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Tears Of Decay "Ostfriesland Strikes Back"
Seit einiger Zeit gibt es nun schon die ostfriesische Death/Grind-Band TEARS OF DECAY. So langsam müsste eigentlich jeder, der sich ein wenig im Underground rumtreibt schon mal etwas von ihnen gehört haben. Wahrscheinlich hat der eine oder andere sie auch schon live erlebt, denn sie spielen sich wirklich den Arsch ab. Sobald irgendwo eine Bühne mal 5 Min. nicht bewacht wird, sind die Emder Rabauken auch schon da und legen mit ihrer genialen Mischung aus Groove und Geschwindigkeit die Hütte in Schutt und Asche.
Weitere Infos zu Tears Of Decay:
REVIEWS:
Tears Of Decay Saprophyt
INTERVIEWS:
Tears Of Decay - Ostfriesland Strikes Back
Tears Of Decay - Headbango Ergo Sum (ich Bange, Also Bin Ich)!

METALGLORY: Hi ! Alles klar bei Euch? Was macht die Kunst?
Michael: Moin, mir geht es soweit ganz gut. Voll im Stress wegen diversen Sachen. Henne: . Moin, moin Gevatter. Soweit ist alles klar hier in Ostfiesland (kein Schreibfehler). Hab nach drei Jahren meine Prüfung zum Heilerziehungspfleger bestanden. Bandtechnisch läuft auch alles rund.
 
MG: Ihr habt ja Eure selbstproduzierte Demo-CD Redemption schon einige Zeit auf dem Markt. Cudgel Agency hat die CD schließlich noch mal offiziell veröffentlicht. Wie ist bisher das Feedback auf Redemption?
H: Im großen und ganzen kann man zufrieden sein mit dem Ergebnis und dem Feedback das wir bisher erhalten haben. Dafür, dass wir die Redemption damals "nur als Demo" rausbringen wollten haben wir eine positive Resonanz bekommen. Wir waren selbst sehr überrascht, da wir niemals mit so einer guten Reaktion der Szene gerechnet hatten. M: Das Demo hat sich ein paar vernichtende Kritiken eingehandelt. Irgendwie habe ich es denn mal zu Cudgel gesendet und auf einmal hieß es: „Ihr seid dabei!“. Fanden wir natürlich super, hätten wir aber nicht gedacht. Die Reaktionen waren eigentlich nur positiv, selbst im Amilande, was mich persönlich gefreut hat, denn ich stehe auf diesen Amistil. Massig Reviews gibt’s auf unserer Homepage! Wir haben darauf einige Gigangebote bekommen und natürlich angenommen. Das geilste Ding war wohl das „Fuck the Commerce III“, aber auch das „Ludwigshafener Death-Fest“ und das „Mountain of Death-Festival“ in der Schweiz waren saugeil.
 
MG: Auf Eurer Homepage WWW.TEARS-OF-DECAY.DE ist nachzulesen, daß es Euch schon seit 1997 gibt. Was habt Ihr vorher in musikalischer Hinsicht gemacht? Auch was die anderen Bandmitglieder (Jörg (Bass), Steffen (Git.), Dirk (Dr.)) vor TEARS OF DECAY gemacht haben würde mich mal interessieren.
M: Ich hatte vorher mal in 1993 in einer Band namens Mystery Death gesungen, bin aber rausgeflogen, weil ich nicht grunzen konnte, hehe. Der Chris von Anasarca, jetzt Meatknife war auch dabei und eigentlich haben wir nur getrunken, hehe. War aber eine witzige Zeit. Ansonsten war ich nur Fan wie jeder andere auch. Ich glaube, ich habe dieses Jahr mein 15 jähriges Death-Metal Jubiläum. Außer Faltencreme kann ich mir dafür aber auch nichts kaufen, oder? H: Ich hatte etwa um 1991 meine erste Band. Wir hießen damals, wie die heute bekannte Band, um den alten Carcass-Klampfer Michael Amott, Arch Enemy. Das war allerdings seinerzeit kein Death Metal. Jörg hat, soweit ich weiss, vor Tears of Decay, keine Band. Ist also als Jungfrau in die Band eingestiegen. Haha. Steffen kannte ich bereits ewig und starteten mit einer Band namens Mistrust. Das hielt etwa gut 1 Jahr. Danach kam dann schon Tears. Dirk spielte bzw. spielt in unzähligen Bands. Von Punk bis Big Band über Black/Death Metal bis zu einem heute ins Leben gerufenen Hardcore Projekt.
 
