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Olemus "Lasset Uns Stinken!"
Manchmal ist es wirklich nicht leicht, bei Metalglory für den Bereich der düsteren melodischen Musik zuständig zu sein. In einem Bereich, in dem sich selbst die Szenegrößen schwer tun, originelle Alben abzuliefern, trifft man wirklich nur sehr selten auf junge Bands, die in der Lage sind, das Interesse zu wecken. Eine rühmliche Ausnahme sind Olemus aus Östereich, deren neue CD „EgOd“ mich wirklich begeistern konnte (siehe Review). Eine Scheibe, die frischen Wind durch die verödeten Täler zwischen Gothic und Metal bläst, ist wahrlich Grund genug für ein Interview. Here we go:
Weitere Infos zu Olemus:
REVIEWS:
Olemus Egod
INTERVIEWS:
Olemus - Lasset Uns Stinken!

Die Pressefotos auf der CCP-Homepage vermitteln den Eindruck, Eure Band ist zahlmäßig ein wenig gewachsen. Erzählt mal. Am besten gleich zur ganzen Bandhistorie.
E: Eugen R: Robert R: Olemus wurde im Österreichisch-Deutschen Grenzgebiet nahe Passau im September 1993 von Robert , Simon und Cunzla als "Godless" gegründet. Mit einem Altersdurchschnitt von 14 Jahren nahmen wir das erste Demo- "Learning to die" aufgenommen. Schon damals waren melodische aber aggressive Parts ein Markenzeichen von uns. Nach einigen Besetzungswechsel nahmen wir das zweite Demo "Blind" auf. Es ist mehr als 100mal verkauft worden. Zu dieser Zeit spielten wir eine Menge Gigs in ihrem näheren Umfeld. Der richtige Startschuss für uns fiel dann im August 1996, als das Debut-Album, "Bitter Tears" produziert wurde. 600 Leute sahen die Cd Präsentation. Durchwegs positive Kritiken Interviews und Airplays folgten. Konzerte u.a. mit Rammstein, Bruce Dickinson, Samael, Six feet under, Schweisser, Tristania, Cradle of filth , Dimmu Borgir haben wir damals gespielt. Nach einem Split mit dem Label NSM ist dann das 4Track-Album "Psycho-Path" entstanden, mit dem wir allerdings keinen weiteren Deal ergattern konnten. Erst für das nächste Album "PassionFall" konnten wir einen Deal mit CCP unterzeichnen. Nach einigen Besetzungswechseln ist das neue Album "EgOd" erschienen. Zu guter letzt haben wir vor kurzem einen neuen Drummer gefunden, der schon bei Astaroth und Thirdmoon gespielt hat.
 
Ihr habt mit EgOd ein starkes Album abgeliefert. Beschreibt bitte die bisherigen Reaktionen.
E: Naja, da EgOd erst seit 30. September offiziell erhältlich ist haben wir außer dem eurem erst ein weiters Review zurückbekommen. Darin wird EgOd mit der Höchstnote bewertet, darum sind wir bis jetzt mehr als zufrieden.
 
Wo seht ihr die Unterschiede zum Vorgänger?
E: Ich sehe den Hauptunterschied darin, daß die Songs auf Egod ausgereifter sind als die auf PassionFall. Wenn man PassionFall kennt, fallen aber beim ersten hören von EgOd wahrscheinlich die elektonischen Elemente am stärksten auf.
 
Habt ihr einen Lieblingssong auf dem neuen Album? Und warum?
E: Für mich ist das "Es ist ich" weil es der Song mit den coolsten Riffs ist.
 
Was soll uns das Cover von EgOd vermitteln?
R: Ich habe das Foto gesehen , und habe gleich gewusst das ich es auf unserem nächsten Cover haben will. Die Frau strahlt viel Kälte aber auch Selbstbewusstsein aus, und das ist das was wir auch mit unserer Musik ausdrücken wollen.
 
Gibt es Lyrics auf der neuen Scheibe, die Euch besonders am Herzen liegen? Beschreibt mal.
R: Mir liegen alle Lyrics am Herzen , deshalb kann ich auch gut damit umgehen wenn jemand sagt, dass sie kitschig klingen. Mir ist nur wichtig dass, was ich da singe nicht irgendwas ist, sondern genau das was ich fühle, nur so kann ich auch live die Songs ehrlich rüberbringen
 
Wie seid ihr zu Eurem Bandnamen gekommen und was bedeutet er für euch?
R: OLEMUS kommt aus dem lateinischen, und es heisst soviel wie "lasset uns leiden" oder aber auch "lasset uns stinken". Das wichtigste war das der Name gut klingt, das war das ausschlaggebende das wir uns dafür entschieden haben.
 
Eure Musik ist sehr vielschichtig. Könnt ihr eure Haupteinflüsse herausstellen?
R: Die Vielschichtigkeit kommt daher, das wir alle eine grosse Bandbreite an Musik haben, die uns gefällt. Bei mir ist es Musik die Emotionen erzeugt, ganz egal ob das Pop ist wie Tori Amos oder Death/Black Metal-Scheiben, und natürlich alles was dazwischen liegt, hauptsache die Musik ist ehrlich und gut. Als wichtigste Scheibe die mich zum Musikmachen angeregt hat würde ich Clouds von Tiamat nennen.
 
