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Blind Guardian "A Twist In The Myth - Das Neue Album"
Mittwoch, den 12. Juli 2006 hatte ich Marcus Siepen am Telefon. Der Gitarrist gab ausfürliche Auskünfte in Sachen neues Album, neues Label, neuer Schlagzeuger, alter Schlagzeuger und über vieles mehr.
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*ring, ring, ring* Hallo hier ist Marc.

Hallo hier ist der Marcus von Blind Guardian.

Ja, hi Marcus.

Schönen guten Tag!

Jo, schön. Wie geht's denn so?

Gut. Uns selber?

Ja, auch ganz gut.

Das's ja schön.

Hoajaaa. Ich bin Marc von Metalglory aus Hannover. Schon mal von uns gehört?

Ehrlich gesagt, nein. Aber das muss nichts bedeuten, weil ich auch nicht so wirklich auf dem Laufenden bin.

Macht ja nichts. Jetzt kennst du uns ja.

Jetzt habe ich euch kennen gelernt.

Ihr habt nun Euer 8. Studioalbum fertiggestellt und es auf den Namen "A Twist In The Myth" getauft. Wie zufrieden bist du mit den Aufnahmen und dem Resultat?

Wir sind alle extrem zufrieden, weil wir, unserer Meinung nach, das erreicht haben, was wir erreichen wollten. Wir haben ein neues Album rausgebracht, das sich stilistisch von allem unterscheidet, was wir vorher gemacht haben. Wir haben versucht das Bestmögliche zu geben, was Komposition und Produktion angeht. Wie gesagt, wir sind sehr zufrieden. Das Feedback, das wir bis jetzt von den Leuten bekommen haben, ist sehr, sehr positiv. Von daher scheinen wir alles richtig gemacht zu haben.

Wie lange haben die Aufnahmen gedauert?

Die waren für unsere Verhältnisse relativ schnell. Wir haben inklusive Mix ungefähr ein halbes Jahr gebraucht. Etwas mehr, weil wir zwischendurch ein Break machen mussten, weil Hansi krank geworden ist und nicht singen konnte, für knapp vier Wochen.

So was passiert bei euch eigentlich immer, oder?

Du kannst es nie ausschließen. Wir sind alle nur Menschen. Bei einer Albumproduktion steht man, logischer Weise, immer unter Stress, weil du immer auf 100% arbeiten musst. Und in solchen Situationen bist du natürlich auch anfälliger für Grippe oder was auch immer. Gerade wenn du über so einen langen Zeitraum produzierst, kann es natürlich passieren, dass du dir irgendwas einfängst. Aber im Gegensatz zu den Produktionen davor, hatten wir wenigstens keine technischen Probleme. Das ist die erste Produktion seit sehr langer Zeit, bei der uns die Technik nicht abgefackelt ist.

Wie sah eure Konzeption hinter dem Songwriting und der Produktion aus? Hattet ihr einen Masterplan oder zumindest gewisse Prämissen?

Die Gleichen, die wir eigentlich immer haben. Wir wollen uns nicht wiederholen. Wir versuchen jedes Mal was anderes zu machen als das, was wir auf den Alben davor gemacht haben. In diesem Fall war uns von vornherein klar, dass wie uns stilistisch von "A Night At The Opera" wegbewegen müssen, weil wir z. B. der Meinung waren, dass wir, wenn wir versuchen würden in dieser Richtung weiterzuarbeiten, uns nicht mehr steigern können. Ich wüsste nicht, wie man einem Song wie "And Then There Was Silence" noch einen draufsetzen könnte. Es macht keinen Sinn jetzt auf einmal eine 30 Minuten Nummer zu komponieren, die dann 400 Spuren hat und 1000 Chöre und ich weiß nicht was. Von daher war uns sehr schnell klar, dass die neuen Songs doch deutlich anders klingen sollten. Im Endeffekt sind sie ja auch deutlich straighter geworden und auch abgespeckter. Es sind weniger Chöre und weniger Gitarrenaufbauten da. Die Sachen kommen einfach schneller auf den Punkt. Das war die Marschroute, die wir uns selber im Vorfeld gegeben haben.

