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Six Reasons To Kill "Rausgetretene Kniescheiben Und Stinkende Füße Im Gesicht..."
Mit „Reborn“ meldet sich eine der dienstältesten Metalcore-Bands Deutschlands eindrucksvoll in der Szene zurück. Wiedergeboren deshalb, da die Band nach diversen Personal-Abgängen schon so gut wie tot war. Mit 3 neuen Leuten hat man sich aber wieder zusammengerauft und in kürzester Zeit ein äußerst brutales (Death-)Metalcore-Geschoss eingeholzt. Es herrscht also Aufbruchstimmung im SIX REASONS TO KILL-Lager. Sänger Chris stand uns Rede und Antwort:
Weitere Infos zu Six Reasons To Kill:
REVIEWS:
Six Reasons To Kill Reborn
Six Reasons To Kill Another Horizon
Six Reasons To Kill Architects Of Perfection
Six Reasons To Kill We Are Ghosts
INTERVIEWS:
Six Reasons To Kill - Rausgetretene Kniescheiben Und Stinkende Füße Im Gesicht...
Six Reasons To Kill - Zwischen Mnemic Und Metallica

Am 18.07.2005 habt Ihr Euer zweites Full-Length-Album „Reborn“ auf Bastardized Recordings rausgehauen. Was hat sich im Gegensatz zu Eurem Debüt geändert (Line-up/Songwriting/Produktion)? Wie zufrieden seid Ihr mit dem Endergebnis?

Wir sind alle äußerst zufrieden mit dem Endergebnis! Alle (Label, Produzent, PR, Grafiker etc.) haben sich mächtig ins Zeug gelegt und einen tollen Job gemacht! Ein wenig stolz dürfen wir glaube ich auch sein! Nach den ganzen ups and downs, die wir in den letzten Jahren durchgemacht haben, ist es ja fast ein Wunder dass es uns noch gibt!
Das haben wir nicht zuletzt Marcos und meinem Durchhaltevermögen zu verdanken. Wir hatten von Anfang an eine Idee und die wollten wir realisieren. Nachdem Patrick zu CALIBAN und Stefan zu DEADSOIL gewechselt sind, hatten wir unser erstes richtiges Tief, haben dann aber nach langem Suchen neue Leute gefunden, Matzi (B) und Flo (D)! Als dann letztes Jahr Marco S. (Git.) ebenfalls zu CALIBAN wechselte, waren wir quasi am Ende.
Er brachte dann aber Loc (Git.) mit zu einer Probe und alle waren sich einig: DEN oder keinen und aufhören. Wir wollten eigentlich schon den Proberaum ausräumen...
Naja, der Rest ist dann schnell erzählt: Wir haben eine Woche später die ersten Shows mit Loc gespielt und alles hat bestens geklappt. Im November haben wir uns dann an neues Material gemacht, welches wir im März aufgenommen haben und Euch in Form von „Reborn“ vorliegt! Das Songwriting ging uns super flüssig von der Hand und Loc hat einfach einen frischen Wind mitgebracht, der uns allen gut getan hat. Jetzt sind wir 100 % SRTK und alle sind 1000 % motiviert!



„Reborn“ ist meiner Meinung nach ein ganz schönes Brett geworden, womit Ihr Euch in der Szene nicht zu verstecken braucht. Auch wenn manche Stücke für mich noch nicht so ganz auf den Punkt kommen, scheint massig Potential vorhanden. Auf welche Songs seid Ihr besonders stolz und gibt es aus Eurer Sicht vielleicht auch Tracks, aus denen man noch mehr hätte rausholen können?

Wie ich schon sagte, wir haben quasi das komplette Album in 4-5 Monaten geschrieben, und hatten natürlich auch Druck, endlich wieder einen Release raus bringen zu wollen! Die Deadline für das Songwriting stand eigentlich vor dem ersten Song fest!
Natürlich hätten wir mit ein wenig mehr Zeit das eine oder andere verbessern können, aber die Scheibe zeigt erstmal eine Richtung in der wir weitergehen werden, und das so konsequent wie zuvor! Man müsste „Reborn“ quasi aus der Sicht sehen, als wären wir ne Band, die es sagen wir mal 1 Jahr gibt und die gerade ihr Debüt rausgehauen hat, weil eigentlich ist es nicht mehr als das. Mal abgesehen von Marco A. und mir ist seit dem letzten Release nichts mehr wie vorher!


„Addicted to love“ könnte man vom Text her schon fast als Emo bezeichnen. Musikalisch bekommt man allerdings fast ausschließlich die Brutalo-Keule geboten. Bei Euren Kollegen von CALIBAN hat man das Gefühl, dass man mit cleanen Gesangsparts auf den Erfolgszug von KILLSWITCH ENGAGE etc. aufspringen will. Wollt Ihr euch ganz bewusst von Bands mit Emo-Einschlag abgrenzen oder kann man von Euch künftig ebensolche Parts erwarten?

