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Wolfchant "Querbeet Gefragt"
Nachdem die Herren von WOLFCHANT im vergangenen Jahr mit ihrem Debüt "Bloody Tales From Disgraced Lands" begeisterten wird sich nun der sympathische Sänger Lokhi der 5köpfigen "Epic Pagan Metal Band" im Folgenden ein wenig mit mir über das Pagan Nights Festival, kuriose Fernsehberichte und zukünftige Streiche unterhalten...
Weitere Infos zu Wolfchant:
REVIEWS:
Wolfchant Bloody Tales Of Disgraced Lands
Wolfchant A Pagan Storm
Wolfchant Determined Damnation
Wolfchant Call Of The Black Winds
Wolfchant Embraced By Fire
INTERVIEWS:
Wolfchant - Querbeet Gefragt
Wolfchant - Folgt Dem Ruf Der Dunklen Schwarzen Winde



Seid gegrüßt Mannen von WOLFCHANT und danke, dass ihr euch ein paar Minuten zum beantworten meiner Fragen nehmt...

Fangen wir doch gleich mal mit dem Pagan Nights-Festival an: Wie war es und was bewegte euch dazu ein solch nettes Festival zu veranstalten? Macht doch sicher eine "Heiden" Arbeit?! Erzählt doch mal ein wenig...

Mit dem Keltendorf Gabreta und diversen Leuten aus der Kelten/Heidenszene sind wir ja schon lange befreundet bzw. in Verbindung. Es war schon immer ein Wunschgedanke dort eine größere Veranstaltung abzuhalten weil der Platz einfach perfekt ist. In der Keltenstube (das ist das Wirtshaus in Gabreta) haben wir ja auch schon gespielt. So dauerte es nicht lange bis die Idee zum Festival entstanden ist. Wer die Hintergründe ganz genau wissen will kann diese unter www.pagannights.de im Bereich Info nachlesen. Mit dem Festival und dessen Verlauf sind wir sehr zufrieden. Es waren ca. 370 Besucher anwesend die durchwegs begeistert waren und mit den Bands zusammen ein friedliches Festival in gemütlicher Atmosphäre verbracht haben. Wir haben uns wirklich alle Mühe gegeben etwas Neues und Originelles zu schaffen, und die Musik mit alter Tradition zu verbinden und an einem Authentischen Ort darzubieten. Einziger Wermutstropfen war dass die Polizei unseren Auftritt gestoppt hat da sich diverse Anwohner über die Lautstärke beschwert hatten. Da der Bürgermeister von Ringelai vergessen hatte die Genehmigung an unseren Freund und Helfer weiterzuleiten konnten wir dem nichts entgegensetzen. So konnten wir nur noch 6 Lieder in halber Lautstärke darbieten und mussten dann von der Bühne. Für uns als Band war das eine kleine Katastrophe da wir uns sehr auf diesen Auftritt gefreut hatten. Auch viele Fans waren natürlich enttäuscht, vor allem die, die uns bereits eine Woche früher auf dem Zwergenaufstand Open Air bei Wolfratshausen sehen wollten, wo die Polizei unseren Auftritt ebenfalls frühzeitig wegen der Lautstärke beendete. Ich hoffe wir haben den Rest des Jahres etwas mehr Glück.

Soll das Pagan Nights nun jährlich stattfinden?

Ja natürlich ! Die Planungen für das Pagan Nights 2 im nächsten Jahr haben bereits begonnen.
Das Festival soll dann 2 Tage stattfinden und wir hoffen die Besucherzahl auf ca. 800 verdoppeln zu können. Es gibt schon viele neue Ideen um das Ganze noch interessanter zu gestalten. Wir haben in diesem Jahr viel hinzugelernt und werden versuchen alles noch besser zu organisieren.

Ihr hattet ja auch einige namhafte Bands vor Ort? Wie war die Zusammenarbeit mit den Heroen von Vreid oder auch Waylander?

