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Vesania " Die Neue Hoffnung Im Black Metal!"
Im Rahmen der ersten Europa-Tour „The Domination Tour“ (Organisator: Massive Managements) hatte ich nun das Vergnügen unter anderem die neuen Black Metal Hoffnung Polens VESANIA, die zusammen mit Größen wie Cryptopsy und Grave unterwegs waren zu erleben. So konnte ich es auf mir nicht sitzen lassen und krallte mir den Sänger/Gitarristen Orion (u.a. auch bei Behemoth und Neolithic), um ein wenig über seine Band zu plaudern. Und seht selbst, wie redefreudig der Herr Orion so ist.
Weitere Infos zu Vesania:
REVIEWS:
Vesania Distractive Killusions
Vesania Deus Ex Machina
INTERVIEWS:
Vesania - Nowy Polski Black Metal Wreszcie W Europie!
Vesania - Die Neue Hoffnung Im Black Metal!
Vesania - Zeit Ist Relativ, Aber Alles Planbar...
Vesania - Nowa (tylko) Polska Era Black Metalu? Chyba Nie Tylko!

Wie sieht es aus, Orion?
Alles ok. Es geht voran und wie es aussieht, es könnte garnicht besser sein. Wir machen das was wir können und wollen. Also was will man schon mehr.

Beginnen möchte ich natürlich mit der allgemeinen „ersten” Frage. Wie hat nun alles bei euch angefangen, schließlich weiß man hierzulande noch wenig über Vesania.

Ja, das stimmt schon, aber es ist schon ziemlich lange her, seit es mit Vesania seine Lauf nahm. Das war so 1997, ich war jung an die 17 Jahre, unerfahren, aber viel zu Ehrgeiz, was mir dei Kraft gab, solche Musik zu kreieren. Wir, also ich Darey und Heinirch hatten davor eine Band, die hier nicht sonderlich erwähnt werden müsste. Mit Vesania wollten wir endlich mal auch die Musik machen, die wir selbst eben in den Köpfen hatten. Viel Zeit ist vergangen bis wir alles soweit zur Verfügung hatten, um auch ins Studio zu gehen. Wie nun jeder weiß ist das in Polen nicht ganz einfach an alles heranzukommen und die „reichen Kids” waren wir auch nicht. Aber so Ende 1999/Anfang 2000 haben wie dann schließlich das erste Demo aufnehmen können. Danach war wieder lange Zeit still um uns und erst Ende 2002 konnten wir uns mit dem eigentlichen Debüt „Firefrost Arcanum” zurückmelden. Ab dann ging es dann so richtig los. Tour, Studio, etc.

Ok, aber wie war das für einen jungen, aufstrebenden Mann diese Musik zu schreiben und warum genau diese Art der Musik, woher nahmst Du die Inspiration?
In der damalige Zeit war ich unter enormen Einfluss der norwegischen Szene. Bands wie Mayhem, Emperor, Satyricon etc. haben es mir richtig angetan. Diese Bands haben mich dazu gebracht sich mit dieser Musik auseinander zu setzen. So fing das an.

Wie kam es zum Vertrag mit Napalm Records, da ihr eure erste Scheibe nur in Polen veröffentlcht habet nun „God The Lux” als Debüt gehandelt wird?! Für wie viele Scheiben habt ihr unterschrieben, wenn man fragen darf, da es bei Newcomern immer so eine besondere Frage darstellt?!
Die erste eigentliche Scheibe "Firefrost Arcanum“ wurde, wie du schon sagst durchaus zunächst in Polen durch Empire Records veröffentlicht. Doch ein Lizenzvertrag mit Crush Records ermöglichte auch später den Verkauf der Scheibe im restlichen Europa. Nach der Veröffentlichung spielten wir einige Gigs in Polen und dann kam erst die Zeit für das zweite Album. Einer der ersten, der „God the Lux” zu hören bekam, war nun mal Mariusz Kmiolek von Massive Managemnt. Daraufhin beschlossen wir zwischen uns einen Manager-Vertrag zu unterzeichnen. (Anm. der Red.: u.a. sind bei Massive Management auch Decapitated, Vader unter Vertrag). Zusammen mit ihm suchten wir nach einem geeigneten Label, welches die neue Scheibe nicht nur in Polen vertreiben würde. Es gab mehrere Angebote, aber aus den Erfahrungen mit Crush Reocrds, die nicht so richtig die Promotionarbeit verstanden haben, war dies jedoch immer noch einer der mit wichtigsten Gründe für uns, also die Promotion. Dabei fiel die Wahl nun auf Napalm Records. Napalm haben viele andere sehr gute Bands unter Vertrag und eine Menge Erfahrung. Zudem erledigen sie hervorragende Promotion, also sind wir bisweilen sehr zufrieden. Was die Anzahl der VÖs im Vertrag angeht, so kann ich es auch ruhig sagen, dass wir für 3 Scheiben unterschrieben haben, aber naütlich mit beidseitiger Ausstiegsoption. Wobei es derzeit sehr gut danach aussieht, dass die nächste Scheibe auch über Napalm veröffentlicht wird.