MG: Wie würdet Ihr den Stil von TEARS OF DECAY beschreiben? Welche Einflüsse gibt es?
H: Würde sagen, dass wir zwar nicht frei von Einflüssen sind, dennoch aber immer unser eigenes Ding durchziehen und legen viel Wert darauf möglichst unabhängig das Songwriting zu gestalten. Denke das kann man auch wohl raushören. Sicherlich kommt einem der ein oder andere Part bekannt vor. Da muss man aber auch wieder die Masse der Bands sehen, die es so gibt in Relation zu den Tönen. Irgendwo sind halt Grenzen und ab da wiederholt es sich. Worauf es mir persönlich ankommt beim Songwriting ist, dass man sich nicht an einer Band bzw. Musikrichtung fixiert. Klar wird Tears nie irgendwelchen Technomüll oder Chartskack in die Songs einbauen. Wir machen halt die Mucke die uns gefällt, unabhängig von irgendwelchen Trends. Mag dieses Schubladendenken nicht. M: Ja, den Stil zu umschreiben ist nicht ganz einfach. Klassik meets Pop meets Jazz ist es nicht, sondern Death Metal, gepaart mit einem sehr gutem Einschlag Grindcore und groovigen Elementen, die man gerade bei den neuren Sachen heraushört. Einflüsse hat natürlich jeder verschiedene, das ist klar. Bei mir ist es so, daß ich total auf dem Ami-Death stehe a la Deeds of Flesh / Suffocation / Immolation / Incantation, natürlich Cryptopsy vergöttere, aber auch viele andere Sachen höre, die gut ballern wie Vader, Malevolent Creation, Dying Fetus etc., viel altes Zeug wie Death, Kreator, Demolation Hammer, aber auch Grindzeugs der neueren Sorte nicht verabscheue. Jörg kommt eher aus der Grindecke, besonders Carcass hat es ihm angetan. Steffen ist die Tanzmaus bei uns, denn er hört auch Zeugs wie In Flames und Dark Tranquality etc. Dirk hört eigentlich irgendwie alles. Tu alles zusammen, ja dann heißt es....Tears of Decay.
 
MG: Die metallische Szene in Ostfriesland ist ziemlich stark. Es gibt jede Menge gute Bands. Zu allererst muß wohl ANASARCA genannt werden. Vor allem Michael ist ja verdammt aktiv, wenn es darum geht den Underground nach vorn zu bringen. Beschreibt bitte mal den Ostfriesischen Metal-Underground und die Beziehungen der einzelnen Bands untereinander.
M: Jo, das ist richtig. Der Underground besonders der in Ostfriesland ist ein wichtiger Punkt für mich. Wir haben so ziemlich zu allen Bands guten bis sehr guten Kontakt und es gibt immer wieder neue Bands, die sich zusammenschließen, um ein wenig zu ballern, viele auch mit sehr gutem Erfolg. Sicherlich, Anasarca früher Vomiting Corpses waren mit Deformed, Silent Terror und Assorted Heap so die Anfänge des brutaleren Metals in Ostfriesland. Anasarca liegt ja im Moment ja auf Eis, da es da wohl persönliche Probleme gab. Neben uns gibt es da noch Gallery of Darkness (Death/Grind), Ingurgitating Oblivion (Death-Metal a la Morbid Angel, früher of trees and orchids), Fearer (Death/grind), Morsgatt (Grind/Death), Meatknife (Grindcore), Act of Fate (Death/Thrash), Despondency (geiler Death/grind mit Gurgelgesang), BK 49 (Cooler Thrash) etc. Ich würde, glaube ich, kein Ende finden. Der Kontakt untereinander ist wirklich gut, da kann man nicht meckern. Man versucht, zusammen aufzutreten und auf Undergroundkonzerten trifft man sich sowieso immer. Wer mehr hören will, kann sich bei mir den Sampler "Moin - Wir sind Ostfriesen“ bestellen. H: Das ist wohl war. Es gibt wirklich massig viele Bands hier oben. Denke weil hier meistens nix los ist und die Leute hier sonst Amok laufen. Anasarca ist/war schon ein starkes Zugpferd des Undergrounds (nicht nur in Ostfriesland). Zu den einzelnen Bands kann man nur sagen, dass sie alle wirklich hart an sich arbeiten. Eine mehr hervorzuheben find ich eigentlich nicht so dolle. Jede Band spielt halt ihre individuelle Form des Metals. Man versteht sich untereinander, und geht auch mal einen miteinander trinken (und anderes konsumieren
 
