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Kataklysm "Die Death Metal - Elite"
Was tun mit einer Chartsplatzierung und wie hält man es 15 Jahre beim gleichen Label aus? J - F Dagenais, Leadgitarrist von Kataklysm und zudem noch einer der besten Produzenten im Death Metal, hat während der No-Mercy Tour Zeit gefunden, in der Rockfabrik Ludwigsburg ein Interview zu geben.
Weitere Infos zu Kataklysm:
REVIEWS:
Kataklysm In The Arms Of Devastation
Kataklysm Shadow & Dust
Kataklysm Heavens Venom
Kataklysm Waiting For The End To Come
INTERVIEWS:
Kataklysm - Die Death Metal - Elite

Hi, wie geht es Dir? Wie war die Tour bisher? Ging alles glatt?
J-F Dagenais: Yeah, danke. Wir haben gestern gerade begonnen, und unsere erste Show hatte eine Killer–Resonanz, wie meistens, wenn wir in Deutschland spielen. Für uns, Kataklysm, ist es wie ein zweites Zuhause hier. Und die Show gestern war perfekt.
Wir hatten aber einige Probleme auf dem Weg hierher, die Fluggesellschaft hatte unsere Gitarren und unser gesamtes Gepäck verloren. Wir kamen hier an und hatten nichts, kein Equipment, fuck! Aber pünktlich vor Beginn des Auftritts kam dann noch alles an und wir hatten ziemlich viel Spass. Die Leute von den anderen Bands sind supernett und total relaxt, also bisher war die Tour klasse.
Also gefällt es Euch gut, mit Cannibal Corpse unterwegs zu sein?
J-F: Ja, na klar! Es ist schon unsere vierte oder fünfte Tour mit Cannibal und wir sind gute Freunde, haben früher schon Busse geteilt. Es ist auch deswegen gut, weil wir ansonsten kaum Chancen haben, uns zu treffen, also ist die Tour mit ihnen auch jedesmal eine echt gute Party.
Euer neues Album, „In The Arms Of Devastation“, wurde als Euer bisher bestes Album bezeichnet. Wie kam es live an, bei den Fans?
J-F: Bisher...naja ich kann das nicht so ganz glauben. Normalerweise ist es so, dass wenn wir ein neues Album rausbringen, die Leute mehr zu den alten Songs abgehen. Das neue Album ist halt noch neu, und es dauert im Schnitt etwa ein Jahr, bis man sich daran gewöhnt hat. Gestern, als wir die neuen Songs gespielt haben, war es eine sehr energiegeladene Stimmung und die Leute sind total abgegangen. Das war eine wirklich tolle Erfahrung.
Welcher ist, Deiner Ansicht nach, der beste Song auf „In The Arms Of Devastation“? Und weshalb? Könnte es vielleicht „The Road To Devastation“ sein?
J-F: Ich mag „The Road To Devastation“ - es ist ein klassischer Metalsong, sehr melodisch, und ich stehe total auf diese Art von Songs. Stefano, unser Bassist, hat den Song geschrieben, und er hat ein ziemlich gutes Gefühl für diese Art von Musik. Mein Lieblingssong ist allerdings der erste auf dem Album, „Like Angels Weeping (The Dark)“. Zuerst, als wir ihn geschrieben und im Studio eingespielt hatten, haben wir gedacht, dass er als siebter oder achter Titel auf dem Album auftauchen würde. Aber als wir dann das Resultat gehört haben, habe ich gesagt, dass ich den Song wirklich mag und dass er der erste Track auf dem Album sein wird. Es ist mein Lieblingssong.
Normalerweise produzierst Du alle Kataklysm Alben selbst, aber bei diesem Album habt ihr euch entschieden, das anders zu handhaben, wie kam das?
J-F: Ja, gewöhnlich mache ich die Aufnahmen in meinem Studio. Diesmal waren wir allerdings etwas spät dran mit dem Aufnahmeprozess, und eine andere Band sollte ebenfalls im Studio aufnehmen. Ich musste mich entscheiden, ob wir weitermachen oder ob ich der Band absage. Also ob wir unsere Albumaufnahmen beenden oder ob ich es jemand anderem zusende, um es abmischen zu lassen. Es war nicht einfach, das zu tun, aber ich denke, dass es schlussendlich eine gute Entscheidung gewesen ist. Was Tue Madsen gemacht hat, gefällt mir wirklich gut, und ich finde auch, dass es gut klingt. Anders, als die Alben davor. Wenn ich es wieder übernommen hätte, hätte es genauso geklungen, wie das Vorherige (Serenity In Fire, 2004), und wir wollten etwas anderes.
Ihr habt vor 15 Jahren bei Nuclear Blast unterschrieben, und seid heute noch beim gleichen Label. Das ist ziemlich ungewöhnlich, oder?
J-F: Ja, langsam ist es fast wie eine Familie. Wir kennen jeden, der dort arbeitet, und sie waren echt nett zu uns und haben uns sehr gut behandelt. NB haben ziemlich viel in Kataklysm investiert, und es war wirklich gut. Bei der Art von Musik, die wir spielen, kann ich mir nicht vorstellen, dass irgend ein anderes Label das Gleiche getan hätte. Naja, es ist jetzt 15 Jahre her und sie unterstützen immer noch extreme Musik. Nuclear Blast ist jetzt unser Zuhause, und ich denke, wir werden bei diesem Label bleiben, bis..naja, bis zum Ende:).
Hoffen wir mal, dass der Tag niemals kommt! Gefällt Euch Touren überhaupt? Steht ihr auf europäisches Bier?