Keinen Masterplan gab es in der Hinsicht, dass wir jetzt folgendermaßen planen würden: So, wir brauchen eine Ballade, zwei schnelle Nummern und ein paar Midtempo Nummern, oder sowas. Sowas entsteht ganz automatisch. Wir fangen einfach an zu komponieren, mit einer gewissen Marschroute im Kopf, und der Rest entsteht von selber.

Auf dem Album stehen elf Songs. Sind das alle, die ihr aufgenommen habt, oder ist noch Material übriggeblieben?

Ein bisschen was ist noch übriggeblieben, was dann auf einer zweiten Single, die wahrscheinlich Anfang Januar veröffentlicht werden soll - wenn ich mich jetzt nicht täusche.

Wird es von dem Album eine Limited Edition geben, eventuell mit Bonustracks?

Es war auf jeden Fall geplant. Ich muss gestehen, dass ich da im Moment nicht ganz auf dem Laufenden bin. Ich bin vor zwei Tagen erst aus dem Urlaub zurückgekommen und weiß nicht genau, inwieweit sich das entwickelt hat. Deshalb will ich da jetzt nichts versprechen.

Na gut. Dann lassen wir uns einfach mal überraschen. Aber ihr habt doch bestimmt noch einen Coversong aufgenommen, oder?

Ja.

Verrätst du auch Welchen?

"Dream A Little Dream Of Me" von The Mamas And The Papas. Das ist eine der Nummern für die zweite Single.

Dieser Song ist eine etwas merkwürdige Wahl, für euch aber auch irgendwie typisch.

Ja. (lacht)

Zu "Another Stranger Me" habt ihr einen Videoclip gedreht. Was kannst du dazu berichten, also wo, wer, wie, warum?

Wir hatten mit mehreren Videoteams Kontakt aufgenommen und haben mit diesen an unterschiedlichen Konzepten gearbeitet. Gedreht haben wir in Belgrad. Das serbische Team hat uns am besten gefallen. Wir haben zwei Tage mit ihm gedreht, und sollten im Laufe dieser Woche die ersten Rohschnitte zu sehen bekommen, damit wir mit den Arbeiten am Feinschliff beginnen können. "Another Stranger Me" spielt in so einer Art Detektivgeschichte in den 30er Jahren. Dieser Detektiv entdeckt, dass er eine gespaltene Persönlichkeit hat, und dann geht es ziemlich ab. Leider konnten wir nicht die gesamten Aufnahmen sehen, weil wir wegen einiger Konzerte früh wieder abreisen mussten. Aber was wir gesehen haben, sah extrem vielversprechend aus. So warten wir jetzt sehr gespannt auf den ersten Schnitt, und dann sehen wir mal weiter...

Werdet ihr in dem Clip dann in stylischen 30er Jahre Kostümen herumlaufen?

Wir tauchen in dem Video auch auf, sind aber nicht die Haupthandlungs-Träger. Dafür wurden Schauspieler engagiert. Aber wenn wir auftauchen, dann auch in der Zeit entsprechenden Klamotten. Das war schon sehr spaßig.

"A Twist In The Myth" klingt mal wieder typisch nach Guardian. Typisch für euch ist es aber auch euer Songwriting nicht nur zu verfeinern, sondern es auch immer komplexer werden zu lassen und offen für neue Einflüsse zu sein. Was sind für dich in dieser Hinsicht die herausragenden Songs?