Emo werden wir nie werden… aber als Emo würde ich diese Art auch keinesfalls bezeichnen. Es gibt ja schließlich genügend Metalbands wie z.B. IN FLAMES, die auf harmonische Gesangslinien Wert legen! Oder würdest du diese auch als Emo bezeichnen? (Ganz sicher nicht...gemeint war der bei vielen Bands des Genres zu bemerkende „Emo-Einschlag“ durch etwa cleane, harmonische Gesangslinien. – d. Verf.)

Für mich begründet sich dieser Musikstil auf eine ganz andere Art, dies auszuführen würde hier aber den Rahmen sprengen.
So lange ich mir allerdings nicht zutraue, clean zu singen bzw. dies perfekt beherrsche, wird es von uns einen solchen Part nicht geben. Im Prinzip muss ich aber sagen, dass nicht Cleanpart gleich Cleanpart ist! Man kann mit solchen Dynamiken schon tolle Spannungsbögen bauen.

Es fällt auf, dass Ihr neben HATEBREED und Konsorten sicher auch Einflüsse aus dem Thrash-/Death-/Grindbereich habt. Wo liegen Eure Inspirationsquellen im harten Metal-Bereich bzw. was hört Ihr Euch zuhause im heimischen Wohnzimmer an?

Also Hatebreed hören wir natürlich alle gerne, aber direkt beeinflusst haben uns Hatebreed glaube ich weniger! Das einzige was sich vielleicht an Hatebreed-einflüssen in unserer Musik wieder findet ist die raue Brutalität, die die Jungs an den Tag legen. Wir haben die Jungs übrigens auf ihrer ersten Euro-Tour auf zahlreichen Shows supporten dürfen, war ne fette Sache! Aber zurück zum Thema…

Wir haben sicherlich mehr Einflüsse aus dem Thrash- und Deathbereich als aus dem Hardcore. Das einzige was uns wohl noch zu einer Hardcoretruppe macht, ist die Tatsache, dass wir uns in dieser Szene heimisch fühlen und unsere Herzen an ihr hängen. Wir sind, quasi bis auf Flo, alle in dieser Umgebung groß geworden und haben teilweise mit unseren ehemaligen Bands ordentlich im Underground rumgerührt! Das verwurzelt einen…

Privat hören wir ansonsten alle Metal und Hardcore der verschiedensten Richtungen querbeet. Matzi ist z.B. DYING FETUS-Fan, Loc hört gerne UNEARTH, Flo steht auf NEVERMORE und MESHUGGAH und ich höre hauptsachlich Bands wie UNBROKEN, KATAKLYSM, HSB, BOLT THROWER oder IN FLAMES. Die genannten Bands dürften glaube ich auch mit zu unseren größten Einflüssen zählen.

Habt Ihr eigentlich Eure Labelkollegen von GLASSCASKET schon mal getroffen und was haltet Ihr von deren Mucke?

Ich muss gestehen, dass ich nur 2-3 Songs kenne, die aber ordentlich rocken.
Wir werden bestimmt, wenn die Jungs denn mal nach Europa kommen, ein paar Shows mit denen spielen.



In der nationalen Metalcore-Szene seid Ihr schon länger kein unbeschriebenes Blatt mehr. Neben Eurem Debüt habt Ihr bereits zwei Split-Alben mit ABSIDIA und DEADLOCK eingeholzt. Auf dem Live-Sektor habt Ihr bereits mit Bands wie HATEBREED, SHADOWS FALL oder auch TESTAMENT die Bühnenbretter geteilt.
Das Metalcore-Genre boomt derzeit national und international ohne Ende. Meint Ihr „Reborn“ hat schon das Potential, Euch in die obere Liga katapultieren zu können? Was könnt Ihr in dieser Hinsicht von Eurer Plattenfirma erwarten?

Ich weiß nicht was du mit „oberer Liga“ meinst (gemeint waren die kommerziellen Erfolge von Bands wie HSB und CALIBAN – d. Verf.), aber SIX REASONS TO KILL sind ohne Frage eine der dienstältesten sogenannten Metalcore-Bands in Deutschland. HSB und CALIBAN gibt es zwar 1-2 Jahre länger, aber wir waren so ziemlich die metallischste Hardcoreband von Anfang an.
Als wir mit SRTK anfingen, gab es den Begriff Metalcore ohnehin noch nicht. Wir wollten einfach brutale Musik spielen ohne dabei unsere Roots zu verleugnen.
Wir klangen auch stets am wenigsten nach Hardcore von all den genannten Bands, was uns zu Beginn natürlich die Sache enorm erschwerte. Den Metallern waren wir nicht genug Metal und den Hardcoreleuten waren wir nicht true genug. Was ich nie ganz nachvollziehen konnte, da wir zuvor alle in diversesten Hardcorebands tätig waren.
Fakt jedoch ist, das ich persönlich davon überzeugt bin, dass „Reborn“ unser bisher bestes Werk ist und es sich meiner Meinung nach hinter keinem anderen Album zu verstecken braucht. Es klingt halt nicht wie XY, sondern nach SIX REASONS TO KILL!
Das bestätigen im Übrigen bisher auch alle Reviews…
Es ist auch keinesfalls so, dass wir hier gerade auf einen rasenden Zug aufgesprungen sind. Ganz im Gegenteil, wir haben immer unseren Shit gemacht, egal was die Leute gesagt haben! Wenn jetzt einer sagt, wir würden nur einem Trend hinterherlaufen, hat er a) keine Ahnung weil er sich erst seit kurzem dafür interessiert oder b) nie über seinen Tellerrand geschaut.


