only Death May Heal“. Auch die Musik folgt einer Art Konzept, einem bewusst gewählten Spannungsbogen: Das Album beginnt mit „Iconoclasm Omega“ sehr aggressiv und brutal und wird mit der Zeit aber immer depressiver und melancholischer. Pure Aggression weicht zu Gunsten von tiefen, negativen Gefühlen, wie Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Man könnte sagen, alles bewegt sich eher einem „Tiefpunkt“ entgegen. Mit „Sleep!“ ist meiner Meinung nach das Album abgeschlossen, das Katatonia – Cover (herrlich! - d. Verf.) ist lediglich ein Bonustrack auf der Digipackversion, weshalb auch knapp 20 Sekunden Pause zwischen den letzten beiden Titeln sind.

Sehr interessieren würden mich die Lyrics zu „Stab Wounds“ - von was handeln eure Texte?

Der eben erwähnte „rote Faden“, bezieht sich auch vor allem auf die textlich Seite. Im weitesten Sinne drehen sich alle Texte um eine Grundthematik: es geht um Selbstmord. Es geht um die Ablehnung der Menschheit, ebenso um Selbsthass. Daraus ergeben sich eine tiefe emotionale Leere und Verzweiflung. Das Leben scheint nichtig und sinnlos, woraus schließlich der Selbstmord des lyrischen Ichs resultiert.
Alle Texte stammen von Azathoth, sie sind äußerst persönlich und spiegeln seine Ansichten wieder. Sie dienen auf eine gewisse Art und Weise als Ventil für seine Gedanken bzw. Emotionen.

Auch das Artwork fügt sich gut in die sinistre Musik ein und wurde von keinem Unbekannten entworfen, oder?

Ja, Travis Smith ist mittlerweile ein klangvoller Name, da er einfach brillant ist! Besonders Azathoth ist ein großer Fan von seinen Arbeiten, vor allem von dem, was er für Katatonia oder Opeth kreiert hat. Das Cover ist ziemlich „Blackmetal“ – untypisch, es fängt aber meiner Meinung nach hervorragend die Grundatmosphäre der Musik ein.

Die heutige Black Metal Szene steckt voller halbstarker Proberaum-Lärmer, die meinen, die BM-Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, aber nur halbgare Scheiße unters Volk bringen. Wie sieht es mit eurer Meinung der BM-Szene gegenüber aus?

Ich denke, vor ein paar Jahren war das nicht weniger schlimm, vielleicht sogar schlimmer. Wenn man ganz ehrlich ist, ist Blackmetal längst kein „Trend“ mehr wie Mitte oder Ende der 90er. Ganz im Gegenteil, vor ein oder zwei Jahren hatte ich sogar das Gefühl, dass die ganze Musikrichtung auf dem Tiefpunkt angekommen ist und sich kein Schwein mehr dafür interessiert. Ähnlich ist es dem Deathmetal ein paar Jahre früher ergangen, mittlerweile ist aber Death und Grindcore im harten Metalsektor wieder seit ein paar Jahren der „Trend“, wenn man so will.

Alles bewegt sich in Zyklen, das heißt konkret: Szenen schrumpfen sich gesund, einige „gute alte“ Bands überleben bzw. einige gute Neue entstehen. Gerade in den letzten paar Monaten gab es in der deutschen Szene einige wirklich gute Neuveröffentlichungen. Vor ein paar Jahren waren stilvolle Bands wie Secrets of the Moon oder Lunar Aurora eher die Ausnahme, aber ich hoffe, dass man irgendwann auf internationaler Ebene als deutsche Blackmetal Band nicht gleich automatisch skeptisch und mit Argwohn betrachtet wird. Definitiv ein Problem in der Szene sind jedoch nach wie vor die Sorte Leute, die meinen sie müssten sich als die unheilige Inquisition aufspielen. Von Hexenjagden auf andere Bands halte ich überhaupt nichts!
Ein weitverbreitetes Problem im Underground ist auch, dass einige Szeneapostel meinen, dass ein beschissen eingespieltes und produziertes Demo mit Songs aus drei Akkorden „true“ ist, solange die Texte schön böse, vor allem am besten politisch schön unkorrekt sind! Dark Throne spielen vielleicht auch primitiv, jedoch nicht aus Unvermögen, sondern bewusst, da sie sich als Musiker zu Gunsten des Feelings zurückhalten, was ein großer Unterschied ist!
Black Metal ist trotz eventuellem weltanschaulichen oder philosophischen Background in erster Linie Musik!