Es sind logischer Weise Parts auf der CD, die typisch für uns sind. Zum Beispiel hätte ein Stück wie "Straight Through The Mirror" auch problemlos auf der "Nightfall" oder der "Imaginations" stehen können. Auf der anderen Seite sind Stücke wie "Another Stranger Me" oder "Fly" für Blind Guardians Verhältnisse etwas komplett Neues. Das sind sehr viele 70er Jahre Rockelemente mit den entsprechenden Vibes drin. Auch eine Nummer wie "Carry The Blessed Home" haben wir in der Art noch nie gemacht. Wir haben versucht einen Mix hinzukriegen, zwischen neuen Einflüssen und unseren Trademarks, die auch immer ein Teil vom Blind Guardian Sound bleiben werden. Wir haben ja nicht vor uns als Band komplett neu zu erfinden. Wir versuchen einfach nur unseren Stil dadurch zu verfeinern und interessant zu halten, dass wir eben neue Elemente mit einbauen. Und das ist uns, meiner Meinung nach, auf diesem Album extrem gut gelungen. Auf der einen Seite hat es ein Back To The Roots Feeling, da wir wieder etwas kompakter zur Sache gegangen sind. Die Stücke sind nicht mehr ganz so verschachtelt wie auf "A Night At The Opera". Auf der anderen Seite sind trotzdem viele neue Elemente da. Es ist ein Mix aus neuen und alten Blind Guardian.

Faszinierend an Blind Guardian finde ich ihre Fans. Ihr habt ein extrem starkes und scheinbar loyales Following, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass eure Fans im Schnitt immer jünger, oder zumindest nicht älter werden?

Da gebe ich dir Recht. Als wir anfingen, hatten wir Fans vor der Bühne stehen, die wohl so um die 15 oder 16 Jahre alt waren. Und wenn wir heute auf Tour gehen, dann haben wir immer noch Fans dieses Alters da stehen. Wir haben aber auch ein Publikum, das mit uns über die Jahre gewachsen ist, also Leute unseren Alters. Da sind wir extrem stolz darauf, weil wir es scheinbar mit jeder Platte geschafft haben, ein neues junges Publikum anzusprechen. Das ist natürlich lebenswichtig für eine Band, weil die Fans aussterben (*lacht*), wenn du kein neues Publikum ansprichst.

Ihr habt einen großen Teil des Supports eurer Altfans verloren, weil viele von ihnen die schnelle Bandevolution nicht nachvollziehen konnten.

Da gebe ich dir auch Recht. Mit Sicherheit haben wir auch alte Fans verloren, was zwangsläufig passiert, wenn du dich weiterentwickelst. Es wird immer Leute geben, die z. B. mit dem ersten Album eingestiegen sind und für die dieses das Größte ist. Diese haben dann einfach ein Problem damit und akzeptieren es nicht, wenn wir uns von dem alten Sound wegbewegen. Dieses Problem erfährt wohl jede Band, die nicht einfach auf der Stelle tritt. Die Zahl der Leute die bei uns hinzukommen ist glücklicher Weise größer, als die derer, die vom Zug abspringen. Von daher ist das so schon in Ordnung.

Ich gehöre - zugegeben - auch eher zu den Altfans.

Das ist ja auch OK, und ich nehme es niemanden übel, wenn er sagt, "Ey, ich fand euch früher geiler als heute". Das ist eine Geschmackssache. Jeder steht auf was Anderes. Und selbst wenn wir es versuchen würden, was wir nicht tun, wir könnten es auch nicht Jedem Recht machen. Wenn wir jetzt ein Album aufnehmen würden, das nach "Somewhere Far Beyond" klingt, würden viele Leute, die meinetwegen mit "Nightfall" eingestiegen sind, sagen: "Och, was macht ihr denn jetzt? Die Sachen davor fanden wir aber besser."

Tja, ich fürchte, du hast sogar Recht.

Es ist so. Du kannst es nie Jedem Recht machen. Wie gesagt, wir versuchen es auch gar nicht. Die einzigen vier Leute, die wir versuchen zu befriedigen, die sind wir selber. Und bislang hat es immer hingehauen, dass wenn wir mit einem Album zufrieden waren, auch der größte Teil unserer Fans damit zufrieden war. Es wird immer ein Paar geben die meckern, weil ihre Erwartungen nicht zu 100% erfüllt wurden, aber damit können wir ganz gut leben.