MG: Gibt es auch Kontakte zu Bands außerhalb des Death Metal? Ich denke da an Black Metal-Kapellen wie z. B. „SATANS BLOOD“, oder die Gothicmetaller „MANDRAKE“.
H: Klar gibt es den. Man kennt sich halt. Wir kommen mit den Leuten aus den Bands gut zurecht. Letztendlich zieht man an einen Strang, auch wenn es unterschiedliche Musikrichtungen sind. Steffen zum Beispiel spielte mal bei Mandrake. Ich spielte kurz bei der Punkband Fazit, ebenso wie bei der Death Metal Band Fearer. M: Ja, klar, wir sind da nicht so engstirnig. Auch wenn ich die Musik nicht als mein persönliches Highlight betrachte, haben wir gute Kontakte zu den Leuten von Satans Blood, da sie ja auch bei Fearer/Morsgatt zocken. Mit Mandrake haben wir auch guten Kontakt, obwohl der in letzter Zeit etwas eingeschlafen ist. Mit den Black - Metallern von Funeral Procession und Carpe Noctem haben wir vereinzelt Kontakte und versuche diese auch zu pflegen.
 
MG: Wie steht es mit der gesamten Underground Szene? Verrückte gibt es ja bekanntlich überall. Gibt es auch Kontakte über den Deich hinaus?
H: Wie? Gibt es leben außerhalb Ostfrieslands? Ach ja da war ja noch was. Jo, wir haben Kontakte zu anderen (nicht nur) Underground Bands. Wir sind gut befreundet mit Profanity (DM), Impure (DM), Mental Aberration (DM-R.I.P.), Kadath (DM), Sarx (DM), Human Waste (DM), Eye Sea (DM), Spawn (DM), Wormed (DM Spanien), Inhumate (DM/Grind Frankreich), Into the Gore (DM Griechenland), Esophagus (DM Österreich), Sinister, Incantation. M: Ja, was denkst Du denn? Ich möchte die hier gar nicht alle aufzählen, denn das würde den Rahmen sprengen. Meine Tätigkeit bei www.possessed.de und Necromaniaczine sowie Radio Mähdrescher hat sicherlich geholfen, den einen oder anderen Kontakt herzustellen. Ich bin sehr im Underground aktiv und die ganze Band stammt aus dem Underground und ist diesem auch zu Dank verpflichtet. Hier sitzen die wahren Fans und Freaks, nicht diese Mitläufer, die auf einer Welle schwimmen. Mittlerweile habe ich auch Kontakte in anderen Ländern wie Brasilien, USA, Australien, Indonesien, Spanien, Polen, etc. Überall gibt es ziemlich geile Combos, die es verdient hätten, einen Deal zu ergattern. Wenn man sich nur den deutschen Underground anguckt, kann man stolz sein, ein Teil davon zu sein. Wir haben zwei der drei United-Underground-Touren mitgemacht. (von allen Bands organisiert) Da hat man gesehen und gemerkt, was Underground bedeutet und wie es mit dem Zusammenhalt aussieht. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die beteiligten Bands Profanity, Mental Aberration, Human Waste, Esophagus, Obscure Oath und Your own Decay. War eine schöne Zeit. Es ist schön zu sehen, wie viele Freaks es gibt, die sich den Arsch dafür aufreißen, den Bands ein gutes Konzert zu ermöglichen. Besonders möchte ich hier meine Schweizer und Wermelskirchener Freunde grüßen. You`re the best, freaks. Es ist toll, ein Teil dieser Einheit zu sein.
 
