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Drautran "Drautran Im Jahre 2002..."
Folgendes Interview wurde von mir Anfang des Jahres 2002 geführt und bei einem kleinen und nicht weiter relevanten Netzmagazin veröffentlicht. Aufgrund der Tatsache, dass ich derzeit ein Doppelinterview mit Helrunar und Drautran plane, welches in naher Zukunft hier veröffentlicht wird, hielt ich es für angebracht, dieses alte Interview auszugraben! Viel Spaß beim Schmökern!

Wer ein solch geniales Demoalbum aufnimmt und auf die Menschheit loslässt, braucht sich dann auch nicht zu wundern, wenn sich Begeisterungsstürme über einem ergießen. So geschehen bei der Kieler Band Drautran, welche mit ihrer ersten Veröffentlichung "Unter dem Banner der Nordwinde" auf der ganzen Linie überzeugen konnten. Ergreifender, rauer und dennoch melodiöser Pagan/Black Metal der edelsten Sorte wie er in letzter Zeit selten aus germanischen Gefilden vernommen wurde. Aus diesem Grund kontaktierte ich Arn, seines Zeichens Rhythmusgitarrist der Nordlichter, ein überaus freundlicher und angenehmer Gesprächspartner, der allerdings darauf Wert legt, dass die folgenden Äußerungen einzig und allein seine Meinung widerspiegeln und nicht als Meinung der gesamten Band gesehen werden sollten! Aber genug Vorgeplänkel, lasset uns beginnen!

Weitere Infos zu Drautran:
REVIEWS:
Drautran Throne Of The Depths
INTERVIEWS:
Drautran - Drautran Im Jahre 2002...

Drautran sind eine (noch) recht kleine Band und nicht gerade viele Leute werden mit eurer bisherigen Bandgeschichte vertraut sein. Arn, teile uns doch mal euren musikalischen Werdegang mit, seit wann gibt es die Band, was für Material habt ihr bisher veröffentlicht und wer in der Vergangenheit bei DRAUTRAN gespielt hat bzw. wer gerade an Bord ist. (Anmerkung: alle Aussagen sind auf dme Stand des Jahres 2002!)

Im Winter 1996 formierte sich Drautran mit fünf Mitgliedern von denen heute noch Blutaar (v), Winter (lg) und ich selbst , Arn (rhg) aktiv sind. Des weiteren komplettieren Atergatis (v) , Mondgarmr (syn) und Orloc (dr) das Line-up. Die Stelle des Bassisten ist z.Zt. nicht besetzt. Die Demo-CD "Unter dem Banner der Nordwinde" wurde im Herbst 1999 aufgenommen und ist unsere absolut einzige Veröffentlichung. Damals wirkten noch Oluf an Stelle von Atergatis, sowie Doomguard (b) mit. FinnSkald Astragarn steuerte hier als Gastmusiker den Song "Framentanz" bei, den er komplett selbst eingespielt hat. Er bediente vor Orloc eine Weile das Schlagwerk, mußte jedoch aus gesundheitlichen Gründen hiervon wieder Abstand nehmen. Da er uns als ehemaliges Mitglied Drautrans und Bruder im Geiste sehr nahe steht, entschlossen wir ihn mit "Framentanz" an der Demo-CD teilhaben zu lassen. Momentan ist er wieder in unseren Reihen und übernimmt für kurze Zeit die Rolle eines Session-Bassisten.

Wie würdet ihr euren Stil beschreiben? Reicht profaner Pagan/Black Metal eurer Meinung nach aus?

Meist wurden wir als Pagan Black Metal definiert. Das trifft es ganz gut, allerdings lassen sich bei uns ebenso Elemente des Death Metal wiederfinden. Ich möchte nur soviel sagen, als daß Drautrans nordische Welt eine Welt voller kalter und düsterer Raserei und Brutalität ist, die aber auch erquickende und wärmende Melodien auf sich vereinen kann. Wer Drautran hört und wie wir eine Passion für die nordische Mythologie, sowie die Urkraft der Natur und insbesondere des Meeres hegt, wird sich heimisch fühlen.

Das kann ich bestätigen! Obwohl ich im Süden der Republik mein Dasein fristen muss, sehne ich mich nach der in der Musik Drautrans beschriebenen Natur. Wie seid ihr mit eurer ersten CD zufrieden? Meines Wissens hat sie überall gute Kritiken einfahren können und wurde nicht selten sogar hochgelobt. Was denkt ihr heute über die CD? Was hättet ihr besser gemacht wenn ihr die Möglichkeit gehabt hättet?

