METALGLORY Archiv

zur neuen METALGLORY Webseite
 
Interviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Letzte Instanz "Zurück Ins Licht: 24.03.2006 Live In Fulda"
Mit neuen Leuten an Mikrophon, Gitarre und Bass ist die Letzte Instanz nach dreijähriger Abstinenz endlich wieder on the road. Das Comeback-Album "Ins Licht" zeigt die Band ausgereifter und gefühlvoller als auf sämtlichen Werken zuvor. Am frühen Abend sitzen uns mit Specki T.D. (Drums) und M. Stolz (Violine) zwei relaxte Musiker gegenüber, denen die Vorfreude auf das Konzert deutlich anzusehen ist. Heute ist zum ersten Mal Anne mit am Start, die neben einigen Fragen auch eine Vielzahl an Fotos zu dieser Story beigesteuert hat.
Weitere Infos zu Letzte Instanz:
REVIEWS:
Letzte Instanz Ins Licht
Letzte Instanz Wir Sind Gold
Letzte Instanz Das Weisse Lied
Letzte Instanz Schuldig
Letzte Instanz Heilig
INTERVIEWS:
Letzte Instanz - Zurück Ins Licht: 24.03.2006 Live In Fulda
Letzte Instanz - Nach Dem Album Ist Vor Dem Album!

Armin: Heute ist der vorletzte Auftritt in diesem Tourblock. Wie fällt denn euer Fazit der "Ins Licht"-Tournee aus?

Specki T.D.: Ja, da wollen wir gleich mit dem Negativsten anfangen. Nach dem Gig in Frankfurt, der übrigens sehr geil war in der Batschkapp, sind wir zurück ins Hotel gefahren. Normalerweise nimmt unser Gitarrist immer seine Gitarre mit aufs Hotelzimmer, weil er öfter in der Frühe aufsteht, der ist so ein typischer Frühaufsteher. Vor dem Frühstück übt er ganz gerne noch, auf jeden Fall hat er in dieser Nacht zum ersten Mal die Gitarre im Bus gelassen. Als wir in der Frühe dann weiter nach Stuttgart fahren wollten, war da, wo die Gitarre gelegen hatte, nur noch der blanke Sitz. Unserem Holly D wurde noch eine Akustik Gitarre gestohlen, also zwei Gitarren sind jetzt weg. Die lagen halt da, waren schön verpackt in ihren Köfferchen, die mußte man nur noch schnappen und los. Das war der größte Problemfall der Tour, ansonsten ist alles bestens gelaufen, wir sind alle sehr zufrieden. Uns war natürlich von Anfang an klar, daß wir uns erst wieder in die Herzen und Gemüter der Leute spielen müssen, weil wir eine lange Pause hatten, was uns auch ganz schön genervt hat. Wir wollten immer spielen, konnten es aber nicht, weil keine richtige Band mehr existiert hat. Jetzt läuft es anders, das Abschlußkonzert morgen in Dresden ist in einen größeren Saal verlegt worden, weil im Vorverkauf fast alle Karten weggegangen sind.

M. Stolz: Es war ein wunderschönes, stimmiges Miteinander. Aus meiner Sicht war das die harmonischste Tour bisher. Lustigerweise konnten wir uns als Band auf Tour immer wieder zusammenraufen, trotz der Probleme, die es ab und zu gegeben hat, aber dieses Mal gab es überhaupt keinen internen Stress. Die Crew hat wunderbar gearbeitet, das Verhältnis zwischen Band und Crew war extrem harmonisch. Dadurch haben sich diese entspannte Arbeitsweise und Reisesituation ergeben. Vielleicht sehen wir es auch aufgrund der langen Pause durch eine zu rosarote Brille. Andererseits können wir uns an frühere Ereignisse erinnern, und im Vergleich dazu ist die "Ins Licht"-Tournee ein echter Fortschritt gewesen.



Armin: Ihr wart mit wechselnden Support-Acts unterwegs. Welche Bands waren das, und wie sind die so beim Publikum angekommen?

Specki T.D.: Im ersten Tourblock hatten wir Kiloherz aus Leipzig mit dabei, eine Drei Mann Rock'n'Roll Band, von denen wir inzwischen alle Fans sind, weil die erstens vom Typ her supergut zu uns gepaßt haben, die haben genau den gleichen Blödsinn im Kopf wie wir, und sind auch musikalisch voll auf der Höhe. Es war nicht so, daß es ein Support-Act war, bei dem die Leute gedacht haben "Oje, hoffentlich sind die bald fertig, wir wollen die Letzte Instanz hören". Die haben die Leute richtig angefixt für unsere Show, sind sehr gut angekommen und mußten des öfteren eine Zugabe spielen, geile Band. Ansonsten hatten wir Coppelius aus Berlin für zwei Konzerte dabei, gestern in Karlsruhe waren Ahead To The Sea dabei, die spielen ja auch heute hier in Fulda, genauso morgen in Dresden. Im nächsten Tourblock, der Ende April stattfindet, sind dann nochmal Coppelius dabei.

