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Týr "Ragnarök In Heidelberg"
Lange habe ich darauf gewartet eine der besten Viking-Bands unserer Tage endlich live sehen zu dürfen. Als es dann am 27.9. in Heidelberg endlich so weit war, schnappte ich mir die komplette Band nach ihrem Auftritt, um erst einmal die ganzen CDs signieren zu lassen. Während die Band dabei etwas verwundert feststellte, welche Menge an Tonträgern sie schon veröffentlicht hat, legte ich mit den Fragen los!
Weitere Infos zu Týr:
REVIEWS:
Týr Eric The Red
Týr Ragnarok
Týr Land
Týr By The Light Of The Northern Star
Týr The Lay Of Thrym
INTERVIEWS:
Týr - Der Kriegergott Von Den Schaafsinseln
Týr - Ragnarök In Heidelberg
LIVE-BERICHTE:
Týr vom 08.10.2006

Wie sind denn euere Eindrücke von der Tour und vom Gig heute Abend?
Heri: Sehr gut. Wir sind total überrascht, wie viele Leute uns kennen, unsere Songs und sogar die Texte. Das ist zwar jeden Abend so, aber es überrascht immer wieder.


Nun habt ihr ja heute einen recht kleinen Club erwischt. Habt ihr euch im engen und heißen Schwimmbad nicht ein wenig eigenartig gefühlt?
(alle lachend):Jaaa
Kári:Wir haben vorher ja auch schon auf kleinen Bühnen gespielt, die vielleicht noch ein wenig beengter waren als hier. Aber wenn du dann solche Fans wie heute hast, ist das echt kein Problem.


Haben euch die Reaktionen selbst denn auch überrascht? Es waren ja schon einige Leute, die euch angefeuert haben. Vor allem weil mit Let Me Dream und den Reitern ja zwei weitere Bands heute Abend spielen, die sich stilistisch von euch total unterscheiden..
Kári: Natürlich ist das verblüffend. Allerdings haben wir auch schon mit Black Metal Bands gespielt, was ja nun auch sehr wenig Berührungspunkte mit unserer Musik hat. Die Reaktionen der Fans sind aber immer wieder erstaunlich... (lacht) Die ganze Tour durch Deutschland war bis jetzt extrem gut.
Gunnar: Stell Dir das vor: Die Fans singen sogar unsere Texte in Landessprache mit. Das ist klasse.

Jetzt verstehe ich auch, warum ihr auf der Bühne so viel lacht. Muss ja eigenartig sein, wenn wir Texte schreien, die wir nicht verstehen in einer Sprache, die wir in keiner Weise beherrschen.
Kári: Wir amüsieren uns köstlich (lautes Gelächter)
Heri: Aber es gibt ja die Übersetzungen im Booklet. Dann habt ihr ja eine Idee, was wir singen...oder auch nicht. Vielleicht lügen wir ja in der Übersetzung. Wer weiß das schon? (lautes Gelächter)

Wir werden es irgendwann herausfinden! Euere Songs weichen konsequent vom typischen Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Schema ab. Wusstet ihr, dass euere Musik auch live so gut funktioniert? Ich hatte heute Abend eher eine stillstehende und starrende Meute erwartet...
Heri: Es ist schon richtig, dass die Songs ungewöhnlich aufgebaut sind, aber sie sind fließend entstanden und nicht konstruiert worden. Das hört man natürlich und es wird auch nicht langweilig. Und ich glaube das ist es auch, was die Leute wach hält, anstatt dass sie sich gemütlich zurücklehnen.
Kári: Wir sehen die Fans dann auch immer beim Headbangen und wenn plötzlich der Rhythmus wechselt, schauen alle ganz verdutzt und fangen dann halt noch mal an. Aber daran müssen sie sich gewöhnen. (lautes Gelächter)

In eueren Songs besingt Ihr Mythen und Legenden?
Heri: Richtig. Die Ursprünge der Texte sind von den Färöer Inseln und Skandinavien. Aber es gibt immer wieder Parallelen zur Gegenwart. Wir machen mehr als nur Geschichten zu rezitieren. Es ist immer auch mit einem Querverweis oder mit einem Blickwinkel zur Politik, der Bedeutung des Lebens, Wissenschaft oder....
Terji: Sex?
Heri: Ja richtig! Auch Sex.

Nun gut, Heri. Dann erkläre mir doch einfach mal den Zusammenhang zwischen dem Text von „The Hammer Of Thor“ und der Gegenwart?
Heri nach einer ganz langen Pause: Da hast du dir jetzt genau unseren literarischsten Song ausgesucht...

Ich weiß...
(lautes Gelächter)
Heri: Ich werde dir jetzt trotzdem eine passende Antwort geben. Es geht um Kriegsführung, wie es die Leute betrifft und wie es gerechtfertigt werden kann. Nimm doch einfach mal die Rüstungsindustrie. Eine eklige Sache, aber es gibt immer wieder Gründe, um ihre Existenz zu rechtfertigen. Und dieses Gedanken passen dann schon gut zum Text von „The Hammer Of Thor“

Ok. Der Punkt geht an Dich! Bleiben wir doch beim aktuellen Album „Ragnarok“. Was habt ihr bisher an Feedback bekommen?
Kári: Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung.
Terji: Also auf der myspace-Homepage und unserer eigentlichen Homepage stehen bereits einige Kommentare, dass die Leute das Album wirklich mögen.
Heri:Gut und im Rock Hard haben wir auch eine gute Rezension bekommen und beim Metal Observer noch eine viel bessere mit 9,5 von10 Punkten. Von daher haben wir bis jetzt nur Gutes gehört. Aber alle sind sich einig, das „Ragnarok“ nicht so eingängig ist wie „Eric The Red“ und dass es einige Zeit braucht, um in das Album zu kommen. Aber sie sagen auch, dass unsere neues Album besser ist. Und wir hoffen jetzt, dass sich diese Meinungen so fortsetzten.

