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Tiamat "Ständig Voranschreiten"
Tiamat – wie der weibliche Chaosdrache, Urmutter aller babylonischen Götter, die bei der Namensgebung dieser Band Pate stand, sind Johan Edlund und seine Mannen bereits Legende. Die Schweden sind quasi Begründer einer ganzen Stilrichtung, haben mit „Wildhoney“ einen absoluten Meilenstein der Musikgeschichte in der Hinterhand und trotz ständiger Innovation und Weiterentwicklung immer wieder gute Alben veröffentlicht. Vor ihrem Konzert in Hannover am 09.01.2005 ergab sich die Möglichkeit für ein kurzes Gespräch mit dem Mastermind Johan himself und Bassist Anders Iwers. Die Kollegen vom „Bleeding for Metal“ Magazin waren auch dabei und zeichneten das Ganze auf Video mit. Sollte bei Zeiten auf der Page der Brüder und Schwestern (http://www.bleeding.de) zu finden sein. Coole Zusammenarbeit, Leute. Beim nächsten Mal gerne wieder. Nun aber schnell zu dem bekannten Frage- und Antwortspiel.
Weitere Infos zu Tiamat:
REVIEWS:
Tiamat The Church Of Tiamat
Tiamat Prey
Tiamat Judas Christ
Tiamat The Scarred People
INTERVIEWS:
Tiamat - Ständig Voranschreiten
Tiamat - History Of Tiamat With Johann
LIVE-BERICHTE:
Tiamat vom 11.01.2005

Erst einmal ein freundliches Hallo. Dies ist euer letzter Auftritt in Deutschland für diese Tour?
Anders: Ja, es ist unser letzter Gig hier. Danach geht es nach Polen, Ungarn und die tschechische Republik.
Wie sind die Reaktionen bisher und wie kommt ihr alle miteinander aus?
Johan: Die Reaktionen sind sehr gut. Mit den anderen Bands kommen wir prima aus. Es herrscht eine wirklich nette Atmosphäre – wie eine große Familie.
Ich hörte, ihr werdet eine DVD aufnehmen.
Johan: Ja, nächste Woche werden wir in Polen, genauer gesagt in Krakau eine DVD aufnehmen.
Es wird also ein einzelner Gig gefilmt?
Anders: Genau. Zudem wird es Musikvideos und Backstage Szenen geben. Eben was wir so in guter Qualität auftreiben können.
Johan: Die Live Szenen werden lediglich von der Show in Krakau stammen. Eventuell gibt es von anderen Gigs ein wenig Bonus Material , aber das werden allerhöchstens ein oder zwei Songs sein.
Ich mag es sowieso viel lieber, wenn eine gesamte Show auf einer DVD zu sehen ist und nicht ein großer Clip aus vielen Auftritten.
Anders: Das würde uns zwar auch gefallen, aber so würde es auch sehr viel teurer werden.
Ihr habt als Band ja einen ziemlich langen Weg hinter euch. Denkt ihr, dass heute Abend viele Fans aus den frühen Tagen im Publikum sein werden?
Johan: Wir haben inzwischen ein sehr gemischtes Publikum. Es kommen ältere wie jüngere Leute, Mädels genau so wie Jungens. Schwer zu sagen also. Ich denke, ein typischer Tiamat Fan lässt sich nicht genau bestimmen.
Doch ihr geht davon aus, dass es einige Fans gibt, die eure Entwicklung von den Anfangstagen bis heute begleitet und nachvollzogen haben.
Anders: Ja, natürlich. Manche haben das, manche nicht. Auf jeden Fall gibt es ein paar Überlebende da draußen.
Lasst uns ein wenig über die Band sprechen. Könnt ihr euren Lieblingssong von Tiamat benennen?
Johan (sehr schnell): Mein Lieblingssong ist „To have and have not“ von „Skeleton Skeletron“.
Anders: Das variiert. Zur Zeit ist es „Phantasma DeLuxe“ von der „A deeper kind of slumber“.
Wo bekommt ihr heutzutage eure Inspirationen her?
Johan: Alles inspiriert uns.
Und wie meint ihr, wird sich euer Sound in den nächsten Jahren entwickeln? Gibt es einen Masterplan?
Anders: Es hat nie einen Masterplan gegeben. Alles passiert wie zufällig.
Johan: Das einzige, worauf wir hoffen ist, DASS wir uns entwickeln. Das ist es genau das, was uns am Herzen liegt. Wir wollen voranschreiten, wir wollen uns entwickeln. Die Richtung dabei steht dann erst an zweiter Stelle. Es ist nicht so wichtig für uns, darüber nachzudenken.
