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Cataract "10 Jahre Pionierarbeit"
Das neue selbstbetitelte Knalleralbum und das damit verbundene 10 jährige Jubiläum der Schweizer Metalcore- Institution, waren mehr als genug Gründe ein paar Fragen an Drummer Ricky zu richten!
Weitere Infos zu Cataract:
REVIEWS:
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Cataract With Triumph Comes Loss
Cataract Cataract
Cataract Killing The Eternal
INTERVIEWS:
Cataract - Thrash Metal-keule Par Excellence!
Cataract - 10 Jahre Pionierarbeit

Euer fünftes Album ist nun schon einen Monat alt. Wie sind die bisherigen Reaktionen darauf und wir wohl fühlt ihr euch mit eurem neuen Werk?

Die Reaktionen sind äußerst befriedigend; ich denke dass die erkannt haben, was wir erreichen wollten und natürlich dass wir es erreicht haben. Wir selbst sind sehr happy damit, der Sound stimmt und musikalisch ging es endlich einen ordentlichen Schritt weiter!



Ihr habt euer neues Album schlicht „Cataract“ genannt. Wie kam es dazu, ist es erst das fünfte Album, welches die Band wirklich zu 100% widerspiegelt?

Ein Grund war vor allem die Änderungen, die sich im Line up abgespielt haben, einige Wechsel waren unglücklich, andere nötig. Wir sehen dieses Album aber nicht als "das einzig wahre", sondern gewissermaßen als neuer Start, ein weiterer Grund war, dass es unser zehnjähriger Geburtstag ist.

Wie seit ihr an das neue Werk herangegangen? Wie ich hörte seit ihr mit einem neuen Gitarristen und ohne Basser ins Studio gegangen. Habt ihr inzwischen einen neuen am Bass und wer ist euer neuer Gitarrist?

Das ist richtig. Wir haben das Songwriting ziemlich bald nach Tom's Einstieg gestartet, wobei sein Beitrag in Zukunft sicher noch gewichtiger ausfallen wird. Wir haben in recht kurzer Zeit das komplette Album geschrieben, da wir uns davor lange hinhalten ließen und entsprechend viel zeit durch die Wechsel verloren haben. Tom ist ein sehr kreativer Gitarrist und deshalb gestaltete sich das Songwriting auch sehr produktiv. Die Aufnahmen haben wir dann tatsächlich ohne Bassisten gemacht, wir haben Nico's Vorgänger kurzfristig geschmissen und das Album hatte dann Priorität vor der Bassistensuche.

Mit „Cataract“ feiert ihr quasi euer 10 jähriges Bandjubiläum. Wenn ihr zurückblickt, wie steht ihr zur Vergangenheit. Was würdet ihr genauso machen und was vielleicht anders?

Ich denke wir würden auf jeden Fall an unserem Sound fest halten, auch wenn wir uns damit von Beginn weg zwischen die Stühle gesetzt haben. Ich bin auch zufrieden mit dem was wir bisher erreicht haben, auch so gesehen würde ich da nichts anders machen. Ändern würde ich höchstens den Anteil Blast Beats, die bei „...Triumph...“ und „Kingdom“ komplett gefehlt haben.



Wie schaut es mit den Lyrics aus. Cataract sind schließlich eine Band die vor politischer und gesellschaftlicher Kritik nicht zurückschreckt. Wovon handeln die Lyrics des neuen Albums?

Es geht bei jedem Song um ein mehr oder weniger abgeschlossenes Thema, meist sind es gesellschaftliche Themen, die unserm Sänger aufgefallen sind und über die er sich auslassen möchte. manche sind aber auch auf die Szene bezogen wie zum Beispiel `Snake Skin´ in dem es um das Phänomen der immer wieder auftauchenden Szenepolizei geht, die den Leuten mitteilen will, was gut und was schlecht ist, wie sie zu leben haben etc. Das interessante daran ist, dass grade die Typen, die am meisten Lärm machen, am schnellsten wieder weg vom Fenster sind und alles, was sie so leidenschaftlich propagiert haben, über Bord schmeißen – symbolisch dafür steht der Titel.

Was sagt ihr zur aktuellen Situation des Metalcores. Wo steht ihr in der Szene und wie seht ihr dieses Genre an sich bzw. seine Szene? War es wirklich nur ein Trend oder hat es sich doch etabliert?

