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Krypteria "Eisheilige Nacht In Mittelhessen: 22.12.2006 Live In Gießen"
Nach einer Viertelstunde muß ich mich schon aus dem SUBWAY TO SALLY Gig ausklinken. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn einerseits habe ich Eric Fish & Co. in den letzten anderthalb Jahren bereits einige Male gesehen, und andererseits bin ich heute mit Ji-In zu einem Interview verabredet. Pünktlich um 21.15 Uhr, die finalen Takte von "Schneekönigin" sind gerade am Verklingen, holt mich auch schon jemand aus der KRYPTERIA-Crew wie vereinbart am Merchandise-Stand ab. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die ganze Band wenig später beginnen wir in dem weitläufigen, weihnachtlich dekorierten Backstage-Raum, mit unserem Gespräch...
Weitere Infos zu Krypteria:
REVIEWS:
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INTERVIEWS:
Krypteria - Die Zeichen Stehen Auf Sturm
Krypteria - Eisheilige Nacht In Mittelhessen: 22.12.2006 Live In Gießen

Welche Eindrücke nimmst du von eurem heutigen Auftritt mit?

Ji-In: Sehr gute. Vor allem, weil das Publikum heute sehr gut abging, fand ich. Das kann man als Vorband ja nicht immer unbedingt erwarten. Es ist spannend, darauf zu warten, wie sich die Fans uns gegenüber verhalten, denn immerhin kommen die ja wegen SUBWAY TO SALLY. Ich muß sagen, daß wir auf allen Konzerten bisher immer sehr sehr lieb empfangen wurden. Die Leute haben toll mitgemacht, manchmal sogar "Zugabe" geschrien. Das ist eine absolut positive Überraschung, glücklicher kann man dann ja schon nicht sein, das macht einen dann sehr froh.

Dann seid ihr also auf die ideale Tournee aufgesprungen?

Ji-In: Wie gesagt, bisher war alles super. Man kann es nicht anders beschreiben, wir sind sehr dankbar, daß uns alle so freundlich aufgenommen haben. Es gab keine negativen Stimmen, die uns entgegengebracht wurden, im Gegenteil die Fans waren begeistert. Ich hoffe, daß das bis zum Schluß der Tour so weitergeht. Wir haben auch schon SUBWAY TO SALLY gesagt "Ihr habt so ein geiles Publikum, so lieb und so nett, quasi richtig gut erzogen" (lacht). Die Fans von SUBWAY TO SALLY scheinen uns sehr treu ihrer Band, aber auch aufgeschlossen anderen Bands gegenüber zu sein.



Das haben mir auch schon andere erzählt, die mit SUBWAY TO SALLY auf Tour waren, z.B. SALTATIO MORTIS und COPPELIUS. Die Letztgenannten spielen ja einen völlig anderen Stil.

Ji-In: Wenn ich im Publikum stehe, freue ich mich immer, wenn an einem Abend verschiedene Stilrichtungen angeboten werden. Das ist heute auch der Fall und das finde ich toll für die Zuschauer.

Mir hat euer Auftritt auch sehr gut gefallen. Ihr habt leider nach genau 45 Minuten Schluß gemacht. War denn da wirklich kein Platz mehr für eine Zugabe?

Ji-In: Nein, wir sollten 45 Minuten füllen und das haben wir getan.

Wie läuft denn so ein typischer Tourneetag bei KRYPTERIA ab?

Ji-In: Wir sind mit einem Transit unterwegs und übernachten immer in Hotels. Das bedeutet, wir übernachten in dem Ort, in dem wir gespielt haben und fahren am nächsten Morgen nach dem Frühstück weiter zur nächsten Location. Man verbringt halt viel Zeit auf der Autobahn, den entsprechenden Pausen natürlich, um sich die Beine zu vertreten. Wir lesen während der Fahrt sehr viel. Tja, irgendwann kommt man an und dann geht es auch schon los mit Soundcheck, Vorbereitungen und allem Drum und Dran bis zum Gig.

Euer neues Album "Bloodangel's Cry" erscheint ja am 19.01.2007. Wie lange hat es denn gedauert, bis ihr alle Songs komplett hattet?