J-F: Ja, klar. Es ist ein super Lifestyle. Ich meine, überall anders zu sein ist so viel besser als arbeiten. Wir haben das jetzt während der letzten Alben gemacht, Nonstop – Touring. Zwischen den Touren fahre ich heim und arbeite in meinem Studio, mit anderen Bands. Wenn ich nur touren müsste, würde ich die Studioarbeit vermissen, und umgekehrt ist es genauso. Neulich während einer Tour hat mich Peter Tägtgren von Hypocrisy gefragt, ob ich mit ihnen auf Tour gehen möchte, und ich habe sie auf der Amerika – Tour begleitet, also noch einen Extra – Monat eingelegt. Das war eine ganz neue Erfahrung, als Soundingenieur anstatt als Gitarrist unterwegs zu sein. Das Reisen wird mir fehlen, wenn es einmal aufhören sollte.
Und ihr habt auch die Einladung von Bolt Thrower angenommen, mit ihnen zu touren, gleich im Anschluss an die No Mercy – Festivals?
J-F: Yeah, das wird der nächste Killer! Bolt Thrower sind einer der wichtigsten Einflüsse für uns – das haben wir früher gehört, als wir noch jung waren. Und es ist ziemlich aufregend. Wir haben in 15 Jahren nicht ein einziges Mal die Gelegenheit gehabt, mit ihnen zu spielen. Es wird eine total geile Tour. Und ausserdem kommen wir das erste Mal nach Skandinavien – ich war noch nie in Schweden oder Finnland, und ich freue mich sehr drauf.
Was würdest du sagen, da du ja die meisten Songs geschrieben hast, wenn auch nicht alle auf „In The Arms Of Devastation“ - ist dieses Album vielleicht eine Fortführung von „Shadows And Shades“?
J-F: Das ist von Album zu Album unterschiedlich. Manchmal schreibt Stefano etwas, manchmal Maurizio, und manchmal sind sie auch anderer Ansicht als ich. Dieses Jahr war ganz gut, es gab einiges an Inspirationen. Ich weiss nicht -auf „Shadows And Dust“ habe ich nicht so viel gemacht, das waren vor allem Maurizio und Stefano, dafür habe ich einiges an diesem hier getan. Jeder von uns tut etwas dazu, das macht uns schliesslich zu einer Band, und es gibt halt auch Differenzen. Beim letzten Album z.B. hatten wir einen anderen Drummer, und es war nicht das Gleiche, mit einer fremden Person Songs zu schreiben. Einige der Emotionen fehlten halt einfach.
Du sagst, euer Drummer ist gegangen – was war eigentlich der Grund dafür?
J-F: Naja, unser alter Drummer ist zurückgekommen. Der Grund dafür war, dass wir nach den Aufnahmen zum vorigen Album viel auf Tour waren, und er dann einige private Probleme bekam – Häuser, Frauen und so was alles. Er wollte eine Pause einlegen, und wir wollten weitermachen. Wenn ich mir das jetzt so im Rückblick anschaue, dann denke ich, wir hätten auf ihn warten sollen und ihm ein Jahr freigeben. Wir hatten Martin auf dem letzten Album, aber er war einfach ein Fremder in der Band, und es ist irgendwie komisch, mit jemandem in einer Band zu sein, den man nicht wirklich kennt. Wir kamen mit Martin auf der Bühne gut klar, aber hinter der Bühne hatte es etwas von Kataklysm und Martin. Als er die Band verlassen hatte, haben wir Max zufällig in irgendeinem Club beim Biertrinken getroffen, und er sagte, dass ihm das Schlagzeugspielen fehlt. Tja, und dann sagten wir: let´s do it again! Bei uns kann er Beides machen, sich betrinken und Schlagzeug spielen.
Also ein echtes Multitalent! Wie sieht es eigentlich aus, du hast ja die Aufnahmen des aktuellen Disparaged Albums (Blood Source, 2006) gemacht. Wie war es, mit Disparaged zu arbeiten? Darf man dich danach fragen?
J-F: Was mit Disparaged passiert ist, war Folgendes: sie haben die Aufnahmen in der Schweiz gemacht und uns zugeschickt. Es war ziemlich witzig, sie hatten ja die Aufnahmen zuhause gemacht und ich habe sie abgemischt - ich hatte sie zuhause auf meinem Messenger am PC und habe ihnen immer Samples geschickt, und sie meinten dann, ob ich dies oder jenes machen kann. Auf Entfernung so mit jemandem zu arbeiten war schon eine interessante Erfahrung. Es ist klasse, mit europäischen Bands zu arbeiten. Eine andere Band, mit denen ich auch gearbeitet habe, heisst Deadsoil, sie kommen aus Deutschland, habe ich gerade für Lifeforce Records gemacht.
Und Euer Album, „In The Arms Of Devastation“, ist in den deutschen Charts? Was sagst du dazu?
J-F: (lacht)Das ist ziemlich crazy. In Kanada wäre so etwas unvorstellbar. Metal wird dort zwar grossgeschrieben, aber es ist immer noch Underground und es ist unmöglich, dass es jemals in den Charts landen würde. Ich war so überrascht, als wir diese Liste bekommen haben, ich denke, ich werde sie einrahmen und mir an die Wand hängen, und eines Tages werde ich sie meinen Kindern zeigen und sagen: „Ich war einmal in den deutschen Charts“.
Danke Dir für das Interview! Was steht noch als Nächstes bei Euch an?
J-F: Wir werden touren und im Sommer auf einigen Festivals spielen, diesmal leider nicht auf dem Summer Breeze, aber auf dem Party San, Metalcamp und Earthshaker Fest. Das wird gut.












geführt am 02.05.2006   von Genia
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