Naja, seit Metalcore groß geworden ist, wird schon das Ende propagiert. Uns geht's herzlich am Arsch vorbei. Metalcore ist groß geworden als noch keine Sau sich großartig dafür interessiert hatte; Band wie wir, Maroon, HSB etc wurden halt unter diesem Label gehandelt weil die Bands in die Hardcore Szene gehörten, die Musik aber meistens fast reiner Metal war. Die Bandbreite und die Variationen waren aber schon immer sehr groß zwischen den Acts. Irgendwann gabs dann einen Knall und plötzlich haben alle schon irgendwie, irgendwo Metalcore gemacht. Auch wenn es den meisten nicht passen will, etabliert hat sich der Stil schon lange und es geht unter diversen neuen Namen konstant weiter.

Wie sind eure diesjährigen Liveshows verlaufen? Und wie sieht eure Planung für den Rest des Jahres aus?

Dieses Jahr hatten wir noch nicht viel, wir machten ein paar einzelne Shows bisher – wir haben an der HSB Plattentaufe gespielt, dann kam unsere Releaseshow im März und zuletzt ein paar Dates in Italien. Ab nächstem Wochenende geht’s dann wieder los, da haben wir dann wieder fast wöchentlich Shows. Es gibt natürlich auch einige Festivalauftritte und dann im Herbst ne Tour die wir dann noch ankündigen wenn alles festgenagelt ist.

Ihr habt auch schon in den USA getourt. Bitte erzählt uns kurz eure Erfahrungen von dort! Wie waren die Bedingungen und vor allem: hat sich das touren überm Teich gelohnt?

Es war auf jeden Fall ein super Erfahrung für alle von uns. Es war zwar sehr chaotisch, Shows fielen aus, andere wurden eben noch organisiert, aber die Shows waren schon klasse, sogar als europäische Band – was mich positiv überrascht hat. Dem muss aber angefügt werden, dass es die wenigsten großartig interessiert hat, wer oder was wir sind. Vielen reichte es, dass wir ordentlich Mosh Parts hatten und sie sich die Köpfe einschlagen konnten. Aber wenn das so sechshundert Leute machen passt das schon. Die Bedingungen kann man nicht mit Europa vergleichen. Wenn du drüber Headliner bist, dann wird es ok sein, aber als "unter ferner liefen" kriegste dort nicht mal was zu essen.

Wie seit ihr zum Metal gekommen und warum seit ihr beim Metal bzw. Hardcore gelandet und nicht Fans eines anderen Genres geworden?

Wir sind ausnahmslos alle über Metal zur extremen Musik gekommen. In meinem Fall ging ich einfach an HC Shows weil die Leute es geschafft haben, was auf die Beine zu stellen. Ich habe zu Beginn in einer Power Metal band namens "Sorceress" getrommelt und da auch Shows mit anderen sehr ambitionierten Metalbands gespielt – aber was gerissen hat keine davon. Als Metalband war es wichtiger, sich mit so Kram wie "wer sind unsere Roadies", "wer ist unser Manager", "an wen schicken wir unser Demo" beschäftigt, während die Hardcorebands drauf gepfiffen haben und einfach loslegten. Das hat mich mehr als beeindruckt. Mit dem Sänger/Gitarristen meiner Band habe ich ein Fanzine gemacht und wir räumten dem Hardcore viel Platz ein, so kam ich mit den Exponenten der Szene in Kontakt. Ich traf Simon (der mit mir zusammen Mine, Damage ID und mit Greg Cataract gegründet hat) übrigens an einer total überfüllten Clubshow der Schweizer Profax!

Was würdet ihr gänzlich ohne eure Musik, also ohne Cataract tun? Keine Musik mehr machen oder in einer anderen Band spielen?

Ich würde auf jeden Fall in einer anderen Band spielen oder mich sonst wie mit Musik beschäftigen. Ohne könnte ich auf keinen Fall sein. Und wenns irgend ne popelige Punk Band wäre.

So zum Schluß noch ein paar Entscheidungsfragen! Agnostic Front oder Biohazard?

Biohazard – an deren Shows habe ich einfach zu gute Erinnerungen.

Club Show oder Open-Air?

Kommt immer drauf an, kann beides total Hammer werden. Vom Sound her knallts bei Club Shows aber mehr.

Exodus oder Testament?

Testament, "The Legacy" tischt für mich alles weg, was Exodus gemacht haben – dafür wird mich Tom vermutlich aufschlitzen.

Fleisch oder Gemüse/Obst/etc...?

Geht nix über ein saftiges Steak vom Grill! – dafür wird mich der Rest der Band umlegen.

So, vielen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören wie immer euch!

Danke dir für den Support. Es könnte sein, dass ich nach den letzten Antworten eine neue Band suche! Bis dahin kommt an unsere Shows und zieht euch unser neues Album rein!



geführt am 07.05.2008   von Toby
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