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Bäd Influence "Wir Brauchen Keine Metal-polizei"
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REVIEWS:
Bäd Influence Fe4r
INTERVIEWS:
Bäd Influence - DrachentÖter, VampirjÄger, Lebende Tote, Hund, Katze Und Maus
Bäd Influence - Wir Brauchen Keine Metal-polizei

Moin moin an die Waterkant. Seit unseren letzten Interview ist ja mittlerweile ein gutes Jahr vergangen. Erzähl doch einfach mal was über die Entstehung von „Fe4r“!

Timur: Zur Entstehung brauche ich wohl nichts zu sagen... Wir waren schließlich eine göttliche Erschaffung (ähem...), oder vielleicht war das doch alles ein glücklicher Zufall.

Mark: Die Lieder wurden geschrieben, dann aufgenommen, dann gemischt, in die passende Reihenfolge gebracht, das Cover gebastelt, zum Presswerk geschickt und ZACK war sie fertig.

Jürg: Hmmm, sooo viel gibt’s da eigentlich nicht zu erzählen. Bemerkenswert ist allerdings, daß „nur“ ein Jahr seit dem letzten Album vergangen ist, waren die Pausen zwischen den Alben davor doch erheblich länger. Aber kaum war „Armageddon“ draußen hatten wir auch schon wieder ein paar neue Songs fertig, so daß wir uns dann schon bald an den Zeitplan für das nächste Album gesetzt haben (der übrigens im großen und ganzen auch eingehalten wurde!).

Seit Ihr zufrieden mit dem Ergebnis oder so perfektionistisch, dass Ihr jetzt sagen würdet, es geht noch besser?
Mark: Ich bin mit dem Album rundum zufrieden. Man kann und sollte aber versuchen, noch besser zu werden und die gewohnte Qualität zu halten und/oder zu verbessern. ;-)
Jürg: Beides! Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, glaube aber auch, daß das nächste Album noch einen Tick besser wird. Obwohl ich sagen muß: Der Sound auf „FE4R“ ist schon so fett, ich weiß nicht ob wir das noch besser hinkriegen :-) Auch im Vergleich zum Vorgänger „Armageddon“ ist der Sound wohl auch der Bereich, wo wir den größten Schritt nach vorne gemacht haben.

Die Integration vom Didgeridoo im Opener „Fear“ ist ja großartig gelungen. Seit ihr auch in Zukunft so verrückt und werdet auf solche Experimente setzen?
Mark: Wir? Verrückt? Wer sagt denn sowas? Haben wir schon erwähnt, daß Marco jetzt fest als Triangelist bei uns eingestiegen ist? *g*

Timur: Wenn man als „Experimente“ den Mut meint, stilfremde Elemente einzubauen, werden wir das bestimmt auch zukünftig machen. Aber nicht auf Teufel komm raus. Entweder ist eine Idee da, oder nicht.
Jürg: So verrückt finde ich die Idee gar nicht. Musik muß sich entwickeln, darf nicht stehen bleiben. Um genauer zu sein: Du als Musiker darfst nicht stehen bleiben, sonst fängst Du an Dich zu wiederholen und endest als Kopie Deiner selbst. Und das bedeutet auch Genre-Grenzen zu sprengen und über den Tellerrand zu schauen. Was für einen Sinn macht es denn auch, sich selbst zu limitieren? Ich könnte mir auf jeden Fall ähnliche Sachen für die nächsten Alben vorstellen, aber mal schauen was passiert.

Ihr erzählt auf Euerem Album von einem Blender. Wer ist für Euch der „Ver-Führer“?
Mark: Beim „Ver-Führer“ gebt es in erster Linie nicht nur um Faschismus im politischen Sinne, sondern auch um Manipulierung der Menschen durch die Medien, mit ihren Casting-Shows, Reality-Soaps, Big Brother und dem ganzen Mist. Als „Ver-Führer“ der heutigen Zeit fielen mir als allererstes Dieter Bohlen und das Nerv-TV, der Papst und George W. Bush ein.

Jürg: Ich persönlich sehe in gewissen Zeitungen wie der „BILD“ oder Fernsehsendern wie z.B. „RTL“ den Verführer: Den Leuten wird alles vorgekaut und mit tendenzieller Berichterstattung das Hirn möglichst nicht mehr angeregt. Mir drängt sich da der Vergleich mit Zuchttieren auf! Und das perfide daran ist, daß ja niemand z.b. zum Lesen der „BILD“ gezwungen wird - die machen das freiwillig, weil einige Ur-Reflexe wie die Sensations-Geilheit der Leute angesprochen wird!!
So werden aus Adlern Hühner, weil sie ihr ganzes Leben lang wie Hühner behandelt wurden und schließlich glauben, sie wären tatsächlich Hühner! Ich werde am Ende meines Lebens jedenfalls zurückschauen und ohne rot zu werden sagen können: Ich habe mehr gemacht als nur Saufen, Fressen und Fernsehen gucken!

