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Massemord "Die Zukunft Ist Dunkler Als Der Tod"
Lord Hastur Warmachine ist ein seltsamer Interviewpartner: Einerseits stellt er dem heutigen Black Metal freigiebig einen Totenschein aus, nur um im gleichen Atemzug zu erwähnen, dass die nächsten Massemord-Werke puren Black Metal der alten Schule offenbaren werden. Zur gleichen Zeit jedoch präsentiert er sich als ehrlicher, selbstkritischer Zeitgenosse, der Fehler seiner Vergangenheit nur zu gerne eingesteht und den Blick nach vorne richtet. Doch lest selbst, was uns der Norweger zu erzählen hat.
Weitere Infos zu Massemord:
REVIEWS:
Massemord 12 Years Of Mass Murders
INTERVIEWS:
Massemord - Die Zukunft Ist Dunkler Als Der Tod

Lord Hastur, lege doch bitte kurz die bisherige Geschichte deines Projektes Massemord dar.

Massemord ist seit 1992 aktiv, konnte jedoch erst 2002 einen Plattenvertrag ergattern. Dann nämlich nahm das amerikanische Label Blackmetal.com Massemord unter Vertrag und veröffentlichte das Album „Skogen Kaller“ im Sommer 2003. Das Album verkaufte sich sofort prächtig und daher veröffentlichten wir auch unser zweites Werk „Obscurs Symphonia“ im April 2004 unter deren Banner. Anschließend nahm die Popularität der Band so sehr zu, dass uns viele Labels kontaktierten, darunter auch das italienische Label The Oath Productions, welche uns das beste Angebot unterbreiteten und welche im Herbst 2004 eine Split-CD von Massemord und Svartskogg herausbrachten. Unser viertes Werk „12 Years Of Mass Murders“ ist jetzt ja bekanntermaßen über Perish In Light erschienen und beinhaltet bisher unveröffentlichte Songs sowie eine alte Eigenproduktion. Man kann ach schon verraten, dass Perish In Light 2006 auch unser fünftes Album „Den Siste Vinternatten“ veröffentlichen werden.

„12 Years Of Mass Murders“ präsentiert sich als eine enorm variierende Kompilation deines Schaffens – von rohem Black Metal über thrashige Songs bis hin zu elektronischen Einflüssen ist alles vorhanden. Wie werden Massemord in Zukunft klingen?

In Zukunft werden wir definitiv einen Schritt zurück in Richtung “Skogen Kaller” machen, jedoch inklusive schlechterem Sound, dunkleren Stimmungen und schnellerem Tempo. In letzter Zeit haben wir unseren Stil doch sehr verweichlicht und zuviel mit Thrash Metal-Parts experimentiert, doch sowohl wir als auch unsere Anhänger sind damit nicht gerade zufrieden. Sie und wir wollen Black Metal auf die älteste vorstellbare Art und das wird wieder das sein, was wir tun werden. Old School Black Metal!

Meines Erachtens sind insbesondere die rohen, grimmigen Black Metal-Stücke auf „12 Years Of Mass Murders“ wahrlich kalte und boshafte Hymnen voller Erhabenheit und Stolz. Zu welcher zeit hast du diese Songs geschrieben?

Zuerst einmal danke für das Lob, es wird dich sicher freuen zu hören, dass das nächste Massemord-Album sehr mit diesen Songs zu vergleichen ist. Ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wann ich diese Songs geschrieben habe, ich weiß nur noch, dass ich etwas wirklich hartes, schnelles und kaltes komponieren wollte.

Warst du damals ein aktiver Teil der norwegischen Black Metal-Bewegung?

Nein, das war ich nie, da ich mein Heimatland verließ, als ich noch ein Kind war. Ich habe zwar viele Freund ein Norwegen und einige davon spielen auch in bekannten Bands, doch ich wollte nie ein Teil von etwas sein. Ich ziehe es vor, alleine voranzuschreiten.

Die Thrash-Songs sind bei weitem die neuesten Stücke auf deinem aktuellen Album. Warum hast du deinen Stil so signifikant geändert?

Wir haben unseren Stil geändert, da wir so mehr Fans auf Massemord aufmerksam machen wollten aber ich muss eingestehen, dass es definitiv ein falscher Schritt war! Wie schon gesagt werden Massemord wieder von vorn beginnen und alten, rohen Black Metal spielen.

