METALGLORY Archiv

zur neuen METALGLORY Webseite
 
Interviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Zed Yago "Die Schonzeit Ist Vorbei!"
Zed Yago sind zurück mit einem neuen Album, das aufhorchen lässt. Anlässlich der Promotion Tour zu „The invisible guide“ hatten Cheffe Børge und ich die Gelegenheit zu einem ausgedehnten Gespräch mit der Hamburger Dramatic Metal Formation. Zunächst befragten wir Gitarrist Jimmy und seine Frau und Neuvocalistin Yvonne. Alsbald gesellte sich auch Kultdrummer Bubi zu uns, während Bassmann Marzo nach der energiegeladenen Zed Yago Show in Hannovers Musikzentrum ein wenig auschillte.
Weitere Infos zu Zed Yago:
REVIEWS:
Zed Yago The Invisible Guide
Zed Yago ...from The Twilight Zone (the Best Of Zed Yago)
INTERVIEWS:
Zed Yago - Die Schonzeit Ist Vorbei!
LIVE-BERICHTE:
Zed Yago vom 06.09.2005

Glückwunsch zu dem herrlichen Gig heute. Hat mir sehr gefallen. Gestern habt ihr in Hamburg gespielt?
(Jimmy)Vorgestern. Gestern haben wir in meinen Geburtstag reingefeiert, danach die Sachen gepackt und sind dann hier her gekommen.
In Hamburg hattet ihr ja ein Heimspiel. Auch Erfolg?
(Jimmy)Für uns war es das erste Konzert für die Tour, und es hat sehr viel Spaß gemacht. Es ist natürlich immer gut, zu Hause zu spielen. Im Headbangers Ballroom sind wir letztes Jahr schon einmal aufgetreten und hatten dem Besitzer auch versprochen, diese Tour dort zu starten. Es ist einfach ein witziger Laden für solche Sachen und sehr gemütlich. Für uns geht es um die Präsentation der neuen Platte und darum, den Leuten zu zeigen wer wir sind, was wir jetzt neu machen. Wir spielen aber natürlich auch alte Songs.
(Borge)Wie waren die Publikumsreaktionen in Hamburg?
(Jimmy)Sehr positiv.
(Yvonne)Da waren Leute aus Braunschweig, die uns sogar hierher hinterher gereist sind.
(Jimmy)Wir haben sehr treue Fans, wobei man heutzutage über das Internet auch schnell in Kontakt kommen und sich austauschen kann. Nach den Gigs sind wir auch immer draußen, reden mit den Leuten und freuen uns über jedes neue Gesicht.
Oha, Braunschweiger in Hannover, wenn die mal heil wieder rausgekommen sind...
(Børge)Ihr habt in jeder Stadt einen anderen Support. Wonach wählt ihr die Bands aus? Treibhaus beispielsweise passen musikalisch nicht unbedingt zu euch...
(Jimmy)Mit Treibhaus war das so: Der Marzo kommt hier aus Hannover und Treibhaus sind Freunde von ihm, die einfach gefragt haben, ob sie spielen können.
(Yvonne)Die Musik muss auch nicht unbedingt zu uns passen. So lange es rockt ist doch gut.
(Børge)Wer war in Hamburg mit dabei?
(Jimmy)In Hamburg waren es Innocence Lost. Unser Drumroadie ist Schlagzeuger von der Band und so ist das gekommen. Bei denen singt eine Frau mit sehr guter Stimme und da heben wir gesagt: Warum nicht? In Berlin haben wir zwei Frauenbands dabei. Die eine geht so in Richtung Guano Apes, die anderen klingen ein wenig wie Zed Yago auf Punk. Das ist so eine Mischung wo wir dachten: Geil, lass uns das doch mal ruhig versuchen.
(Børge)Wie viele Gigs spielt ihr auf dieser Tour?
(Jimmy)Elf insgesamt, erst einmal nur in Deutschland, da zur Zeit das Album auch nur hier veröffentlicht ist. Am 19. September erscheint es weltweit, und dann sind natürlich auch in den anderen Ländern Sachen geplant.
Live spielen scheint euch sehr wichtig zu sein.
