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Sinew "Cinemascopic Alternative Core: 05.11.05 Live In Fulda"
Am zweiten Festival-Tag ließen mich Sinew mit ihrer Mischung aus Metal-, Punk- und Alternative-Elementen aufhorchen. Bei den Marburgern sind mit Andreas Mette (Gitarre) und Sotirios Kelekidis (Bass) übrigens zwei frühere Mind-Ashes Mitglieder am Start. Eine Stunde nach unserem Gespräch fällten das Publikum und die Jury, der neben regionalen Produzenten, einer Vertreterin der Fuldaer Zeitung auch Jens Ludwig von Edguy angehörte, ihr Urteil: Platz 3 für Sinew, verbunden mit der Teilnahme am hessenweiten Halbfinale...
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Sinew - Cinemascopic Alternative Core: 05.11.05 Live In Fulda

Aus meiner Sicht seid ihr gut angekommen, wart ihr denn mit den Publikumsreaktionen zufrieden?

Sascha Junker: Die Reaktionen hinterher waren richtig geil, wir haben schönes Lob gekriegt, haben etliche CD's verkauft. Während des Konzertes hat man gemerkt, so nach dem ersten Lied gab es verhaltenes Klatschen, so nach dem Motto "Ja, gefällt uns schon, aber wir bewegen uns noch nicht unbedingt dazu". Wir haben ja nur sechs Songs gespielt, nach dem vierten ging's dann, da waren die Leute warm, haben getanzt und dann war's richtig fett. Ich habe aber auch schon gehört, daß das Fuldaer Publikum etwas reservierter ist. Wir hatten heute auch nicht die zwanzig eigenen Fans dabei, so wie andere, höchstens vier eigene. Aber die haben gerockt wie hundert, vor allem die Elli.

Andreas: Ja, ich fand's supergeil irgendwie. Von der Bühne aus habe ich eigentlich gar nicht soviel gesehen, außer daß in den ersten Reihen schon ganz gut was los war, aber ich gucke ja auch immer nur auf die Gitarre, da sehr ich eh' nicht, was um mich herum passiert, haha. Es hat voll Spaß gemacht, gerade die Reaktionen nach einem Konzert finde ich immer noch am coolsten, Lob zu kriegen oder daß Leute kommen, wie zum Beispiel du, die dann Interesse haben, ein Interview für ein großes Magazin zu machen.

Sascha Junker: Das heißt ja, man muß irgendetwas richtig gemacht haben.



Erzählt doch denen, die euch noch nicht kennen, etwas über eure Bandgeschichte.

Andreas: Die Band ist aus einer anderen Band entstanden, ich nenne sie 'mal Studi-Punk-Band, damit haben wir auf einem Label vier Platten veröffentlicht, irgendwann haben wir uns dann getrennt. Zusammengeblieben sind der Sotirios, unser Bassist, dann ich an der Gitarre und der frühere Schlagzeuger, das war der Andreas Tiedemann. Wir haben dann erstmal weitergemacht, einen Sänger gesucht und den haben wir in Sascha gefunden. Erstmal haben wir weiter so Punkrock gemacht, aber da Sascha eher schon ein metallastiger Sänger ist, haben wir gemerkt, daß das so nicht mehr zusammen geht, daß uns der Punkrock nicht mehr so richtig liegt, weil der einen doch ziemlich einengt. Wie das dann halt so ist, wenn jemand Neues in die Band kommt, die Stimme hat sich an uns angepaßt, wir haben uns an die Stimme angepaßt und dabei ist das dann halt herausgekommen, was wir Alternative-Rock im weitesten Sinne nennen. Unser spezieller Begriff dazu ist "Cinemascopic Alternative Core". Cinemascopic heißt, daß wir musikalisch ein gewisses Breitwand-Format haben, uns nicht so richtig einengen lassen und daß wir auch filmische Elemente in unseren Songs haben, die heute aufgrund des kurzen Sets nicht herumgekommen sind. Wir haben beispielsweise melancholische, aber auch dramatische Instrumentals, mit Orgelsounds und Filmsamples dabei. Seit Februar haben wir einen neuen Trommler, weil der Andreas Tiedemann keinen Bock mehr auf das ganze Touren hatte, den haben wir in Sascha Christ schon einen Tag später gefunden, der ergänzt sich hervorragend mit uns und auf einmal hat die ganze Chemie wieder gestimmt. Ja, und seitdem sind wir vier junge Menschen, die sich freuen.