Die Zusammenarbeit mit Vreid und Waylander verlief kurz gesagt perfekt und ohne die kleinste Schwierigkeit. Die Jungs saßen bereits allesamt am Freitag vor dem Festival mit Besuchern, Fans und uns am Lagerfeuer und haben sich unterhalten und ein paar Bierchen getrunken. Wir haben nach der Veranstaltung von Vreid ein Schreiben erhalten, in dem die Band ausdrückt wie sehr sie die Tage bei uns genossen haben, und dass sie uns so gut wie möglich unterstützen werden um dieses Festival auch in Zukunft weiter veranstalten zu können. So etwas ehrt einen natürlich und wir werden den Text auch demnächst auf der Pagan Nights Homepage veröffentlichen. Zu Waylander kann ich sagen dass uns mit den Jungs eine tiefe Freundschaft verbindet. So kamen diese auch bereits ein paar Tage eher nach Bayern um gemeinsam mit uns den Geburtstag unseres Schlagzeugers zu feiern. Des weitern werden wir im Mai 2007 zusammen eine kleine Irland Tour spielen.

Kann man vielleicht sogar über dieses Festival demnächst einen unsachgemäßen Bericht über "Wotan" grölende Horden auf "Frontal 23" oder "Akte 00" sehen?

Das Pagan Nights ist noch zu klein und zu unbekannt um das Interesse der Medien zu wecken. Egal wie es kommt, wir haben aus aktuellem Anlass gelernt keine Fernsehteams auf das Festival Gelände zu lassen. Wie es scheint will sich kein Berichterstatter wirklich mit unserer Szene auseinandersetzten und aus diesem Grund kann nur Schwachsinn bei solchen Reportagen herauskommen. Ich sage mal so: Wenn ich es will, dann finde ich auch auf einen Reggae Festival einen Nazi !

Ihr seid ja nun auch beim Ragnarök gewesen und habt vielleicht auch den ein oder anderen Bericht darüber im Anschluss gesehen. Ist das nicht ein Dilemma? Einerseits die Wahrung der Distanz dazu in jedwede politische Schublade gedrängt zu werden und andererseits die Leidenschaft für Zeiten, Gedanken und Gefühle die manch einem aufgrund einer impertinenten Engstirnigkeit auf ewig verschlossen bleiben werden?

Wir spielen ja nächstes Jahr auf dem Ragnarök Festival und freuen uns schon sehr auf die Veranstaltung. Die Leidenschaft die du oben erwähnst brennt so mächtig in uns dass ein paar stümperhafte Fernsehberichte, ein Möchtegernszenekennerbuchautor, oder ein paar hohle Phrasen dieses Feuer nicht löschen werden. Wir haben uns von Anfang an von jeder radikaler politischen Einstellung distanziert. Ich denke dass unsere Szene zum Großteil nichts mit rechtsradikalem Gedankengut am Hut hat und die Leute sich hauptsächlich für die Musik und das Heidentum, oder eben die Wikinger usw. interessieren. Leider gibt es ein paar Spinner die denken Heidentum und Nationalsozialismus sind ein und das Selbe, und rücken mit ihrem Verhalten die ganze Szene in ein schlechtes Licht. Es gibt bestimmte Organisationen die einfach ohne ordentliche Recherche alles über einen Kamm scheren, und jeden der einen Thorshammer trägt zur Sicherheit einfach mal Nazi nennen.

Wie kann/soll man mit derartigen Berichterstattungen aber auch vorhandenen Vorurteilen umgehen?

