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Amber "Über Die Ringcon Und Das Neue Album"
Die diesjährige RingCon, auf der Amber eine starke Vorstellung geliefert haben, ist seit einigen Tagen Geschichte. Eine gute Gelegenheit also, das Erlebte mit dem nötigen Abstand Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf kommende Ereignisse zu wagen. Martina hat sich Zeit für meine Fragen genommen...
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REVIEWS:
Amber Rabenflug
INTERVIEWS:
Amber - Über Die Ringcon Und Das Neue Album

Schildere mir doch mal zum Einstieg deine Eindrücke sowohl von der Ringcon, als auch von den Auftritten der Bands.

Da wir am Tag vorher in Wuppertal gespielt haben und erst recht spät ankamen, habe ich vom Con leider nicht so viel mitbekommen, wie ich gerne hätte. Das was ich gesehen hab, fand ich extrem cool. Aber ich bin ja auch Rollenspielerin, Conventions und vor allem Leute mit spitzen Ohren echt gewohnt und habe da Spaß dran. Die Bandauftritte fand ich alle sehr gut, ich fand auch schön, daß das Genre so durchmixt war von Mittelalter bis Elektro. Schelmish hatten klar einen Heimvorteil, aber wir hatten auch sehr viel Spaß mit dem Auftritt und machen offensichtlich vor allem Hobbitmusik, wenn ich mir mal so die erste Reihe in Erinnerung rufe. Kann ich gut mit leben! Naja und dann war das Hotel cool, das Essen super und die Crew, sowohl die Techniker als auch die Veranstalter, sind einfach supernett. Das ist natürlich klasse für jeden Musiker. Kurz und gut: Hat uns extrem viel Spaß gemacht!

Die aktuelle CD "Rabenflug" ist aus 2005. Falls ihr wieder ab neuen Songs arbeitet, in welche Richtung gehen sie musikalisch und Textlich?

Wir überlegen, Ende 2007 ins Studio zu gehen. Vorher wird es bei mir eng, da ich nächstes Jahr mein Diplom in Psychologie machen will. Tatsächlich haben wir aber bereits jetzt genügend Material für eine neue CD zusammen und spielen auch schon etwa 5 neue Songs im Set. Allerdings wollen wir musikalisch noch an Details feilen, um die CD zu einem echten Schmuckstück zu machen. Musikalisch werden wir ein wenig tanzbarer sein, aber es werden auch einige Balladen ihren Platz haben. Textlich wird es erneut eine starke Mischung aus Lyrik über Themen oder Emotionen, die mich bewegen, wie auch Geschichten die erzählt werden wollen, ähnlich wie auf der "Rabenflug".



Steckt eigentlich ein Konzept hinter der Thematik mit dem Roten Raben?

Oh ja. Der Rote Rabe steht im Asiatischen als Äquivalent für den Phoenix, der immer wieder aus der Asche steigt, zu der er verbrannt ist. Hierzulande gilt der Rabe als Totenvogel, doch vielleicht hat er nur die Asche noch nicht abgestreift und wird deshalb nicht als der Phoenix erkannt, der er ist. Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist, daß ich mit meiner Musik und indem ich mit meiner Band unterwegs bin, meine Träume lebe. Es hat lange gedauert, bis ich soweit war, bis ich die richtigen Leute gefunden habe und ich habe manchmal ganz unten in der Asche gelegen. Aber jedesmal wenn ich Musik mache, trägt es mich nach oben und ich stehe wieder auf. Das ist die wiederkehrende Thematik, das Konzept. Wenn man seine Träume konsequent lebt, wird man vom Totenvogel zum Phoenix.

Wie hat dir die Tour mit Saltatio Mortis letztes Jahr gefallen?

Sehr gut, auch wenn es für uns anstrengend war. Wir haben eine Independent Tour gefahren, die ich logistisch komplett planen mußte und nebenbei mit voller Power auf der Bühne stehen. Das war Knochenarbeit. Ich habe festgestellt, daß ich kurze Tourabschnitte oder auch Einzelkonzerte toller finde. Man kann dann mehr bieten und sich voll einbringen, ist noch nicht so ausgepowert, kann alles geben. Aber die Tour war natürlich schon eine Wahnsinns Erfahrung, die coolen Locations, eine Menge Leute kennen gelernt etc. War wichtig für uns und auch ein nachhaltig tolles Erlebnis, das uns geprägt hat und immer in guter Erinnerung bleiben wird.