Erzähl doch mal mehr über „God the Lux”, was kann ein Metalhead von dieser Scheibe erwarten bzw. was erwartet ihn?
Was zunächst auffält ist die Tatsache, dass sich „God the Lux” von dem eigentlichen Debüt enorm unterscheidet. „Firestorm...” war etwas junges, unerfahrenes mit einer Menge an Chaos, aber durchaus mit Herz......
und vor allen Dingen Keyboards)!
”God the Lux” dagegen haben wir schon als Jungs eingespielt, die etwas mehr Erfahrung aufweisen konnten, was nicht zuletzt daran lag, dass wir ab dann auch mit anderen Bands zusammengearbeitet haben. Es war eine ganz andere Atmosphäre im Studio, mehr Kraft, mehr Einsatz, es war vollkommen anders. Wir sind auch aus ganz anderen Richtungen an die Kompositionen herangegangen. Meiner Meinung nach sind diese Tracks viel intensiver, besser arrangiert und bedacht.
Es ist etwas, was einer Band wie Vesnia sehr wichtig ist. Dabei geht es nicht nur um die Songs, die auf der Scheibe präsentiert wird, es geht auch um die Umsetzung. Wie das Coverartwork, die Texte, die visuellen Effekte usw. Das alles gehört dazu und in Kurform soll das heißen: völlig vollendeter, durchdachter New Black Metal.
Durchaus eine Ausführliche Antwort!

Was fällt Dir ein, wenn Du das Wort „Zensur” hörst? Damit will ich andeuten, dass vor allem in eurem polnischen -mega katholischen- Land es durchaus Probleme geben könnte, was die Zeichen/Cover und Texte von Vesania angeht!
Ich rechne durchaus damit, dass so etwas uns zustossen kann. Zumal es schon mehrmals vorgekommen ist, dass wir mal nicht auftreten durften und dergleichen. Aber mit einer so großen Macht, welche diese Organisationen in Polen nun mal haben, will ich mich garnicht beschäftigen, da mir die Zeit einfach zu schade dafür ist. Ich kann es einfach nicht mehr ertragen was DIE sich da alles erlauben und was für Zensuren festlegen. Ich denke, dass es wichtiger ist sich seiner eigenen Arbeit und seinen eigenen Gedanke zu widmen und für so einen shit nicht die Zeit verlieren. Ich werde mich auch davor hüten hier etwas gegen zu steuern bzw. deren Vorstellung zu entsprechen, da diese Macht einfach zu groß ist. Es führt zu nichts.

Wie stehst Du zu der Sache, dass es durchaus vorkommt, dass eure CD mit dem Aufkleber „...with members from Vader & Behemoth...” verkauft wird? Meinst Du nicht, dass die Fans auch sich fragen könnten, dass sie nich eine weitere Kopie von Vader oder Behemoth benötigen und daher die Finger davon lassen?
Ganz im ernst, diese Aufkleber existiert und „God the Lux” wird auch damit vertrieben. Aber das sind Dinge, die die Leute zu entscheiden und verantworten haben, die sich auch damit auskennen. Wir werden so etwas bestimmt nicht stoppen. Zudem sind wir uns alle einig, dass wir nicht als reine Kopie von irgendwelchen Bands behandelt werden. Die Wahrheit ist diese, dass Vesania schon lange bevor wir überhaupt im Gespräch mit den genannten Bands waren, bestand und wir (ich und Darey) somit erst aus der Tätigkeit mit Vesania zu Vader und Behemoth gekommen sind. Jeder weiß, dass Vader und Behemoth sehr professionelle Bands sind, die sich durch ihre Musik über Wasser halten können. Aber wichtig ist dies, dass wir eben nicht mit Vesania aufgehört haben, was vielleicht einige Leute erwartet hatten. Das wird auch nicht anderes kommen, da wir Vesania als nennen wir es, unser Kind behandeln. Das was wir mit Vesania kreieren und erreichen, das haben wir auch nur uns zu verdanken. Die Mitwirkungen bei den anderen Combos gehen so gut wie im vollen Umfang auf deren Konto, nicht unser. Wir schreiben nicht deren Texte, komponieren nicht deren Musik. Im Endeffekt stört es uns nicht, dass eben ein Aufkleber oder wie auch immer darauf hinweist, dass wir bei anderen Bands mitwirken. Ich spiele bei Behemoth, da ich das gerne tue und dazu voll Bock habe. Was ich noch gern anmerkenb würde, ich hatte bei den Aufnahmen von „God the Lux” ebenfalls die Gedanken, dass es die Fans so sehen könnten und es bloß als Kopie von Behemoth abstempeln. Aber im Grunde ist das Ergebnis völlig anders. Ich meine, dass wir völlig anders sind und nichts im Bezug auf die Musik mit Behemoth oder auch Vader gemeinsam haben. Von daher stört es mich auch garnicht, dass ich mit diesen Bands in Verbindung gebracht werde.

