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Pro-pain "Propheten Des Untergangs, Politik, Böhse Onkelz"
Mit ihrem neuen Album Prophets of Doom haben Pro-Pain einmal mehr bewiesen, dass sie im Hardcore Bereich eine verläßliche Bank sind, die sogar so manchem Metalhead gut mundet.
Weitere Infos zu Pro-Pain:
REVIEWS:
Pro-Pain Prophets Of Doom
Pro-Pain Fistful Of Hate
Pro-Pain Run For Cover
Pro-Pain Shreds Of Dignity
Pro-Pain Age Of Tyranny/the Tenth Crusade
INTERVIEWS:
Pro-Pain - Propheten Des Untergangs, Politik, Böhse Onkelz
Pro-Pain - Mit Absoluter Power In Die Nächste Dekade…


Das Interview wurde via E-Mail geführt. Mastermind Gary Meskil hat sich den Fragen gestellt.


Hi Gary, Tom, Eric und JC.
Hallo Marc.

Glückwunsch zum neuen Album. Ich kann es wirklich gut leiden; vor allem groovt es kräftig. Dies hier ist ein Interview für ein Metal Mag aus Hannover in Deutschland.
Vielen Dank. Wir freuen uns , dass dir das neue Album gefällt.

Die Texte auf Prophets Of Doom scheinen mir sehr (U.S.-) regimekritisch zu sein. Viele Menschen aus Deutschland und anderen Ländern haben ähnliche Ansichten. Wie ist die Lage bei euch zu Hause? Erfahrt ihr für eure Ansichten Unterstützung, und stößt ihr auf Widerstand und Probleme dadurch?
Du weißt bestimmt, dass Amerika in zwei ziemlich gleich große Lager aufgeteilt ist. Das halbe Land steht irgendwo links vom Zentrum, die andere Hälfte rechts davon. Ich steh wohl eher links, aber wichtig sind die konkreten Dinge hier. Die Bush Regierung und ihre kriegstreiberische Politik kann ich nicht leiden, und hoffentlich wird unsere Öffentlichkeit eines Tages alle Parteiunterschiede zum Wohle von Menschlichkeit und Frieden beiseite legen. Bis dahin gilt es jedoch ein gutes Stück Ignoranz zu überwinden.

Was verbindet ihr mit eurer neuen CD? Was macht P.o.D. aus?
Unsere musikalische Absichten hinter P.o.D. sind unseren bereits etablierten eigenen Sound zu verfestigen, unsere Stärken weiter auszufeilen (Groove, Energie, Präzision, etc...) und unser musikalisches Spektrum im Rahmen unserer Wurzeln und unseres Stiles auszuweiten.
Textlich möchte ich die Leute wissen lassen, wo ich in diesen harten Zeiten politisch stehe. Manchmal muss man Partei ergreifen, auch wenn das halbe Land entschieden anderer Meinung ist. So denke ich, dass die Platte für uns recht wichtig ist.


Seht ihr große Unterschiede zu älteren Aufnahmen?
Alle unsere Alben sind auch so etwas wie eine Momentaufnahme, sie zeigen was zu der Zeit der jeweiligen Aufnahme mit uns und um uns herum passierte. War das politische Klima eher angenehm, waren die Texte mehr persönlicher Natur und weniger politisch. Wenn das politische Klima explosiver wird, wird auch unsere Arbeit politischer. Daher ist P.o.D. wahrscheinlich unser bis dato politischstes Album.

Nun zu etwas mehr kritischem: Die Soundproduktion von P.o.D. ist zwar kräftig und stark, aber ich denke es ist nicht das beste, was man aus den Songs hätte herauholen können. Seid ihr völlig zufrieden damit? Und habt ihr wieder in den Klinger Studios aufgenommen?
Zur Zeit bin ich mit dem Sound von P.o.D. sehr zufrieden. Die Aufnahmen und den Mix führten wir komplett in Pittsburgh in Eric Klingers Studio durch. Was “Fistful of Hate“ angeht, jenes Album nahmen wir in Sarasota, Florida in unserem anderen Studio auf. P.o.D. ist produktionstechnisch vielleicht etwas kälter geraten, aber es bündelt viel Energie, die durch eine Überproduktion leicht verloren gehen könnte. Aber, um selbstkritisch zu sein, man kann wohl sagen, dass es für einen Producer immer Dinge gibt, von denen er denkt, er könnte sie besser gemacht haben, und P.o.D. ist da keine Ausnahme. Hauptsache man hat zu dieser Zeit sein Bestes gegeben , und das haben wir definitv.

Denkt ihr nicht, dass ein externer Producer einen positiven Einfluss auf den Pro-Pain Sound haben könnte?
Ich kenne sicherlich viele Producer, die ich sehr schätze, und von denen ich sicher bin, dass sie eine Bereicherung für ein Pro-Pain Album wären. Aber zur Zeit genießen wir den Sound und die Erfahrung unserer eigenen Arbeit als Produzenten ...aber für die Zukunft ist alles möglich.