Und was denkst du über den heutigen Black Metal?

Black Metal ist so gut wie tot, mit Ausnahme einiger weniger Bands gibt es einfach nichts mehr Interessantes auf diesem Sektor! Norwegen hat das Szepter des Black Metals schon lange verloren (das würde ich ganz und gar nicht behaupten – d. Verf.) und um guten Black Metal zu finden, muss man nach deutschen, italienischen, finnischen oder griechischen Bands Ausschau halten. Bands wie Lux Ferre, Pestiferous, Throned, Svarrogh, Nocternity oder auch Nocte Obducta sind wirklich großartige, heutzutage aktive Black Metal-Truppen.

Durchaus seltsam oder verstörend (zumindest für die archaische, puristische Hörerschaft) dürften die elektronischen Einflüsse in den letzten beiden Tracks sein. Was hat es damit auf sich?

Seltsam finden wir das auch! Der einzige Grund, warum wir diese beiden Songs auf das Album packten ist, dass wir unseren Anhängern wirklich ALLE Massemord-Songs präsentieren wollten, die jemals aufgenommen wurden. Selbst wenn wir ein Schlaflied aufnehmen würden, hätten unsere treuen Fans es verdient, das Resultat zu hören. Diese elektronischen Sounds waren nur ein Experiment, und ich habe wohl einfach nur zuviel The Kovenant gehört, haha! Eins ist jedoch gewiss: Unsere kommenden Alben werden keinen elektronischen Mist beinhalten. Das überlassen wir fortan Bands, die damit besser umzugehen wissen.

Welche Einflüsse führten zur Gründung von Massemord?

Wir begannen Anfang der Neunziger als Death Metal-Projekt uns moshten vor allem zu Testament, Overkill, Carcass, Benediction und Slayer. Zuvor hörte ich guten alten 80er-Metal wie Savatage, Saxon, Accept, Scorpions oder Anthrax aber die Musik, welche mich schlussendlich zur Gründung einer Band bewegte, war ganz klar Death Metal.

Zurück in die Gegenwart: Sofern ich korrekt informiert bin, ist der Track „Myer’s Return“ im Gespräch, auf dem Soundtrack eines neuen Halloween-Films zu erscheinen. Was gibt’s es darüber Neues zu berichten?

Ich bin ein großer Fan der Halloween-Saga und daher entschloss ich mich, einen „trendigen“ Song zu schreiben, welchen man auch für einen Film verwenden könnte. Da ich wusste, dass sie gerade Halloween 9 drehten, kontaktierte ich sie und sie willigten ein, dass ich ihnen diesen Song zuschickte. Jedoch warte ich noch immer auf Antwort, daher kann ich nicht wirklich etwas sagen, höchstwahrscheinlich interessieren sie sich einen scheiß für den Song, haha!

Von welchem Konzert stammt die Liveaufnahme des Stückes „Eternal War“?

Lustige Geschichte: Dieser Song wurde in der Schweiz aufgenommen, es war jedoch gar kein Massemord-Gig sondern der Auftritt einer befreundeten Rockband. Aus Spaß schlug er vor, dass ich einfach auf die Bühne gehen soll, um einen meiner Songs zu spielen. Meine Güte, waren die Leute erstaunt, haha! Ich erinnere mich auch noch daran, dass ich beim Verlassen der Bühne aufgrund meiner Volltrunkenheit gestolpert bin und eine 1500 Dollar teure BC Rich Gitarre zu Schrott getrampelt habe! Die Applausseqzuenzen und den Jubel haben wir nachträglich eingefügt, um den Song wie eine Arenaaufnahme klingen zu lassen. Die Macht des Wodkas ist einfach erstaunlich, hehe!

Nun der obligatorische Blick des Meisters in die Zukunft:

Wie schon erwähnt wird 2006 unser neues Werk „Den Siste Vinternatten“ (die letzte Winternacht) erscheinen, eventuell begleitet von einer kleinen Europatournee. Doch wie immer: Die Zukunft ist dunkler als der Tod, kalt wie eine Winternacht. www.massemord.cjb.net



geführt am 09.09.2005   von Björn Springorum
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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