Ihr habt eine neue Plattenfirma. Was hat euch zum Wechsel von Virgin zu Nuclear Blast bewogen?

Wir waren nicht mehr zufrieden mit Virgin. Virgin ist vor ein paar Jahren mit EMI zusammengelegt worden, wobei diverse Mitarbeiter entlassen worden sind. Darunter leider auch sehr viele, die ursprünglich für uns zuständig waren. Im Endeffekt hatten wir dann nur noch mit Leuten zusammengearbeitet, die von Metal keine Ahnung hatten und die von Blind Guardian keine Ahnung hatten; die auf Metal und uns nicht wirklich Bock hatten. Dementsprechend sind viele Sachen schief gegangen, und es lief nicht mehr so, wie wir es uns gewünscht haben. Dann haben wir uns mit denen an einen Tisch gesetzt und ihnen gesagt, dass wir gerne aus dem Vertrag heraus möchten, weil es so, unserer Meinung nach, nichts mehr gebracht hat. Und im Endeffekt haben sie das eingesehen, und wir konnten aus dem Vertrag raus. Wir haben uns nach neuen Firmen umgesehen, hatten logischer Weise sehr viele Angebote. Bei Nuclear Blast hatten wir das Gefühl am besten aufgehoben zu sein, weil die Vision, die sie hatten, und die Ideen, wie sie mit uns arbeiten wollten, sich so ziemlich mit unseren Ideen deckten. Von daher schien es die perfekte Partnerschaft zu sein. Nach dem, wie es bis jetzt läuft, kann ich sagen, es war die absolut richtige Entscheidung. Wir sind endlich wieder zufrieden.

Eure Medienpräsenz scheint mir auf jeden Fall gehörig gestiegen zu sein.

Nuclear Blast ist eine Firma, die weiß, was sie macht. Im Gegensatz zu Virgin ist Nuclear Blast eine reine Metalfirma, die sich in diesem Metier auch auskennt. Sie wissen nicht nur was sie zu tun haben, sie haben auch Bock darauf. Es macht sich auch gleich bemerkbar, wenn alle an einem Strang ziehen. Es funktioniert einfach, und wir müssen nicht mehr stundenlang über irgendwelche Dinge diskutieren und dabei gegen Vorurteile oder was auch immer ankämpfen. Mit Virgin hatte es zum Schluss einfach keinen Sinn mehr gemacht.

Was sich neben der Plattenfirma noch bei euch verändert hat, ist die Besetzung. Seit Ewigkeiten hatte Blind Guardian ein festes Line-Up. Mit Hansi, André und Thomen hast du weltweite Erfolge gefeiert. Nun hat Thomen die Band verlassen, und ihr habt einen neuen Schlagzeuger, den Frederik, als festes Bandmitglied engagiert. Das ist eine große Veränderung. Wie macht sich diese bemerkbar, was ist neu und was ist anders geworden?

Es hat uns einen tierischen Pusch gegeben. Musikalisch werden unsere Fans wohl nichts vermissen, weil Frederik seit vielen Jahren Fan von Blind Guardian ist und den Stil, speziell auch den Drumstil, perfekt kennt und weiß, was er zu spielen hat. Den grundlegenden Charakter der Musik hat er also nicht verändert, sondern hat, on Top, seine eigenen Einflüsse ins Spiel mit hineingebracht. Das war für uns perfekt, weil wir nichts verloren haben, sondern Neues hinzugewonnen haben. Es macht super Spaß mit ihm zu spielen. Er ist auch menschlich ein super netter Kerl, was natürlich genauso wichtig ist; immerhin gehen wir jetzt für 1,5 Jahre auf Tour. Wir freuen uns darauf wieder loszulegen. Die Plattenproduktion hat tierisch Spaß gemacht. Die Warm-Up Shows, die wir bis jetzt gespielt haben, waren wunderbar. Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft.

Pflegt ihr auch schon privaten Kontakt, oder ist bisher alles auf die Band beschränkt?