(Jimmy)Ja klar. Dafür macht man das ja auch. Es ist eine Sache, die Songs im Studio zu spielen. Der Austausch mit dem Publikum ist aber einfach nur geil, Wenn du deine Sachen präsentieren kannst, ist das Adrenalin pur. Auf den großen Bühnen der Festivals und vor Leuten stehst, die eigentlich Fans von den H-Bloxx sind, da denkst du, es kann nicht angehen, wie die zu den Songs abgehen. Das sind Leute, die sind zwanzig oder so, also geboren, als bei uns eigentlich der große Split war. Und auch die neuen Songs konnten sie auch noch nicht kennen. Die haben uns dennoch irgendwie lieben gelernt, und das macht einen schon stolz.
(Børge)Was habt ihr nach „Pilgrimage“ gemacht?
(Jimmy)Jutta hat die Band verlassen, um ihre eigene Karriere zu machen. Zuerst hatte sie ein paar Leute rausgeschmissen und sich dann auch von mir getrennt. Und ich hatte zu der Zeit wirklich keinen Bock mehr. 2002 ließ mich Jutta anrufen und ich erfuhr, dass ein „Best of Zed Yago“ rauskommen soll. Wir haben uns dann getroffen, weil mir der Name gehört und sie das gern machen wollte. Ich habe vorgeschlagen, sie solle ein „Best of Jutta Weinhold“ rausbringen, weil wir mit Zed Yago gerade wieder im Gange waren. Für uns war es aber genau der Punkt, wo ein Best of Album das richtige gewesen wäre. Und da war es Yvonne, die zu mir sagte: „Pass auf, wenn es eine wirklich große Reunioin geben soll, dann lasse ich Jutta den Vortritt.“ Yvonne ist eine Bühnensau und hatte Blut geleckt, für eine richtig große Geschichte sollte ich aber Jutta fragen. Und Jutta lehnte ab, weil sie nur die Platte herausbringen wollte, vielleicht um ihr Weinhold-Ding zu puschen. Daraufhin habe ich ihr gesagt, dass es Zed Yago wieder geben wird. Dann war Bubi wieder dabei, wir haben Songs geschrieben, sind ins Studio gegangen und haben alles langsam wachsen lassen.
Eure Homepage vermittelt den Eindruck, Zed Yago hätte sich nie wirklich aufgelöst.
(Jimmy)Haben wir auch nicht.
(Yvonne)Als ich meinen Mann kennen gelernt habe, waren sie schon dabei, es fehlte nur der Gesang.
(Jimmy)Wir haben mit sehr guten Sängern geprobt. Wenn du Zed Yago weiterführen willst, auch die Geschichte weiterführen willst, in der es um die verlorengegangene Fantasie geht... Das ist das, was wir alle gelebt haben. Das habe ich auch vor Zed Yago gelebt. Das ist mein Leben, meine Sache, und es stimmt heute eigentlich noch mehr wie vor zwanzig Jahren. Die Leute verlieren ihre Fantasie. Wir sind hier in einem Chaos drin, das nicht mehr zu retten ist. Zed Yago haben immer noch Bestand, um nach draußen zu gehen und den Leuten mehr Fantasie zu geben. Wir werden die Sache mit Zed Yago auch mehr umschmücken. Yvonne hat zum Beispiel ein Buch geschrieben. Es werden Hörspiele rausgehen, die auf diese Zed Yago Figur gehen und wo man einfach die Fantasie mehr anregt.
Zum Kapitel Jutta hätte ich noch zwei Fragen. Erstmal liest man in den Magazinen ja immer, dass die Story mehr an Jutta hängt. Für mich gehört so etwas aber nicht zu einer einzelnen Person, sondern gehört immer der ganzen Band.
(Jimmy)Das hast du gut erkannt. Ganz genau so ist es auch. Das ist so eine Sache, die wächst. Wir haben uns getroffen, da war der Bubi zum Beispiel noch gar nicht dabei. Wir sind an die Sache herangegangen und es wuchs. Wir haben allein zwei Jahre gebraucht, die erste Platte an den Mann zu bringen. Seinerzeit bei SPV war das der Manfred Schütz. Das war wohl das kürzeste Gespräch, was er je mit einer Band geführt hat. Der Fargopedder war ein Freund von ihm und es hieß gleich, die Platte geht ohne weiteren Optionen raus. Ich dachte: Was ist denn hier los? Das war echt ein ganz kurzes Ding. Wir haben damals vielleicht einen anderen Trend gesetzt. Damals spielten alle Speed und Thrash, und wir kamen mit 80 bpm an. Wir wollten etwas eigenes machen. Dann waren wir auf einmal Platte des Monats im Metal Hammer und hatten nicht genug Platten gepresst. Mit vier Wochen Verspätung konnten wir erst nachschieben. Ist doch klar, damit hatte eigentlich niemand gerechne.t Die ganzen Plattenfirmen wollten uns nicht haben und das nun war eigentlich ein Freundschaftsdeal. So sind wir zur „Pilgrimage“ gleich von der BMG angeworben worden. Die wollten auch die nächste Platte machen, aber dann kam der Split.
