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Savallion Dawn "Ur-power Metal In Reinkultur"
SAVALLION DAWN, diese Gruppe hat mich mit ihrer 3-Track-EP „Black Skies“ geplättet, wie sonst keine Eigenpressung zuvor und in die goldenen 80er zurückversetzt, als Metal Church einen mit Scheiben wie „The Dark“ regelrecht gegen die Wand geblasen haben. Um so erfreulicher ist es, daß SAVALLION DAWN nach einer wirklich langen Sängersuche nun endlich fündig geworden sind und bald den nächsten Hammer in Angriff nehmen werden.
Weitere Infos zu Savallion Dawn:
INTERVIEWS:
Savallion Dawn - Ur-power Metal In Reinkultur

Da es anscheinend immer noch ein paar „Unwissende“ gibt, beschreib mal kurz den Werdegang von SAVALLION DAWN
„Wir gründeten uns ca. Mitte 1997. Damals hieß die Band noch Deafness und sie suchten neue Mucker, da der damalige Sänger und der Gitarrist ausgestiegen waren. Wir fanden dann Ersatz für die Gitarre in Philipp Roeske und etwa ein Jahr später in Michael Beckers den Sänger. Mit der Zeit entwickelte es sich so, daß wir immer mehr neue und immer weniger Deafness Songs spielten. Die neuen unterschieden sich sehr von den alten. Sie gingen halt mehr in die Richtung, die auch auf dem Demo zu hören ist. Und als dann auch noch Ende ´98 mit Nikolas Fritz der Schlagzeug-Posten neu besetz wurde, entschieden wir uns, uns umzubenennen. Nach etwa drei Monaten stand dann der Name Savallion Dawn. Wir schrieben dann ca. ein halbes Jahr neue Songs und spielten zwei Auftritte hier in Oldenburg. Danach war erst mal nicht sehr viel, da wir uns nach dem zweiten Gig von unserem Sänger trennen mußten. Warum ist ´ne lange Geschichte. Es entwickelte sich halt so über die Monate hinweg. Es waren aber eher persönliche Gründe, die uns zu der Entscheidung brachten. In den folgenden Monaten verbrachten wir viel Zeit mit der Sängersuche. Was da für Typen kamen und sich als Sänger präsentierten, war echt der Hit. Unglaublich wie selbstüberzeugt viele sind. Im November ´99 verschickten wir dann eher aus Langeweile und Verzweiflung unser Demo. Wir waren echt überrascht über die Resonanzen. Ich mein´, wir fanden unsere Mucke zwar gut, hatten aber nicht damit gerechnet, das es andere auch taten. Zumindest nicht in dem Maße. Am erstaunlichsten war die Rezension im „Heavy, oder was!?“ (10/12 Punkte). Da war man natürlich stolz und tierisch motiviert. Letztlich wurde man jedoch immer frustrierter, da man so viel machen wollte, aber nicht konnte. Denn ohne Sänger kann ´ne Band nun mal nichts machen. Und gerade zu dem Zeitpunkt, als wir alle nicht mehr damit rechneten gesangstechnisch noch irgendwas zu erreichen – immerhin waren wir mittlerweile 14 Monate erfolglos auf der Suche – meldete sich Carl Delius (von Ex-Deadly Sin, Paderborn) bei uns. Wir standen schon eine gewisse Zeit mit denen in Verbindung. So von Band zu Band halt. Und dann auf einmal hatten wir ´ne E-Mail von ihm bekommen, in der er sich als Sänger bei uns bewarb. Bei ihm in der Band lief es wohl nicht mehr so zu seiner Zufriedenheit und ihm gefiel die Mucke auf unserem Demo. Also verabredeten wir uns zu ´ner Probe und er kam nach Oldenburg. Die Probe ging tierisch ab. Ihm gefiel die Mucke die wir machen, also auch die neuen Sachen, die nicht auf dem Demo sind, und wir waren von seiner Stimme begeistert. Und was noch viel wichtiger war, ist das wir auch sofort mit ihm auskamen. Es war eigentlich schon fast zu perfekt! Nun ja, was bleibt noch zu sagen? Er überlegte es sich gut und stieg bei Deadly Sin aus und zieht jetzt zu uns in den Norden. Und ab Februar können wir dann richtig loslegen...“
 
