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Vesania "Zeit Ist Relativ, Aber Alles Planbar..."
...und daher Vesanias -Black Metal- trotzdem extrem! Der 30.11.07, ein Datum, welches sich der Freund des härteren, extremen Geschmacks unbedingt merken sollte. Vesanias drittes Werk „Distractive Killusions” erscheint via Napalm Records in Deutschland. Da mich das Album wirklich umgehauen hat (siehe Review), musste ich einfach mehr erfahren. Daher waren Daray (dr.) und Siegmar (keys.) bereit sich einigen Fragen via E-Mail zu stellen.
Weitere Infos zu Vesania:
REVIEWS:
Vesania Distractive Killusions
Vesania Deus Ex Machina
INTERVIEWS:
Vesania - Nowy Polski Black Metal Wreszcie W Europie!
Vesania - Die Neue Hoffnung Im Black Metal!
Vesania - Zeit Ist Relativ, Aber Alles Planbar...
Vesania - Nowa (tylko) Polska Era Black Metalu? Chyba Nie Tylko!

Sorry, aber ich muss nun mal damit anfangen, dass mich euer neuesten Wekr einfach umhaut. So etwas hätte ich nicht erwartet!? Extrem und dazu eine geniale Produktion weist das Album auf. Wie sieht es bei euch nun aus und wie ist eure Reaktion, derzeit, auf das Ergebnis „Distractive Killusions”?
Daray:Wir sind sehr zufrieden mit der Produktion, dem Sound. Wir wussten von Anfang an was wir wollen und was wir im Stande sind zu bringen, nach so vielen Erfahrungen auf Tour und im Studio, auch mit eben unseren anderen Projekten. Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen der Fans und der Presse. Aber ich bin schon ziemlich sicher, dass sich so einiges im positiven Bereich bewegen wird.Siegmar:Nach den Aufnahmen zu "Firefrost Arcanum" und "God The Lux" habe ich gefühlt, dass wir durchaus im Stande sind etwas besser hinzubekommen. Nach den ersten Proben und Aufnahmen von "Distractive Killusions" hat mich mein Gefühl bestätigt. Ich bin persönlich sehr zufrieden von der gewaltigen Produktion, dem genialen Sound, natürlich auch aus Sicht meines Beitrags an den Keyboards. Ich warte ebenfalls sehnsüchtig auf die Reaktionen der Fans, aber für meine Begriffe ist es das beste was wir bisher als Vesania kreiert haben.

Woher nehmt ihr eigentlich die Zeit, neben euren zahlreichen Beteiligungen u.a. bei Vader, Behemoth oder Rootwater, immer wieder neues aufzunehmen? Woher kommen die Inspirationen und könnt ihr aus den Erfahrungen bei den erwähnten Beteiligungen für Vesania nutzen?
Daray:Zeit zu finden, das ist durchaus ein erhebliches Problem für uns. Es ist tatsächlich immer wieder sehr schwer alles auf einen Nenner zu bringen. Aber ehrlich gesagt spielen Vader und Behemoth sind nicht das ganze Jahr über auf Tour.
(Na ja, aber fast. Und das eigentlichte priavte Leben? Anm.d.Red.)
Zwischen den Pausen nutzen wir eben die Zeit ausschließlich für Vesania. Was das neue Album angeht, so war es schon Anfang 2006 klar, dass wir im Januar 2007 die Scheibe aufnehmen und im Februar produzieren werden. Wir müssen alles richtig planen sonst klappt gar nichts. Bis dato hat auch alles irgendwie geklappt und funktioniert auch hervorragend mit allen anderen Tätigikeiten. Siegmar:Als mit einiziges Mitglied ohne weiter Bandprojekte, sitze ich nun meist dann zu Hause, während die beiden Jungs (Orion und Daray) mit Behemoth bzw. Vader auf Tour sind. Das gute daran ist, dass ich wirklich immer wieder viel Zeit finde, um eben die Keys einzuspielen, neue Ideen zu entwickeln etc. Von daher, es hat nun auch diesmal alles hervorragend funktioniert.

