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Quo Vadis "Erweiterung Der Fangemeinde?"
QUO VADIS wurde 1988 in Stettin durch Tomasz „Skaya“ Skuza (voc., bass), Mariusz Baczkiewicz (git) und Wojtek Slabicki (dr.) gegründet. Sie zählen zu den Thrash Metal Pionieren aus dem Norden Polens......
Weitere Infos zu Quo Vadis:
INTERVIEWS:
Quo Vadis - Erweiterung Der Fangemeinde?
Quo Vadis - Politik, Existenz Und Gesellschaft!

Zum Bedauern der Fangemeinde wurde dieses Interview nie „richtig“ veröffentlicht!! Nun möchte ich die Gelegenheit nutzen und euch dieses im Jahre 1998 geführte (aber auch mit neueren Infos nachgereichte) Interview vorstellen. Zu aller erst eine kurze Biografie:
QUO VADIS wurde 1988 durch Tomasz „Skaya“ Skuza (voc., bass), Mariusz Baczkiewicz (git) und Wojtek Slabicki (dr.) gegründet. Das erste Demotape „Quo Vadis“ hat im Underground so für Furore gesorgt, dass sogar ein Videoclip „Rzeznik“ für das polnische Fernsehen gedreht wurde. 1989 folgte das zweite Demo „Monofobia“. 1990 stieg ein zweiter Gitarrist hinzu (Jacek Gnieciecki), um die Aufnahmen zur Debut-LP „Quo Vadis“ zu verstärken. Nach dem riesigen Erfolg des Debut wurde dieses auch in englischer Sprache aufgenommen und als MC veröffentlicht. Die zweite LP „Politics“ lies nicht lange auf sich warten, wobei zwischendurch die Jungs an sehr vielen Tourneen und Festivals teilgenommen haben. Mit ihrer zweiten Platte bekräftigten sie noch deutlicher, dass sie sich von vielen anderen Trends im Metal aufgrund ihrer hauptsächlich politischen und sozialen Texte sehr unterscheiden. 1993 stieg Robert Szymanski (ex-Violent Dirge) als Schlagzeuger zur Band. Zu den Aufnahmen der dritten CD „Test Draizea“ im Jahre 1995 stieg Pawel Kaminski für Robert hinzu. Der zweite Gittarist und Gründungsmitglied Mariusz Baczkiewicz verließ 1996 seine Kollegen, um seine eigene Band zu gründen. QUO VADIS hat an mehreren bekannten Festivals in Polen gespielt wie z.B. dem bekannten Metalmania, Jarocin sowie Station Woodstock. Ein Festival in Kopenhagen „It´s A´live `94“ wo sie als einzige ausländische Band gespielt haben zählt ebenfalls zu ihren Erfolgen. Quo Vadis treten jedes Jahr auf dem Benefiz WOSP Festival auf, wodurch sehr vielen kranken Menschen geholfen werden kann. Sie nahmen 1999 als einzige Vertretung Polens auf dem Prenzlauer Festival „Toleranz“ teil. Folgende CDs wurden bisher offiziell veröffentlicht: „Quo Vadis“ (1990 remastered 2001), „Politics“ (1992), „Test Draizea“ (1995), „Uran“ (1996) , „Po“ (1999) und die neuste Scheibe „Krol“. Zur Zeit besteht die Band aus: Tomasz Skaya (voc., bass), Jacek Gnieciecki (git.), Pawel Kaminski (dr.), marcin Bal (key.) und Marcin „Cimas“ (git.) ! (Nachtrag v.d. Red.) Aber nun möchte ich Skaya das Wort überlassen.
 
Fangen wir mal mit einer einfachen Frage an, die wohl jeden interessieren wird, da ihr ja im „Westen“ noch nicht so bekannt seid. Wie könnte man euren Musikstil bezeichnen?
Unser Stil wird als „czad“ beschrieben. Es ist eine Mischung aus Thrash, Death und Grunge. Ist schwierig zu beschreiben, da die Musik sehr abwechslungsreich halt teils schnell, teils langsam mit schweren, harten Riffs und dgl. All diese ganzen Begriffe und Schubladen verwirren einen total, wir machen einfach Metal und wollen nicht so in bestimmte Schubladen gesteckt werden, da wir vor allem sehr offen sind, was Musikstilrichtungen angeht! Aber trotzdem wäre als Vergleich wohl eine Mischung aus PRONG, VOIVOD, PANTERA und OVERKILL ziemlich zutreffend.
 
