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Presence Of Mind "Man Kann Kitty Nicht Als Vorbild Haben, Wenn Man Gut Werden Will."
Presence of Mind ist eine junge Allgirl Band aus Diepholz, die sich mit ihrem Album „Finding home“ selbstbewusst ins Gespräch gebracht hat. Der vielschichtige Emo Rock der aufstrebenden Formation konnte sogar vor meinem recht verbohrten True Metal Auge bestehen. Grund genug für mich, mal beim Gastspiel der Mädels in Hannover reinzuschauen und um ein Interview zu bitten. Frontdame Sarah und Tieftönerin Anna fanden zwischen Soundcheck und Catering ein paar Minuten Zeit für meine Fragen.
Weitere Infos zu Presence Of Mind:
REVIEWS:
Presence Of Mind Finding Home
Presence Of Mind To Set Out On The Light
Presence Of Mind Worlds Collide
INTERVIEWS:
Presence Of Mind - Man Kann Kitty Nicht Als Vorbild Haben, Wenn Man Gut Werden Will.

Hallo. Stellt euch doch am besten erst einmal vor.
(Sarah)Wir sind Presence of Mind und ich bin Sarah, die Sängerin.
(Anna)Ich bin Anna und spiele Bass.
Viele unserer Leser kennen euch bestimmt noch nicht. Ein paar Worte zur Bandhistorie wären also hilfreich.
(Sarah)Wir sind Freunde. Die Band haben wir aus Lust und Laune gegründet. Nichts spektakuläres.
Seid ihr zusammen zur Schule gegangen oder so?
(Anna)Nein. Wir kommen alle aus Diepholz, hingen da gemeinsam rum und haben irgendwann angefangen, Musik zu machen.
Wo hängt man denn so in Diepholz rum?
(Sarah)Früher waren wir oft am Supermarkt. Ein paar von uns hatten schon eine Weile ein Instrument gespielt. Dann haben wir uns dafür entschieden, die Band zu starten.
Eure Musik ist recht vielschichtig, Beschreibt sie mal mit eigenen Worten.
(Sarah)Generell nennen wir es Emo-Rock. Wir haben sehr viele Einflüsse und von jedem von uns kommt sehr viel rein...
Deine Einflüsse sind zum Beispiel?
(Sarah)Musikalisch eher aus dem normalen Rockbereich. Stimmlich Alannis Morisette, Tori Amos und solche Sachen. Viel Punk und Core und so ein Krams kommt von meiner Schwester.
Gemeint ist Schlagzeugerin Sina.
(Anna)Bei mir ist es auch eher Rock und Emo und so.
(Sarah)Wir selbst hören eigentlich von Pop bis Metal alles. Und daher kommen auch unsere Einflüsse. Dadurch wird die Musik auch recht anspruchsvoll.
Ich komme ja nun von einem Metal Magazin. Wie ist euer Verhältnis zum Metal?
Beide grinsen verlegen.
(Sarah)Früher haben wir mehr Metal gespielt. Die älteren Stücke gehen eher in diese Richtung, Heute sieht das etwas anders aus.
Auf eurer aktuellen CD sind also noch Metal Stücke enthalten?
(Sarah)Auf jeden Fall lautere Stücke. Die passen allerdings nicht so ins Gesamtbild von „Finding home“. Zumindest wird uns oft gesagt, dass diese Stücke etwas anderes darstellen als das, wofür die CD eigentlich steht.
Und welcher Song passt besser?
(Sarah)„Drowning“ und „Turn the page“.
Als ich „Drowning“ das erste mal gehört habe, musste ich an Anathema aus England denken. Sind die euch bekannt?
(Anna)Ich habe schon des öfteren gehört, dass wir so klingen sollen. Aber das sind Männer, oder?
Deswegen kann man ja aber musikalische Gemeinsamkeiten haben. Eure Scheibe ist bei STF erschienen. Ein relativ unbekanntes Label. Wie kam es zum Kontakt?
(Sarah)Wir haben die CD in Eigenregie aufgenommen und an ein paar Labels verschickt. STF haben positiv reagiert und gleich nach mehr verlangt. Da sie noch relativ klein sind, lassen sie der Band sehr viele Freiheiten. Wir können also arbeiten, wie wir es für richtig halten.
Erzählt mal was über das Label!
(Sarah)Sie stammen aus Bochum und tun einiges in Sachen Promotion für uns. Schicken viel weg, schalten Anzeigen in Zeitschriften und so weiter. Das läuft gut. Das zweite Album wird auf jeden Fall auch dort erscheinen.
Wie sind denn so die Resonanzen zu „Finding home“?
(Anna)Gut!
Interessiert Euch überhaupt, was die Leute so sagen?
(Sarah)Als so die ersten Reviews rein kamen, haben wir das mit sehr viel Interesse gelesen. Inzwischen überfliegt man derlei Dinge vielleicht noch mal. Es gibt Dinge, die kritisiert werden und die wir gerne annehmen. Manche meckern aber auch über Dinge, die zu unserem Stil gehören und die wir ganz klar beibehalten werden. Sachen eben, wo wir sagen, dass sind wir und das wollen wir auf jeden Fall so machen. Grundsätzlich sind wir aber sehr offen für alles.
Noch mal zu eurer CD. „Stay for good“ hat ein wenig Springsteen Feeling, wie ich finde.
(beide)Ja? Keine Ahnung. Niemand von uns hört Springsteen.
Und „Your hand in mine“? Erzählt mal was darüber.
(Sarah)Den hab ich geschrieben. Ist eigentlich ein Liebeslied. Es geht wahrscheinlich darum, dass man jemanden mehr mag, als derjenige einen selber mag uns wie es ist, in so einer Situation zusammen leben zu müssen.
