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Odroerir "Götterlieder Und Andere Huldigungen"
Nun soll es bald soweit sein, eine neue Scheibe der Thüringer ODROERIR kündigt sich an! "Götterlieder" soll sie da heißen und eben jenen Teil der Edda haben sich die sechs zum vertonen auserkoren. Wer Menhir liebt, kann ODROERIR nicht übersehen, -hört haben. Wer beide nicht kennt, sollte dies schnellstens ändern! Im Folgenden werden nun von Fix und Band meine kreuz&quer-Fragen ausführlichst beantwortet. Danke nochmals dafür!
Weitere Infos zu ODROERIR:
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ODROERIR Götterlieder
ODROERIR Same
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ODROERIR - Götterlieder Und Andere Huldigungen

Sei gegrüßt Fix, nun ist es ja bald soweit, eine neue ODROERIR CD steht an! Wann genau soll es denn soweit sein / wie weit seid ihr?
Wie dir schon mitgeteilt, haben wir im Moment eine kurze Auszeit, da gerade eine andere Band im Studio weilt. Das Grundgerüst wie Schlagzeug und alle Rhythmusinstrumente sind schon aufgenommen. Jetzt fehlen nur noch der gesamte Gesang und ein paar Kleinigkeiten die wir dann ab nächster Woche in Angriff nehmen werden. Danach geht’s gleich weiter mit Mastern, Covergestaltung etc.! Wann sie nun rauskommt, kann ich dir leider auch nicht so genau sagen, das wissen wieder mal nur die Götter alleine.
Da sich bei unseren Aufnahmen eh immer alles nach hinten zu verschieben scheint, hoffe ich doch mal, daß dann unser neuer Silberling am Anfang des nächsten Jahres die Welt erblickt.
Auf eurer HP stellt ihr das Album, welches den schönen Titel "Götterlieder" tragen soll, ja schon als ersten Teil einer zweiteiligen Konzeptalbenserie vor. Wie genau soll das dann ablaufen: Ein Album "Götterlieder", ein Album "Heldenlieder"?
Und dann die Tour, hoffe ich?
Die Idee, die Edda zu vertonen, schwebte mir ja damals schon beim Demo vor, wo bereits ein Lied (Baldurs Träume) aus diesem Kontext vorgestellt wurde und deswegen auch nicht mit aufs Debüt drauf kam, da dieses ja nur die Geschichte und Sagen meiner (unserer) Heimat beinhaltete.
Bei der neuen CD wird die Terminologie der nordischen Mythologie mit dessen Pantheon und deren überlieferten Sagas verarbeitet, von der Genesis der Welt, über Menschwerdung, Göttergeschick usw. usf. bis zum Weltenbrand, dem Untergang und der daraus folgenden Neuentstehung des Ganzen. Die Heldenlieder aus der Edda werden so gut wie nicht rezitiert, da Geschichten über Heros und andere berühmte Gestalten aus der Historie für ein späteres Werk geplant sind.
Auf dem ersten Teil des Konzeptes werden zwar nur sechs Lieder zu hören sein, welche aber mit einer Spielzeit von über einer Dreiviertelstunde aufwarten können.
Mehrere Stücke für den zweiten Teil sind auch schon fertig, aber jetzt schon wieder soviel Platz füllend, dass, das ganze sogar eine Trilogie zu werden scheint.
Die Lieder sind im allgemeinen noch epischer geworden und zum Teil auch länger.
Es werden auch viele akustische Passagen vertreten sein und zum ersten Mal ist auch unser Geiger Veit auf einer unserer Aufnahmen zu hören, der seid ca. neun Monaten bei uns mit musiziert.
Eine Tour über einen längeren Zeitraum wäre für uns erwünschenswert, da aber fast alle von der Band einer festen Tätigkeit nachgehen und wir mittlerweile sechs Mann sind, stell ich mir das doch ein bisschen kompliziert vor. Aber mal sehen, vielleicht klappt das ja doch noch mal irgendwann!?
Anno 2003 gab es im Berliner Club Asgard ein Hammer-Combi- Konzert
mit Menhir; ich war nicht da und bin immer noch nicht darüber hinweg:
Gibt es da für mich eine zweite Chance/ plant ihr ähnliches
noch einmal?
Nur gut, dass du nicht da warst, da etliches an diesem Wochenende schief gelaufen ist.