Ich bin mit "Unter dem Banner der Nordwinde" absolut zufrieden. Es ist unsere erste Veröffentlichung, weswegen wir sie auch als Demo-CD ausgeschrieben haben. Natürlich läßt sich immer etwas irgendwie besser machen, allerdings haben wir, was die Gegebenheiten und Möglichkeiten angeht, eine in meinen Augen sehr gute Leistung abgeliefert. Kraft, Intensität und eine kalte Atmosphäre sollten den Hörer umgarnen und das tut es.

Was gibt es neues von Drautran? Irgendwelche Pläne bezüglich eines Deals oder einer neuen Veröffentlichung?

Ein paar Angebote bezüglich eines Deals haben wir schon erhalten, uns allerdings noch nicht festgelegt. Was das angeht lassen wir uns Zeit. Vorerst werden wir zwei unserer neuen Songs in Eigenregie aufnehmen und diese an Labels verschicken. Das fairste Angebot bekommt dann den Zuschlag. Sollten wir kein angemessenes Angebot erhalten, scheuen wir uns nicht davor eine weitere Eigenproduktion in Angriff zu nehmen. Genug neues Material ist vorhanden, an dem wir momentan noch feilen und ausbessern. Einige der neuen Songs werden wir unserem Publikum auf den anstehenden Gigs bereits präsentieren. Der Sturm, der mit "Unter dem Banner der Nordwinde" entfesselt wurde, hat an Kraft zugelegt und wird keinen verschonen!

Und wie sieht es auf dem Livesektor aus? Live gespielt habt ihr ja schon, was könnt ihr mir über euer bisheriges Leben on stage berichten und was haltet ihr generell von Auftritten?

Bisher spielten wir erst viermal vor Publikum, davon zweimal in Kiel (mit z.B. Cold Embrace, Mirror,...), einmal in Elmshorn (mit Aeba, Frost,...) und einmal in Lütjenburg (mit Crescent u. Noverka). Ein Grund für unsere bisher eher spärliche Präsenz auf dem Livesektor ist, daß wir unserem Publikum Qualität bieten möchten. Wenn man wie wir meist nur die Möglichkeit hat, Gigs in der näheren Umgebung wahrzunehmen, dann sollte man es vermeiden sich zu oft mit dem selben Programm zu präsentieren. Wir wollen nicht ständig vor den selben Leuten mit alten Songs oder einer mit beliebigen Coverversionen aufgestockten Set-Liste spielen. Das Interesse von Seiten der Hörerschaft würde meines Erachtens dann schnell schwinden. Nichts desto trotz ist geplant in Zukunft vermehrt live in Erscheinung zu treten, auch und besonders über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinweg.

Doch durch den Split der deutschen Band Nagelfar(R.I.P.) bot sich Drautran die Möglichkeit, zwei weitere Konzerte an der Seite von Menhir zu absolvieren, einmal in Rostock und einmal in Berlin. Bei letzterem war auch meine Wenigkeit anwesend und wurde vom entfesselten Sturm der Kieler restlos überzeugt! Daumen hoch! An dieser Stelle folgt eine kurze Zusammenfassung Arns' über die drei mit Menhir absolvierten Konzerte.

Am 04.04. spielten wir in Kiel. 160 Leute kamen, was für unsere kleine Stadt recht zufriedenstellend ist (besonders auf einen Donnerstag). Die Stimmung war gut und der Auftritt hat extrem Laune gemacht, war es doch nach 1 ½ - 2 Jahren das erste mal das wir uns wieder live präsentierten. Am 05.+06.04. spielten wir dann in Rostock und Berlin, wo wir für Nagelfar einsprangen. Während Rostock organisationstechnisch etwas sehr chaotisch war, war Berlin um so präziser durchdacht. Diese zwei Tage haben uns viel Erfahrungen sammeln lassen und waren dazu recht gut besucht. Ich denke wir konnten unsere Sturmeskraft unter Beweis stellen und zeigen, dass es sich lohnt Drautran live zu sehen.

Doch kommen wir zur nächsten Frage: Welche Musiker/Bands haben euch beeinflusst?