Wieviel Wahrheit in den obigen Zeilen steckt, ist hoffentlich jedem Leser bewusst und ich bin sehr froh, solch eine sinnvolle Aussage von der Band zu erhalten!

Woher bezieht ihr eure musikalischen Inspirationen? Ich würde jedenfalls die guten alten Norweger aufführen.

Man wird natürlich durch die Musik, die man selbst bevorzugt beeinflusst, da diese auch das musikalische Verständnis an sich formen. Dazu gehören sicherlich Bands wie Emperor, Satyricon, Mayhem oder auch Naglfar, aber durchaus auch genrefremde Musik, was eher unbewusst in die Musik einfließt. Ein Song wie „A Midnight Poem“ geht für mich zwar nach wie vor im weitesten Sinne als Blackmetal durch, besitzt aber vor allem in der Detailarbeit und in punkto Arrangement Einflüsse aus gaaanz anderen Musikbereichen. Generell stimme ich Dir aber zu, unsere Vorliebe für skandinavischen Blackmetal Anfang/Mitte der 90er können und wollen wir nicht verbergen!

Ich kann mir denken, dass ihr schon mit vielen Vorwürfen bezüglich kommerziellen Ausverkaufs zu tun hattet, weil ihr auch von den Mainstreampresse sehr positiv aufgenommen wurdet. Wie reagiert man auf solch an den Haaren herbeigezogene Aussagen?

Wir haben ein paar dieser Vorwürfe schon nach „Profane...“ zu hören bekommen. Zu „Tales...“- Zeiten habe ich ehrlich gesagt fast nichts von irgendwelchen Anfeindungen mitbekommen, ganz im Gegenteil. Aber was soll das?! „Tales...“ war ein passables Debüt, aber teilweise mit fast netten Melodien oder ganzen Songs, die eher wie Rock als Blackmetal geklungen haben. Da waren wir aber noch „true“ oder was?!! Wir sind mit jedem Album viel krasser, düsterer und kompromissloser geworden, und mit „Stab Wounds“ vor allem besser; mittlerweile gibt es aber immer mehr Leute, die uns nicht ausstehen können. Unsere Musik sollte aber unser stärkstes Argument sein. Die Leute die „Tales...“ für „true“ Blackmetal halten, „Stab Wounds“ aber hassen, da wir beim vermeintlich falschen Label unterschrieben haben, haben von dieser Musik nichts, aber auch gar nichts verstanden!

Was am Black Metal besonders wichtig für mich ist, ist die Grundatmosphäre eines Werkes. Es muss Kälte, Bosheit, jede Menge Atmosphäre und eine gewisse dunkle Erhabenheit ausstrahlen, andernfalls kann ich die Musik nicht unbedingt als Black Metal genießen. Beste Beispiele wären beispielsweise Burzum, Satyricon oder alte Emperor, aus hiesigen Gefilden eben u.a. ihr. Wie seht ihr das? Was muss Black Metal für euch sein?

Deine Aussage könnte ich genauso mit meinem Namen unterschreiben! Das entscheidende ist die Atmosphäre. „Black“ Metal ist so ein simpler Begriff, die Farbe „schwarz“ hat eine starke Symbolik. Blackmetal vertont Emotionen, die man eben mit der Farbe schwarz assoziiert, also Dunkelheit und Kälte.

„Stab Wounds“ zieht den Hörer unweigerlich in den Bann, umgarnt ihn und schickt ihn auf eine Reise in die Dunkelheit – wie erschafft ihr jene unglaubliche Intensität?