Nee, nee. Wir haben logischer Weise auch schon privaten Kontakt. Es ist so, dass er nicht in Krefeld wohnt, sondern in Süddeutschland. Also sieht man sich nicht so häufig, aber wir haben schon etwas zusammen getourt, und auch bei der Plattenproduktion war er ja hier und hat solange in Krefeld gewohnt. Das passt alles wunderbar.

Und wie eng ist der Kontakt noch zu Thomen ? Hat sich seit dem Split viel verändert?

Thomen ist vor ein paar Jahren nach Spanien gezogen. Deswegen hatten wir, wenn wir nicht unterwegs waren, relativ wenig Kontakt, es sein denn per Email oder Telefon. Ich habe mit Thomen öfters telefoniert, wobei ich ihn jetzt einige Zeit nicht mehr gesprochen habe, weil ich im Urlaub war. Der Kontakt ist aber nach wie vor da.

Thomen war jüngst ja auch sehr fleißig. Wie findest Du "Dreamland Manor"?

Ich finde sie in Ordnung. Sie klingt extrem nach alten Blind Guardian. Es wäre von daher nichts, wo wir Bock drauf hätten. Das wäre für uns genau das, was wir nicht wollen, denn wir würden uns tierisch wiederholen. Ich mag die Platte. Wir haben vor 15 Jahren schließlich selber diese Musik gemacht. Wenn Thomen das jetzt wieder machen möchte, ist das vollkommen in Ordnung. Ich wünsche ihm alles Gute damit. Nur wie gesagt, das wäre nichts, worauf wir jetzt Bock hätten. Wir lieben es nach wie vor unsere alten Sachen live zu spielen, aber das heißt nicht, dass wir dieselben Platten noch mal aufnehmen müssen. Da bevorzugen wir es einfach neue Sachen auszuprobieren.

Und auch schon mal in die Coldseed reingehört?

Ich kenne auch die Coldseed. Da macht er ja was ganz anderes. Das ist mehr die Nu Metal Abteilung, wobei ich auch diese Platte sehr OK finde.

Wäre es für dich, bzw. die Band denkbar Savage Circus als Support mit auf Tour zu nehmen? Gab es diesbezüglich Überlegungen?

Nachgedacht haben wir darüber nicht, weil es sich terminlich auch gar nicht ergeben hätte, da die Savage Circus eine ganze Ecke vor uns rausgekommen ist. Es macht ja nur Sinn mit einer Band auf Tour zu gehen, die auch halbwegs parallel zu uns veröffentlicht, damit auch zwei aktuelle Platten am Start sind. Prinzipiell hätte ich da keine Probleme mit, und ausschließen möchte ich das für die Zukunft nicht.

Am 1. September ist der Release von "A Twist In The Myth". Gilt dieses Datum weltweit, oder nur für Deutschland?

Dieser Termin gilt weltweit.

Nach dem Release geht es für euch auf Tour. Wo wird euch die Reise denn so hinführen? Sind Länder darunter, in denen ihr bisher noch nie gespielt habt?

Jede Menge. Kontinenttechnisch werden wir wieder alles abklappern, bzw. endlich mal alles. Wir starten in Europa; für sieben Wochen geht es kreuz und quer. Anschließend geht es nach Nordamerika und Kanada, für noch mal sechs oder sieben Wochen. Über Weihnachten und Neujahr haben wir einen kurzen Break, machen dann in Südostasien und wahrscheinlich Australien weiter. Dann geht es nach Süd- und Mittelamerika, und darauf kommen wir wieder nach Europa zurück, um verstärkt in Osteuropa zu spielen. Danach geht es wegen der Festivalsaison noch mal rum um die Welt. Und dann ist 2007 wahrscheinlich auch schon fast rum, und wir werden ein bisschen getourt haben.

Astral Doors werden euch in Europa supporten. Weißt du schon, wer sonst noch so für euch eröffnen wird?

