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Uhrilehto "Ziehen Bars Und Pubs Dem Proberaum Vor"
Finnland. Vielleicht sind auch das raue Klima und die weiten Landschaften ein Grund und Art von Beeinflussung, warum sich auch hier einige Black Metalbands gegründet haben um uns mit ihrer kalten Musik beglücken. Eine davon ist, in unseren Landen wohl noch sehr unbekannt, Uhrilehto, welche seit dem Winter 1996 existiert und bis dato nicht untätig gewesen ist. Bereits 1997 erschien beispielsweise das erste Demo „The Dawn Of The Waken“ worauf in recht regelmäßigen Abständen noch drei weitere Demos folgten. Jetzt liegt mit „Viha Ja Ikuinen Vitutus“ endlich das erste Album der Finnen vor. Und das sollte natürlich als Anlass für ein Interview gezählt werden, welches im Folgenden, leider mit ziemlicher Verspätung, zu lesen ist.
Weitere Infos zu Uhrilehto:
REVIEWS:
Uhrilehto Viimeinen Vitutus
Uhrilehto Viha Ja Ikuinen Vitutus
INTERVIEWS:
Uhrilehto - Ziehen Bars Und Pubs Dem Proberaum Vor

Ich gehe also davon aus, dass es nicht besonders viele Metaller gibt, denen Uhrilehto ein Begriff ist. Zumindest mir war diese finnische Band vorher völlig unbekannt. Und so möchte ich zuerst einmal die Bedeutung des, wie ich schätze, finnischen Bandnamens erfahren.
Nidhogg: Uhrilehto ist, wie du vermutet hast, ein finnischer Name und bedeutet im Englischen etwa „sacrificial grove“. Das kommt also ungefähr der deutschen Übersetzung von „Opferhain“ gleich.
 
Nachdem ich nicht erfahre, wie der Bandname zustande kam, geht’s weiter mit einer kurzen Definition ihrer Musik:
Mylvor: Tja, wir spielen finnischen, melodischen „vitutus“ Black Metal. Und fragt jetzt bitte nicht, was „vitutus“ bedeutet, da es einfach unmöglich ist, das zu beschreiben... Wir sind also mit der Beschreibung von CBI einverstanden (atmospheric Black Metal). Wenn ich unsre Musik näher beschreiben soll...hmm, eine ganze Menge Rhythmuswechsel und „vitutus“. Unsre Freunde meinen, wir würden etwas nach Limbonic Art klingen. Nidhogg: Meine Meinung ist, dass unser Sound sich völlig anderen Black/Dark Metal Bands unterscheidet. Er ist kalt aber trotzdem brutal... Am Besten das beurteilt jeder selbst, heh he...
 
Was natürlich auch dazu gehört: Wie sieht’s aus mit der Bandgeschichte, den Mitgliedern und den Anfängen Uhrilehtos?
Nidhogg: Unsere Bandgeschichte ist ziemlich langweilig. Deshalb schlage ich vor, dass jeder, der sich für sie interessiert, unsre Website besucht (http://www.uhrilehto.cjb.net). Das einzig Interessante in unserer Geschichte sind vielleicht die vielen Line-up-Wechsel. Wir hatten so verdammt viele Mitglieder in unserer Band. Alles was ich sagen kann ist, dass Mylvor und ich die einzigen „Originale“ sind. ( Und ich muss ihm Recht geben, denn auf der oben genannten Seite finden sich eine ganze Menge an ehem. Mitgliedern, die es zu sehr in die Länge ziehen würden, würde man alle auflisten. Anm. d. Verf.)
 
Welche Bands sind eure Favoriten? Hört ihr auch andre Musik außer Black Metal, oder allgemein Metal?
Nidhogg: Ich höre Eläkeläiset (= finnische Humpaa-Band Anm. d. Verf.) Hyvä Suomi Perkele!!! Mylvor: Marduk! Ich höre auch viel klassische Musik.
 