Ji-In: Das ist nicht so leicht zu sagen, weil die Songs über einen längeren Zeitraum im Kopf entstehen. Mit der Produktion haben wir im Mai angefangen und bis vor einem Monat waren wir noch im Studio beschäftigt, danach haben wir das Mastertape abgegeben.



Schreibt ihr alle Titel gemeinsam oder gibt es bei euch einen Haupt-Songwriter?

Ji-In: Im Grunde kommen die Einfälle von Christoph, dem Gitarristen und Produzenten von KRYPTERIA, sowie von Kuschi, dem Drummer. Die hatten die Idee für diese Band und sind ja auch schon von Anfang an dabei. Die beiden liefern viele Ansätze, aber Frank und ich schalten uns dann auch ein. Was dieses Album angeht, so haben wir auf unsere bisherigen Erfahrungen zurückgegriffen, daß wir alle zusammen in diese kreative Phase eingestiegen sind, von daher sind die Songs schon gemeinsam entstanden. Für die Texte ist der Kuschi zuständig, weil er von uns allen am besten Englisch kann. Der formt dann alle unsere Ideen zu einem brauchbaren Text.

Hast du einen speziellen Lieblingssong auf "Bloodangel's Cry" und falls ja, warum gerade denjenigen?

Ji-In: Das ist eine schwierige Frage. Je nach emotionalem Zustand ist das unterschiedlich bei mir. Ich versuche generell offen zu sein, mich auf jeden Song einzulassen. Die meisten basieren ja auf eigenen Erfahrungen, das heißt man fühlt sich wieder in die jeweilige Situation hinein, lebt es wieder aus. Je nachdem wie ich mich fühle, gefällt mir mal der aggressivere, oder mal der sanfte Song besser. Ich liebe das Gesamtwerk, das Durchlaufen der verschiedenen Emotionen, deswegen kann ich mich da so nicht festlegen.

Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?

Ji-In: Der Name kommt aus dem Alt-Griechischen und steht für das Geheimnisvolle. Der Christoph hatte mal von einem Land geträumt, das in seinem Traum Krypteria hieß, so fing das an. Also all das, was im Verborgenen liegt.



Was können wir in 2007 außer dem neuen Album noch von KRYPTERIA erwarten?

Ji-In: Wir sind auf einigen Festivals, z.B. dem Summer Breeze und dem Amphi-Festival, vertreten. Im Anschluß an die "Eisheilige Nacht" sind wir erstmal in Asien unterwegs, also Vietnam, Südkorea und Japan. Das ist im Januar und Februar unsere erste Anlaufstelle, danach kommen die Festivals. Viele andere Vorhaben sind noch in der Schwebe. Ich kann nur sagen, daß das Team um uns herum fieberhaft und sehr gut arbeitet, so daß noch einiges passieren wird.

Welche anderen Alben hörst du dir so zur Zeit an?

Ji-In: Ich bin sehr eigenbrötlerisch. Während wir das Album aufnahmen, habe ich gemerkt, daß ich ein absoluter Einsiedler bin. Also in dem Sinne, daß ich von der Außenwelt überhaupt nichts mitbekommen habe. Das war wirklich nur Band und Family zu Hause. Deswegen kann ich dir da gar keine Namen nennen, weil ich während der letzten Monate doch sehr introvertiert war. Ich bin, was aktuelle Scheiben angeht, überhaupt nicht up to date. Es ist peinlich, das zu sagen, aber so ist es.



Eine kleine Anekdote am Rande möchte ich euch nicht vorenthalten:

Ich bin mit meinem Interview längst fertig, stehe mit Ji-In und Frank in dem Gang direkt hinter der Bühne und wir unterhalten uns noch über alles Mögliche. Da fliegt plötzlich die Türe auf und an uns vorbei stürmen in voller Montur Bodenski und Sugar Ray. Bodenski sieht uns, grinst breit und meint "Ick bin jewerkschaftlich orjanisiert. Ick hab' jetzt Pause". Sprach's und folgt seinem Kollegen in Richtung kaltes Büffet, während der Rest von SUBWAY TO SALLY draußen "Kleid aus Rosen" intoniert.



Danke und viele Grüße an:

Doro, Ina und Sebastian (Absolutpromotion)
Ji-In, Chris, Frank, Kuschi und Benny (Krypteria)
geführt am 30.12.2006   von Armin
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