Die Frage einfach so in einem Interview zu beantworten ist sehr schwierig. Wir haben uns ganz am Anfang Gedanken gemacht, wie das Album wirken soll, welchem Spannungsbogen wir es unterordnen wollen. Wir haben immer versucht darauf zu achten, nie den Blick fürs Gesamte zu verlieren. Detailarbeit ist wichtig und sorgt dafür, dass ein Album Langlebigkeit bekommt, wir haben aber von vornherein vermieden uns in Songs zu verrennen, die den Fluss, die Atmosphäre des Albums stören. Beim Songwriting hatte ich immer schon eventuelle Positionen für den jeweiligen Song auf dem Album im Kopf, wir haben sehr intensiv über die Abfolge der Songs nachgedacht. Man geht im Kopf vor seinem geistigen „Ohr“ die Songs durch, betrachtet wie der Anfang von Song X auf den Schluss von Song Y passt, im Bezug auf Feeling, Tonart, Rhythmik usw. Auch wenn alle Songs absolut für sich stehen, wurden eben schon beim Songwriting diese Aspekte mitberücksichtigt. Nur so schafft man es ein fließendes Album zu kreieren. Brüche in der Atmosphäre reißen einen plötzlich aus einem bestimmten Gefühlszustand heraus und vermindern die Intensität der Musik.

Ihr habt bereits im legendären Grieghallen Studio aufgenommen, seid aber laut Presseinfo nicht allzu sehr zufrieden damit. Könnt ihr mir erklären, warum? Denn im Grieghallen haben doch sogar großartige Bands wie Burzum oder Enslaved aufgenommen! Was war es für eine Atmosphäre, in einem solch ruhmvollen Studio aufzunehmen?

Die Atmosphäre im Grieghallen war fantastisch (allein bei dem Gedanken, dass in diesen Hallen die unerreichten Burzum-Songs eingespielt wurden, bekäme ich zitternde Knie! - d. Verf.). Pytten ist großartig, ein völlig einzigartiger und bewundernswerter Mensch mit viel Humor und wenn nötig mit psychologischem Einfühlungsvermögen, was sehr wichtig ist um einem Musiker die „Angst“ vor dem Mikrofon zu nehmen. Außerdem ist der Aufnahmeraum riesengroß und ist trotzdem ungefähr so gemütlich wie ein Wohnzimmer. Auch mit seinem „Assistenten“ Davide haben wir sehr gut zusammen gearbeitet. Das Problem war die Zeit. Wir hatten nur 10 Tage gebucht, was im Nachhinein betrachtet für das Aufnehmen und Abmischen von fast 70 Minuten Musik einfach ein schlechter Witz ist! Wir sind in der geplanten Zeit zwar mit den Aufnahmen fertig geworden, aber überhaupt nicht zum Mischen gekommen. Wir haben dann unsere Vorstellungen und Anweisungen per Email geschickt, was natürlich eine schlechte Vorraussetzung war. Pytten war außerdem ziemlich ausgebucht, weshalb Davide den eigentlichen Mix übernommen hat. Einige Anweisungen wurden jedoch missverstanden bzw. überinterpretiert. Wir wollten z.B. die Drums nicht superlaut haben (etwa so wie bei „Puritanical ...“ von Dimmu oder Mayhems „Grand Declaration...“), aber gut hörbar; jedenfalls sind Snare und Bassdrum im Endeffekt so leise, dass die Musik überhaupt keinen Punch mehr hat.

Wo entstand „Stab Wounds“?

Das Schlagzeug haben wir in den Studios von MSG in Deggendorf aufgenommen, ein paar Kleinigkeiten konnten wir sogar bei mir zu Hause erledigen, was natürlich Geld spart und unstressig ist. Den Großteil der Produktion haben wir jedoch in Landshut in einem nagelneuen Studio erledigt, dass sich gerade ein ehemaliger Mitschüler von mir aufgebaut hat. Wer also Interesse an einer professionellen, aber preiswerten Produktion hat, kann mal unter www.studio-eins.biz nachschauen oder mich direkt kontaktieren! (einfach eine Mail an mich und ich leite sie weiter! - d. Verf.)

Welche Musik konsumiert ihr neben dem Black Metal? Wie wichtig ist euch musikalische Vielfalt?