Die „Hell on Earth“ -Tour mit u.a. AS I LAY DYING und HSB wäre ja an sich das perfekte Forum für Euch gewesen. Dort seid Ihr leider nicht mit am Start. Wie sehen Eure künftigen Touraktivitäten aus?

Ja, da hast du absolut recht, wäre eine perfekte Tour für uns gewesen.
Leider ist es heutzutage im Hardcore nicht anders als im Metal auch. Labels bestimmen wo es hingeht und Geld ist ein unumgänglicher Faktor!
Wir würden liebend gerne eine tolle Tour fahren, aber unser Label hat einfach keine 3.000-5.000 € locker um das zu finanzieren. Zumal diese Tour bereits weit vor dem Release unserer Cd geplant war, und wir deshalb nicht mit in Betracht gezogen wurden. Wäre natürlich eine fette Sache gewesen mit unseren Freunden von HSB und NEAERA zu touren.
Bis jetzt sind haben wir zahlreiche Clubshows gebucht und sind als Support für die im Oktober anstehende BETZEFER/DISBELIEF/EKTOMORF-Tour im Gespräch, aber auch hier geht es in erster Linie um Kohle - we’ll see…



Kann man eigentlich hinsichtlich Zusammenhalt bzw. Zusammengehörigkeit von einer Szene auf nationaler oder gar internationaler Ebene sprechen oder herrschen eher Rivalitäten vor? Gibt es Bands, mit denen Ihr befreundet seid?

Rivalitäten kennen wir nicht, wäre auch totaler Quatsch! Eher das Gegenteil ist der Fall, wir versuchen uns, zumindest was die „Metalcore-Bands“ angeht, zu unterstützen. Wir sind schon seit langem mit Bands wie HSB, CALIBAN (hier spielen ja mitlerweile 2/5 ehemalige SRTK-Mitglieder), MAROON, CATARACT, DESTINY, FEAR MY THOUGHTS, DEADSOIL, UNDER SIEGE, NEAERA, DEADLOCK und wie sie alle heißen, befreundet. Auch aus dem Metal-Lager haben wir einige Bands mit denen wir uns prächtig verstehen und immer wieder gerne was zusammen reißen, z.B. GOD DETHRONED oder MY DARKEST HATE.
Das ist aber doch auch das, was es so interessant macht. Wenn eine Band in der Nähe ist, gehen die anderen hin um sie zu supporten.

In der letzten Zeit hat sich in der Hardcore- und Metalcore-Szene das sog. „Violent Dancing“ etabliert und auch die „Wall of death“ findet bei Konzerten und Festivals immer mehr Zuspruch. Unlängst war auf dem Pressure-Festival ein Todesopfer zu beklagen. Auch wenn die besagte Person offenbar gesundheitlich vorbelastet war, fällt doch auf, dass ein Teil des Publikums zunehmend brutaler agiert. Wie beobachtet Ihr die Entwicklung dieser genretypischen Phänomene?

Also das ist so ein Thema. Irgendwie gehört es mittlerweile zu den Shows dazu, aber glaube mir, es gibt genau so viele Gegner wie Befürworter des Ganzen! Ich persönlich sehe das ganze natürlich von 2 Seiten. Zum einen stehe ich auf der Bühne und freue mich, wenn die Leute im Pit feiern, keine Frage! Dafür macht man das Ganze ja auch ein Stück weit. Auf der anderen Seite will ich natürlich auch nicht haben, dass irgendjemand verletzt wird. Und schließlich und letztendlich bin ich auch Konzertgänger und stehe überhaupt nicht auf einen stinkenden Fuß in meinem Gesicht...Ich fordere die Leute stets zur Rücksicht auf, und bis auf wenige Ausnahmen ist bisher nicht viel passiert!
Alleine auf einer unserer Shows im letzten Jahr, ich glaube es war in Berlin, gab es einige Verletzte. Ein gebrochenes Jochbein, eine raus getretene Kniescheibe und die obligatorisch gebrochene Nase! Da habe ich dann auch einen Spruch losgelassen!
Wie gesagt, wir versuchen immer das Mittelmaß zu finden, manchmal ist es aber auch sehr schwer das von der Bühne aus richtig zu beurteilen!



„To strike back – with full force“…ist das eine Anspielung auf das bekannte Festival? Wäre cool, Euch da nächstes Jahr zu sehen. Wie sieht`s aus?

Ist natürlich keine Anspielung. Das mit dem WFF ist so ne Sache…wir waren da eigentlich schon mehrmals im Gespräch…es hat aber aus diversen Gründen nie geklappt! Vielleicht im nächsten Jahr!




geführt am 27.07.2005   von Schneider
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