Wird eine neue CD wieder in Eigenregie veröffentlicht oder habt ihr mittlerweile ein Label gefunden?

Momentan tendiere ich zur Eigenregie. Wenn ich ein Label finde, dann müßten die schon meine ganzen Zickereien und Extrawünsche tragen, das macht vermutlich niemand, der bei Verstand ist (lacht).

Also sucht ihr nicht bewußt nach einem Plattendeal. Welche weiteren Gründe gibt es dafür?

Es bringt finanziell nicht viel und du gehst dafür eine Menge an Verpflichtungen ein, auch musikalisch. Das Label will dann mitreden, in welche Ecke es geht, wie du dich darstellen mußt, welches Marktsegment du bedienen mußt, Erfolgsdruck, ich weiß nicht so recht, ob ich das will. Solange ich Indie bin, kann ich alles genau so machen, wie ich es mir vorstelle. Das ist mir wichtig, denn Musik ist meine Leidenschaft.Da gehe ich nicht gern Kompromisse ein.



Du schreibst ja auch Fantasy Romane, erzähle doch mal was darüber.

Naja, ich erzähle gerne Geschichten. Und wenn es zuviel für einen Song wird, packe ich es in ein Buch. Schreiben macht mir Spaß und es ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens geworden. Leider benötigt man dafür viel Zeit, deshalb leidet die Schriftstellerei auch gerade ein bißchen. Aber wenn ich irgendwann mein Haus an der südenglischen Küste habe, gehe ich vormittags ins Kaminzimmer zum Schreiben und Nachmittags ins Tonstudio zum Musik basteln. Dann gibt's jedes Jahre eine neue CD und einen schönen Roman (lacht).

Siehst du dich jetzt mehr als Schriftstellerin oder Musikerin?

Das kommt immer auf den Wochentag an. Ich schreibe natürlich auch meine Texte, also fließt das ineinander über.
Vielleicht ein bißchen mehr als Musikerin, obwohl ich als Autorin schon viel länger publiziere (unter ihrem bürgerlichen Namen Martina Sofie Noeth -Armin). Oder vielleicht gerade deshalb.

Nochmal zum Thema J.R.R. Tolkien: welche Figur fasziniert dich besonders beim Herrn der Ringe und warum?

Oha. Schwierig. Ich hab den Herrn der Ringe zum ersten Mal mit 12 gelesen und dann etwa fünfmal hintereinander. Damals fand ich die Elben besonders cool, vor allem das Volk um Galadriel, weil sie allwissend und so unglaublich mystisch waren und ich bin ziemlich anfällig für Pathos in großen Portionen. Im Film finde ich Sean Bean (Boromir) toll, aber er ist nunmal einfach seit "Sharp" einer meiner Lieblingsschauspieler. Vielleicht dann doch eher Haldir. Er ist cool, souverän und steht zu seinem Wort. Eine echt gute Kombination, die es in Realitas viel zu selten gibt. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden. Muß passen oder brauche einen Telefonjoker (lacht).

Martina, danke erstmal soweit. Die letzten Worte gehören dir.

Die letzten 2 Jahre waren für mich musikalisch sehr aufregend, vieles neu und spannend. Wenig polarisiert mehr als Musik, jeder hat da seinen ganz eigenen Geschmack. Umso schöner ist es, wenn Menschen mit mir meine Musik teilen, sie ihnen etwas gibt. Das ist für mich eine wundervolle, einmalige Erfahrung. Die letzten Konzerte waren alle superschön und ich möchte Allen ganz herzlich danken, die da waren und mit uns gefeiert haben, es war ein tolles Jahr. Und dir danke ich für dein Interesse an einem Interview mit mir.
geführt am 23.11.2006   von Armin
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