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Arwen "Orchestrale Illusionen"
Arwens zweites Werk "Illusions" hat mich angenehm überrascht - und neugierig auf eine Band gemacht, die nicht nur durch 8 Mitglieder auffällt...
Weitere Infos zu Arwen:
REVIEWS:
Arwen Illusions
Arwen Memories Of A Dream
INTERVIEWS:
Arwen - Orchestrale Illusionen

Hola Arwen und Glückwunsch für das gelungene zweite Album “Illusions”. Nicht-spanische Informationen über Euch sind ja reichlich schwer zu finden…
Wie geht es Dir, Lex? Ich bin Jose Garrido, Gittarist von Arwen. Ich freue mich, dass dir Illusions gefallen hat und hoffentlich immer noch gefällt. Nun, die Band fing Ende 1996 an. Luisma Hernández (Bass) und ich wollten einfach unsere gemeinsamen Interessen in einer Band realisieren. Nachdem wir Nacho Ruiz und Mamen Castaño (beide Vocals) getroffen hatten, nahmen wir die ersten Demos auf. So konnten wir auf die Suche nach weiteren Mitgliedern gehen und die ersten Konzerte spielen. Die Reaktionen seitens der Labels waren aber nicht so toll. Deshalb haben wir uns entschlossen die „Identität“ der Band zu verändern und noch professioneller zu werden. Mit Rosalva Alonso an den Keyboards hatten wir dann jemanden gefunden, um die Konzerte ohne Playback spielen zu können. Dazu brauchten wir natürlich auch noch einen Drummer – Nacho Arriga. Zum Schluß kamen dann noch Alberto Avilés an der Gitarre und Jonathan Zapatero als zweiter Keyboarder hinzu. Einige ehemalige Mitglieder von Arwen spielen mittlerweile bei anderen wichtigen spanischen Bands wie Dark Moor, Coilbox oder Rancor. Mit dieser Formation haben wir dann das erste Demo Dreamland aufgenommen, eine Menge Konzerte gespielt und auch den einen oder anderen Preis gewonnen. Und dann kam der Tag, an dem Arise auf uns zukamen und wir „Memories Of A Dream“ aufnehmen konnten. Danach folgte noch eine Cover-Version von „March of Time“ für den Helloween-Tribute-Sampler „The Keepers Of Jericho II”. Zwischendurch stieg Jonathan aus und Arwen mussten erst mal geeigneten Ersatz finden. Javi Diez, der Neue, scheint der perfekte Ersatz zu sein. Schon heute hat er entscheidende Teile zu unserem zweiten Album beigetragen. Für mich kam dann die Entscheidung Dark Moor zu verlassen und mich voll auf Arwen zu konzentrieren. Wir wollten einfach einen anderen Sound als noch auf „Memories“ haben und so hat das neue Album etwas gedauert. Einige Songs blieben leider auf der Strecke. Das sind so die wichtigen Eckdaten.

OK Jose, du hast es ja gegen Ende schon angedeutet, dass ihr andere Ideen auf dem zweiten Album verwirklichen wolltet. Ich habe dir ja schon gesagt, dass ich mit dem Debüt nicht gerade glücklich war, während das zweite ein großer Schritt nach vorne war. Interessanterweise fällt mir das bei vielen spanischen Bands auf. Kommen die Debüts zu früh die Bands?
Natürlich nicht! Ich bin mit dir schon einer Meinung, dass die zweiten Alben immer besser und reifer klingen. Vielleicht weil die Musiker dann ihre eigene Identität gefunden haben und klarere Ideen haben. Das Problem in Spanien ist eben das Aufnehmen des Albums, das mit unglaublich vielen Schwierigkeiten verbunden ist. Wie selbst hatten beispielsweise bei der Aufnahme von „Memories“ unglaublich wenig Zeit im Studio und waren am Ende mit der Ergebnis zufrieden, natürlich unter Berücksichtigung der wenigen Zeit, die uns blieb.

Hättet ihr denn nun mehr Zeit gehabt – was wäre anders gewesen aus heutiger Sicht?
Eine ganze Menge. Ich wünschte wir hätten „Memories“ mit der Qualität aufnehmen können, die es verdient. Vielleicht trifft auch den Produzenten eine Mitschuld. Irgendwie hörte sich das Ergebnis nach der Fertigstellung ganz anders an, als wir es gewollt hätten. Hat schon weh getan…

Was ist dann zwischen den Alben passiert? Ich denke, dass ihr euch extrem verbessert habt. Die Erfahrung ist eine Sache, doch ich sehe jetzt auch einen eigenen, harmonischeren Stil und sehr harmonische Vocals.
In den letzten zwei Jahren waren wir auf Tour. Ich weiß nicht, ob man wirklich von einer Verbesserung reden kann. Hör dir die Stücke mal ganz genau an und du wirst feststellen, dass jeder Song irgendwie anders ist. „Illusions“ ist meiner Meinung nach nicht nur wütender, sondern auch durch die orchestrale Untermalung sehr viel direkter geworden. Um noch mal auf die Ausgangsfrage zu kommen. Du musst natürlich auch bedenken, dass einige der Songs des Debüts bereits 1996 entstanden sind. Und die Veränderungen sind einfach eine natürliche Entwicklung, weil du deine Ideen konkreter umsetzen kannst, weißt wie die Produktion klingen soll und somit einfach eine genauere Vorstellungen von deinem Sound hast. Speziell auf die Vocals haben wir dieses Mal besonderen Wert gelegt. Wir waren dann schon überrascht, dass Mamen und Nacho mit ihrer Leistung zufriedener waren als alle erwartet hätten. Würdest du nur ihre Gesichter sehen: Wie Kinder in Disney Land
(lacht)