Als Nächstes würde mich die musikalische Entwicklung der einzelnen Mitglieder interessieren. Wann kamt ihr das erste Mal mit Metal in Kontakt? Und wie kamt ihr daraufhin zum Black Metal?
Nidhogg: Wenn ich mich richtig erinnere, war meine erste Black Metal CD ein Burzum-Album. Aber welches Jahr das war, weiß ich nicht mehr. Zuvor hörte ich Death Metal und anderes...Es sind beinahe 10 Jahre vergangen, seit ich angefangen habe, Metal zu hören...Vittu. Mylvor: Ich kam durch einen Freund zum Black Metal (ein großer Burzum Fan). Meine erste Berührung mit Metal war Morbid Angel’s „Altars Of Madness“
 
Wie intensiv ist eure Verbindung zur Metalszene/zum Underground bei euch in der Gegend? Stehst du in Kontakt zu anderen Bands (vielleicht auch Bands aus dem Ausland)?
Nidhogg: Ich habe Kontakte, aber nicht mehr so viele wie vorher. Das resultiert wahrscheinlich daraus, dass ich zu faul bin. Ich arbeite, und wenn ich Freizeit habe, tue ich etwas anderes als Briefe schreiben. Ich habe aber gute Freunde hier in Finnland und in Mitteleuropa...
 
Auf die Frage, was von der Kommerzialisierung des Black Metal gehalten wird, bzw. von deren strikten Gegnern, bekomme ich die kurze, aber eindeutige Antwort:
Mylvor: Ist uns egal...
 
Genauso klar ist die Antwort auf die Frage, ob ich richtig liege, wenn mich das Cover (bzw. dessen Hintergrund) von „Viha Ja Ikuinen Vitutus“ an Amorphis erinnert...
...yes.
 
Jetzt eine Frage, die, wie ich denke, mittlerweile zum Standart geworden ist: Was denkt ihr darüber, dass immer mehr Bands eine politische Einstellung haben und diese in ihrer Musik ausdrücken?
Mylvor: Verdammt, ich hasse Politik. Nidhogg: Unsere Texte sind allein Geschichten über Hass und Zorn etc...
 
Durch die Frage, wie wichtig die Band für sie ist und was sich für sie durch Uhrilehto verändert hat erfahre ich, dass die Band anscheinend doch eher (noch?) als eine Art Nebensache agiert:
Nidhogg: Momentan üben wir nicht mehr so viel. Fast jeder lebt zu weit entfernt vom andren. Mylvor: Unsere Freizeit geht fast immer für Bier und Spirituosen drauf. Heh heh.
 
Ihr spielt Black Metal und ich glaube, um diese Musik zu spielen, braucht man eine gewisse Einstellung. Was bedeutet Black Metal für euch und wie macht sich das bemerkbar?
Mylvor: Nun, lass es mich so beschreiben: Wenn ich durch die Straßen laufe und sehe wie jemand einen anderen mit Schimpfwörtern bewirft, fertig macht oder so was in der Art, dann kann ich einfach nur dort stehen und dem Blick genießen. Religionen sind für schwache Menschen.
 
Was macht ihr, wenn ihr nicht in der Band spielt? Wie schaut’s aus mit anderen Interessen und eurer Freizeit? Bleibt genug Zeit für Konzerte und was so dazugehört...?
Nidhogg: Wenn ich nicht arbeite, trinke ich so verdammt viel Bier, dass ich kotze, heh he... I verbringe viel Zeit in Bars und Pubs.
 
Nachdem Uhrilehto bereits seit 1996 existiert, denke ich mir, dass sich seitdem sicher eine ganze Menge geändert hat, was die Bandphilosophie und die Qualität der Lyrics/Musik angeht. Das Kommentar zu den Demos sieht folgendermaßen aus:
Mylvor: Die Demos sind voll mit Scheiße. Mittlerweile haben wir unseren Stil/Sound/Lyrics gefunden... Hmm, wir haben diese Demos seit Jahren nicht gehört, deshalb ist es schwer etwas darüber zu sagen. Es gibt ein paar gute Riffs darauf, aber hauptsächlich ist es Scheiße... Aber wir schämen uns nicht dafür, weil wir jung waren und nichts Großartiges kreieren konnten.
 