Mein nächstes Thema ist „Prey“. Schließlich ist das euer aktuelles Album. Inzwischen ist es ja schon einige Zeit uterwegs. Wie ist das Feedback?
Anders: Sehr gut.
Johan: Es ist jetzt das erste Mal, dass wir mit diesem Album auf Tour sind. Und einige der besten Reaktionen während der Gigs kommen zu den neuen Songs.
Und interessiert Euch die Meinung der Leute oder geht es euch nur um die Musik?
Johan: Wir hören sehr viel mehr auf unsere Fans als auf die Journalisten.
Anders: Aber erst nachdem ein Album draußen ist. Während des Aufnahmeprozesses konzentrieren wir uns auf uns selbst. Und wir selbst müssen zuerst zufrieden gestellt sein. Danach sind wir natürlich an der Meinung der Leute interessiert, und dabei geht es uns am meisten um die Fans.
Wie würdet ihr „Prey“ im Vergleich zu euren früheren Werken sehen?
Johan: Wir vergleichen nicht. Das führt zu nichts. Es gibt viel zu viele Unterschiede. Zum Beispiel Besetzungswechsel und immer wieder neue Herangehensweisen an die einzelnen Alben. Das kann man nicht wirklich vergleichen.
Nun, wenn ich mir die Credits der letzten Alben so ansehe, dann ist euer Line Up in den letzten Jahren einigermaßen konstant.
Johan: Ja. Aber es ändern sich immer wieder Dinge. Und die früheren Alben zu vergleichen bedeutet, zurück zu blicken. Und das ist etwas, das wir nicht tun.
Dann muss ich euch wohl mal fragen, wie es um das nächste Album bestellt ist.
Anders: Es wir auf alle Fälle eines geben. Vielleicht in anderthalb oder zwei Jahren. Es könnte auch früher oder später sein. Das wissen wir zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nicht.
Naja. Ihr macht sicher erst einmal die Tour fertig und dann vielleicht ein wenig Ferien.
Anders (strahlt): Zwei Wochen. In Griechenland.
Neues von Luvyfire?
Johan: Zur Zeit nicht geplant.
Johan, lebst du noch in Hamburg?
Johan: Nein, ich lebe zur Zeit in Dortmund.
Ich weiß, dass du auch Fußball magst. Hast du von den finanziellen Problemen des örtlichen Clubs gehört?
Johan: Oh ja. Das scheint eine dumme Geschichte zu sein. Doch es beunruhigt mich nicht allzu sehr, da ich kein Borussenfan bin.
Und du lebst in Schweden, Anders?
Anders: Ja. In Göteborg.
Also arbeitet ihr per email usw. zusammen?
Anders: Auch. Wir sehen uns aber sehr häufig.
Wie funktioniert das Songwriting mit dieser Distanz zwischen euch?
Anders: Ich denke nicht, dass das ein Problem ist. Wir sind sowieso keine Band, die häufig probt. Wenn wir in der gleichen Stadt wohnen würden, hätten wir mehr Zeit, den ein oder anderen Drink zusammen zu nehmen. Aber so viel mehr proben würden wir nicht.
Johan: Wenn wir zusammen arbeiten, tun wir das sehr intensiv.
Wie ist denn dein Deutsch inzwischen, Johan?
Äääh, ok.
Na gut, bleiben wir bei Englisch. Gefällt es euch in Deutschland?
Anders: Ja klar. Wir kommen jetzt seit dreizehn oder vierzehn Jahren hier her.
Johan: Wir kennen all die großen deutschen Städte. Sogar beinahe jedes Dorf.
Manche Bands haben ja die meisten ihrer Fans in Deutschland und Japan, andere haben ihren Schwerpunkt wiederum in Südamerika und so weiter. Wie ist das bei euch?
Anders: Also, in Japan haben wir nicht so sehr viele Fans.
Johan: In Osteuropa läuft es dafür ziemlich gut.
Anders: Und in Südamerika ebenso.
Johan: Genau. Mexiko zum Beispiel.
Ihr seid jetzt ja auch recht lange in Osteuropa.
Anders: Unsere erste echte Show, die wir außerhalb von Schweden gespielt haben, war in Polen.
Eine Frage, die man euch noch nie gestellt hat, die ihr aber schon immer einmal beantworten wolltet?
Anders: Da fällt mir jetzt gerade keine ein.
Ich sehe, ihr trinkt Rotwein statt unseres guten deutschen Bieres.
Johan (grinst): Wir hatten gerade Nudeln zum Essen.
Anders: Wir hatten auch schon ein Bier.
Johan: Und glaub mir, es werden noch einige mehr.
Dann bleibt mir nur noch, euch viel Glück für die Show nachher zu wünschen.
Vielen Dank an euch alle.




geführt am 11.01.2005   von Christian
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