MG: Vor kurzem habt Ihr endlich Euer Debut Saprophyt aufgenommen. Die CD wird demnächst über Cudgel Agency erscheinen. Gibt es einen Unterschied zu Redemption bezüglich Stil, Produktion usw.?
H: Vom Stil her gibt es keine großartigen Veränderungen. Es wird geballert, wo es nur geht. Die Songs sind ausgereifter und abwechslungsreicher geworden. Glaub wir haben daran lang genug gefeilt, sodass die Teile richtig um die Ohren knallen. Hört’s Euch an! M: Die Elemente sind dieselben geblieben, doch der groovige Anteil hat wohl ein wenig zugenommen, dafür sind die brutalen Sachen auch besser geworden. Jeder hat seine Technik erweitert, was ja zwangsläufig der Fall ist. Produktionsmäßig ist genau dasselbe passiert. Wir haben wieder bei unserem Kumpel Ortje aufgenommen im Audiocheck Studio in Emden. Diesmal wird jedoch der Kai von Harmony Dies das Ding abmischen, weil wir selber da nicht ganz den Plan von haben und der Pluto, der uns von Cudgel empfohlen wurde, die Scheibe mastern. H: Wir haben uns diesen Weg ausgesucht um für die Produktion möglichst viele Erfahrungen einfließen zu lassen. Da wir die Songs inzwischen bis zum abkotzen gehört haben, fallen uns evtl. Fehler kaum noch auf. Somit haben wir, über diesen Weg, die Möglichkeit, diese Fehler gar nicht erst entstehen zu lassen.
 
MG: Wie entstehen bei TEARS OF DECAY die Songs? Wer macht was? Erzählt mal wie die Geburt eines Songs bei Euch abläuft.
H: Die Gitarrenriffs, Drums usw. belabern wir wärend einer der seltenen Proben so lange bis es allen gefällt. Steht die Songstruktur schreibt Michael den Text, sofern er noch keinen hat. M: Tja, erst mal wird gesoffen und gefeiert und dann geht es los, nee. Wir haben ein absolut demokratisches Verhältnis in der Band. Am Song wird solange gebastelt, bis er fertig ist. Jeder bringt seine Ideen mit ein. Klappt ganz gut so und anders würde es auch Schwierigkeiten geben. Die meisten Riffs macht aber der Henne. Uns ist aber egal, wer sie macht, Hauptsache es gefällt allen. Das resultiert auch aus dem Grundgedanken der Band, denn in erster Linie geht es uns um Freundschaft und Kameradschaft und dann um die Musik.
 
MG: Ihr habt ja die Texte Eurer Songs nicht abgedruckt. Mich würde aber trotzdem interessieren, worüber sie handeln. Erzählt mal was dazu.
M: Ja, die Texte stammen alle von mir und behandeln im Grunde das Dasein des Menschen auf dieser Welt, um das mal grob zu umschreiben. Ich schildere einzelne philosophische Ansätze von Schopenhauer, Feuerbach, Nietzsche und meinem Lieblingsschriftsteller Sartre und füge meine Gedankengänge hinzu. Es handelt sich dabei um die Existenzphilosophie sowie die totale Ablehnung sämtlicher Religionen und die damit verbundenen Einrichtungen wie Kirche etc. Der Mensch hat den Gott erschaffen und nicht umgekehrt. Bis auf den Titeltrack Saprophyt stammen sie alle von mir. Dieses mal werden sie auch alle abgedruckt. Es ist natürlich eine persönliche Angelegenheit, wie wahrscheinlich jeder Text. Mir sind sie wichtig, aber auf die Musik von Tears haben sie keinen Einfluss. Ich persönlich halte Texte in der Musik, bzw. im Death-Metal nicht für so wichtig, verabscheue natürlich Bands die den Faschismus predigen oder so etwas. H: Versteht eh keine Sau!
 