Letzte Frage zu dem etwas unschönen Themenbereich: Wie nehmt ihr Juttas heutiges Schaffen wahr?
(Jimmy)Ich habe sie mal mit Metalium gesehen. Da haben sie den „Black bone song“ gespielt.
(Yvonne)Es ist ja so: Wenn man künstlerisch arbeitet, muss die Chemie passen. Die hatte Jutta mit Jimmy, nun nicht mehr. Ich möchte nicht kritisieren, was sie jetzt macht. Jutta ist nach wie vor eine grandiose Sängerin. Die Chemie zum Songschreiben muss jedoch passen.
(Jimmy)Wir haben selbst noch überlegt, einen anderen Namen zu nehmen. Wir bekamen jedoch so viel Fan Post, dass der Postkorb immer voll war. Da sagte Yvonne zu mir: Jimmy, warum machst Du nicht Zed Yago weiter? Ich sagte, weil Jutta uns verlassen habe, sei damit Schluss. Da meinte Yvonne auf einmal, sie könne singen. Yvonne hat Zed Yago 1989 gesehen und ich bin seit 1991 mit ihr zusammen. Da wusste ich erst gar nicht, dass sie Sängerin ist. Ich dachte sie sei verrückt. Dann habe ich ihr gesagt, sie solle sich mit einer Anlage einsperren und einfach machen. Irgendwann kam der Tag, wo wir die erste Probe gemacht haben. Wir standen im Proberaum und dachten, es kann nicht angehen. Sie hat Jutta so kopiert, dass es wie auf Platte klang. Und da wussten wir, dass Yvonne nicht nur einen Ersatz darstellt, sondern das, was für Zed Yago gut ist. Und wenn wirklich viele Leute vor der Bühne sind, geht es noch mehr ab.
(Yvonne)Aber selbst, wenn nur zehn Leute in der Halle sind: Es ist Party machen, es ist Spaß. Es ist schön, wenn reflektiert wird. Auch beim „Black bone song“, der ja eigentlich nicht von mir gesungen wurde. Das ist mir so egal. Es ist einfach spaßig. Ich seh die da unten, und es ist echt cool.
(Børge)Ihr meintet vorhin, ihr hättet mit verschiedenen Sängern geprobt. Hatte ihr auch mal eine Phase, wo ihr explizit eine männliche Stimme gesucht habt?
(Jimmy)Es gab ja keine richtigen Frauenstimmen. Wir haben Frauenstimmen da gehabt, das war für mich das nackte Grauen. Vorher klang es vom Stimmumfang gut, und wenn wir dann an die konkrete Arbeit gegangen sind... Ich wollte etwas eigenes, prägnantes, was Jutta eben auch hatte. Und da muss man eben suchen. Das findest du nicht an jeder Ecke. Dann haben wir neues Material geschrieben und verschiedene, teilweise tierisch gute Sänger getestet. Für das alte Material haben sich die meisten aber zu hoch eingeschätzt. Bevor wir etwas gemacht haben, was nicht in den Zed Yago Rahmen passt, haben wir lieber die Zeit abgewartet. Es schlummert, und irgendwann kommt es. Und wir als Musiker haben immer im Studio gesessen und was gemacht.
Das gleiche haben wir auch beim Sound der neuen Platte versucht, um nicht so einen Riesensprung zu machen. Menschlich haben wir zwar einen ganz schönen Sprung gemacht. Die Musik ist aber zeitlos. Wenn ich heute den „Black bone song“ oder „Stay the course“ spielen, knallt es immer noch. Jutta ist eine geile Sängerin, soll ihr Ding machen und auch im Metal Bereich bleiben. Je mehr Frauen wir da haben, desto besser. Wir kriegen das bei anderen Bands wie Nightwish und Within Temptation mit. Das sind alles Frauenstimmen, und es ist eine andere Art von Gesang.
