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Black Messiah "Des Kriegers Schwur"
7 Jahre sind ins Land gegangen, seid Black Messiahs “Sceptre Of Black Knowledge” rauskam. Nun sind sie endlich wieder da und Berichten uns im Zuge ihrer neuen CD “Oath of a warrior” von vergangenen Schlachten, Blutsbrüdern, Christenfeinden und einer geheimen Liebe... Der Schwur wird abgelegt von ZAGAN.
Weitere Infos zu Black Messiah:
REVIEWS:
Black Messiah Oath Of A Warrior
Black Messiah Of Myths And Legends
Black Messiah First War Of The World
Black Messiah The Final Journey
INTERVIEWS:
Black Messiah - Des Kriegers Schwur

Vorab erst einmal danke, daß ihr euch die Zeit nehmt…

Schön dass ihr wieder da seid! Oder ward ihr nie weg? Die Frage nach der doch eher langen Sendepause sei gestattet. Vielleicht könnt ihr die vergangenen Jahre ein wenig (kurz oder lang) Revuepassieren lassen. Line-up Wechsel, Privates oder Nebenprojekte, war sicher von allem etwas dabei.

ZAGAN: Nachdem wir damals "Sceptre Of Black Knowledge" aufgenommen hatten gab es einige große Probleme für Black Messiah. Wir waren eine reine 2-Mann-Kapelle die in dieser Besetzung nicht in der Lage war live zu spielen also hatte sich dieser Punkt erst mal erledigt. Dann hatten wir nach der Veröffentlichung ziemlichen Stress mit unserer damaligen Plattenfirma und ich habe den Deal mit denen gekündigt. Allerdings möchte ich da nicht näher drauf eingehen. Irgendwann einmal hatte Nabahm (unser alter Drummer) keine Lust mehr und verlies Black Messiah woraufhin ich nun alleine da stand. Da ich auf jeden Fall weiter machen wollte fing ich an einige neue Songs zu schreiben. Das muss so Ende 1998 gewesen sein. Ich nahm dann 1999 ein Demo auf und benutzte dieses um neue Musiker für Black Messiah anzuwerben. Relativ schnell hatten sich dann Drahco (Bass) und Zoran (Gitarre) für die Sache breitschlagen lassen und wir versuchten in den kommenden Jahren einige weitere Leute an den verschiedensten Instrumenten ohne jedoch wirklich fündig zu werden. Etwa 2002 hatten wir dann das Glück Surthur (Drums) und Hrym (Keys) binnen kurzer Zeit zu finden und somit war das Line-Up erst mal komplett. Wir arbeiteten an neuen Songs und merkten ziemlich schnell das wir zur völligen ergänzung noch einen 3. Gitarristen brauchten um live auch so Instrumente wie Violine bringen zu können. 2003 haben wir dann Meldric (Gitarre) in die Band aufgenommen und konnten so endlich ins Studio gehen um unsere neuen Sachen aufzunehmen. Die Produktion hat sich dann leider über ein Jahr hingezogen bis wir unser jetziges Werk in den Händen halten konnten. Wir haben das Material dann an Einheit Produktionen geschickt, weil wir wussten das dieses Label sich ausschließlich mit Pagan und Viking Metal beschäftigt und nur 3 Tage nachdem wir unser „Demo“ weggeschickt hatten fingen die Einheit-Jungs an mit uns zu verhandeln weil denen usere Scheibe gut gefallen hat. Ich hätte nicht gedacht das das so schnell geht. Hat uns alle sehr gefreut. Die Jungs hatten gute Argumente und waren bereit einiges für uns zu tun also haben wir da unterschrieben und jetzt ist Black Messiah wieder da.

Wie zufrieden seid ihr mit der „Oath of a worrior“ und mit allem was da noch zu kommen scheint? Konzerte, Festivals und die Reaktionen der Allgemeinheit....

Also mit dem Album sind wir nicht 100%ig zufrieden. Aufgrund der extrem langen Produktionszeit, wo es immer wieder längere Pausen zwischendurch gab weil unser Mischer andere Termine hatte, ist der Sound nicht ganz so geworden wie wir ihn gern gehabt hätten. Das fällt besonders beim Schlagzeug auf welches uns viel zu sehr nach Dose klingt. Hier und da sind einige Gitarrensounds nicht so wie sie sein sollten aber alles in allem, wenn man die Schwierigkeiten bedenkt die im Studio auf uns zugekommen sind, können wir doch ganz zufrieden sein.
Die Konzerte die wir bisher gegeben haben waren allesamt sehr positiv für uns. Die Leute scheinen zu mögen was wir machen und das freut uns. Wir wurden bisher überall gut abgefeiert und das macht natürlich Spass und gibt einem Mut für weitere Dinge. Wir werden dieses Jahr noch 3 Festivals spielen. Das Nightmare Before Summer-Festival in Thüringen (18.06) und ein Pagan-Metal Festival in Giessen (19.11.). Ein besonderer Leckerbissen für uns wird natürlich das Ultima Ratio Festival in unserer Heim-Location, der Zeche-Carl, in Essen (08.07.) sein, wo wir uns sehr drauf freuen.
Mit den bisherigen Kritiken können wir ebenfalls sehr zufrieden sein. Natürlich gab es auch 1 oder 2 die nicht ganz so toll waren aber Musik ist nunmal Geschmackssache und ich kenne keinen Sound der wirklich allen gefällt. 95% der Reviews waren mehr als gut........Eures übrigends auch, wofür wir uns nochmal bedanken wollen.