Wie läuft das so mit dem Songwriting bei euch?
(Sarah)Zuerst schreiben meine Schwester oder ich den Text. Dann probieren wir bei uns zu Hause in der Wohnung ein paar Sachen mit der Gitarre aus. Wir bauen also eine Art Grundgerüst, dass dann im Proberaum erweitert wird. Erst die lauten Gitarren, dann der Bass und so weiter,
Wie sieht denn euer Proberaum so aus?
(Anna)Ganz klein. Der Lagerraum einer Tankstelle. Da holen LKW Fahrer immer ihre Schlüssel ab und trinken Kaffee. Ist eine Küche drin und so.
Was ist sind denn eurer eigenen Favoriten von euerer CD?
(Sarah)Ich mag am liebsten „Turn the page“.
(Anna)Die ersten vier Lieder gefallen mir am besten.
Wir haben ja schon festgestellt, dass ihr in eurer Musik sehr viele Stilarten vereinigt. Wir haben da Emo, Indie, Metal, vielleicht auch ein bisschen Gothic. Wie wird sich die Band weiter entwickeln? Wohin führt der Weg?
(Sarah)Ich denke, wir werden erst einmal in der Richtung bleiben, in der wir uns momentan bewegen. Ich glaube nicht, dass unsere Musik in nächster Zeit härter wird oder so. Derzeit schreiben wir an den Songs für das neue Album. Wir gehen im Winter ja wieder ins Studio. Es geht schon in die Richtung von „Drowning“ und „Turn the page“. Eben so wie die von Anna erwähnten ersten vier Stücke der aktuellen CD:
In welches Studio geht ihr?
(Sarah)In Bochum beim Label. Davor waren wir hier in Hannover im Frida-Park-Studio.
(Anna)Bei Anca Gratero.
Könnt ihr irgendwelche CDs empfehlen, die ihr euch in letzter Zeit so gekauft habt?
(Anna)Ich war letzte Woche auf dem Konzert von Kevin Devine und habe mir die CD gekauft.
Äh, ja! Sagt mir nix.
Anna nennt mir noch den ein oder anderen Namen, erntet aber nur den verständnislosen Blick des Unwissenden.
(Sarah)Ich hab mir das neue Kitty Album gekauft, was aber scheiße ist. Das braucht die Welt nicht.
Wie wichtig ist es euch, live zu spielen?
(Sarah)Dass hat auf jeden Fall Priorität. Wir sind auf jeden Fall eine Live Band.
Gibt es eine Band, mit der ihr gern mal spielen würdet, wenn ihr die freie Auswahl hättet?
(Sarah)Das fragen uns sehr viele Leute. Wenn es eine Band gibt, die wir alle toll finden, dann ist das etwas in der Richtung Boy sets fire. Kennst Du?
Nein!
(Anna)Ehrlich nicht?
Nein!
Anna lacht. Es folgen weitere Namen, die ich noch nie gehört habe. Ich überlege, ob ich die Mädels mal nach Doomsword, Candlemass oder wenigstens Iron Maiden frage, lasse das aber lieber bleiben und beschränke mich darauf, unwissend und zugegebenermaßen auch etwas desinteressiert den Kopf zu schütteln.
(Sarah)Es gibt glaube ich keine Metal Band, mit der wir gern spielen würden, oder?
(Anna)Nein!
(Sarah)Früher haben wir selbst sehr viel Kitty gehört. Als wir angefangen haben, Musik zu machen, haben wir uns ein wenig daran orientiert. Wir haben aber schnell gemerkt, dass das Niveau in dieser Musik sehr gering ist.
(Anna)Man kann Kitty nicht als Vorbild haben, wenn man gut werden will.
Auf der Veranstaltung heute spielen nur weibliche Künstlerinnen. Wie kommt es dazu?
(Anna)Da gibt es eine Agentur für Mädchenbands, bei der wir uns vor zwei Jahren beworben haben. Manchmal buchen die uns für Konzerte, und heute sind wir Headliner.
Was steht in nächster Zeit bei euch an?
(Sarah)Wir spielen noch ein paar Konzerte. Nicht mehr viele. Danach gehen wir ins Studio. Die Live Aktivitäten ruhen dann erst mal, damit wir uns auf das Studio konzentrieren können, Nebenbei müssen ein paar von uns auch noch Abitur machen. Dann geht es wieder auf Tour.
Festivals?
(Sarah)Ist was in Planung, aber noch nichts fest und daher wird auch noch nicht verraten.
Na gut, das war es eigentlich. Wollt ihr noch was loswerden?
(Anna)Eigentlich nicht.
Keine letzten Worte an unsere Leser?
(Anna)Schaut mal auf unserer Homepage vorbei.
Die ist bei uns sicher verlinkt. War es das?
(Sarah)Weiß nicht. Was soll man da sagen?
Nun, bei Metal Bands kommt an dieser Stelle immer etwas wie „Stay hard, stay heavy und kauft gefälligst unsere Platten!“
(Sarah)Nein, wir wollen nichts mehr sagen. So hart sind wir nicht.
(Anna)Doch, wir wollten doch noch „Heavy Metal“ sagen!
(Sarah)Ach ja! (formt die Pommesgabel) Heavy Metal! Das haben mir die anderen den ganzen Tag über eingeschärft. Heavy Metal!
Alles klar, ist angekommen. Gutes Schlusswort, würde ich sagen.


geführt am 29.10.2005   von Christian
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musikalischer Background des Verfassers
Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

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