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Destination`s Calling "Melodic Power Metal Und Noch Viel Mehr!"
Dass im Süden Deutschlands hervorragende Melodic Metal-Bands wie Pilze aus dem Boden sprießen, ist ja schon längst kein Geheimnis mehr. Die vier Jungs von DESTINATION`S CALLING bilden da keine Ausnahme. Seit gut einer Woche steht ihr neues Werk „Invisible Walls“ in den Läden und ist auch aus meinem Player seit Tagen nicht mehr wegzukriegen. Großartige Melodien und treibende Gitarrenriffs mit tollen Soli sprechen da für sich. Um einen Eindruck zu bekommen, wie es hinter den Kulissen aussieht und wie die Entstehung des Albums von statten ging, stellt sich Gitarrist Markus Göller den Fragen von Metalglory.
Weitere Infos zu Destination`s Calling:
REVIEWS:
Destination`s Calling
Destination`s Calling Baptized In Blood
Destination`s Calling Damokles
Destination`s Calling The Revivalry - A Tribute To Running Wild
Destination`s Calling Amicizia Famiglia Per Sempre
INTERVIEWS:
Destination`s Calling - Melodic Power Metal Und Noch Viel Mehr!

Hallo Markus! Zunächst mal ein großes Kompliment zum Release des neuen Albums. Wie ist denn die Resonanz auf „Invisible Walls“ bis jetzt, auch im Vergleich zu euren früheren Demos?
Hallo Roman. Vielen Dank für die Glückwünsche und für’s Interviewen. Ja es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir mit unserem neuen Album einen Stein ins Rollen gebracht haben. Wir bekommen sehr gutes Feedback aus aller Herren Länder und sind unheimlich stolz auf unser „Baby“. Ein Vergleich zu unseren früheren Veröffentlichungen zu ziehen ist natürlich dadurch erschwert, dass wir es hier mit einer Label-Veröffentlichung zu tun haben (im Vergleich zu den in Eigenregie veröffentlichten Vorgängern). Da hast Du einfach schon mal alleine von der Promotion her eine viel breitere Abdeckung der europäischen und weltweiten Musikpresse. Wenn man das Ganze aber jetzt mal ausschließlich auf die Rezensionen bezieht, die wir damals bekommen haben, dann schließt sich mit ‚Invisible Walls’ irgendwie wieder der Kreis. Denn schon mit unserer ersten Demo ‚Mastery of the Light’ konnten wir sehr gute Kritiken einfahren und auch die beiden folgenden Promo-CDs kamen sehr gut an.

Bitte mal ein paar Sätze zu Eurer Bandgeschichte und Euren Anfängen. Woher kennt Ihr Euch?
Die Anfänge von Destination’s Calling gehen zurück in die späten Neunziger Jahre. Damals besuchten unser Sänger Chris und ich die gleiche Schule. Über einen gemeinsamen Bekannten landeten wir dann in der Vorgängerband von DC. Zu Beginn unserer damaligen „Karriere“ coverten wir Songs von Helloween, Judas Priest, Savatage, Iron Maiden, etc. Wir bemerkten dann aber ziemlich schnell, dass es viel mehr Spaß macht, eigene Musik zu schreiben und so vollzogen wir 1999 den Schritt hin zu „Destination’s Calling“ und widmeten uns dem Songwriting zu unserer ersten Demo-Scheibe „Mastery of the Light“. Die nahmen wir dann im Jahr 2000 unter „erschwerten“ Bedingungen in einem umgebauten Schweinestall auf, was man der Platte auch deutlich anhört ;-) Nee, Spaß beiseite. Hätten wir damals schon geahnt, dass sich die CD bis in die USA oder Japan verkaufen würde, hätten wir vielleicht den ein oder anderen Eierkarton mehr an die Wand genagelt um die volle Klangtiefe des Stalls auszuschöpfen ;-)
Und nach zwei weiteren Promo-CDs, zahlreichen Konzerten und einige Besetzungswechseln steht nun endlich die erste „richtige“ CD von uns in den Läden.