Die einzigen Etappen, die bis jetzt bestätigt sind, ist dieser erste Europa Block und die USA-Kanada Tour. Alles was ab Januar passieren soll, wird im Moment geplant und gebucht. Da kann ich also noch nichts Konkretes zu sagen. Aber die sieben Wochen in Europa werden Astral Doors komplett dabei sein, und in Amerika werden es Leaves Eyes sein.


Blind Guardian sind ja bekannt dafür sich ihre Vorbands selbst auszusuchen. War das bei Astral Doors auch wieder der Fall?

Das war indirekt der Fall. Astral Doors sind an uns herangetragen worden.
Sie haben uns sehr gut gefallen und haben daraufhin den Zuschlag erhalten. Wir hatten aber verschiedene Überlegungen.


Habt ihr bereits irgendwelche Pläne über die anstehende Tour hinaus?

Wenn alles glatt geht, wird es im nächsten Jahr noch eine Veröffentlichung geben, denn dann werden wir hoffentlich endlich unser Klassik-Projekt fertig stellen können. Wir sind mit dem Songwriting fast durch und würden gerne in den Tourpausen die Aufnahmen machen.

Was treibst du eigentlich ansonsten so zwischen euren Bandaktivitäten? Eure Alben erscheinen ja, langsam aber sicher, in immer größeren Zeitabständen. Obwohl, nach deinen Beschreibungen hört es sich nicht gerade danach an, als würdet ihr besonders faul sein. Hast du noch andere Hobbies, Projekte oder Passionen denen du dich ausgiebig widmest?

Hobbies und Passionen habe ich reichlich. Das fängt bei Computerspielen an, geht über Bücher und DVDs. Zudem habe ich einen Sohn, mit dem ich soviel Zeit wie möglich verbringe. Außerhalb der Musik gibt es genug zu tun. Das ist nicht das Problem. Aber, wie du auch schon gesagt hast, soviel Freizeit haben wir gar nicht zwischen den Platten. Wir haben "A Night At The Opera" Anfang 2002 herausgebracht und waren dann bis Ende 2003 auf Tour. Bis Mitte 2004 haben wir an der DVD gearbeitet und haben relativ direkt danach an dem Songwriting für "A Twist In The Myth" angefangen. Wir haben ca. ein Jahr komponiert, dann ein halbes Jahr aufgenommen, und jetzt sind wir dabei Promo zu machen und haben schon die ersten Gigs hinter uns. Viel Leerlauf war da wirklich nicht zwischen.

Hörst du privat viel Musik?

Ich höre eigentlich ständig Musik.

Was favorisierst du denn so in letzter Zeit?

Aah, ich höre alles Mögliche quer durch den Garten. Das ist jetzt noch nicht mal auf Metal festgelegt, wobei ich aber hauptsächlich Metal höre, also der größte Teil meiner CD Sammlung besteht aus Metal Bands. In letzter Zeit, hmm: Die neue Amorphis hat mir sehr gut gefallen. Die letzte Nevermore, Opeth; die beiden System Of A Down Scheiben fand ich geil.

Hast du auch All-Time Faves?

Einen ganzen Sack voll, ja.

Zähle doch einfach mal ein paar Alben auf.

Wenn du Alben willst, würde ich jetzt sagen: "Number Of The Beast" von Maiden, "Heaven And Hell" von Black Sabbath, "Thunder And Lightning" von Thin Lizzy, "Awaken The Guardian" von Fates Warning und Rainbows "Rising". Wobei ich da jetzt stundenlang fortfahren könnte.

Ja, ja. Die guten alten Klassiker. OK, Marcus. Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche dir und deiner Band viel Erfolg für "A Twist In The Myth" und eine schöne Tour. Und am 12. September stehe ich hier in eurem Publikum und werde euch ordentlich anfeuern.

Danke, gern geschehen. Dann sag' ich mal, bis dann.

OK. Mach's jut.

Joo.

Ciao. *klick – tuuuuuuuuut*








geführt am 13.07.2006   von Chickenfires
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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