Letztere waren aber in Wacken nicht so gut. Und habt ihr das rosa Kleidchen im Programm Magazin gesehen? Peinlich.
(Yvonne)Ja, habe ich gesehen. Aber das Kleid auf der Bühne war toll.
Ich denke, wir haben genug über die Vergangenheit geredet. Kommen wir mal zur Gegenwart. Ihr habt ein neues Album am Start. Wie sind die Reaktionen?
(Jimmy)Für das kleine Label sind die Reaktionen sehr gut. Wir haben das Album selbst produziert, mit Tommy Newton gemastert und dann sollte es raus. Der Deal mit Atomic Symphony und Rough Trade ist nur für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Weltweit läuft alles über den Twilight Vertrieb. Wir haben die kennengelernt und fanden das alles nur geil. Sie bieten günstige CDs und günstigen Merchandise an. Die haben so ein geiles Feeling für diese Art von Musik und haben sich ein Loch in den Arsch gefreut, dass sie uns jetzt weltweit bekommen haben. Wir haben sehr viele Anfragen und Vorbestellungen.
Mein Favorit vom neuen Album ist „Warrior of fantasy“. Könnt ihr was dazu sagen?
(Jimmy)Das ist der letzte Song, den wir für das Album geschrieben haben. Er sollte erst gar nicht mit rauf. Es kam urplötzlich, dass mir das Riff einfiel und Yvonne mit den Texten kam, dass er noch rechtzeitig mit als Opener drauf rutschte. War eigentlich gar nicht geplant gewesen.
(Yvonne)Es ist so, dass es manchmal ziemlich spät wird, wenn Jimmy und ich zusammen Stücke schreiben. Dann spielt er, und der Text kommt mir dabei schon in den Sinn. So geht das manchmal sehr schnell. Jimmy und ich sind jetzt schon vierzehn Jahre zusammen. Er ist eben mein „Warrior of fantasy“, und darum geht es auch in dem Text. Wie viele Menschen oder Frauen suchen ihren Warrior und haben nicht das Glück, in zu finden?
Wie ist das überhaupt, mit dem Ehepartner in der Band zu spielen?
(Jimmy)Yvonne ist in dem Moment nicht meine Frau, sondern die Sängerin. Wenn sie auf der Bühne abgeht wie ein Typ, dann ist das auch gar nicht so schwer. Wir gucken uns da oben an und haben Spaß. Das hat nichts mit der Ehe zu tun oder mit irgendwelchen anderen Problemen, die jeder Mensch hat. Auch wir. Doch in vierzehn Jahren haben wir gemerkt, dass wir zusammen stark sind. Das ist für uns ein Treuebeweis. Yvonne war ein Glückstreffer, und so war es auch ein Glückstreffer für Zed Yago. Sie singt nicht wie Jutta, hat ihren eigenen Stil und behauptet sich immer mehr. Auch wenn viele auf der letzten Tour noch zu ihr gesagt haben: Ey Jutta, ist toll, dass du wieder dabei bist. Manchmal sagen die Leute auch, Yvonne klinge ein wenig wie Roger Chapman mit der rauen Stimme und so. Yvonne ist nun mal sie selbst und soll keine Kopie sein. Ist sie auch nicht.
An einigen Stellen habt ihr auf dem neuen Album versucht, den Spirit der alten Werke einzufangen. Bei „Seven seas“ geht das schon ganz schön weit. Der Song klingt sehr nach „Revenge“.
(Yvonne)Finde ich überhaupt nicht. Wenn man den Song überhaupt vergleichen kann, dann eher mit „Pale Man“, denn das ist auch eine wunderschön getragene Ballade. „Revenge“ habe ich auch schon gesungen, und es ist vom Feeling her ganz anders. Ich habe das aber schon mal gehört. Da war jemand der gleichen Meinung.
Was ist denn euer Lieblingssong?
(Bubi)„Warriors“ ist auch einer meiner Favoriten. Aber ich finde die alle gut und kann nicht sagen, dass mir einer besser gefällt als der andere.
(Jimmy)„Warrior“ ist wirklich gelungen. Vielleicht ist das die Frische, der überspringende Funke, dass ich so empfinde. Ansonsten ist das eher eine Sache der Tagesform, welchen Song ich mag. Und live ist das immer noch eine andere Sache.
(Yvonne)Auf jeden Fall „Warrior“. Auch „Custer“ und „The invisible guide“ und „To the top“.