Erstens kamen wir viel zu spät wegen Dauerstau auf der Autobahn, fanden in der Großstadt den Klub nicht, mussten uns daraus folgend von einem Kumpel (alias Church) holen lassen.
Dort angekommen war, durch die hochsommerlichen Außentemperaturen, eine unerträgliche Hitze in dem Bunker und diverse andere Pannen kamen auf uns zu usw.!?
Der Gig selber war für mich persönlich auch nicht so herausragend.
Mit Menhir und ODROERIR gleichzeitig spielen, wird’s nur in besonderen Fällen geben, da ich ansonsten, dies wegen Doppelbelastung vermeide.
Dieses Jahr alleine, sollten wir mit ODROERIR schon drei mal in Berlin aufwarten was aber irgendwie nie so richtig klappen sollte.
Texte spielen in Form von Mythologie und Historie bei euch ja immer eine sehr große Rolle. In wie weit lasst ihr euch von der umgebenden Natur Thüringens beeinflussen/ inspirieren? (Ich selbst liebe Thüringen über alles und muß mindestens einmal im Jahr in diese schönen Wälder reisen. Als Berlinerin ist es für mich eine wahre Wohltat dann mal wieder "richtige Luft" zu atmen!)
Thüringen hat wirklich noch etliche schöne Plätze vorzuweisen. Erst kürzlich war ich wieder (natürlich nicht alleine!) auf verschiedenen Bergen unterwegs, mit Zeitzeugen aus der Vor- und Frühgeschichte, die ich bisher noch nicht gesichtet habe.
Wanderungen in dem melancholisch-schönen Herbst, an verregneten Tagen mit Nebel durchwobene Buchenwälder durchstreifend, auf Wallburgresten rastend und dem Knarzen der Bäume lauschend und beim Weitergehen auf einer Lichtung im nächsten Moment die Sonne aus dem Dunst der Wolken blickend und im rechten Augenwinkel noch ein einheimisches Getier die Flucht ergreifend, erhascht, ist schon ergreifend auch wenn man es schon tausendmal erlebt hat. Das ist jedes Mal ein Ausgleich und Ruhepol für mich und dementsprechend auch inspirierend.
Wobei das nicht nur auf diese Jahreszeit und Thüringen bezogen bleibt, es gibt überall auf der Welt schöne Landschaften, Kultstätten und besondere Naturbegebenheiten, welche die Menschen angezogen hat und sie auch immer und immer wieder anziehen wird, solange es nicht durch Raubbau und Umweltzerstörung für immer verloren geht!
Was bedeutet für euch Heimat?
Heimat ist das Stückchen Erde wo ich geboren und aufgewachsen bin wo meine Eltern und Großeltern schon weilten und dies ist in meinen Fall Thüringen, wo ich auch bescheiden behaupten kann das ich mich hier topographisch (mein Drummer würde jetzt geographisch sagen???!!) und geschichtlich gesehen ein wenig auskenne und wo bisweilen immer noch in der Landschaft und Natur Refugien für mich existieren zu denen ich mich zum Sinnieren zurückziehen kann.
Oft stellt man bei einer Band ja eine gewisse Affinität zu einer anderen Band fest; ihr habt mit eurer Musik zu recht einen eigenen Begriff geschaffen "Thuringia Metal/Folk". Und prompt viele Nacheiferer gefunden, so dass man sagen kann, in Thüringen da geht einiges, was Metal betrifft. (Ich denke hier an Surturs Lohe, XIV DarkCenturies, Gernotshagen aus dem schönen Trusetal etc.)
Wie steht ihre dazu? (Das Benefizkonzert gegen die Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis beweist ja schon einiges..)
Wir haben ja selber auch nicht die Musik neu erfunden oder sind die Ersten die über solche Thematiken singen. Ich versuche mit ODROERIR halt aber auch in keinsterweise irgendetwas krampfhaft zu kopieren oder jemandem nachzueifern oder gar nur irgendeinem fahrenden Zug aufzuspringen um ein Stück von der großen Torte zu erhaschen. Was im Allgemeinen in jeder Musikbranche gültig ist. Mit meinem Schaffen will ich eigentlich nur noch meinen Gedanken zu dem was mich aus dieser Sparte so interessiert einen musikalischen Mantel anziehen und der ist nun mal, nicht nur meiner Meinung nach, innovativ und einigermaßen passend wenn auch nicht perfekt!
Dass gerade in Thüringen so viele Pagan Metal Bands existieren ist schon wunderlich. Vielleicht liegt das ja doch nur an unserer Landschaft die jedem den gleichen Anstoß gibt!?