Wir sind sieben Charaktere mit sehr breit gefächerten Vorlieben in Sachen Musik, die wir natürlich auch bestrebt sind bei Drautran zum tragen kommen zu lassen. Wer wen alles beeinflusst hat, kann ich beim besten Willen nicht erahnen. Ich würde aber auch nicht sagen, daß wir vordergründig durch andere Bands oder Musiker beeinflusst sind. Viel mehr ist es so, daß wir uns alle tief verbunden mit der heimischen Landschaft, den Mythen und Mären der nördlichen Regionen, sowie der Natur fühlen. Das sind in erster Linie unsere Inspirationsquellen. Um aber noch einmal auf das Thema Musik(er)/Bands zurück zu kommen, kann ich für meinen Teil zumindest sagen, daß die "Frost" von Enslaved und die "Jormundgand" von Helheim mich tief bewegt haben und ich diese Scheiben nie missen möchte. In diesem Sinne stellen sie sicherlich entfernt so etwas wie musikalische Wegweiser meiner Person dar.

Wie sieht es mit der Szene in Kiel aus? Mir sind da nur AEBA und ETERNAL FROST ein Begriff. Was für nennenswerte Bands gibt es noch bei euch dort oben? Mit welchen Bands steht ihr in Kontakt?

Neben AEBA, ETERNAL FROST (Du kennst die Jungs von E.F. aus Kiel? Das spricht für Dich!) und uns gibt es hier in Kiel z.B. noch EUSOPHOBIA, die guten Thrash-Death spielen und NOISE FOREST+BONEHOUSE, die extremen Hardcore-Metal fabrizieren. Dann ist da noch MIRROR zu nennen, die ich mal als groovigen Metal definieren möchte. Wir kennen uns alle gut untereinander und supporten uns wo es geht. Der Zusammenhalt der Bands in Kiel ist wirklich gut. Andere nennenswerte Bands aus den nördlichen Gefilden, zu denen wir auch engeren Kontakt hegen sind z.B. Cold Embrace, sowie (wenn auch eher in HH anzusiedeln) FROST und HAGAL. Darüber hinaus gibt es hier aber noch diverse andere gute Bands, welche zu nennen den Rahmen des Interviews sprengen würde. Ich will es bei der obigen Aufzählung belassen. Seit euch jedoch bewußt, im Norden steckt mehr Potential als es bisher zu vermuten war.

Das hört man doch gerne und wenn die anderen Bands auch nur ansatzweise ähnliche Qualitäten wie DRAUTRAN besitzen ist es um die norddeutsche Szene alles andere als schlecht bestellt! Was haltet ihr generell von der deutschen Black/Pagan Metal Szene?

Was die Pagan/Black Metal Ecke angeht, muß ich sagen: "...klein aber fein". In bezug auf die "reine" Black Metal Szene denke ich jedoch, das es zu viele schlechte Bands gibt, die Dir Scheiße als Gold verkaufen wollen. Glücklicherweise wird der Underground nicht müde immer mal wieder Perlen an Land zu spülen, die für Ideenreichtum + Engagement und nicht für Selbstherrlichkeit, Posertum u.a. stehen.

Das sehr detailliert gestaltete Booklet ist ein echter Augenschmaus. Wird auch in Zukunft mit einem solchen Engagement zu rechnen sein, wenn es um die Bookletgestaltung geht?

Selbstverständlich wird damit zu rechnen sein können! Das Booklet ist Teil des Ganzen und soll musisches und lyrisches Konzept stützen. Uns ist sehr viel daran gelegen die Welt DRAUTRANS auch visuell zu offenbaren und den "Hörer" somit ein Stück weiter in unser Reich zu geleiten.

Soweit also der Stand im sturmumtobten Hause Drautrans im Frühjahr 2002. Leider lässt die nächste Veröffentlichung Drautrans noch immer auf sich warten, doch immerhin ist Besserung in Sicht! Mehr darüber im in Kürze hier erscheinenden Doppelinterview mit den meiner Meinung nach stärksten Pagan/Black Metal Bands Deutschlands, Drautran und Helrunar. In jenem Interview werden Drautran bereits viel über die nächste Scheibe und aufgekeimte Trennungsgerüchte zu berichten wissen! Stay tuned...
geführt am 30.08.2004   von Björn Springorum
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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[ Seit dem 30.08.04 wurde der Artikel 6389 mal gelesen ]
 
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