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Amok Vedar "Apokalyptische Visionen Unseres Irdischen Lebens"
Vor nicht allzu langer Zeit kam Amok Vedars "Menschenstaub" auf den Markt und schien zu begeistern... Grund genug, um den Berlinern mal auf den schwarzmetallenen Zahn zu fühlen... Aargandvain, Hordas und Nidhogg stellen sich im Folgenden meinen praxisbezogenen Fragen.
Weitere Infos zu Amok Vedar:
REVIEWS:
Amok Vedar Menschenstaub
INTERVIEWS:
Amok Vedar - Apokalyptische Visionen Unseres Irdischen Lebens

Black Metal und Klassik(elemente): Das ist ja nicht ganz neu. Neu ist meiner Ansicht nach aber die sehr zu begrüßende Tatsache, dass ihr es irgendwie (wie denn eigentlich?), schafft dennoch durchweg hart zu
bleiben...Warum also das Orchestrale? Habt ihr vielleicht Vorbilder an denen ihr euch orientiert, oder die euch speziell (wie sagt man so schön) "geprägt" haben?
Es ist so dass jedes Bandmitglied seine eigenen individuellen Stile mit in die Band und damit in die Musik bringt. Jeder hat seine eigenen musikalischen Vorbilder. Die müssen nicht zwangsläufig aus dem
Bereich des Metal kommen. Zwar hört natürlich jeder von uns auch Black Metal, aber solche Inspirationen können auch aus dem Bereich der Klassik oder der Filmmusik kommen. Ganz im Gegensatz zur in der Szene verbreiteten engen Sichtweise bezüglich dessen, was gute Musik angeht,
wollen wir da sehr breit aufgestellt sein. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, qualitativ hochwertige Musik zu machen anstatt nur ein Geräusch zu produzieren. Nur dieser Anspruch bringt uns persönlich und als Band immer einen Schritt weiter. Viel von dem, was Du als "klassischer Einfluss" bezeichnest, wird aber von Trakon, unserem Keyboarder, kommen. Er studiert Musik an der UdK
(Hoch angesehene Universität der Künste in Berlin)
und ist daher von Natur aus viel mit klassischer Musik beschäftigt. Die Härte in der Musik kommt sicherlich dadurch zustande, dass wir nicht, wie andere Bands, bei den sinfonischen Passagen Gitarre und Schlagzeug zurücknehmen, sondern eher die Aggressivität anziehen.
Und dann bietet sich doch gleich die Frage an, was ihr unter BM versteht? Gibt es etwas wie "New Black Metal"? Hat dieser Begriff überhaupt Berechtigung?

Die Musik hat sich glücklicherweise weiter entwickelt und mit ihr auch die Musiker, sodass es heute möglich ist, über das 3-Akkord-Schema und abgedroschene Klischees hinauszugehen und andere Wege zu beschreiten. Es ist ziemlich belustigend zu sehen, welch immer neuen Wortschöpfungen für irgendwelche Black Metal Styles gefunden werden. Letztendlich ist unter dieser Musikrichtung doch immer fast dasselbe zu verstehen. Manche sagen, nur Black Metal ohne Keyboards sei "true", für andere machen gerade die Keys den Black Metal aus. Wir haben uns entschieden, nicht auf die Keys zu verzichten und spielen dennoch Black Metal. Und vor allem die Keys machen nach unserer Ansicht unsere Musik aus und geben ihr die wichtige Atmosphäre. Das Rad und somit den Black Metal haben wir aber damit aber auf keinen Fall neu erfunden, genauso wenig wie irgendeine andere Band.
Vielleicht könnt ihr (kurz) etwas über die Texte auf der „Menschenstaub" erzählen? Jene lagen/liegen mir leider nicht vor.
Die Texte sind sehr unterschiedlich angelegt und variieren inhaltlich stark nach den Autoren. Vielfach geht es um Hass, Zerstörung, Selbstzerstörung, Religion und Verachtung des irdischen daseins. "Schwarze Flut" beschreibt beispielsweise Gewalt und Zerstörung nicht anhand
persönlicher Gefühle, sondern anhand der Zerstörungswut eines reißenden Flusses. In "Feuersturm" geht es schlicht und einfach um Krieg - ein reiner "Metzel-Song" voll von Gewalt und Zerstörung! Und "Glaubensfluch" schließlich beschreibt den Irrsinn, einer Religion und einem Gott
hinterher zurennen, den es gar nicht gibt, der nicht reell sein kann und welche großen Hürden man in seinem Leben aufnimmt, um diesem imaginären Gott zu gefallen. Aber jetzt den Inhalt sämtlicher Texte ausführlich zu erklären, dafür ist in dieser Stelle kein Platz. Im Groben und Ganzen geht es aber um apokalyptische Visionen unseres irdischen Lebens.
AMOK VEDAR: Wofür steht der Name, was bedeutet er (für euch)?
Wir werden das sehr oft gefragt, aber bislang konnten wir dieses kleine Geheimnis für uns behalten. Dabei wollen wir es eigentlich auch belassen. Aber so viel sei gesagt: "Amok" erklärt sich von selbst und ist sehr leicht mit unserer Musik in Verbindung zu bringen. Der Rest sei an dieser Stelle
offen gelassen.
Und wie kam es zu der Covergestaltung? Was könnt/ wollt ihr dazu
erzählen..