Da oben genannte Bands und wir auch noch fast aus der gleichen Ecke kommen (nämlich Südthüringen) war auch ein Inzest untereinander nicht mehr zu vermeiden:
- Roman, Menhir Ex-Gitarrist spielt jetzt bei Surturs Lohe
- Marleym, Basser bei XIV Dark Centuries zockt seit einem Jahr schon bei uns noch nebenbei mit
- der Sänger von Gernotshagen ist seit kurzem bei unserer Re-enactment Gruppe mit dabei,
- der zweite Gitarrist von XIV Dark Centuries ist normalerweise der Basser von der eigentlichen Rock Band unseres Schlagzeugers.
- und 80 % von den Bands haben schon im Powertrack Studio aufgenommen
Untereinander kennen wir uns schon ein paar Jahre und haben auch schon das eine oder andere Konzert zusammen gemeistert bzw. untereinander organisiert wie z.B. das schon benannte Benefizkonzert im Einsiedel welches von XIV Dark Centuries aus der Taufe gehoben wurde.
Auf eure Texte und euer Umfeld bezogen:
In wie weit lebt ihr eure Texte? Wie steht ihr zu Asatru oder anderen
Natur"religionen"?
Mein individuelles Credo und alles was dazu gehört, erörtere ich nicht so gerne in Interviews da ich ansonsten zu viel Persönliches, einem eigentlich für mich Fremden, freigebe!
Ich kann aber dazu sagen das ich keiner dieser sogenannten heidnischen Organisation und ähnlichem angehöre, denn wenn man diese Szene mal genauer beobachtet, mit ihren selbsternannten Gurus, Obergoden und Pseudo-Druiden die sich auch noch gegenseitig bekämpfen und jeder konkurrierenden Institution die Glaubwürdigkeit absprechen wollen, nach Statuten, Vereinsregeln und sonstigen templerartigen Logen agieren, kann ich als souveränes Individuum darauf verzichten mich da einzureihen! Es ist zwar gut zu heißen das diese Verbindungen sich intensiv mit dem Heidentum auseinandersetzen und „ihre“ Kenntnisse in der Öffentlichkeit proklamieren, aber wie schon die Römer meinten, die Germanen unter sich zu lassen da sie sich gegenseitig genug bekriegen und sich untereinander nicht einig sind, sollten sich doch die oben genannten um das gemeinsame Feindbild kümmern, anstatt Internet Konzile und Polemiken einzuberufen wie zu den schlimmsten Zeiten der römisch-katholischen Kirche.
Auch der fabulantenhafte Esoterik/Phantasie Stil mancher Organisationen oder Autoren lässt bei mir nur ein müdes Lächeln im Gesicht zurück.
Inwieweit wir unsere Texte zum Teil selber leben sieht man ja eigentlich auch schon zur Genüge an unserem Mitwirken in der Re-enactment Szene die sich nicht wie andere oberflächliche Faschingsvereine, nur aus Spaß an der Freude oder als Wochenend-Wikis, gestaltet. Wir versuchen, so gut wie möglich, authentisch und auf fundierter wissenschaftlicher Basis die damalige Geschichte in der heutigen Zeit anschaulich darzustellen, ohne dabei lächerlich zu wirken!
Das wir natürlich auch, wie schon so oft erwähnt, die Jahreskreisfeste feiern und uns auch aus anderen Gründen in die Natur und auf ihre heiligen Plätze begeben, muß jetzt nicht noch mal bis ins Detail wiederholt werden…
Und wie wird die Covergestaltung des neuen Albums aussehen?
So ganz genau weiß ich das selber auch noch nicht, auf jeden Fall wird uns wieder SPITZ ein Gemälde von sich für das Front Cover zur Verfügung stellen, wie er es auch schon für unser Debüt gestaltete. Das Beiheft wird in etwa so angefertigt wie bei der EP. Ansonsten, lasst euch einfach überraschen…
...und das werden wir in heftigster Vorfreude auch tun! Vielen Dank & ein erfolgreiches Schaffen weiterhin, gehen an ODROERIR!





geführt am 19.10.2004   von Steffi
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musikalischer Background des Verfassers
(Fast) alles aus dem breit gefächerten Bereich des Pagan/Viking Metal. Gerne deftigen Schwarzmetall; nen bissl Death und Doom. Hauptsache ist es knallt und überzeugt mich!
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