(Bubi)„The fear in your eyes“ ist auch ein sehr schöner Song.
Was möchte uns denn eigentlich die Dame auf dem Album Cover sagen?
(Yvonne)Da sage ich jetzt nichts zu (grinst).
(Jimmy)Das ist sowieso Yvonne, auch wenn das keiner geschnallt hat.
(Yvonne)Ich hatte wirklich mal eine Zeit rote Haare.
(Jimmy)Es gab dieses schreiende Foto. Ich finde es einfach geil für diese Zeit. Du musst laut sein, um Aufmerksamkeit zu erringen. Und ich finde das Teil so schrill, dass ich gesagt habe, lass uns das nehmen. Das ist so eine pro und contra Geschichte. Einerseits kann man sagen, da wird drüber geredet, ist doch geil. Andererseits stellt sich die Frage, wie es so ein Foto überhaupt geben kann. Ich finde es schon sehr eigen und es passt.
Bubi, du spielst nur eine Hängetom.
(Bubi)Ja. Für die Musik reicht das. Und so wird man auch mal gesehen.
Was habt ihr so als nächstes vor?
(Jimmy)Wir sind weiter dabei, neue Songs zu schreiben. Dabei wollen wir nicht stehen bleiben.
(Bubi)Es muss nach Zed Yago klingen, aber eine musikalische Weiterentwicklung muss auch sein.
(Jimmy)Wir hatten ja schon gesagt, dass ein Buch rauskommen wird, das von Zed Yago handelt. Ich denke, da wird es auch irgendwann mal einen Film geben (grinst). Ich möchte alles haben, was die Fantasie anregt
Gibt es aktuelle CDs, die euch gefallen?
(Jimmy)Sentenced haben mir in Wacken sehr gut gefallen. Leider lösen sich die jetzt auf. Die hatte ich gar nicht auf dem Schirm, und habe nur gedacht, wie geil das ist. Ein geiler Sänger, eine geile Musik, eine Menge Spaß. Habe ich mir danach auch gekauft. Wen ich noch sehr geil finde: Dream Evil. Von der Produktion her klasse. Dann mag ich seht gern Achtziger Musik. Da war so eine Party im Headbangers Ballroom. Wenn du die l die Leute mit ihren leuchtenden Augen siehst, während die Musik läuft, kommt es dir vor als sei keine Zeit vergangen. Die haben noch ihre Matten, lassen die Haare fliegen, das heißt, dass diese Musik zeitlos ist. Schon früher hat man gesagt, dass sie in ein oder zwei Jahren tot ist. Es ist aber eine der ganz wenigen Musikrichtungen, die es geschafft hat, am Leben zu bleiben.
(Bubi)Die ist immer da gewesen, egal was Mode war. Sie hat immer ihr Publikum gehabt.
(Jimmy)Da mache ich immer den Vergleich mit der Jeanshose. Die ist auch immer aktuell.
Ich habe hier ein beliebtes Spielchen. Ich möchte eure Meinung zu ein paar Schlagzeilen in der aktuellen Metalpresse hören.
(Jimmy)Ok.
Wall of Death und Violent Dancing fordern schwere Verletzungen auf Metalcore Konzerten!
(Jimmy)Habe ich nicht mitgekriegt. (Nach kurzer Erklärung) Die gehen also ins Konzert, um sich zu verletzten? Früher war es das Stagediving, da wurde auch manchmal jemand nicht gefangen.
Motörhead feiern 30. Geburtstag!
(Jimmy)Wunderbar.
(Bubi)Motörhead sind gut!
(Jimmy)Wir haben Lemmy in England erlebt und mit denen eine schöne Party gefeiert. Ich kenne die schon seit Hawkwind Zeiten. Lemmy hat einen Stil, den kann er durchziehen bis er in die Kiste springt. Denen gönne ich ihren Erfolg.
Onkelz feiern Abschied am Lausitzring!
(Jimmy)Ja, habe ich mitgekriegt. Viele Leute waren da. Das ist mein Kommentar.
Thomen Stauch verlässt Blind Guardian!
(Jimmy)Der Drummer war das. Da ist jetzt aber ein neuer, oder? Ich habe das so ein bisschen verfolgt. Wenn sie sich musikalisch auseinander gelebt haben, finde ich es sehr konsequent, sich zu trennen. Für Blind Guardian ist es vielleicht auch gut, was frisches zu bekommen. Und mit dem Thomen gibt es eine neue gute Band.