„Oath of a worrior“: Ein Konzeptalbum? Denn irgendwie kann man doch einen vagen Zusammenhang in dem Aufbau der CD erkennen.

Also es war nicht als Konzeptalbum geplant. Viele Songs beschäftigen sich zwar mit den selben oder ähnlichen Themen aber eigentlich steht da keine zusammenhängende Handlung hinter. Ich denke dafür ist die Zeit auch zu lange die zwischen den jeweiligen Songs verstrichen ist. Wir haben zwar beim zusammensetzen der Songs auf dem Album bei der Reihenfolge darauf geachtet das es irgendwie passt, aber von einem Konzeptalbum würde ich nicht reden.

Ich war ganz verblüfft, dass Lieder wie „Blutsbruder“ und „Christenfeind“ ja schon an die 7 Jahre alt sind. Wie viel „Neues“ kam denn in der Zeit dazu? Und sind diese beiden dadurch nun bei euch besonders favorisiert?

Ehrlich gesagt kann ich die beiden Songs nicht mehr hören. Die habe ich, genauso wie „Feld der Ehre“, „A New Messiah“ und „My Way To Asgaard“ direkt nach dem ersten Album geschrieben und sie im laufe der Zeit so oft aufgenommen und im Proberaum mit so vielen verschiedenen Leuten gespielt und gehört, dass ich im moment gern auf sie verzichte. Ich finde deshalb nicht das sie schlecht sind, aber irgendwann braucht man damit auch mal ne Pause. Die Songs „Bury The Lambs Of Christ“, „Setting Sails/Riding The Drakkar“ und „Der Eid“ sind genauso wie „Götterdämmerung“ und „Entering The Halls Of Odhin“ neuere Songs die wir in Teamarbeit gemacht haben.
Ich denke jeder von uns hat so seine Faves, aber zu sagen das ein ein Song unser aller Fave ist kann man nicht. Ich denke das es auf dem nächsten Black Messiah Album allerdings einen solchen Song geben wird.

Der unverhohlene Christenhass der CD erscheint mir dennoch ein wenig übertrieben, radikal. Auf eurer HP schreibst du, Zagan, unter dem Topic „Hass gebührt: ...allen Religionsfanatikern...“. Widerspricht sich das nicht?
(Ich verstehe was du meinst, aber Gleiches mit Gleichem zu vergelten, scheint das sinnvoll?)

Nein, denn ich habe ja noch was angefügt an diese Aussage.
Ich schrieb :“Reiligionsfanatikern die nicht merken das sie mit ihrer penetranten Art anderen etwas aufzwingen zu wollen mehr in der Welt zerstören als zu retten.“
Natürlich kann man fanatisch sein, das bin ich auch in bestimmten Dingen, aber ich muss nicht hergehen und allen Leuten versuchen das aufzuzwingen was ich meine, ob sie es nun hören wollen oder nicht. Das habe ich nie getan. Im Endeffekt können die Leute unsere Texte beherzigen oder lesen die Lust dazu haben. Ich würde niemals jemanden versuchen dazu zu zwingen. Ich kann appellieren, was ich in einigen Songs auch mache, aber ich zwinge nicht.
Es geht bei Black Messiah darum die Leute wachzurütteln um ihnen zu zeigen das da eine Religion und ein Leben vor der Christianisierung war, das mehr zu ihnen passt als das jetzige. Wir sind Germanen. Das Christentum stammt aus dem vorderen Orient. Wir hatten und haben hier unsere ursprüngliche Religion und unsere ursprünglichen Götter.
Mein Hass bezieht sich nicht darauf das es Christen gibt oder sie ihre Religion ausüben sondern darauf das sie uns unsere Religion mit Gewalt zerstört haben. Sie haben Volksstämme dahingeschlachtet, heilige Stätten entweiht und zerstört, und dafür gesorgt das ganze Religionsgruppen ausgelöscht wurden. Im Endeffekt taten sie dasselbe wie die Nazis, nur in größerem Ramen. Aber sowas wollen sie ja heute nicht hören.
Ich denke nicht das unser Hass übertrieben ist. Wenn dir jemand die Dinge nimmt, die für dich in irgendeiner Form wichtig sind, musst du ihn Hassen.
Man kann uns ernst nehmen oder nicht, das ist für mich nicht wichtig. Ich muss wissen was ich mache und wonach ich lebe, das ist meine Sache. Ausserdem denke ich das es in diesem Fall vielleicht nicht schlecht wäre Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Großes Lob muß ich ja für den klaren Gesang (ach, das gesamte Lied!) beim „Feld der Ehre“ aussprechen. Das gefällt! Mehr davon? Jene Thematik kann man ja fast nicht anders (be)singen.