Die Gestaltung sollte sich im Wesentlichen an den Titel des Albums "Menschenstaub" anlehnen. Wir wollten also eine Art Verfall der Menschheit mit dem Cover darstellen. Hierauf geht auch die sandfarbene Covergestaltung zurück, die eben Staub und Asche symbolisieren sollte. Der schreiende Engel
im Inlay gehört mittlerweile zu unserer Covergestaltung dazu und ist im Prinzip ein Teil unseres Logos. Auf allen Veröffentlichungen ist dieser Engel als "Markenzeichen" von Amok Vedar in irgendeiner Weise zu erkennen. Diesmal haben wir uns entschlossen, ihn getreu des Titels der CD zu Staub
zerfallen zu lassen.
Die CD "Menschenstaub" ist nun erhältlich: Was kommt jetzt? Eure Pläne, Vorstellungen, Wünsche...

Nun, wir sind sehr gespannt, wie groß die Nachfrage für unser erstes offizielles Release sein wird. Wir hoffen natürlich auf gute Verkaufszahlen. Aber das wichtigste für uns als Band ist, immer wieder neue Konzerte zu spielen. Nur so können wir unsere Musik den Metallern hierzulande näher bringen. Außerdem bringen Live-Gigs immer sehr viel Spaß mit sich, den man zusammen mit Fans und befreundeten Bands während und nach den Shows haben kann. Für einige sehr interessante Festivals wie z.B. das
Winternachtstraumfestival wurden wir bereits gebucht, wir hoffen auf so viele weitere
Konzerte wie möglich. Mit vielen Veranstaltern sind wir noch in Verhandlung. Aber es wäre natürlich von Vorteil, wenn wir es endlich schaffen, bei keinem Gig mehr Miese zu machen - Viel zu oft rücken die Veranstalter nicht mal die Gage fürs Benzingeld raus. Als Underground-Band ist es etwas schwer sich da
durchzusetzen. Aber die Situation hat sich schon gebessert. Nebenbei wird es natürlich darum gehen, neue Songs zu schreiben um die nächste Platte aufzunehmen. Wir wissen ja jetzt aus Erfahrung, dass der Prozess von Produktion bis zum Release sehr lange dauern kann... Bis heute ist neues
Material für etwa eine halbe neue Platte vorhanden. Wir arbeiten stark daran, bis zum Jahresende genug Material für ein zweites Album zusammen zu haben um dieses etwa in 2006 veröffentlichen zu können. Aber das sind noch vage Termine und viel wird davon abhängen, welche Erfolge "Menschenstaub"
haben wird.

Zum Abschluss soll eure Meinung zu folgendem Zitat nun dieses Interview
beenden: „Das Leben ist nur ein Traum aus dem wir aufzuwachen versuchen." (Mark Frost).
Nach diesem Motto zu leben hieße praktisch, von der Vorstellung auszugehen, nach dem Leben in eine andere und bessere Welt erlöst zu werden. Das erinnert doch sehr an das, was uns viele Religionen versuchen zu lehren und davon halten wir nicht viel. Wir leben im Jetzt und glauben an kein Leben danach oder dass unsere Welt nur ein Traum ist. Sie ist bittere Realität und deswegen machen wir auch aggressive und bittere Musik!

Habt Dank für eure Antworten und erfolgreiches Schaffen weiterhin!





geführt am 13.01.2005   von Steffi
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musikalischer Background des Verfassers
(Fast) alles aus dem breit gefächerten Bereich des Pagan/Viking Metal. Gerne deftigen Schwarzmetall; nen bissl Death und Doom. Hauptsache ist es knallt und überzeugt mich!
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