Dann bekommt ihr von mir jetzt auch noch die Bestätigung. Ich habe ja auch 9 von 10 verteilt. Und es ist wirklich so, dass man plötzlich an einen Punkt angelangt, es klick macht und man denkt: Das ist nur noch geil, was die Jungs hier machen.
Kári: Jaaa… (grinst ganz breit). Aber wir denken auch, dass es einfach klasse ist, was wir gemacht haben.

Wann habt Ihr die Songs für „Ragnarok“ geschrieben?
Heri: Einige sind sogar schon entstanden, bevor wir „Eric The Red“ aufgenommen haben und dürften gute drei Jahre alt sein. Zumindest die Ideen zu den Stücken. Bis wir alles arrangiert und ausgetüftelt hatten, dauerte es natürlich schon ein wenig. Wir haben die Songs oft verändert und es ist gut, wenn man viel Zeit hat die Stücke auszuarbeiten. Wie sage ich das am besten: Sie klingen einfach reifer und besser, wenn sie dann auf das Album kommen.
Kári: Vor zwei, drei Jahren haben die Stücke auch völlig anders geklungen.

Wie seit ihr in Kontakt mit Napalm Records gekommen? Eigentlich war es mit „Eric The Red“ ja nur eine Frage der Zeit bis ihr einen Vertrag bekommt. Dass es jetzt ein so großes und renommiertes Label ist, ist erfreulich.
Heri: Das muss vor etwa zwei Jahren gewesen sein. Da haben die Österreicher uns kontaktiert und wir haben etwa anderthalb Jahre verhandelt bevor wir im Januar dann unterschrieben haben. Und prompt kam auch schon die Wiederveröffentlichung von „Eric The Red.“ Wir haben auch mit anderen Labels verhandelt, aber letzten Ende haben wir uns für Napalm entschieden.
Kári: Wir sind auch wirklich hoch zufrieden mit Napalm Records. Die haben schon viel für uns getan. Eine junge Mannschaft, die verdammt hart arbeitet.
Heri: Zur gleichen Zeit haben wir auch bei der Booking-Agentur L!stenUP unterschrieben und die machen auch einen richtig guten Job.
Gunnar: Wir haben die aber erst getroffen, als wir unsere ersten Auftritte in Österreich hatten. Das war vorher eine Internet-Liebe.
(lautes Gelächter)

Wie viele Gigs habt ihr jetzt noch auf der Tour?
Kári: Ich glaube noch einen in Deutschland, zwei in der Schweiz und dann einen in Dänemark, bevor es dann mit Amon Amarth im November weiter geht.

Darauf erzähle ich den Vieren, dass sie auch in Lichtenfels spielen werden und verfalle dabei ins Schwärmen fürs Ragnrök 4, wo Tyr ebenfalls am Start sein werden. Wir plaudern etwas über die Fans in den verschiedenen Ländern, als ich plötzlich frage, wann Tyr denn vor einem Fußball-Spiel ihrer Nationalmannschaft einheizen werden..
(lautes Gelächter)
Heri: Das haben wir sogar schon gemacht. Es war ein Desaster. Damals hat unsere Mannschaft gegen Deutschland gespielt.

Das war wirklich ein Desaster..
Heri: Du meinst das Spiel? Für euch schon...(lautes Gelächter) Vielleicht bekommen wir ja irgendwann mal wieder die Gelegenheit.

Dann seit ihr also die bekannteste Band in euerer Heimat?
Heri: Ja. Ich denke schon.
Terji: Wir sind zumindest die einzige Band, die so weit gekommen ist durch Europa zu touren.
Heri: Wir haben auch andere Metal-Bands, aber die haben keine Alben oder spielen international.

Dann sollte ich mir bei Gelegenheit mal ein solches Konzert anschauen...
Kári: Mach das! Wir haben sogar Festivals mit vielen guten Bands.
Terji: Die Musiker in den Bands sind aber immer die gleichen.
Gunnar: Du wirst wirklich überrascht sein, wie viele Bands wir doch haben.
Terji: Ja, aber das bedeutet nicht, dass wir auch viele Musiker haben.
Heri: Es kommen aber auch international bekannte Namen wie „The Rasmus“ zu den Festivals.
Kári: Und da kommen schon einige tausend Leute. In diesem Jahr waren auf einem Festival so um die 10.000 Leute.

Aber auf den Färöern wohnen doch gerade einmal 50.000?
Kári: Wenn du also Einbrecher bist, solltest du während der Sommerfestivals kommen. Da ist niemand zu Hause. (lacht)

Mir fällt jetzt nichts mehr ein. Danke für das unterhaltsame Interview und die geile Show vorhin. Die letzten Worte gehören Euch!
Heri: We...love....Germany!
Terji: Und die schönen Mädchen hier.
Kári: Ja wirklich wunderschöne Mädchen.
Gunnar: Germany, we’ll be back.
Terji: Das ist aber Österreich…
Heri (auf deutsch): Wir...werden zurück kommen.
alle vier: Danke für das Interview und wir sehen uns bei der Amon Amarth-Tour.









geführt am 29.09.2006   von Nameless
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