MG: Nun aber noch mal zurück zur neuen Scheibe Saprophyt. Was bedeutet der Name und warum habt ihr ihn gewählt?
M: Mit den Namen kam Jörg an und er klingt ganz nett, oder? Kurz und bündig, den man sich nicht unbedingt so leicht merken kann, hehe. Übersetzt bedeutet er wohl Leichenfresser, bezieht sich aber nicht auf Zombies oder so, sondern stammt mehr aus den Naturwissenschaftlichen. Eigentlich könnte Jörg mehr dazu sagen. H: Setzt man den Begriff mit dem noch kommenden Cover (geht in Richtung Napalm Death - Scum, Brutal Truth - Extreme..., und Terrorizer - World Downfall) zusammen, versteht man es besser. Die Ideologie dahinter ist einfach die, dass das Individuum von so einer Masse von Schlechtem erdrückt, förmlich überrollt wird. Man hat kaum eine Chance diesen Prozess aufzuhalten oder sogar umzukehren. Es spiegelt einfach unsere heutige Gesellschaft wieder.
 
MG: Wie läuft es mit der Scheibe? Ich konnte mir ja schon den Rohmix anhören und muss sagen, daß es sehr geiles Zeug ist. Man erkennt sofort, daß TEARS OF DECAY da am Werk sind. Seid Ihr selbst damit zufrieden?
H: Danke für die Blumen. Bei den Aufnahmen hatten wir etwas Pech. Mir ist mein Amp kaputt gegangen und habe stets die Saiten durchgehauen. Da wir auch während der Aufnahmezeit Konzerte gespielt haben ist natürlich auch der Sound unterschiedlich. Das finde ich aber auch gar nicht mal so schlecht, da somit die Scheibe nicht so steril wirkt. M: Ja, eigentlich bin ich damit zufrieden. Vielleicht hätten die Gitarren noch ein wenig fetter werden können, aber es ist ja auch erst unsere zweite Aufnahme und diesmal ist es schon ein wenig professioneller abgelaufen. Richtig beurteilen kann man es erst, wenn man das Endergebnis in den Händen hält. Von daher bin ich noch zurückhaltend, aber die Songs selber finde ich natürlich super! Ich hatte beim Eingrunzen mit unserem Studiomenschen jedenfalls viel Spaß und viel Alkohol. So soll es sein!
 
MG: Ihr habt ja schon wie ich eingangs erwähnte, jede Menge Gigs gespielt. Habt ihr da auch eventuell Kontakte zu „etablierten“ Bands geknüpft? Wie sind Eure Erfahrungen mit den großen Namen des Genres.
H: Ja wir haben bereits mit größeren Bands wie Skinless, Aborted, Krisiun, Incantation oder vom Fuck the Commerce III her mit Dying Fetus, Monstrosity, Nasum, Sinister, Fleshgrind, gespielt. Allgemein kann man sagen, das man mit diesen Leuten echt gut Party machen kann. Dies haben wir größtenteils Michael zu verdanken. M: Ja, sicherlich haben wir da Kontakte herstellen können Es ist schon schön, wenn man mit Vorbildern spielen darf. Kommt geil rüber. Die meisten Kontakte erhalte ich aber aus meiner Tätigkeit als Schreiberling für das Necromaniaczine und das Netmag www.possessed.de. Im Grunde ist es aber egal, ob es sich um bekanntere Bands handelt oder nicht, denn was zählt ist, ob die Jungs gut drauf sind oder nicht. Namen vergehen und Bands auch, aber die Erinnerungen an schöne lustige Abende und Konzerte, die bleiben. Mit Incantation und Krisiun stehe ich aber immer noch im regelmäßigen Kontakt, oder auch Sinister und Houwitser, weil die gut drauf sind. Ob da irgendwann mal was draus wird, ist eine andere Story (Tour oder so?). Im Moment verstehe ich mich ganz gut mit dem Mike von Brodequin.
 