Diese Frage stellvertretend für die gesamte Band zu beantworten ist unmöglich! Ich muss mich ja schon von Berufswegen quasi mit allen musikalischen Stilen ein wenig beschäftigen, denn als Tontechniker mit reinem Metalbrett vor dem Kopf wird man sich wohl nie wirklich durchsetzten können. Tendenziell fühl ich mich generell zu düstereren Sounds hingezogen, ich bin z.B. großer Fan von Portishead oder von Massive Attack’s „Mezzanine“ (würg, kotz, ich weiß...). Außerdem bin ich für guten harten Thrash, vor allem Slayer, Grip Inc., oder zum Beispiel „Slaughter of the Soul“ von At the Gates oder „Rusted Angel“ von Darkane zu begeistern. Die heutige „True“-Fraktion wehrt sich zunehmend gegen Keyboards oder ähnliche stil“fremde“ Elemente.

Meiner Meinung nach kann ein Keyboard jedoch ungemein zur Atmosphäre eines guten BM-Werkes beitragen – eurer Meinung nach auch?


Es gibt kein zweites Instrument, mit dem man so eine enorme Vielfalt an Sounds hat. Man hat dadurch einfach noch mehr kompositorische Möglichkeiten und kann die Musik um weitere Facetten bereichern.

Dass Massive Attack großartig sind, steht nun wirklich außer Frage und dass Keyboards verdammt atmosphärisch sein können hoffentlich auch!:-)
Wie kamt ihr zum Deal mit Black Attakk? Es gab doch sicher mehrere Offerten oder?

Was macht Dich so sicher, dass wir wirklich mehrere Angebote hatten? Gut, „Stab Wounds“ kommt super an und mit der Band geht’s sicherlich steil bergauf, aber wir mussten auf Labelsuche gehen, bevor wir „Stab Wounds“ veröffentlicht hatten. Obwohl wir insgesamt 5 neue Songs als Promo aufgenommen haben, die auch im Demostatus nicht unbedingt weniger gewirkt haben, als jetzt auf dem Album, haben wir nur Absagen erhalten, da wir den meisten Labels wohl als zu riskant erschienen. Black Attakk waren die einzige Firma mit einem echten, erstzunehmenden Vertragsangebot, weshalb wir die Wahl hatten, ob wir unterschreiben und eine saugeile CD produzieren, oder ob wir wieder Demos machen!
Ich denke, dass wir jetzt bezüglich auf Labels ganz andere Karten in der Hand hätten, aber natürlich sind wird gebunden...

Noch ein kurzes Kommentarspiel:
- die drei besten deutschen Black Metal Bands sind:

Haha, natürlich Dark Fortress, hmmm, Secrets of the Moon und keine Ahnung, haha. Es gibt ein paar gute, die Namen sind unter anderem auch schon in diesem Interview gefallen. Vielleicht eine noch ziemlich unbekannte Band, die wirklich Talent hat: Farsot (auch auf dieser Homepage reszensiert - d. Verf.)

- die drei besten BM-Bands überhaupt sind:

Emperor, Satyricon, Mayhem

- drei willkürliche Meilensteine des BM:

Bathory: Under the Sign of the Black Mark


Emperor: Anthems to the Welkin at Dusk


Thorns: Thorns



- drei Kriterien, die ein guter Dark Fortress Livegig erfüllen muss


guter Sound (als Vorraussetzung), gutes Publikum (d.h. wir müssen es schaffen, den „Funken“ überspringen zu lassen) und gutes Essen, Nutten und Koks, hoho (sonst sind wir schlecht gelaunt!)


Kein Kommentar...;-)

Wann wird es neues von euch zu hören geben? Was ist für die Zukunft geplant?

Wir und unser Label planen gerade eine Tour für Winter, mit Glück gibt’s ein wirkliches Hammerpackage, aber solange nichts definitiv ist, möchte ich auch nichts verraten!

Eventuell werden wir gleichzeitig an einer EP und an einem Full-Length Album arbeiten, die vom Konzept etwas unterschiedlich ausfallen. Vor Mitte/Ende nächsten Jahres wird’s aber bestimmt keine neue Scheibe geben, da wir keinen Schnellschuss abgeben möchten.

In ein paar Tagen gibt es neue Shirts, außerdem ist eigentlich immer noch ein Vinylversion von unserem Debut geplant. Mit unserer Katatonia - Coverversion von „Endtime“ werden wir außerdem auf einem Tribute - Sampler vertreten sein.

Dann Glück auf!






















































geführt am 24.08.2004   von Björn Springorum
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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