Wie viele von euren Demos konntet ihr verkaufen? Und wie waren die Reaktionen darauf?
Nidhogg: Von unserem „Tee Huorin ja Tapa“ („Hure Und Opfere“ Anm. d. Verf.) Demo konnten mehr als 500 Kopien verkauft werden. Es gibt immer noch Leute, die es kaufen wollen, aber es ist ausverkauft und ich bin nicht länger daran interessiert, mit Demos zu arbeiten. Eli sillälailla.(Nicht auf diese Weise; Anm. d. Verf.)
 
Was passierte in der Zeit zwischen eurem letzten Demo und „Viha Ja Ikuinen Vitutus“?
Mylvor: Wir haben unseren Bassist und Drummer gefeuert. Handlose Arschlöcher. Sie wussten nicht, wie sie ihr Instrument benutzen sollten. Es war so verdammt langweilig, ihnen ständig erklären zu müssen, wie man leichte Riffs spielt
 
Seid ihr zufrieden mit der Promotion für euer Album?
Nidhogg: Es gibt ein paar Dinge, die hätten besser gemacht werden können, aber ich bin noch sehr zufrieden. Es ist eben unser Debüt und CBI haben gute Arbeit für uns gemacht.
 
Jetzt will ich etwas genauer über „Viha Ja Ikuinen Vitutus“ („immerwährender Hass“ Anm. d. Verf.) informiert werden: Was würdet ihr selbst daran ändern? Wie waren die Reaktionen bis jetzt?
Mylvor: Für das nächste Mal wären mehr Zeit im Studio und mehr Proben davor vorteilhaft. Aber die Reaktionen waren bisher mehr als gut.
 
Da es ja einige verschiedene Möglichkeiten gibt, Songs zu kreieren, frage ich nach der Art und Weise wie das bei Uhrilehto. Vonstatten geht.
Mylvor: Einer macht die Hauptriffs und die anderen bringen ihre eigenen Elemente in den Song ein. Simpel. Nidhogg: Fast die gesamte Musik auf unserem Debüt Album wurde von Mylvor komponiert. Ich bin für die Lyrics verantwortlich und ich mag es Texte so zu schreiben, wie ich es in finnisch tue. Die Bedeutung der Texte ist zu schwer zu übersetzen. Ihr deutschen Metal Maniacs solltet anfangen Finnisch zu lernen, heh he...dann könnt ihr meine Lyrics verstehen.
 
Wenn ich mich richtig erinnere ist mir euer Album bei Perverted Taste unter die Augen gekommen. Wo kann man es sonst noch bestellen?
Nidhogg: Momentan, ich weiß gar nicht, heh...Ich muss den Ball an Coldblood Industries weiterspielen!
 
Als nächstes sei die Zukunft das Thema: Habt ihr bereits Ideen für euer nächstes Output?
Mylvor: Wir haben bereits neuen Stuff im Dezember aufgenommen, aber wir wissen nicht wo und wann es rauskommt. Wir haben mitten in Nirgendwo aufgenommen und das Studio war ziemlich scheiße. Ich konnte den Typ nicht leiden, der unser Album gemixt hat, verdammtes Looser Techno Arschloch, heh... Nun, die Soundqualität könnte besser sein, aber wenn du es hörst, wirst du Uhrilehto-Elemente finden. Der Grund warum wir etwas aufnahmen ist nur für uns. Wir wollten einfach nur etwas aufnehmen, heh.
 
Was sind allgemein die Ziele der Band? Wie steht’s mit Konzerten?
Nidhogg: Ich würde verdammt gerne in Europa live spielen, aber ich bin nicht sicher, ob das möglich ist. Ansonsten wäre es großartig, wenn viele Leute unser Album kaufen würden.
 
A propos, wie oft konntet ihr bisher eure Live-Qualitäten unter Beweis stellen?
Mylvor: Wir spielten einige Live-Shows und ich denke, dass sie jeder genossen hat. Wir haben allerdings Probleme damit, das Line-Up um live zu spielen auf die Beine zu stellen.
 
geführt am 27.02.2002   von Kathrin
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