Danke sehr. Ja, Feld Der Ehre ist ein wenig anders als die anderen Songs. Es ist eine Art Ballade die, so wie Du schon sagst, nicht anders gesungen werden kann. Der Text ist melancholisch, ein Kreischgesang hätte den Song zerstört.
Ob wir mehr von solchen Songs machen werden kann ich noch nicht sagen. Es ist immer schwierig etwas kopieren zu wollen nur weils mal gut ankam. Entweder sowas entsteht wieder, oder nicht. Das ist nicht planbar.

„Rinding the Drakkar“: Wie schön! Das Lied erinnert mich jedes Mal an Thyrfings „Set sail to plunder“. Gibt es denn dazu vielleicht eine nette Anekdote? Ein persönlicher Bezug zum Meer, oder tatsächliche eine geheime Thyrfing Hommage?

Ich persönlich liebe das Meer sehr. Ich bin ausgeglichen und ruhig und fühle mich gut wenn ich ihm nahe bin. Ich liebe es über das Meer zu reisen. Ich habe einen engen Bezug dazu obwohl ich leider so weit davon entfehrnt lebe.
Mit Thyrfing hat das eigentlich nichts zu tun, obwohl viele von uns diese Band sehr mögen.
Der Text dreht sich einfach nur darum wie die Besatzung eines Drakkars auf offenem Meer das sagenumwobene Vinland sucht. Als wir diesen Song musikalisch fertig hatten konnte eigentlich nur ein solcher Text dabei rumkommen. Ich finde auch das er von der Musik her sehr nach Meer klingt.

Welche Einflüsse sind denn überhaupt bei Black Messiah vertreten?

Das ist schwer zu beantworten da jeder von uns seinen eigenen Einfluß mitbringt und ihn bei Black Messiah verwirklicht. Natürlich sind da Viking-Metal und Black-Metal Elemente, aber auch ein gehöriger Schuß melodischer Heavy Metal. Ausserdem arbeiten wir mit verschiedenen Folk-Stilen wie z.B. keltische oder russische Folklore. Auch klassische Musikelemente kann man finden. Ich denke es ist uns gelungen eine sehr vielschichtige Scheibe aufzunehmen.

Ein Ende zu finden ist immer schwer, also gibt es noch ein wenig Spielereien zum Schluß.
Als Special gibt es heute das: “Führt-bitte-die-Sätze-zu-ende-Spiel“! Und los:
Black Messiah sind sich treu geblieben. Und doch...

Haben sie es geschafft ihren Sound zu variieren und ein abwechslungsreiches Album aufzunehmen.

Was lange währt...

Kann gut sein, muss aber nicht.

Kauft unsere CD, wenn...

Ihr unseren Sound mögt und niemanden findet der sie Euch brennt ;-)


Und nun bitte noch ein abschließendes Standpunktnehmen zu einem der folgenden Zitate:
1. „Religion ist das, was das Individuum aus seinem eigenen Solitärsein macht.“ (A.N. Whitehead)

2. “Die Wikingerzeit mit ihrem Kampf und Streit, voll von Gefahren, raschen Taten und schnellen Charakteren, die Begegnung mit dem Christentum und geistig überlegenen Kulturen drückten ihr Gepräge auf den Götterglauben der Altvorderen und machten ihn zu einer Religion des Kampfes, zu einer Wikingerreligion.“ (A. Budde)

Zoran entscheidet sich für das erste Zitat und kommentiert:

Es gibt viele interessante Erklärungen für den Begriff Religion. Ich denke man kann das nicht auf einen einzelnen Nenner bringen. Sicherlich ist es richtig zu sagen das Religion für jeden einzelnen etwas anderes ist. Aber ist das schon alles?



Vielen Dank an an auch alle und erfolgreiches Schaffen weiterhin!
geführt am 22.06.2005   von Steffi
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musikalischer Background des Verfassers
(Fast) alles aus dem breit gefächerten Bereich des Pagan/Viking Metal. Gerne deftigen Schwarzmetall; nen bissl Death und Doom. Hauptsache ist es knallt und überzeugt mich!
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