Was hat Euch dazu gebracht, einen Text wie zu „Metal Is Metal“ zu verfassen? Die Metal-Szene ist sicher nicht mehr das, was sie einst war…
Mark: Auf dem Headbangers Open Air soll es in den letzten Jahren des öfteren Äußerungen gegeben haben, das Bands die nicht „true“ sind, dort nichts verloren haben. Leute mit New Metal-Shirts nicht rein gelassen werden sollten. Wem die Bands, die dort spielen, nicht gefallen, oder das Publikum dort nicht mag, der soll halt weg bleiben. Wir brauchen keine Metal-Polizei, die bestimmt was Metal ist und was nicht. Wir brauchen keine Metal-Elite und auch keine zwei-Klassen-Schicht im Heavy Metal. Das was den Heavy Metal am Leben gehalten hat, war der Zusammenhalt unter den Einzelnen und die Loyalität anderen gegenüber. Was ist an Toleranz so schwer? Warum bekriegen sich Black Metal-Gruppierungen, nur weil Band X jetzt bei einem Majorlabel ist? Ist es nicht Ziel jeder Band, möglichst viele Leute mit seiner Musik zu erreichen und davon zu leben? Wo ist das Problem dieser „Fans“? Ich picke mir aus jeder Musikrichtig das raus, was mir gefällt und lasse mich nicht in eine Schublade stecken. Mir ist es jedenfalls lieber, wenn die Kids Slipknot und Marilyn Manson hören, als irgendeinen gecasteten Scheiß oder diese Billig-Disco-Techno-Kacke! Schließlich sind Slipknot und Manson, in gewisser Weise, die Kiss und Alice Cooper von Heute. (au weia, jetzt bekomm ich Haue!)

Wie um Himmels Willen kommt man auf die Idee aus einem Lied von „The Cure“ Metal zu machen?
Mark: Ich persönlich finde den Song auch im Original ziemlich gut und Sören und Julia wussten ihn einfach verdammt gut in ein Metal-Brett zu verwandeln.

Sören: Ich wollte schon immer mal ein paar Cure Lieder covern - nur so zum Spaß. Ich konnte dann Mark für den Gesang gewinnen und Julia für die Gitarrenarbeit. Dabei kam Lullaby raus, was uns so gut gefiel, dass es auf die Scheibe kam.

Den anderen Weg seit Ihr auch gegangen: Warum macht man aus Metal eine akustische Mörder-Ballade?
Mark: Bäd Influence ohne Schlagzeug halt. Da kann man dann etwas leiser spielen. ;-)

Jürg: Als Timur mal für einige Zeit in China war, kamen wir auf die Idee mal auszuprobieren welche unserer Songs sich auch als Unplugged-Version eignen würden. Bei den meisten funktionierte das nicht so richtig, aber bei „Invisible Sun“ dafür umso besser! Und ich finde auch, daß diese Nummer das ganze Album nochmal aufwertet, es interessanter macht!

Das ist aber nicht Mark, der „Invisible Sun“ singt?
Jürg: Ist er doch - Ätsch! :-)

Auch zu Euerem Cover gibt es ja etwas zu sagen…
Jürg: „Fear“ stand als Titelsong bereits fest, und wir wußten nicht so richtig wie man das als Cover umsetzen könnte. Wir wollten etwas haben, was das Element der Angst sichtbar macht! Wir hatten dann die Idee mit dem Mädchen in einem dunklen Zimmer, und dann zufälligerweise auf der Homepage eines Künstlers genau das Thema perfekt umgesetzt gefunden! Daraufhin haben wir den Mann kontaktiert und jetzt ein absolut cooles Cover!! *freu*

Julia: Kevin macht wirklich tolles Artwork - kann also auch jedem mal empfehlen, seine Seite www.KC-Art.com zu besuchen.



Das Thema Label-Vertrag haben wir schon im letzten Jahr angeschnitten. Und warum Ihr auf die eigene Kraft setzt. Seit Ihr noch auf der Suche nach einem flächendenkendem Vertrieb oder seit Ihr mit der Reichweite Euerer Homepage zufrieden?
Jürg: Ein flächendeckender Vertrieb wäre natürlich schön, aber leider hatten
wir da bisher noch kein Glück. Wahrscheinlich wissen die einfach nicht, wie sie uns vermarkten sollen und nehmen uns deswegen nicht unter Vertrag. Aber ich denke sowieso, daß die Musikindustrie so wie sie jetzt existiert in gar nicht allzu ferner Zukunft eh untergehen wird. Sie wehrt sich zwar verzweifelt und will es noch nicht wahr haben, aber schauen wir uns doch mal mit offenen Augen um: Die Zahl der Internet-Breitband-Anschlüsse nimmt jedes Jahr kontinuierlich zu, die Zahl der Musikshops im Netz steigt, und es gibt einfach keinen verlässlichen Schutz gegen das Raubkopieren von CDs. Gleichzeitig wird das „Musikangebot“ der großen Majors immer schlechter. Für mich jedenfalls kein Wunder, das die über sinkende Absatzzahlen klagen! Die Frage ist nur: Wie sieht die Musikindustrie der Zukunft aus?

Julia:Da kann ich Jürg auch nur zustimmen - Problem ist auch, dass das Überangebot der Majors an kurzlebigen, offensichtlich auf Gewinnmaximierung angelegten Bands oder Projekten nicht nur steigt, sondern auch die CDs viel zu teuer sind. Wo sollen die Leute in heutigen Zeiten die Kohle hernehmen, um sie jeden Monat eine oder mehrere CDs zu kaufen? Das ist einfach nicht realistisch. Da hoffen wir mit unseren günstigen Paketangeboten (alle 4 CDs plus ein T-Shirt für 32 Euro inkl. Porto) ein Zeichen zu setzen!

Mark: Natürlich sind wir weiterhin auf der Suche nach Label und/oder Vertrieb, aber vielleicht sind wir denen zu experimentell und es gibt noch keine Schublade für Didgeridoo-Metal. ;-) Aber ich denke, man darf die Reichweite des Internets auch nicht unterschätzen.
Trotzdem wär für uns ein vernünftiger Deal nicht uninteressant...

Any last words?
Julia::Metal is metal is metal is metal is metal…








geführt am 17.03.2005   von Nameless
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