Ok, aber wie schafft man es mit solch tourfreaks wie Vader und Behemoth nebenher noch mit Vesania und eure Fun-Combo Neolithic etwas auf die Beine zu stellen? Der Tag hat ja auch für euch nicht mehr als 24 h!
Ja, das stimmt und die Wahrheit ist, dass ich praktisch kein Privatleben habe. Im letzten Jahr habe ich ca. 200 Konzerte gespielt. Zudem kommen die Flugzeiten, Anfahrtszeiten, day-offs usw. und schnell ist man bei ca. 270 Tagen ausser Haus. Zudem kann ich noch gern die Tage im Proberaum, im Studio dazurechnen und dann bin ich schon bei 0 Tagen zu Hause angelangt! Dies bedeutet nun wirklich, dass es kein Privatleben gibt. ABER nun, es kümmert mich auch nicht, ich habe schließlich das große Glück das zu tun wozu ich Lust habe. Dabei macht mir das auch noch enormen Spaß, also was will ich mehr? Von daher wird sich das zunächst erstmal auch nicht wesentlich ändern.
Schön zu hören, wenn jemand glücklich ist und das tut, was er auch möchte! Cool!

Mal ein anderes Thema. Letztens und zwar am 11.12.05 fand ein Benefiz-Konzert für Docent /R.I.P./ (ex Vader, Dies Irae drums) in Warschau statt. Konntest Du auch dort sein, wie was die Stimmung, wie lief es ab?
Ich wollte unbedingt dabei sein. Nicht nur, weil es ein Konzert war, sondern deswegen, weil es eben ein Benefiz-Konzert zu Ehren einer sehr wichtigen Person war. Die Eintrittsgelder flossen alle direkt an die Ehefrau von Doc und allein aus diesem Grund war es mir schon wichtig ein Ticket zu kaufen und aufzukreuzen. Ich bin kurz vor dem Konzert mit dem Flieger von einer Tour mit Behemoth in Warschau gelandet, kurz nach Hause um die Sachen hinzulegen und schon war ich auf dem Weg zur Konzerthalle. Es war ein Gig, wie kein anderes. Die Stimmung, die Leute, die Aufmachung, die Atmosphäre alles war anders. Alle Bands spielten mit dem gleichen backline, es gab keine besonderen Sperenzien der Bandmember, jede Band hatte fast die gleiche Zeit zu spielen. Es sind sehr viele zu diesem Konzert gekommen und das aus der ganzen Republik. Ich habe viele Freunde getroffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und alle hatten den gleichen Grund zu kommen: Ticket holen, helfen und so eben dem „Docent“ seine Ehre zu erweisen! Es war eine echt großartige und gelungene Show, ich bin sehr froh darüber, dass ich es geschafft habe dabei gewesen zu sein.

Ein schönes Schlußwort! Ich muss sagen, dass ich gern dabeigewesen wäre. Aber nun, kommen wir zum Ende.
Ich mag es nicht sonderlich die Leute immer nach den letzten Worten eines Interviews zu fragen, daher stelle ich diese letzte Frage etwas anders. Was magst du persönlich als Letztes gefragt zu werden?
Damit habe ich immer meine Problem.

na dann sind wir uns ja einig! Auch eine gute Antwort! Ich kann nur allen Black Metal Fans diese neue Combo sehr empfehlen und bedanke mich hiermit bei Orion & Co. als auch bei Peter (Vader). See you next time!


Mehr Bilder und ein Livereview der Tour gibt es natürlich in der Galerie und in der Rubrik LIVE!
geführt am 09.03.2006   von Arturek
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musikalischer Background des Verfassers
...sehr viel
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