Ihr seid ja schon seit einigen Jahren immer wieder im Vorprogramm von Bands wie Brainstorm oder Majesty zu sehen. Auch auf den „Heavy-oder-was“ Sampler Metal Crusade habt ihr es mit eurer Musik geschafft. Hat dies eurer Karriere Aufrieb gegeben?
Solche „Schmankerl“ sind natürlich in jeder Hinsicht ein Fortschritt für eine Band. Wir haben da auf alle Fälle immer ´nen mordsmäßigen Spaß auf der Bühne und gewinnen natürlich auch wieder neue Fans.
Mit Sampler-Beiträgen ist es ja ähnlich. Da hast Du auf einen Schlag gleich mal jede Menge Zuhörer und somit auch potentielle neue Fans. Ich denke, dass wir dadurch auf alle Fälle an Bekanntheit hinzugewonnen haben.


Auf dem Album fallen vor allem die starken Melodien auf. Wer ist bei euch da federführend, wenn es ums Songwriting geht?
Danke für das Kompliment. Auf der „Invisible Walls“ wurden die Songs von unserem Sänger Chris und von mir geschrieben. Im Normalfall werkelt einer von uns beiden einen Basic-Track aus und wir schicken das dann per Email an unsere Bandkollegen Steffen (Singler, Bass) und Christian (Frank, Drums). Meist wird das Stück dann erstmal gemeinsam im Proberaum angespielt, denn nur dort klärt sich die Hauptfrage: ROCKT DER SONG? (Ich denke, auf der neuen Scheibe „Invisible Walls“ können wir diese Frage getrost mit JA beantworten). Die Feinarbeit erledigen dann wieder Chris und ich. Dabei werden dann Gesangslinien, Soli und Songarrangements verändert/angepasst. Und fertig ist der Song.

Was ist dein Lieblingssong von „Invisible Walls“? Beschreibe auch bitte kurz ein paar Assoziationen, die Dir zu diesem Song in den Sinn kommen.
Mir persönlich liegt der Titelsong ‚Invisible Walls’ sehr am Herzen. Das Lied hält mit seinen unterschiedlichen Wendungen einfach so viele Stimmungen bereit, dass mir immer wieder ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Zusätzlich gefällt mir auch das textliche Konzept des Songs ziemlich gut und ich denke, jeder kennt diese „unsichtbaren Mauern“, die sich um einen herum auftürmen können. Sei es im zwischenmenschlichen Bereich, oder anderswo. Das finde ich einfach schon ´ne gewaltige Metapher.
Wenn ich noch einen zweiten Song wählen könnte, würde ich noch „Destination’s Calling“ anfügen, denn dieser Track ist vor allem bei unseren Live-Shows immer das absolute Highlight und es kommt nicht selten vor, dass die Fans lauter singen als wir auf der Bühne! ...womit wir wieder beim Gänsehautfaktor wären.

Bei Melodic-Metal muss man sich als Band ja immer viele Vergleiche zu größeren Bands gefallen lassen. Sicher ist es kaum möglich, da noch Pionierarbeit zu leisten. Wie steht ihr zu solchen Vergleichen und was sind eure großen musikalischen Vorbilder?
Da gebe ich Dir schon recht. Aber mal ehrlich, um in der heutigen Szene - mit all ihrer Vielfalt - etwas noch nie dagewesenes präsentieren zu können, müssten wir unsere Gitarren schon invertiert spielen, wie auch immer das funktionieren soll. Man findet häufig Vertrautes. Deshalb ist es fast ein wenig mühselig, sich wieder und wieder für seinen Musikstil rechtfertigen zu müssen. Denn im Endeffekt wird es immer jemanden geben, den unsere Musik an Band X oder Y erinnert. Wir selbst verstehen uns auf keinen Fall als typische Tralala-Melodic Metal Band, sondern wir versuchen die unterschiedlichsten Einflüsse von „traditionelleren“ Bands wie Helloween, Iron Maiden, Edguy, Queensryche, Symphony X, Savatage mit „moderneren“ Inspirationen wie z.B. Nevermore, Evergrey, etc. zu vermischen. Und da man es sowieso nicht allen Leuten recht machen kann, ist es denk ich am Besten, wenn man die Musik „aus dem Bauch heraus“ komponiert, d.h. Lieder zu schreiben, hinter denen man selbst zu 110% steht.