M. Stolz: Bei den anderen Konzerten waren immer lokale Bands dabei, weil der Veranstalter meinte, man sollte lokale Bands unterstützen, die auch Auftrittsmöglichkeiten suchen. Deswegen haben wir zu demjenigen dann gesagt "Okay, such' du dir eine aus, wir vertrauen deinem Geschmack und die Band wird dann gebucht". In den Fällen, von denen Specki geredet hat, waren es freundschaftliche Kontakte, daß Bands an uns herangetreten sind, ob sie ein paar Termine spielen können, und da haben wir gesagt "Okay, wir kennen uns schon so lange, uns gefällt eure Musik und deswegen kommt ihr mit".



Armin: Wenden wir uns jetzt 'mal eurer aktuellen CD "Ins Licht" zu. Wie sind denn nach der langen Pause die Aufnahmearbeiten so abgelaufen?

Specki T.D.: Es war eine sehr interessante Arbeitsweise, die wir für "Ins Licht" ins Auge gefaßt hatten, denn wir hatten mit dem Songwriting schon begonnen, als weder ein neuer Sänger noch ein Bassist gefunden worden waren. Wir sind mit dem neuen Material auf die Suche nach neuen Leuten gegangen, d.h. jeder der sich für den Job interessiert hat, der hat auch die Demo-Versionen der neuen Songs bekommen, damit er herausfinden kann, ob er sich damit identifizieren kann, ob das etwas für ihn wäre. Wir hatten 120 Bewerbungen für den Frontmann-Job, wir haben dann einige Leute im Proberaum getestet, aber der Holly, der jetzt unser neuer Sänger ist, war von Anfang an der Favorit. Ansonsten haben wir viel am Computer gearbeitet, d.h. die Sachen wurden programmiert, jeder hat in seinem Home-Recording-Studio die eigenen Parts draufgespielt und dann an den nächsten geschickt. So sind die Songs entstanden. Wenn wir das Gefühl hatten, daß ein Song jetzt soweit ist, daß wir ihn im Proberaum ausprobieren können, dann haben wir uns für einige Tage im Proberaum verkrochen. Dabei haben wir das ganze andere Material gesichtet, um einfach zu schauen, ob das überhaupt mit der Band funktioniert. Das was sich am Computer gut anhört, muß ja noch lange nicht in der Rockband-Besetzung machbar sein. Es ging soweit ganz gut voran, nur der Plattendeal fehlte uns noch. Tja, und dann sind Drakkar an uns herangetreten, die uns aufgrund der Vorproduktion gerne haben wollten. Wir sind sehr froh mit der Plattenfirma, das läuft alles bestens. Nun mußte nur noch geklärt werden, wer die CD produzieren soll. Wir haben die CD in zwei Studios aufgenommen, die Rhythmus-Gruppe, also Schlagzeug, Bass und Gitarre, haben wir im Woodhouse Studio in Hagen bei Siggi Bemm aufgenommen. Die Streicher und Vocals wurden im Plainmusic Studio in Berlin bei Bodo Kommnick gemacht. Von der Organisation her war das etwas schiewrig, denn alles was in Hagen bereits fertiggestellt war, mußte nach Berlin geschickt werden. Das wurde auf eine DVD gebrannt, während die anderen in Berlin schon in den Startlöchern gehockt haben. In Berlin haben die dann ihre Parts draufgespielt, bevor alles wieder zurück nach Hagen geschickt wurde, um dort abgemischt und gemastert zu werden. Das war schon eine relativ abgefahrene Produktionsweise, denn die meisten Bands gehen einfach für drei Wochen ins Studio, machen ihr Ding, gehen wieder raus und sagen "Hier ist der neue Silberling". Bei uns war es so, daß wir uns während der Produktion gar nicht gesehen haben. Die Technik macht das heute im Vergleich zu früher möglich, es war aber dennoch für uns eine neue Erfahrung, daß man mit den Leuten, mit denen man den ganzen Tag im Studio gehockt hat, abends nochmal einen trinken kann, das gab's halt nicht. War aber trotzdem 'ne geile Zeit.