Wie würdet Ihr denn Eure Musik selbst beschreiben und wo seht Ihr Eure Einflüsse?
„Selbst beschreiben würden wir es als melodischen Power Metal. Auf jeden Fall liegen die Schwerpunkte in der Melodie und der Power. Solange ein Song so etwas aufweisen kann, spielen wir ihn auch. Der Einfluß liegt wohl in der Musik, die man so hört. Allerdings ist es schwer zu sagen, wer genau einen im Moment am meisten beeinflußt. Das geschieht doch eher unbewußt, da sich ja wohl keiner mit dem Vorsatz hinsetzt, einen Song zu schreiben, der nach genau der Band klingt, die er gerade gut findet. Ein Holländischer Radiosender beschrieb uns mal als „..Iced Earth und Nevermore, kombiniert mit Helloween´s Atmosphäre und Maiden´s zweistimmigen Gitarren.“ Ob das jetzt stimmt, keine Ahnung.“
 
Da man die Einflüsse meistens sehr gut von den jeweiligen Lieblingsbands ablesen kann: Welches sind denn Eure 5 Lieblingsbands?
„Jag Panzer/Titan Force, Blind Guardian, Omen (alle mit J.D. Kimball!!!), Iron Maiden, Agent Steel (-Prophet), Nevermore, Manowar, Iced Earth, Queensryche... Ich weiß, das sind jetzt schon wieder mehr, aber es ist halt sehr schwer, das so stark einzugrenzen. Speziell wenn man fünf Leute nach fünf Bands fragt!“
 
Auf diese Frage bis Du zwar schon am Anfang kurz eingegangen, aber beschreib nun noch mal ausführlich, wie Labels und Magazine auf Eure überragende Debüt-EP reagierten?
„Die Labels, die sich meldeten, reagierten eher zurückhaltend. Entweder war es für sie natürlich nicht sehr sinnvoll, eine Band ohne Sänger bei sich aufzunehmen, oder sie hielten das Demo für nicht ausgereift genug. Und letztendlich waren wir auch noch nicht soweit, irgend etwas zu unterschreiben. Bei den Magazinen sah es zum Glück anders aus. Wir bekamen in fast allen Rezensionen eine gute bis sehr gute Kritik. Die größten Magazine waren bislang das „Heavy, zwar schon zwei CDs von uns bekommen (eine davon haben wir Götz Kühnemund auf dem diesjährigen „Bang your head“ gegeben), jedoch kam bisher keine Reaktion von dort. Nun ja, mal abwarten... Viele Anzeigen aus Fanzines haben wir noch nicht einmal zu Gesicht bekommen. Wir haben darüber meist nur von anderen Leuten (von außerhalb) gehört.“
 
Was waren die kuriosesten Reaktionen und von wo kamen sie?
„Die erste seltsame Reaktion kam von „Hellion Records“. Die haben bei uns angerufen, um CDs zu bestellen. Als wir nachfragten, woher sie unsere Adresse haben, sagte man uns, daß man sie von einem Händler in Japan bekommen hätte. Dieser Händler soll sie von jemanden aus Deutschland bekommen haben. Wer dieser jemand ist, wollten die uns nicht sagen. Wir können es also nur vermuten... Das ist auf alle Fälle schon sehr seltsam, da Itzehoe nicht mal 250 km von Oldenburg entfernt ist. Und noch eine andere Sache war recht kurios. Wir bekamen übers Internet eine Nachfrage von einem Typ aus Tokyo. Er wollte wissen, wie er unsere CD kaufen kann. Da wir das sehr seltsam fanden, daß jemand unsere CD aus Japan ordert, haben wir beschlossen, sie ihm zu schenken. Wir haben ihm also das Teil mit der Bitte nach Tokyo geschickt, seinen Kumpels von uns zu erzählen, in der Hoffnung, daß noch weitere Bestellungen folgen würden. Kurze Zeit später bekamen wir dann eine Mail von einem CD-Laden namens „Disk Heaven“ aus Tokyo. Er orderte gleich 50 Stück! Da hat sich die eine verschenkte auf jeden Fall gelohnt. Zuletzt wurde unser Gitarrist Philipp eines morgens um ca. 8.30 Uhr vom Telefon geweckt. Am anderen Ende der Leitung war ein griechischer Händler, der CDs nachbestellen wollte. Das waren eigentlich auch schon die interessantesten Geschichten.“
 