Eure Musik ist ziemlich vielschichtig, wo und wie würdet ihr sie einordnen?

Andreas: Wir haben natürlich auch musikalische Vorbilder, von denen wir Stilelemente aufgreifen. Wir sind alle sehr große Fans von der Bands Dredg und Muse, bis auf den Sänger sind wir alle Fans von Cohead & Cambria. Dann haben wir natürlich auch Metal- und Progressiv-Rock-Elemente, allerdings immer noch mit dieser früheren Punk-Attitüde, also eher rotzig. Natürlich nicht so perfekt wie beispielsweise Dream Theater, als ich klein war habe ich die oft gehört, aber jetzt ist das meiner Meinung nach eine zu sterile Mucke. Wir versuchen, rotzige Musik aus dem Bauch heraus zu machen, die aber trotzdem technisch anspruchsvoll und versiert ist. Es ist immer schwer, sich selber einzuordnen, daher kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Die Leute reagieren ganz unterschiedlich auf unsere Musik, wir haben 'mal mit einer Metal-Band zusammengespielt, so einer richtig traditionellen Metal-Band, da kam dann einer zu uns und sagte "Hey, ihr klingt ja wie die alten Queensryche". Das fand ich super, weil ich ein riesiger Queensryche-Fan bin. Selber kann ich das nicht in dem Maße darin entdecken, aber es ist schön, so etwas zu hören. Dann kommen andere und sagen "Ihr klingt gar nicht wie Queensryche, eher wie Muse", das verstehen wir dann schon eher, daß man so etwas denken kann. Dann hat 'mal einer gesagt, wir klingen wie die alten Iron Maiden, das kann ich nicht nachvollziehen, aber das hängt wohl damit zusammen, welchen Background die Leute haben. Unsere Musik ist halt so breit angelegt, daß sich jeder etwas herausnehmen und wiederentdecken kann, von Metal über Punk, Alternative und Emo.



Wieviele Konzerte macht ihr im Jahr?

Andreas: Richtig mit Konzerten angefangen haben wir erst in diesem Jahr, seit wir unseren neuen Drummer haben, vorher hatten wir nur ein Konzert gespielt. Seit April diesen Jahres haben wir knapp 40 Konzerte gemacht.



Wie hat den Leuten denn eure Mini-CD "Silenced" gefallen?

Andreas: Wir haben eigentlich durchweg positive Resonanzen auf die CD bekommen, hauptsächlich in Internet-Magazinen, da können wir uns echt nicht beschweren. Was die Leute immer geschrieben haben, ist, daß wir etwas eigenes haben. Anfangs, als wir begonnnen haben, wußten wir auch noch nicht so, was wir machen und haben uns selber in die Emo-Ecke gestellt, dann haben uns die Leute immer geschrieben "Ihr seid blöd, ihr verkauft euch unter Wert, Emo ist tot, ihr müßt euch gar nicht so nennen". Wir haben uns immmer als Alternative-Rock bezeichnet, mit ein bißchen Metal dabei. Irgendwann mußten wir unseren eigenen Begriff finden, der dann "Cinemascopic Alternative Core" heißt.

Sascha Junker: Zu der CD muß man noch sagen, daß da nur drei Songs drauf sind und daß die überhaupt nicht mehr das repräsentieren, was wir heute machen. Es haben viele Rezensenten geschrieben, daß sie sich freuen würden, wenn wir endlich ein komplettes Album herausbringen, weil drei Songs nicht mehr als ein erster Eindruck sind. Das müssen wir nachlegen, das kommt so Mitte des nächsten Jahres heraus.

Andreas: Dazu noch für das Metalpublikum, die CD wird gitarrenorientiert ausfallen, weil wir uns wieder mehr zum Metal hingewendet haben.

Sascha Junker: Die Metalfans müssen unbedingt auf das Album warten, wobei es nicht schaden kann, sich die Mini-CD als Appetizer zu holen.
geführt am 09.11.2005   von Armin
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