MG: Wie sind die Reaktionen des Publikums? Gibt es bereits eine feste Fangemeinde? Wie treten die Leute mit Euch in Kontakt?
M: Ja, ob es eine richtige Fangemeinde gibt, weiß ich nicht, kann man nicht beurteilen, doch wenn man mit einigen Leuten so quatscht, sind wir jedenfalls bekannt oder man hat uns immer mal gehört. Ich bin natürlich über jeden Fan glücklich und stolz und rede und quatsche auch viel mit denen. So wie es auch sein soll, hehe. Den meisten Kontakt erhält man natürlich per E-Mail, manchmal bekommt man auch ein Briefchen oder man wird angerufen, was manchmal ganz schön nervt, denn soviel Zeit habe ich eigentlich nicht zum telefonieren und ich telefoniere wirklich ungern. Aber wenn einer anruft, quatsche ich natürlich auch mit ihm, klaro. Da man selber Fan ist, weiß man, wie das ist. H: Die Publikumsreaktionen sind im Schnitt gut. Selten das wir ohne Zugabe von der Bühne kommen. Je mehr das Publikum abgeht, desto mehr Gas geben wir. Dies Verhältnis muss passen. Letztendlich ist es uns egal, ob wir vor 5 Leuten, die tierisch abgehen, spielen oder auf größeren Festivals, wo die Masse tobt. Wir versuchen immer 100% zugeben. Richtig ätzend ist es halt, wenn das Publikum nur rumsteht und letztendlich keine Party macht, denn wir sind im Grunde eine Party Band (und lassen garantiert kein Bier stehen). Da wir selbst auch häufig auf Konzerte gehen, geben wir vor der Bühne ordentlich Gas. Wenn ich mir eine Band Live ansehe, dann achte ich nicht drauf ob, sich da jemand verspielt. Dann kannste Dich ja gleich zu Hause hinsetzen und Dir die CD von der Band reinschmeißen. Olle Wohnzimmerbänger! Wenn man es so nennen will gibt es eine Fangemeinde. Ist zwar klein aber fein. Der Begriff Fangemeinde ist nur etwas zu hochgegriffen. Ich würde denn Begriff eher als Freunde der Band bezeichnen. Es ist halt persönlicher, da wir diese Leute auch meistens persönlich kennen und auch mit ihnen abhängen. Hier sollte man die Schweizer Underground Freaks erwähnen, die sich mehrere Stunden in den Zug setzen, um zum Beispiel nach Emden zum Ear Terror Festival zu fahren. Die sind komplett wahnsinnig! So sollte es immer sein. Es macht immer wieder Spaß mit denen abzuhängen. Nicht zu vergessen die Leute aus Ostfriesland und Umgebung. Entweder treten sie mit uns in Kontakt, oder wir (Michael!) schreiben die Leute an zwecks Konzerte und so weiter
 
MG: Was wollt Ihr noch loswerden? Das letzte Wort habt Ihr.
H: Legalize it! Alle Religionen sind Sekten! Kill, Fuck, Die!!!! Danke fürs Intie! M: Vielen Dank erst mal für das Interview, grüße alle, die ich kenne, wäre ein wenig lang, jetzt alle Bands zu erwähnen, hehe. Unterstütz den Underground, kauft Euch die Necromaniaczine - Ausgaben, vermehrt Euch, seid fruchtbar und hört Euch unsere Scheibe an. Bekämpft den Faschismus. Kill Fuck Die!
 
MG: Vielen Dank für Eure Zeit und alles Gute für TEARS OF DECAY!

 
geführt am 28.03.2002   von Arturek
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