Wenn wir doch gerade beim Sound sind. Dark Moor und Helloween haben ihre Spuren hinterlassen.
Sorry, aber da liegst du meiner Meinung nach falsch. „Illusions“ ist sehr eigenständig, ebenso wie die Musik von Dark Moor. Vielleicht kommt deine Vermutung auch, weil ich mal bei Dark Moor gespielt habe. Und das ist meiner Meinung nach die einzige Verbindung beider Bands. Wir sind ja 8 Leute mit unterschiedlichsten Geschmäckern, die bei ARK, Europe anfangen und bei Fear Factory, Dream Theater und anderen wie Enya aufhören. Helloween allerdings haben ohne Zweifel einen entscheidenden Einfluss auf uns gehabt. Vor allem Michael Kiske höre ich sehr gerne.

Sicherlich nicht falsch liege ich aber, wenn ich vermute, dass die Produktion von „Illusions“ etwas aufwändiger war?
Wir haben das Album im „New Life“ in Madrid aufgenommen. Produziert von Daniel Melian und mir zwischen Juli und August 2004. Und glaube mir, dass es verdammt schwer ist Arwen zu produzieren. Die Gitarren und die Orchestrierung bedürfen besonderer Behandlung.
Ist es auch deshalb kompliziert, weil alle 8 Mitglieder bei der Entstehung der Songs mitwirken?
Ich denke, dass wir so etwas wie einen Bandleader nicht haben. Die Band ist demokratisch. Gut, bei der Musik und den Lyrics sind einige mehr gefordert, bei den orchestralen Einflüssen ziehen wir alle an einem Strang.

Das macht ihr sicherlich auch auf der Bühne. Aber Platzmangel dürfte doch ein Thema sein?
Sicher. Wir spielen schon in Locations, die wir nicht kennen. Und wenn wir dann die Bühne sehen, wird es uns schon anders. Dann spielen wir eben mit besonderer Nähe zum Publikum. Die Leute fragen mich dann auch immer, ob wir denn wirklich alle acht Mitglieder brauchen. Ich antworte dann immer: Schau dir das Konzert an und frage mich danach noch mal. Ich denke, dass es für Arwen wichtig ist, dass wir acht Leute sind. Nur so können wir unseren Sound auch auf die Bühne transportieren.

Habt Ihr auch schon außerhalb von Spanien gespielt?
So einfach ist es dann nicht. Zum einen, weil du achte Leute terminlich unter einen Hut bringen musst und zum anderen braucht es dann auch Angebote aus dem Ausland. Viel hängt jetzt auch von „Illusions“ ab. Ich denke aber, dass es sehr gut aussieht.

Da ihr zur Zeit nur in Spanien unterwegs seit, überrascht es mich schon ein wenig, dass ihr nicht in Landessprache singt.
Englisch öffnet die einfach alle Türen zu den Labels. Und in Spanien werden auch nach wie vor sehr viele ausländische Bands gehört. Spanisch hätte uns wahrscheinlich in der Entwicklung und mit den Chancen auch außerhalb Spaniens zu spielen sehr eingeschränkt.

Blicken wir doch noch ein Stück in die Zukunft. Stehen schon erste Pläne für das dritte Album?
Nein, wir konzentrieren uns zur Zeit nur auf „Illusions“ und die Tour. Wir sind aber angnehm überrascht wie gut alles läuft.

Welche Bands aus Spanien würdest du mir jetzt spontan empfehlen?
“Overlife”, eine progressive Metal Band, die ich sehr mag. Sie haben zwar nur ein Album, aber meiner Meinung nach eines der besten, das je aus Spanien gekommen ist. Vielleicht etwas sehr komplex mit den überlangen Songs und etwas befremdlich für die breite Masse. Ich mag sie aber.

Wie wichtig sind Träume, Illusionen und Fantasie für Euch?
Sehr wichtig und wahrscheinlich der Motor der Band. Illusions können auch Realität werden. Auf dem Album erzählen wir neben Gesellschaftsproblemen auch sehr persönliche Dinge – besonders dramatisch auf den ersten Songs.

Stichwort Fantasie: Arwen ist ja ein Charakter von Tolkien.
Das ist eines unserer Probleme. Wenn die Leute „Arwen“ lesen, steht ihr Urteil, bevor sie uns überhaupt gehört haben. Wir lieben den Herrn der Ringe. Als wir und 1996 für den Namen entschieden, war das Tolkien Universum und seine Fans doch überschaubarer als heute.

Jose, ich danke dir für die ausführlichen Antworten und überlasse dir die letzten Worte des Interviews
Ich möchte Dir und Metalglory im Namen Arwens ganz herzlich danken, dass ihr uns unterstützt. Dank auch an alle anderen, die uns unterstützen und jedem, der sich „Illusions“ anhört – ein Album, das mit Herzblut entstanden ist.
Jose Garrido


geführt am 11.12.2004   von Nameless
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