Noch was ganz feines: The Osbournes sabotieren beim Ozzfest mit gezielten Aktionen einen Iron Maiden Gig!
(Jimmy)Habe ich nur am Rande mitgekriegt. Mit Ozzy haben wir 1989 in Dortmund gespielt. Ozzy ist für mich so etwas wie der Godfather of Heavy Metal Der Mann darf alles, auch wenn es schräg ist.
Für mich sind aber nun Maiden die größten.
(Jimmy)Ja, schon. Das sind aber immer so Sachen, weißt Du? Genau wie er sich da zu Hause filmen lässt und man denkt: Oh Gott, was soll das? Und der Bush sagt: Ist doch geil, Mann. Eine bessere Werbung gegen Drogen gibt es doch gar nicht. Der Typ ist Kult und hat immer extrem gute Gitarristen gehabt. Zakk Wylde ist für mich ein richtig geiler Typ. Mit dem sind wir in Dortmund einen trinken gegangen. Das war ein großer Spaß. Er ist ein Mensch, der lebt. Er lebt seine Sachen, ist nicht abgedreht und hat seinen Stil. Ich finde es sehr gut, wenn Leute versuchen, etwas eigenes zu haben und nicht immer nur andere imitieren. Zakk hat es geschafft, so lange mit Ozzy zusammen zu sein.
Geht ihr denn noch auf Konzerte?
(Jimmy)Wir waren in Wacken. Den ersten Tag habe ich nicht mitgekriegt. Das mit dem Todesfall fand ich auch ziemlich derbe. Aber in Wacken gefällt mir die Mischung sehr gut. Dann mit den verschiedenen Bühnen, wo sich das Publikum auch so aufteilt. Die einen sind mehr so im Hard Rock Sektor, die anderen mehr so im Thrash und Black Bereich. Und dann wurde auf der Black Stage auch noch gemischt, wo man sich fragt, wie Within Temptation mit Samael zusammen passt. Das hat mir sehr gut gefallen. Das Publikum hat gefeiert, egal welches Wetter war.
(Børge)Gerade bei Sentenced war das Wetter besonders mies.
(Jimmy)Ich stand hinten auf der Bühne und habe nur gedacht: Ihr Schweine, warum trennt ihr euch. Ich fand den Sänger sehr geil. Irgendwie ist diese Band an mir vorbeigegangen, ich habe die einfach nie kennen gelernt. Dann kommst du auf dieses Konzert, sie lösen sich auf und du denkst: Was ist das denn?
(Børge)Im Publikum waren alle Fans traurig und dann schallten Torfrock von der Party Stage herüber: Hey ho, hey ho!.
(Jimmy)Das war schon eine Hammermischung. Im Publikum würde es mich aber etwas kirre machen, wenn ich von beiden Seiten was weg bekomme. Das ist auch kein Hörgenuss mehr.
Sieht man denn euch mal im nächsten Sommer auf den Open Airs?
(Jimmy)Die Karin, unsere Managerin, ist stark dabei. Ich denke schon, dass es für die Festivals gut ist, uns da zu haben. Wir spielen da, wo wir spielen können. Das müssen auch nicht nur Metal Festivals sein. Ich würde auch gern mal etwas wie Rock am Ring machen, wo man auch Leute erreicht, die etwas anderes hören. Die kommen dann oft auf uns zu und wundern sich, dass wir Metaler gar nicht so böse sind und dass wir auch Musik machen. Ich sag dann immer: Ist doch schön, haste auch mal ein bisschen was anderes dazu gelernt. Und dann haben wir das negative Image ein wenig aufpoliert. So war das auch, als wir früher mit Purple auf Tour waren. Ich glaube nicht, dass uns da viele gekannt haben. Es war ein geiles Gefühl, Leute zu haben, die erst einmal komisch gucken und dann abgehen.
Letzte Worte gebühren Euch!
(Jimmy)Ich wünsche euch viel Erfolg mit Metalglory. Und ich sag Dir: Die Schonzeit ist vorbei.

geführt am 11.09.2005   von Christian
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

musikalischer Background des Verfassers
Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X   Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

[ Seit dem 11.09.05 wurde der Artikel 5705 mal gelesen ]
 
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2018 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Datenschutz   |   Kontakt   |   Impressum