Dieses Verhalten kann man sich nicht mehr länger gefallen lassen, da ansonsten bald eine Art „Hexenjagd“ auf Heiden beginnen wird. Gegen solche Personen müssen wir uns zur Wehr setzten! Darum bekommt jeder der falsche Behauptungen über Wolfchant in Umlauf bringt einen Brief von unseren Rechtsanwälten! Außerdem müssen wir versuchen Aufklärungsarbeit zu leisten, und darstellen was uns wirklich dazu bewegt in der Pagan Szene aktiv zu sein. Wir müssen aufzeigen dass es in erster Linie eine Frage des Glaubens, der Liebe zur Natur, der Sehnsucht nach längst vergangenen Tagen und von Lagerfeuerromantik ist das unser Interesse geweckt hat. Wer glaubt wir hätten Lust in Uniform und mit Gewehr in der Hand zu marschieren und „Sieg Heil“ zu brüllen hat da eindeutig was falsch verstanden!

Ein angenehmeres Thema dürfte ein Rückblick auf die Zeit nach der Veröffentlichung eurer stimmungsvollen CD "Bloody tales of disgraced lands" sein. Die Reaktionen auf das gute Stück waren ja im groben doch sehr positiv, oder?

Wir sind mehr als zufrieden und sehr glücklich über die vielen positiven Resonanzen die wir für „Bloody Tales…“ erhalten haben. Es gibt natürlich immer jemanden der etwas auszusetzen hat, und so gab es natürlich auch negative Reviews oder Verrisse, aber zu 95% haben wir gut bis sehr gut abgeschnitten. Es ist toll für uns zu sehen wie weit uns „Bloody Tales…“ nach vorne gebracht hat. Einer der Höhepunkte für uns war der Einstieg in die Legacy Lesercharts in der aktuellen Ausgabe. Dies hat uns gezeigt dass die Scheibe nicht nur bei den Rezensenten sondern auch bei den Hörern gut ankommt. Für uns als niederbayerische Band, die in einem kleinen Bergdorf wohnt ist das alles noch immer ziemlich unglaublich, hehe.

Wie oft las ich Vergleiche zu Bands wie z.B. Mithotyn oder Ensiferum! Ehrt das nicht sehr?

Ich mag Ensiferum sehr, aber Mithotyn sind sozusagen meine Helden. Darum ist der Vergleich mit beiden Bands eine große Ehre für mich. Wir wurden ja nie als Kopie dieser Künstler bezeichnet, sondern nur ein gewisser Einfluss im Sound wurde hervorgehoben. Dies kann man locker so stehen lassen, da wie ich denke, der Wolfchant Sound eine ganz eigene Note besitzt und sich somit wieder von den oben genannten Bands abhebt.

Ich musste ja leider nen bissl am Sound rummosern...

Ja, und das vollkommen zu Recht, wir selbst sind mit dem Sound auch nicht zufrieden. Bei der Aufnahme mussten wir leider viele Abstriche machen, da bei uns in der Nähe kein Studio ist und wir auch nicht genügend Geld für einen längeren Studioaufenthalt aufbringen konnten. Es muss hier noch erwähnt werden dass ein Plattenvertrag zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Aussicht war. So haben wir die Songs über einen langen Zeitraum eigenständig produziert. Als wir dann genügend Geld zusammen hatten, haben wir alles in einem professionellen Studio Mischen und Mastern lassen. Für die Umstände ist das Ergebnis dann doch noch recht zufrieden stellend ausgefallen. Das nächste Album wird natürlich komplett im Studio aufgenommen.

2003 gegründet habt ihr im Winter 2005 jenes Konzeptalbum herausgebracht. Da ist nicht gerade viel Zeit ins Land gegangen. Hattet ihr bereits viel Material aus anderen "Vorgängerprojekten" zur Hand oder ging die Arbeit und das Zusammenspiel unter- und miteinander einfach so gut vonstatten?

Das Material für neue Alben wird bei uns grundsätzlich auch immer neu geschrieben. Songs die wir einmal verwerfen werden nicht mehr verwendet. Wir haben ja vor der „Bloody Tales..“ schon zwei Demos mit den Namen „The Fangs Of The Southern Death“ und „The Herjan Trilogy“ veröffentlicht, doch auch hiervon nutzten wir kein übrig gebliebenes Material für die aktuelle Scheibe. Mit Norgahd und Skaahl haben wir zwei kreative Köpfe in der Band die eigentlich pausenlos neue Songs komponieren, und wir somit immer relativ schnell genügend Material beisammen haben. Hinzu kommt noch dass jeder in der Band Gitarre spielt und noch mindestens 1-2 weitere Instrumente beherrscht, was den abschließenden Kompositionsprozess sehr beschleunigt.