Wie beschreibt ihr selbst eueren neusten Output, auch unter dem Aspekt im Vergleich zu „God the Lux”?
Daray:Es ist weiterhin Vesania und wir entwickeln uns weiterhin, sowohl menschlich als auch in der Sammlung an Erfahrungen. Jeder von uns investiert enorm viel Zeit in sein Instrument. Diese ganzen Effekte haben nun dazu geführt, was aus „Districtive Killusions” geworden, entstanden ist. Das Material ist abwechslungsreich, wirkt erwachsen, man hört förmlich die stetige Entwicklung. Ich habe den Eindruck, dass man endlich mit diesem Album etwas erreicht hat und zwar, dass Vesania ihren eigenen Stil besitzt. Siegmar:Dimmu Borgir sind die Ikonen des Synphonic Black Metal und deren enorme Verwendung, Einsatz von Keyboards ist nicht wegzudenken. Natürlich möchte ich dann in diesem Zusammenhang erwähnen, dass man bestimmt in unserem Sound auch mal an Dimmu Borgir denken wird. Ich selbst schätze diese Band sehr, aber dies ist nur ein Bruchteil dessen, was unseren Stil ausmacht und uns inspiriert. Wenn ich „God the Lux” und das neue Werk vergleichen müsste, dann fällt „Distractive Killusions" göttlicher, völliger aus, enthält verwzickte und abwechslungsreiche Kompositionen und die Produktion ist einfach viel besser.

Wer war diesmal für die Produktion verantwortlich? Gibt es aus den Aufnahmesessions etwas zu berichten?
Daray:Was die Drums anbelangt, so habe ich schon sehr professionelles Equipment bedient, was keine besonderen Überraschungen bietet. Die Aufnahme der Drums belief sich auf 10 Tage. Es war daher so lange, weil ich auf keinen Fall unter enormen Zeitdruck oder Stress dies einspielen wollte, das beste Ergebnis sollte bloß erzielt werden. Siegmar:Fast alles ist im Studio-X entstanden. Szymon Czech (Nyia, Third Degree, Prophecy) war der Produzent, der ebenfalls beim Debüt mitgemischt hat. Von daher kennen wir uns schon etwas länger und so hat es enormen Spaß bereit wieder zusammen zu arbeiten, was auch einige Bierdosen gekostet hat. Mix und Mastering haben wir miden Aufnahmen der Vocals verbunden, damit Orion die Möglchkeit bekommt immer wieder mit einer frischen Stimme aufzunehmen. Während der gesamten Phase hatte ich ständigen –virtuellen- Kontakt mit Orion, so dass wir auch einiges immer wieder ändern, beifügen konnten.

Ich möcht mal einige Songs etwas mehr unter die Lupe nehmen. Bei „Of Bitterness and Clarity“ kommt mir der Anfang wie bei einigen Stücken von Gorefest in den Sinn. Hast Du Daray immer etwas besonderes im Sinn oder lässt Du Dich tatsächlich auch oft beeinflussen und verwendest vergleichbare Parts der bekannteren Bands?
Daray:Wir hören sehr verschiedene Richtungen der Musik und damit auch viele Bands. Manchmal kommt es sicherlich vor, dass nach den Aufnahmen die ein oder andere Band als Vergleich in den Sinn kommt. Doch dies ist bestimmt nicht gewollt oder erzwungen. Doch man kann so etwas auch nicht verhindern. Wenn wir Songs schreiben, dann gibt es keinerlei Gespräche darüber, dass dies doch bitte nach dieser oder jener Band kllingen soll, keineswegs. Dies wäre Blödsinn und ohne Sinn. Wenn wir etwas kopieren o.ä. wollen, dann covern wir einfach eine Song und spielen den ein oder verwenden diesen Live.

...und wie sieht es mit den nächsten Stück der Scheibe aus? „Silence Makes Noise“ beginnt durchaus nicht ganz typisch B.M.-like, sondern mit einem heftigen Techno-/Industrial-Beat -Part! Wie ist es dazu gekommen?
Daray:Mit diesen Stück hatten wir von vornherein Probleme. Siegmar ist ausschließlich dafür in Verantwortung zu ziehen:-)! Anfangs waren dort bloß klassische Keyboards drunter, aber dann schließlich im Studio wurde es dann doch immer wieder verändert. Und es ist hammermässig geworden, bin sehr froh darüber, weil uns damit auch ein besonderes Experiment gelungen ist. Siegmar:Ja, das ist definitv gan klar meine Schuld und wie immer im Bezug auf meine Songs, spricht Daray meist über anfängliche Probleme:-). Bei den Proben waren wir uns tatsächlich nicht alle zu 100% einig, wie der Anfang nun wirklich aussehen soll. Doch dann bei den Aufnahmen im Studio fand Daray zu gewissen Stärken und somit einen coolen Weg mit den Drums; es ist sehr interessant geworden. Als ich hierfür die Keys aufnahm und Orion dann seine Vocals (wobei der Text hier äußert gewöhnungsbedürftig ist), wussten wir sofort, dass „Silence Makes Noise“ ein starkes Highlight des Albums darstellen wird.