Armin: Welche Bands hört ihr selber gerne und beeinflußt euch das beim Songwriting?

Specki T.D.: Da würde ich mir ein Stück weit wünschen, daß wir beim nächsten Album, das ja auch schon geplant ist, vom Songwriting so in die Richtung gehen wie Muse.

M. Stolz: Also was für die aktuelle CD einen gewissen Einfluß hatte, das waren moderne Sachen, vor allem amerikanische Sachen wie Korn und Marilyn Manson. Rammstein ist auch allgegenwärtig, man orientiert sich nicht daran, aber man hat beim Songwriting schon diesen Sound im Hinterkopf. Beim den Streicher-Parts ist natürlich die Klassik permanent präsent. Dann noch viele Filmmusiken, da sind für mich die Arbeiten von Craig Armstrong ganz entscheidend oder z.B. der Soundtrack von Matrix. Das geht dann mehr so in die Richtung klassischer Arrangements. Wegen der Texte müßtest du den Sänger fragen, aber da ist generell eine sehr romantische Linie eingeschlagen worden. Da wird eine sehr bildhafte, in sich gekehrte Welt präsentiert. Es werden weniger konkrete Alltagsprobleme angesprochen, sondern mehr Empfindungen. Privat hören wir unterschiedliche Sachen, da kann auch 'mal Hip Hop oder House dabei sein. Wir wissen aber alle, was in der Band passiert und was wir gemeinsam erschaffen wollen, und da wir alle einen sehr breit gefächerten Musikgeschmack haben, wird am Ende auch nur das zusammen geworfen, was zusammen funktioniert. Da müssen manchmal eben persönliche Geschmäcker zurückstehen. Das haben wir bei den alten Platten gemerkt, gerade bei "Götter auf Abruf" wurde versucht, gewisse musikalische Stilistiken, die zu einer Rockband nun gar nicht passen, mit herein zu bringen. Damit sind wir ziemlich gegen den Baum gefahren, das hat den Zuhörer verwirrt, weil er fast keine komplette Band mehr auf der CD erkannt hat. Im Nachhinein betrachtet klang es mehr so wie eine Compilation von modernen Rockbands.

Armin: Das hat doch sicherlich vor allem den alten Fans überhaupt nicht gefallen, daß da ein so krasser Stilwechsel vollzogen wurde?

M. Stolz: Da gab es schon heftige Diskussionen, ein Hip Hop-Lied hat nun eigentlich nichts zu suchen, bei der Hörerschaft, die wir bis dato hatten. Für uns war es eine nette Sache, weil wir es einmal ausprobiert hatten, aber es hat eigentlich niemandem etwas gebracht. Es war natürlich auch längstens nicht der Standard, den man von den Amerikanern, den Fantastischen Vier oder Fettes Brot gewohnt ist, da lachen die drüber. Das war mehr so ein Spaß, aber die Späße lassen wir in Zukunft besser.



Armin: Vielleicht war das ja gerade nötig, denn die aktuelle CD ist dafür um Längen besser geworden.

M. Stolz: Ja, hier stimmt für unser Hörempfinden von Anfang bis Ende wirklich alles. Es gibt viel Abwechslung, aber keine stilistischen Ausbrüche oder Ausfälle, die jemanden verstören könnten. Wir haben einige Balladen darauf, aber auch Nummern, die vom Arrangement her ein bißchen komplexer sind und sich nicht sofort als Ohrwürmer herauskristallisieren. Trotzdem ist immer ein roter Faden erkennbar, was vor allem an Hollys Gesang und seinen Texten liegt, die durch ihre textlich-romantische Sicht einen Bogen um die ganze Platte bilden.

Armin: Man hat euch früher immer den Stempel "Mittelalter-Band" aufgedrückt. Zählt ihr euch selber noch zu dieser Szene oder glaubt ihr, daß ihr mittlerweile diesen Schubladen entwachsen seid?