Wie sehen denn nun eure Pläne für die Zukunft aus? Konzerte, Festivals, neues Material aufnehmen?!

Wir wollen Anfang 2007 unsere neue CD die „A Pagan Storm“ heißen wird veröffentlichen. Die Vorproduktion zum Album ist bald abgeschlossen und wir wollen Ende des Jahres ins CCP Studio um die Songs aufzunehmen. Auf dem Album wird man wahrscheinlich wieder um die 13 Lieder zu hören bekommen. Wir haben bei den neuen Songs versucht den Folkanteil leicht zu erhöhen und vermehrt auf Instrumente wie Flöten, Akkordeon und Maultrommeln zurückgegriffen. Das Keyboard haben wir weggelassen.
„A Pagan Storm“ wird schneller und etwas düsterer ausfallen als der Vorgänger, ohne jedoch unsere Handschrift zu verlieren. Wie auch schon bei „Bloody Tales..“ haben wir besonders auf die Eingängigkeit der Refrains und der Melodien geachtet ohne aber dabei die alten Songs zu „kopieren“.
Neben der Fertigstellung des Albums sind wir auch ziemlich viel Live unterwegs. Wir touren mit 3 weiteren Bands im Oktober 6 Tage durch Deutschland und Österreich. Dann spielen wir noch 3 Konzerte in Belgien und Holland. Des weiteren kann man uns 2006 noch bei einigen Festival und Clubauftritten in ganz Deutschland antreffen. Wie bereits oben erwähnt werden wir im Mai 2007 dann mit Waylander ein paar Konzerte in Irland spielen. Die genauen Termine gibt es auf unserer Homepage: www.wolfchant-metal.com

Zum Abschluss nun ein paar Worte an/über:
a) eure Fans
Wir haben sehr treue Fans die uns Tatkräftig unterstützen! Einige davon sind bei fast jedem unserer Auftritte, egal wo wir spielen, mit dabei. Gerade Live ist es natürlich sehr wichtig ein aktives Publikum zu haben, gerade dann wenn man mal nicht den besten Tag erwischt hat. Wir versuchen so viel Kontakt wie möglich mit unseren Fans zu haben, und verstecken uns weder vor oder nach dem Auftritt im Backstage Bereich. An dieser Stelle noch mal Danke an Euch für den tollen Support den wir die letzten Jahre erfahren durften!!!

b) eure Freunde
Geben uns Halt und Unterstützen uns ebenfalls wo es nur geht. Viele unserer Freunde sind auch Fans unserer Musik und begleiten uns so weit es geht zu den Auftritten. Auch an alle unsere Freunde Dank & Gruß von dieser Stelle aus !!!

c) Pagan Metal
Unser Herzblut und unsere Lebenseinstellung ! Wir brauchen diese Musik genau so wie die Luft zum Atmen!

d) die WM
Interessiert uns einen Scheiß!

Zum Abschluss möchten wir uns bei dir und Metalglory für dieses Interview und die Unterstützung bedanken. Wie immer hoffe ich dass man sich irgendwo mal auf einem Konzert trifft, um in aller Ruhe ein Bierchen zu trinken. Sag auch bitte dem Lex einen schönen Gruß von uns allen!
...ist hiermit wohl geschehen ;-)

Dank auch an euch und auf bald!






geführt am 22.06.2006   von Steffi
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musikalischer Background des Verfassers
(Fast) alles aus dem breit gefächerten Bereich des Pagan/Viking Metal. Gerne deftigen Schwarzmetall; nen bissl Death und Doom. Hauptsache ist es knallt und überzeugt mich!
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