Habt ihr weiterhin oder überhaupt Probleme mit der Presse und den Fans oder gar dem Label, wenn Vesania als Kopie oder Vergleich zu Dimmu Borgir, Satyricon, Behemoth etc. beschrieben und verkauft wird? Oder wertet ihr derartige Aktionen eher als Gewinn für euch aus?
Daray:Es ist verdammt schwierig in der heutigen Metalszene nicht mit irgendetwas oder irgendwem vergliechen zu werden. Von daher wird so etwas immer vorkommen. Jeder von uns hat seine eigene Inspirationswelt und Erfahrungen. Und wie Du schon sagst, es ist immer besser mit solchen Bands verglichen zu werden, als Nichtkönner oder Arschlöcher genannt und beschrieben zu werden. Siegmar:Ich habe etliche Vergleiche und Meinungen zu Vesania mitbekommen und erfahren. Doch mich überrascht immer wieder der nichtkonsequente Vergleich zu Dimmu Borgir. Die einen meinen, dass es tatsächlich sehr ähnlich klingt und andere wiederum verstehen es gar nicht, dass diese Band überhaupt in unserem Zusammenhang genannt werden kann. Ich habe keinesfalls Problem damit, wenn uns jemand mit solch genialen Bands vergleicht. Wie Daray schon sagt, Vergleiche wird es immer geben. Wichtig ist bloß, dass eine Band nicht versucht jemanden zu kopieren sondern ihr eigenes Ding durchzieht. Und letzteres ist bei allemal vorhanden. In Zeiten "Firefrost Arcanum" wurden wir hier als die polnischen Emperor bezeichnet. Dies war eine Art der Beschreibung des Musikstil und der Emotionen und kein Vorwurf als Kopie durchzugehen oder ähnliches. Ich rechne daher auch bei unserem neuesten Werk damit, dass wir mit diesen Bands verglichen werden.

Meint ihr, dass sich Behemoth und Vader so langsam Sorgen machen müssen? Wenn sie ein derartiges Werk wie eures, dann müssten sie doch Angst um die „Krone des polnsichen Metal” bekommen?
Daray:Vesania war (und wird es wohl) immer im gleichen Atemzug mit diesen polnischen Vorreitern genannt worden. Von daher werden wir uns davon auch nicht befreien können, zumal es für uns eine besondere Ehre ist mit denen genannt zu werden. Ein echt cooles Marketing oder nicht?! Wenn wir nie mit denen genannt werden wollen, dann müssten wir uns aus den Bands verabschieden und die Zeit nur mit Vesania verbringen...Siegmar:Vader und Behemoth das sind nun mal die bekanntesten Bands aus Polen. So lange Daray und orion bei den Bands mitmischen werden, wird sich auch der Bezug zu den Combos nicht ändern. Von der einen Seite ist es wirklich eine gute Werbung und von der anderen Seite nehmen diese beiden Bands viel Zeit ini Anspruch, die man sonst für Vesania hätte gebrauchen können. Ich bin echt guter Hoffnung, dass es irgendwann dazu kommen wird, dass wir -alle- ausschließlich für Vesania viel Zeit haben und nutzen werden, ohne jegliche Verpflichtungen für andere Bands.

Welche Pläne stehen als nächstes auf dem Plan, ausgenommen den 30.11.07!? Habt endlich mal vor mehr als zwölf Monate für den Zeitraum eines Jahres zu beantragen, damit ihr auch mehr Zeit für Vesania bekommt?
Daray:Wir würden sehr gern einen Videoclip drehen, dann touren und bei ein paar Festivals mitmischen. Doch alles was bei uns geschieht ist mit vielen anderen Aktionen verbunden, wir werden sehen wie sich alle Pläne verwirklichen lassen. Siegmar:Das wäre wirklich wunderbar, wenn das Jahr weitere zwölf Monate hätte, dann würden wir tatsächlich viel mehr Zeit für Vesania nutzen. Ich denke schon, dass es uns gelingen wird bald ein paar Konzerte zu spielen. Zudem bin ich guter Hoffnung, dass wir Zeit finden uns endlich gemeinsam als Band zu treffen, um auf die Arbeit und das Ergebnis, als das aktuelle Album, anzustoßen. Dies ist nämlich nocht gar nicht passiert, rate mal warum? Diese Scheibe verdient es einfach mit einem mächtigen Kater am nächsten Morgen aufzuwachen.

Jo, dann schon mal Prost. Werd sofort auch ein Bierchen drauf schütten. Vielen Dank für eure Zeit und die vielen neuen Eindrücke aus dem Hause Vesania. Hoffe auf eine Tour von euch und daher see you soon....
Daray und Siegmar:Danke auch, vielen DANK.
geführt am 29.11.2007   von Arturek
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