Ich finde, ihr seid ziemlich gute Musiker. Wie sieht Eure persönliche musikalische Erfahrung aus?
E: Ich habe zwar früher einmal ein anderes Instrument, spiele aber momentan nur Gitarre. Eigentlich kann jeder von uns mit mindestens einem weiteren Instrument umgehen. Zwei von uns spielen nebenbei noch in anderen Bands. R: Ich hab mit Simon seit dem wir 12 sind alle möglichen Musikrichtungen auf vielen Instrumenten durchgemacht. Wir haben damals mit Volksmusik angefangen, dann über Pop- zur Rockmusik gekommen. Mit 14 sahen wir dann im Religionsunterricht als abschreckendes Beispiel ein Vidio mit Liveclips von Deicide, Tiamat usw. und da hats dann klick gemacht. Dadurch das wir schon so lange zusammenspielen hat sich unser Zusammenspiel einfach sehr gefestigt, jeder weiß, was er zu machen hat, wenn der eine mit einem Riff anfängt. Eine klassische Ausbildung haben Simon und ich auf der Klarinette genossen, und unser Drummer auf den Drums, sonst sind wir Autoditakten.
 
Wie sieht der Songwriting Prozess bei Euch aus?
R: Meistens hab ich die Idee für einen Song, komm dann mit dem Grundgerüst in den Proberaum, und wir feilen dann alle so lange an einem Song bis wir glauben das alles passt. Wenn wir dann am Anfang bei der nächsten Probe denn Song nochmal nüchtern spielen und er uns noch immer gefällt, dann passts.
 
Was glaubt ihr, in welche Richtung wird sich Euer Stil entwickeln?
R Da wir über 4 Alben hinweg schon mit ähnlichen Harmonien arbeiten und sich unser Stil nicht grossartig geändert hat, glaube ich dass wir auch in Zukunft unserem Stil treu bleiben. Es tun sich mittlerweile die Leute schon sehr schwer uns zu kategorisieren und das gefällt uns auch , wir glauben unseren Stil gefunden zu haben, und wollen dem auch treu bleiben, und das ganze noch perfektionieren.
 
Was tut sich bei Euch auf dem Live Sektor?
E: Wir versuchen so viele Konzerte wie möglich zu spielen. Bis jetzt konnten wir schon einige male als Support von echten Szenegößen auftreten. Speziell außerhalb Österreichs wo man uns eigentlich noch kaum kennt möchten wir in Zukunft mehr Konzerte spielen. Das ließe sich am besten mit einer Tour bewerkstelligen.
 
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Eurem Label?
E: Bis jetzt war die Zusammenarbeit mit CCP-Records ausgezeichnet. Ich hoffe das bleibt so.
 
Welche Ziele wollt ihr mit Olemus erreichen?
E: Unser Ziel für die nahe Zukunft ist, mit einer größeren Band auf Tour zu gehen. Außerdem versuchen wir ständig unsere Musik weiterzuentwickeln. Was dabei rauskommt soll auch in Zukunft auf CDs verewigt werden.
 
Was, denkt ihr, unterscheidet euch von anderen Bands?
E: Das läßt sich schwer sagen, weil man nicht so genau weiß was sich bei anderen Bands intern abspielt. Fest steht, daß bei uns alle hundertprozentig hinter dieser Musik stehen. R: Musikalisch unterscheiden wir uns insofern von anderen, dass wir eben unseren eigenen Stil haben, und von daher schon gar nicht anderen verglichen werden können. Als Band ist es so das ich mit Leuten zusammenspiele die allesamt meine besten Freunde sind und das schon über Jahre hinaus.
 
Wie glaubt ihr, wird sich die harte und düstere Musik in der Zukunft entwickeln?
E: So wie wir uns das vorstellen hört man auf EgOd.
 
Was macht ihr neben Olemus, um zu leben?
E: Ich selbst bin Maschinenbautechniker. R: Ich studiere Medientechnik- und Design, Simon ist Behindertenbetreuer, Martin unser neuer Drummer ist Selbständig als EDV-Trainer und Manuel ist Angestellter.
 
Beschreibt mal ein wenig den Underground in Eurer Heimat. Wo hängt ihr so rum, gibt es Bands, die Euch gefallen und wer macht sonst noch etwas los in Sachen metallischer Subkultur?
R: Linz ist momentan der Hammer. Wir haben enorm viele gute Undergroundbands. Wir haben regelmässig grössere Konzerte in der Umgebung, und es gibt hier 3 Lokale in denen man Metal hören kann, und gemütlich ein paar Bierchen zischen kann,. was will das Metal-Herz mehr?
 
Welche CDs hört ihr im stillen Kämmerlein am liebsten?
E: Ich hör am liebsten Musik von Soilwork, Dark Tranquility, At the Gates, aber auch ältere Metal- oder Rock-Scheiben wenns passt. R: Meine aktuellen Faves sind Tori Amos, Guns´n´Roses, InFlames, Misery Loves Co, Hate Squad, Meshuggah...
 
Noch etwas, das ihr abschließend loswerden wollt?
E: Besucht uns auf www.olemus.com R: Metallische Grüsse an alle Metalglory-Leser!
 
geführt am 16.10.2002   von Christian
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musikalischer Background des Verfassers
Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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