Da Du zu ja eben zu den, sagen wir mal „offiziellen“ Reaktionen ´ne Menge erzählen konntest: Wie sind denn die Reaktionen Eurer Fans und was waren die einprägsamsten Erlebnisse auf Euren paar Gigs?
„Reaktionen von Fans können wir noch nicht großartig beurteilen, da wir erst zweimal in unserer Heimatstadt Oldenburg gespielt haben. Nach dem zweiten Auftritt mußten wir uns nämlich von unserem damaligen Sänger trennen, und danach war natürlich nicht mehr viel mit Auftreten. In Oldenburg waren die Reaktionen jedoch sehr positiv. Einprägsam war das Rockstarbenehmen unseres Ex-Sängers. Jedoch eher abschreckend einprägend. Wir würden jedenfalls nie wieder mit ihm oder jemandem der sich ähnlich verhält Musik machen wollen.“ Wie sieht so die Metal-Szene in Eurer Region aus, gibt es dort andere erwähnenswerte Bands und welchen Kontakt habt Ihr untereinander? „In unserer Region sind wir eigentlich die einzigen, die diese Art von Musik machen. Die meisten Bands aus Oldenburg sind Black- und Death Metaller (The Awakening, Demon´s Embrace und die wohl schon etwas bekannteren Obscenity), aber mit denen verstehen wir uns prächtig. Mit der einen Black Metal Band hatten wir hier dieses Jahr einen Auftritt. Wir traten als Larz-Tiede-Bänd (Lars Tiede ist unser Basser) auf und spielten alle möglichen Cover Songs von Maiden, Running Wild, Motörhead usw. Als Sänger nahmen wir dann irgendwelche Kumpels von uns, die dann abends total besoffen ihr bestes am Mikrofon gaben. War auf jeden Fall ein Höllen Spaß! Daran sieht man schon, das wir uns alle ganz gut verstehen, denn welche Black Metal Band würde so etwas schon mitmachen?“
 
Was fällt Euch in ein paar Worten zu diesen Begriffen ein?
Metal Church: „Geile Band, die Ihre Reunion hätten sein lassen sollen.“ „Die alten Götter. Sollten sich nach meinem Geschmack eher mit Mike Howe wiedervereinigen.“ „Eine der unterbewertetsten Bands!“ „Der Metal ist tot“ (Zitat Lars Ulrich): „Jemand, der den Metal ins Leben gerufen hat, sollte nicht so einen Scheiß sagen. Nur weil er nicht mehr in der Lage ist, einen guten Metal Song zu schreiben, sollte er Ihn nicht gleich für tot erklären.“ „Fuck Posers, kann man da nur sagen!!“ Die 80er Jahre: „Haben viele geile Bands hervorgerufen, die die Szene geprägt haben.“ „Damals war der Zusammenhalt noch besser. Die Szene an sich hat sich halt eher an den Heavy Metal gebunden, als an tausend einzelne Schubladen, welche (hauptsächlich) in den 90ern entstanden sind.“ (diese Aussage kommt von einem etwas „betagterem“ Bandmitglied) Der deutsche Underground: „Er existiert, wenn auch nur im eher kleinen Rahmen.“ „Es gibt so viele gute Bands, die wahrscheinlich nie eine Chance bekommen werden.“ Metalstorm (nun Metalglory): „Die Frage ist gemein! Nun, Metalstorm ist auf jeden Fall eine sehr gute Gelegenheit für kleine Bands wie uns, die Öffentlichkeit anzusprechen. Außerdem habt ihr ´ne ziemlich geile Internet Seite!“ „Kannte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, sorry.“
 
Wie sehen zum Abschluß Eure Zukunftspläne aus?
„Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, dann wollen wir so im April/Mai unsere erste komplette CD aufnehmen. Danach werden dann sicherlich viele Auftritte folgen, denn schließlich wollen wir der ganzen Welt in den Arsch treten und so viele Heavy Metal-Partys wie möglich feiern!“
 
Und dafür drücke ich Euch nun wirklich alle 3 Daumen...

 
geführt am 21.11.2000   von Børge
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musikalischer Background des Verfassers
Hard Rock, Heavy/Power Metal, Speed Metal, Thrash Metal, Death Metal, Black Metal, 80er-Jahre Metal, US-Metal, NWoBHM, osteuropäischer Metal jeglicher Stilrichtung
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