Specki T.D.: Ja gut, wir wollen erstmal niemanden vergraulen, wenn wir sagen "Wir sind nicht mehr die Mittelalter-Rocker", aber du hast Recht, daß wir spätestens mit "Ins Licht" nicht mehr so richtig in die Szene hineinpassen. Da sind ein paar folkige Ansätze drauf, z.B. bei "Das Stimmlein", weil wir eine Band sind, die mit Streichern arbeitet, dann wird das automatisch irgendwann folkig. Uns ist es aber auch gar nicht so wichtig, ob wir jetzt so einen Stempel aufs Hirn gesetzt bekommen. Wir machen unsere Musik so, wie wir denken, das ist eine Imagesache, unsere Shows sehen halt nach Mittelalter-Rock aus. Wir fürchten uns nicht vor dem Begriff, sind aber nicht wahnsinnig stolz darauf oder froh darüber, wenn wir immer als Mittelalter-Rocker bezeichnet werden. Aber das sind generelle Probleme, Bands wie Schandmaul haben auch dieses Problem. Die sind bei weitem nicht mehr so mittelalter-rockig wie sie 'mal waren, aber die werden machen können, was sie wollen, die werden immer Mittelalter-Rocker bleiben, den Schuß haben die einfach 'mal weg inzwischen. Wir müssen sehen, wie es mit der nächsten Platte weitergeht, wir sagen nicht, wir wollen eine Mittelalterplatte machen oder wir wollen keine machen. Wir machen es so, wie wir es gut finden, und wenn 'mal etwas nach Mittelalter klingt, dann ist das okay und von uns abgesegnet.



Armin: Warum habt ihr euch eigentlich Letzte Instanz genannt, denn bei so einem Begriff denkt man ja eher an negative oder endgültige Themen?

M. Stolz: Die Idee dahinter war für uns, daß wir musikalisch die letzte Instanz sein oder diesen Zustand erreichen wollten. Das schafft man natürlich nie, es ist eigentlich bloß ein fiktives Ziel, für uns ein Ansporn und sicherlich ein ironisches Spiel, so ein bißchen auf die Kacke hauen oder größenwahnsinnig sein. Das sieht man ja an unseren Plattentiteln, z.B. "Götter auf Abruf" ist pure Ironie. Die letzte Instanz für uns ist es, eine Platte zu machen, die uns völlig befriedigt. Und außerdem sind Bandnamen Schall und Rauch, sie müssen gut klingen und für jeden ein Begriff sein. Die Hörer sollten bei uns am Namen erkennen, daß wir eine deutschsprachige Band sind.

Anne: Für "Das Stimmlein" habt ihr euch einige Gastsänger ins Studio geholt. Warum ausgerechnet die Drei?

Specki T.D.: Das waren eigentlich von vornherein unsere Wunschkandidaten. Der Song wurde wie alle anderen zu Hause am PC geschrieben und dabei haben wir herausgehört, daß hier noch etwas passieren muß. Der Song an sich ist straight, ziemlich rockig, tanzbar und fürs Publikum gut zum Mitschreien geeignet. Dadurch kam uns zuerst die Idee, diese Publikums Szene einzubauen, die auch jetzt auf der Platte drauf ist. Und dann haben wir uns gedacht, vielleicht wäre es gut, wenn wir aufgrund des Textes, daß ein einziges Stimmlein viel leiser ist, als alle im Chor, uns noch Gäste dazuholen. Da lag es nahe, sich erstmal in der Szene umzuschauen, weil diese Szene, in der wir vertreten sind, eine große Familie ist. Alle kennen sich untereinander, man trifft sich gelegentlich, und man hört natürlich, wer im Moment alles unterwegs ist oder wessen neue Platte bald erscheint. Deswegen haben wir uns gedacht, wir sollten diese ganze Szene 'mal vereinen und ein Statement setzen wie "Hey, unsere Stimmen sind alle schön kräftig im Chor". Dann ging alles ganz schnell, Sven Friedrich von Zeraphine war bei uns schon dabei, von daher wußten wir, daß wir nicht lange herumbetteln müssen. Es war eine klare Sache, daß er mitmacht. Bei Thomas Lindner von Schandmaul und Eric Fish haben wir angefragt, die beiden haben auch sofort zugestimmt. Da gab's kein Rumgezicke, das ging ganz fix. Der Song wurde dann in Berlin aufgenommen und fertig.



Anne: Und wie macht ihr das bei Konzerten, wenn die Drei nicht dabei sind?

Specki T.D.: Auf der Tour haben wir das bisher immer so gemacht, daß die Sänger oder Sängerinnen der Support-Acts deren Parts übernommen haben.

M. Stolz: Oder Holly singt die Strophe ganz alleine. Das Publikum grölt ja sowieso mit, von daher wirkt das auch so gut. Wir haben aber schon überlegt, wenn 'mal so ein Festival kommt, bei dem die anderen Bands auch am Start sind, daß wir sie einfach fragen, ob sie den Song mit uns performen wollen. Das könnte beim Feuertanz-Festival passieren. Bisher haben wir diesbezüglich noch nicht angefragt, aber das wird sicherlich eine Frage wert sein. Wir werden uns überraschen lassen, ob die da Lust drauf haben.