Wie würdest Du Euren Musikstil beschreiben? Worauf legt ihr Wert?
Hmm, das ist jetzt natürlich in Bezug auf die Frage davor schwer zu sagen. Aber um dem Schubladendenken nachzugeben, würde ich meinen: Melodic Power Metal. Unser Hauptaugenmerk richten wir beim Komponieren vor allem auf einen ausgefeilten Melodiebogen, eingängige Refrains und ein stimmiges Gesamtkonzept jedes einzelnen Songs. Dazu gehört, dass wir uns auch bezüglich des Inhalts mächtig ins Zeug legen, denn keiner aus der Band hat Bock auf pinkgefärbte „Sword & Sorcery“-Themen. Gleichermaßen wollen wir natürlich nicht wie die selbsternannten Weltverbesserer auftreten. Wir versuchen einfach, alltägliche Probleme/Geschichten aufzugreifen und diese dann textlich umzusetzen.

Die Festival-Zeit neigt sich ja dem Ende, aber habt ihr aktuell eine Tour oder bestimmte Auftritte in Planung?
Fest steht schon der 26.10., wo wir mit Freedom Call im Longhorn/Stuttgart auftreten werden. Ansonsten sind wir momentan schon wieder fleißig am Liederschreiben und haben auch schon erste Basic-Tracks fürs neue Album am Start. Wir werden da nichts anbrennen lassen und auf alle Fälle nen würdigen Nachfolger nachschieben. Im Zuge dessen sind natürlich auch weitere Live Gigs currently under construction.

Was war die letzte CD, die Du Dir gekauft hast?
Ich hab mir gleich am Veröffentlichungstag die neue Evergrey-CD zugelegt und hör sie seither ununterbrochen. Ich finde, sie haben den Spagat zwischen Härte und Melodie hervorragend getroffen. Die Scheibe reit sich meiner Meinung nach astrein in ihre bisherige Diskographie ein und dass will ja erstmal geschafft sein, wenn man bedenkt dass da solche Perlen wie „In Search of Truth“ aufgelistet sind. Zudem habe ich mir noch die neue Lanfear zugelegt, die ebenso hammergeil ist. Und ja, ich habe mir auch die neue Metallica-CD gekauft und find sie sehr gut. Ich kann das ganze Gejammer der Leute bezüglich Death Magnetic sowieso nur bedingt nachvollziehen, denn vor 20 Jahren wären die, die jetzt nörgeln, bei einer solchen Scheibe vor Glückseligkeit im Dreieck gehüpft.

Zum Schluss bitte Deine ersten Gedanken zu folgenden Begriffen:
Wacken Open Air
– ein schönes, dreckiges Festival
Illegale Downloads
– ohnmächtige Hilflosigkeit. Wie will man dagegen vorgehen?
Die Deutschen Charts
– wir rollen sie von hinten auf !
Dieter Bohlen
– ein bemitleidenswertes Individuum der Gattung Mensch.

Metalglory sagt danke für das Interview und vor allem viel Erfolg mit dem neuen Album!
Ich möchte mich auch recht herzlich für das Interview bedanken. Und für alle Leser die jetzt immer noch mit dabei sind: geht auf unsere Myspace-Seite, zieht Euch die Songs rein und holt Euch die Scheibe. Ihr werdet es nicht bereuen!




geführt am 07.10.2008   von Shylock
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musikalischer Background des Verfassers
Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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