Zu eurem Songwriting: Wie entsteht ein Pro-Pain Song? Macht ihr Jam Sessions, schreibt ihr die Lieder im Studio, komponiert sie am Klavier, oder wie?
Für P.o.D. hatten wie einen eher gemeinsamen Ansatz für’s Songwriting. Tom und ich trafen uns mehrfach die Woche und schrieben spontan Material für die Gitarre. Um es formelhaft auszudrücken, ein guter Teil der Lieder ist folgendermaßen entstanden:
a) Wir schrieben soviele Gitarren Riffs wie möglich, und nahmen diese auf.
b) Dann kategorisierten wir sie nach Tonart und Tempo (+/- 10 BPM).
c) Danach nochmal nach ihrem besten Gebrauch (Intro, Strophe, Bridge...)
d) Schließlich fügten wir die Teile zusammen, und zum Schluss kamen die Texte.

Passen alle eure Ideen ins Bandkonzept, oder häuft ihr Massen ungenutzten Materials an?
Unglücklicher Weise passen nicht alle Ideen ins “Konzept“ von Pro-Pain. So sind schon einige Experimente auf der Strecke geblieben. Einige kühnere Ideen haben aber trotzdem prima funktioniert. Es ist also immer gut aufgeschlossen ans Songwriting zu gehen. Wir haben noch Berge ungenutzter Riffs herumliegen, die wir womöglich später noch verwenden werden.

Haben Pro-Pain Mitglieder irgendwelche Side Projects?
Eric Klinger engagiert sich in einem Side Project aus Pittsburgh, namens Built Upon Frustration. Ich glaube, sie nehmen zur Zeit ihr drittes Album für Da Core Records auf. Es sollte zum Jahresende veröffentlicht werden.
JC Dwyer hat eine Band namens Soulbent. Sie sind gerade dabei Material für ein komplettes Album aufzunehmen (TBA).
Tom und ich haben keine akuten Pläne für Side Projects, da wir den Großteil unserer Zeit für Pro-Pain und unsere Familien aufbringen.

Pro-Pain scheinen einen großen Einfluss auf die zur Zeit so angesagten Metalcore Szene auszuüben. Viele von diesen Bands verkaufen heute diverse Scheiben mehr als ihre Vorbilder. Wart ihr jemals in Versuchung Pro-Pain dem Metalcore näher rücken zu lassen, um euch ein Stück des Kuchens zu sichern?
Es ist sehr schön zu wissen, dass wir viele Metalcore-Bands beeinflußt haben. Trotzdem, denke ich, ist es das beste für unsere Musik, wenn wir sie wahr und ehrlich belassen, anstatt den Versuch zu starten irgendeinem angesagten Trend hinterherzulaufen, nur um die schnelle Mark zu machen. Auch dieser Einstellung haben wir unseren bisherigen Erfolg und unsere Langlebigkeit zu verdanken. Auf anderem Wege hättren wir das nicht erreicht.


Pro-Pain werden auf dem Abschieds-Open Air der Böhsen Onkelz spielen. Sicherlich wißt ihr, dass die Onkelz hierzulande immer noch ein sehr kontroverses Thema sind. Viele befürchten, dass zu diesem Event viele Nazi Fans und auch sonst eher rechts eingestelltes Publikum erscheinen wird. Einige Bands, wie die Misfits und Turbonegro, haben angeblich deswegen ihre Teilnahme abgesagt. Ich denke mal, für euch könnte es einer der größten Auftritte überhaupt werden. Wie ist eure Einstellung, und was sind eure Erwartungen an das Festival?
Nun, wir sind erfreut und fühlen uns geehrt zu so einem großartigen Event eingeladen zu sein.
Für andere Bands und ihre Motive kann ich nicht sprechen, aber was ich sagen kann ist, dass die Böhsen Onkelz eine der nettesten und bodenständigsten Bands sind, denen ich in all meinen Jahren als Musiker begegnet bin. Wir werden ihren Geist und vor allem ihre großartige Musik vermissen. Wir freuen uns darauf auf diesem Abschiedskonzert zu spielen!!

Wann wird es einen Pro-Pain Auftritt in Hannover geben? An Fans und Örtlichkeiten sollte eigentlich kein Mangel herrschen.
Es wäre sehr schön in Hannover zu spielen!! Wenn sich die Möglichkeit ergäbe, wären wir auf jeden Fall dabei!!!

Was habt ihr noch für Pläne mit Pro-Pain? Habt ihr euch bestimmte Ziele gesteckt?
Ich denke wir haben schon alles erreicht, was wir uns für diese Band vorgenommen haben. Vor ein paar Jahren habe ich in einem Interview scherzhaft gesagt, es wäre leicht seine Ziele zu erreichen, wenn man sich niedrige Standards setzt. Die Frage jetzt müßte eigentlich lauten: Wie lange noch? Und das ist für mich zur Zeit kaum zu beantworten. Wir genießen einfach einen Schritt nach dem anderen.


Irgendwelche Schlußworte?
Unser Dank geht an alle unsere Freunde und Fans für die Liebe und die Unterstützung, die sie uns in all den Jahren gegeben haben!! Wir hoffen euch gefällt unser neues Album Prophets of Doom und dass wir uns diesen Sommer auf Tour sehen!! Für mehr Informationen klingt euch bei uns ein: http://www.pro-pain.com









geführt am 26.04.2005   von Chickenfires
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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[ Seit dem 26.04.05 wurde der Artikel 9968 mal gelesen ]
 
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