Wie ich feststellen muss habt ihr viele Coversongs auf Euren Platten? Erzähl doch mal ob es eine Art „Ritual“ bei euch ist, da es ja mind. einen auf jeder Platte gibt?
Das stimmt, wir haben viele Coversongs am Start! Auf der ersten Platte ist es eine polnische Band und zwar `Manam´ mit dem Titel „Kocham Cie kochanie moje“, auf der „Politics“ wohl die bekannteste Coverversion und zwar „Pretty woman“ von Roy Orbisson. Die „Test Draizea“ enthält einen Song von den Sex Pistols „The Silly Thing“ und auf der „Uran“ sind es wohl unsere besten Coversongs nämlich: „Venus“ von Shocking Blue (oder Bananarama) und „Every breath you take“ von The Police. Außerdem spielen wir viele Coversongs auf Konzerten wie z.B. „Black or white“ von M. Jackson, „Antysocial“ von Trust, „Cocaine“ von E. Clapton usw.
 
Wie wichtig sind für Euch die Texte?
Die Texte sind schon sehr wichtig und bilden für uns die Grundlage. In Polen war die englische Sprache nicht für jedermann verständlich, deshalb fingen wir an in polnisch zu singen. Die Texte handeln über das Leben an sich, über das reale Leben in Polen, über die Probleme denen wir jeden Tag begegnen, die wir auch in den Medien sehen, über das Leid der Menschen in den ehemaligen und auch heutigen Kriegen in der Welt, die Epidemien usw. Aber trotz der klaren und sehr anspruchsvollen Texte sind wir sehr fröhliche und spaßige Typen, auch wenn die Texte diesen Eindruck nicht verleihen.
 
Haben die Coverartworks eine Bedeutung, einen bestimmten Hintergrund oder einen Bezug zu den Texten?
Die Coverartworks sind sehr mit den Texten und den jeweiligen Titeln der Platten verbunden. Auf der ersten Platte „Quo Vadis“ sieht man Skelette die wie eine Armee marschieren und Flaggen tragen mit den abgebildeten Köpfen der drei Diktatoren - Stalin, Hitler und Jaruzelski. Die zweite Platte „ Politics“ zeigt einen dicken Mann mit Unterhose und Krawatte, in der einen Hand eine Aktentasche und in der anderen die Welt umringt, halt: KAPITAL / MATERIALISMUS; der falsche Reichtum usw. Die „Test Draizea“ zeigt ein Labor in dem gerade ein Tier-Experiment durchgeführt wird. Die „Uran“ enthält das radioaktive Zeichen. Ja, allein schon durch die Cover kann man schon erkennen in welche Richtung wir uns textlich und sehr wohl auch persönlich angesprochen und bewegt fühlen.
 
Was hört ihr zu Hause, gibt es irgendwelche Idole und vielleicht daraus resultierende Inspirationen?
Zu Hause hören wir verschiedene Musikrichtungen je nach Lust und Laune. Hauptsächlich mögen wir so Bands wie: Prong, Carcass, Overkill, In Flames, Therion. Die letzten Platten von Saxon und Bruce Dickinson mögen wir auch. Ach, da fallen mir auf einmal noch mehr ein wie: Die Toten Hosen, Chumbawamba, Enya, Nirvana, Death, Voivod, Black Sabbath usw.
 
Was war bisher für euch der größte Erfolg? :-)
Eigentlich alles jeden Tag! Aus musikalischer Sicht ist allein ein Konzert für uns ein Erfolg. Wir lieben das was wir machen. Ein Gig als Headliner oder Support ist ein Erfolg, ausserdem die Tatsache, daß wir über 100.000 Exemplare von „Uran“ verkauft haben und ein PC-Spiel mit unserer Musik („The Lost Legion“) veröffentlicht wurde.
 
Was denkst du über den allgemeinen Metal-Underground?
Underground ist unglaublich wichtig, es ist eine sehr ernste Sache und manchmal eine einzige Chance gute Bands kennen zu lernen. Wenn es den Underground nicht gäbe, dann frage ich mich welche großen Labels eine Band unter Vertrag nehmen würde die vollkommen unbekannt! Die meisten Bands entsprechen nicht dem Ideal der Plattenbosse, daher gibt es viele sehr gute Bands im Underground. Dieser war schon immer da und wird auch immer sehr stark vertreten sein!!!
 
Gibt es irgendwelche Projekte eurer Beteiligung oder ähnliche Pläne?
Eigentlich nicht, aber wir sind jetzt an einem Remix der „Uran“ Scheibe dran. Es wird auf keinen Fall eine technoähnliche Platte wie von Fear Factory sein, es wird eine acid jazz funky Platte sein. Zwar sehr ungewöhnlich, aber wie schon erwähnt, wir sind sehr offen was Musik angeht! Wir werden sehen was am Ende herauskommt.
 
Die wohl am meisten gestellte Frage möchte ich Dir auch noch antun. Deine Faves von 1 - 5?
1. PRONG „Cleansing“ 2. CARCASS „Swan Song“ 3. CHUMBAWAMBA „Anarchy“ 4. VOIVOD „Dimention Hatröss“ 5. VOIVOD „Outher Limits“
 
geführt am 31.05.2002   von Arturek
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