Anne: Die sind alle Drei doch ziemlich flauschig drauf.

M. Stolz: Das war auch eine Riesengaudi im Studio. Wir wußten schon vorher, daß wir unseren Spaß haben werden, weil wir uns alle so lange kennen. Es ist ein schönes Gefühl, alle auf dieser Platte zu haben.

Armin: Okay, dann bleibt zum Schluß nur noch die Frage, wer eurer Meinung nach dieses Jahr Fußballweltmeister wird.

Specki T.D.: Das ist 'ne super Frage, die geht eher an mich, weil mein Kollege hier davon überhaupt keine Ahnung hat. Es ist schon fast langweilig, das sagen zu müssen, aber ich glaube, daß es Brasilien wird, weil sie einfach die besten sind. Gestern habe ich mir ausgerechnet, daß Deutschland wohl im Viertelfinale ausscheidet.



Armin: Das kann leider passieren, ich schätze 'mal daß die Mannschaft eher in zwei Jahren bei der EM um den Titel spielt.

Specki T.D.: Da sind die sicher vorne dabei, aber nicht mehr mit dem Kahn im Tor.

M. Stolz: Den müßten sie dann ins Tor führen.

Specki T.D.: Und was glaubst du?

Armin: Ich denke, daß es Brasilien, Argentinien und Italien untereinander ausmachen.

Eigentlich sind wir mit unseren Fragen durch, doch in dem Augenblick betritt Sänger Holly für kurze Zeit den Raum.

Armin: Ah, das trifft sich gut, dich wollte ich auch noch was fragen. Du hast ja sämtliche Texte auf "Ins Licht" verfaßt. Kannst du uns anhand einiger Beispiele 'mal beschreiben, was dich da so im einzelnen bewegt, denn die Lyrics z.B. bei "Krieg der Herzen" oder "Ohne Dich" sind doch sehr bildhaft ausgefallen.

Holly: Wenn ich jetzt mal ganz ehrlich sein darf, muß ich sagen, daß ich Fragen nach meinen Texten überhaupt gar nicht gern beantworte, weil ich ja eben der Meinung bin, daß durch einen Text schon genug gesagt ist. Ein Freund von mir schrieb mir einmal "Es gibt zwei Möglichkeiten, Dichter zu werden: die Erste - du säufst dich zu. Die Zweite - du verdichtest Worte. Du verdichtest deren Geflecht solange, bis du mit einer minimalen Anzahl von Worten das gesagt hast, was du sagen wolltest." Genau diesen zweiten Punkt versuche ich bei mir und mit meinen Texten zu erreichen. Interpretationsspielräume gibt es überall und gerade bei kurzen Texten. Und gerade diesen Interpretationsspielraum möchte ich dem Hörer lassen. Sieh mal, ursprünglich habe ich die Texte als persönliches Ventil geschrieben. Als eine Art verdichtetes Tagebuch. Dieses Tagebuch hat sich veröffentlicht und Zuhörer, bzw. Leser gefunden, welche sich in diesen Geschichten, die im Licht passieren, wiedergefunden haben. Zum Beispiel geht es im "Krieg der Herzen" um eine Abrechnung mit einem alten Freund. Mir wurde unter anderem zugetragen, daß dies das ideale Lied ist, wenn man eine Beziehung beenden möchte. Oder "Ohne Dich", sowie "Silber im Stein" sind Lieder der Trauer um verstorbene Personen. Den Hörern dienen diese Songs besser als Liebeserklärungen. So ist zuweilen der Spagat zwischen gewollter und verstandener Meinung etwas groß. Letztendlich ist das aber kein Problem, da es ja im Prinzip genau darauf ankommt, Texte als eine Art und Weise der Kommunikationsgrundlage zwischeneinander zu verwenden. Und jetzt noch zu Punkt Eins - Cheers!




Viele Grüße an:

Letzte Instanz
Ina (Absolute Promotion)
Ralf (Tourmanager)



geführt am 27.03.2006   von Armin
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

musikalischer Background des Verfassers
Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
X   Aktuelle Top6
1. Ensiferum "Victory Songs"
2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
3. Troopers "Bestialisch"
4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
5. Overkill "Taking Over"
6. Metallica "Ride The Lightning"

[ Seit dem 27.03.06 wurde der Artikel 5937 mal gelesen ]
 
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2018 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Datenschutz   |   Kontakt   |   Impressum