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Divine:zero "Wir Sprengen Das Korsett Des Melodic Death Metal"
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Divine:Zero - Wir Sprengen Das Korsett Des Melodic Death Metal

Stelle bitte deine Band vor und erzähle unseren Lesern, was ihr bisher so gemacht habt.

Erstmal ein fröhliches „Hallo“ an die Metalwelt da draußen! Ja, wir sind Divine:Zero aus der Ecke Mönchengladbach/ Aachen und existieren seit ca. 2004. So Ende der 90er gab es schon mal ein Projekt namens Divine:Zero, an dem einige von uns beteiligt waren. Das hat sich damals aber mehr auf ein Demo beschränkt, mit dem wir jedoch damals sehr gute Kritiken einfahren konnten. Wir hatten dann seinerzeit irgendwie keine Lust mehr und Christoph, unser damaliger Sänger, ist dann in Richtung Motorjesus abgewandert. 2002 haben wir dann wieder mit einigen Leuten locker angefangen zu musizieren und seit 2004 arbeiten wir in dieser Besetzung zusammen. Wir haben 2005 dann unser erstes offizielles Demo unter das Volk gebracht, welches wieder ausschließlich gute Kritiken erhielt. Daraufhin haben wir dann begonnen, intensiv an unserem Debütalbum „The Day God left“ zu arbeiten, welches wir schließlich im Herbst 2008 über das Label Dr. Music Distribution/ Rough Trade auf das Metalvolk losgefeuert haben. In der ganzen Zeit gab es natürlich ausgiebige Konzerte im hiesigen Underground!

Wie waren die Reaktionen auf euer Album "The Day God Left"?

Die Reaktionen waren bis jetzt wirklich ziemlich gut. In der Presse wurden wir bis jetzt durchweg gelobt, unter anderem auch dafür, dass wir das doch recht eng gesteckte Korsett des Melodic Death Metal sprengen und einen anscheinend wirklich recht eigenständigen Sound abliefern. Wie gesagt, bis jetzt waren die Kritiken wirklich ziemlich cool und es gab keinen einzigen Verriss oder so. Was die offiziellen Verkäufe angeht, so warten wir noch auf konkrete Zahlen, aber zumindest auf unseren Gigs ging das Album doch bis jetzt wirklich ordentlich weg. Den Leuten scheint der Kram wirklich zu gefallen. Wir bekommen grad halt auf den Gigs sehr gute Reaktionen und Kommentare von den Leuten zum Album und es ist wirklich sehr interessant zu bemerken, wie das Interesse an uns seit Veröffentlichung der Scheibe echt rapide angestiegen ist.

Seid ihr im Nachhinein mit dem Album zufrieden oder gibt es etwas, das ihr beim nächsten Mal verbessern würdet?

Als wir uns hinsetzten und anfingen, die Albumproduktion konkret zu planen, fiel uns auf, dass sehr viele Bands heutzutage auch im Undergroundbereich unglaublich synthetisch klingen und echt viel mit Cubase oder Pro-Tools rumgezaubert wird, sodass man den Eindruck bekommt, sämtliche Aufnahmen wären perfekt. Leider klingt das Ganze am Ende oftmals sehr steril, identitätslos und es läuft darauf hinaus, dass alles an den Scheiben manipuliert und glattgebügelt ist. Wir wollten das auf jeden Fall vermeiden und ein Album produzieren, das atmet, Dynamik hat, unverfälscht ist und ganz einfach lebt. Wir haben deswegen darauf verzichtet, die Drums irgendwie auf ein Raster zu schieben oder womöglich noch nachzuprogrammieren. Auch die Gitarren und der Bass sind wirklich gespielt und nicht irgendwie kopiert oder künstlich verfälscht, so wie einige Spezialisten es heutzutage machen. Auch die Vocals sind nicht großartig geschnitten. Der komplette Gesang ist an einem Tag entstanden. 10 Songs mehrmals einsingen und die besten Takes nehmen. Bumms, aus fertig. Natürlich ist solch eine Produktion komplizierter und man muss auf mehr Feinheiten achten. Aber das ist auf jeden Fall eine Sache, die wir durchaus wieder so machen würden. Worauf man aber beim nächsten Mal definitiv achten sollte, ist größere Kontrolle beim Endmix beispielsweise. Da hätte man echt noch einiges anders machen können und da ist nicht alles nach unseren Vorstellungen verlaufen, weil wir während des Mixing-Prozesses teilweise überhaupt nicht anwesend waren. Das fällt dem Hörer dann letzten Endes überhaupt nicht auf, aber unsere eigenen Vorstellungen decken sich da nicht so ganz mit dem Ergebnis. Aber alles in allem können wir mit der Scheibe für ein Debüt wirklich zufrieden sein.

Welcher ist dein Lieblingssong und warum?

Da haben wir unterschiedliche Vorstellungen. Ben sagt zum Beispiel „Headshot Messiah“, weil der der absolute Panzer ist. Stefans Favorit ist meines Wissens nach „The Judgement“ und ich persönlich stehe am meisten auf unseren Opener „The Casket Nausea“. Das hängt aber auch damit zusammen, dass mir die Lyrics bei diesem Text besonders am Herzen hängen, da sie für mich am persönlichsten sind.

Wird man euch mal im Vorprogramm einer Tournee sehen oder müsst ihr euch auf Wochenendgigs beschränken?

Im Moment zocken wir ausgiebigst Wochenendgigs. Aber unser Ziel ist auf jeden Fall eine Tour im Vorprogramm von was Größerem!!!

Habt ihr schon auf Festivals gespielt, gibt es in diesem Jahr Festivals, auf denen man euch sehen kann?

Wir hatten für dieses Jahr schon ein paar Festivalangebote, aber leider hätten wir da nur draufzahlen müssen. Das war echt nicht machbar. Wir hatten auch noch einpaar Wunschfestivals auf denen wir gerne gespielt hätten, aber das hat leider nicht geklappt. Von daher sind wir dieses Jahr nur auf einem Festival zu sehen, nämlich dem „From Dusk till Dawn“-Festival in Bitburg im September.

Ist es bei der Menge an Bands, die jeden Monat auf den Markt drängen, schwer für euch an passende Gigs heranzukommen?

Was Open Airs angeht auf jeden Fall. Da wird noch mal nach ganz bestimmten Maßstäben gesiebt. Was die traditionellen Wochenendshows im Undergroundbereich angeht, so ist das mittlerweile echt ein Selbstläufer geworden. Zum Glück! Ich weiß noch genau, wie wir während des Demo-Status händeringend nach Gigs gesucht haben. Ich habe mir da echt die Finger wund geschrieben, ohne Antworten zu bekommen. Das finde ich manchmal echt eine Unart. Man macht und macht und es gibt überhaupt kein Feedback. Das hat sich seit letztem Jahr seit der Veröffentlichung zum Glück etwas geändert. Momentan bekommen wir echt recht viele Giganfragen. Da kann man wirklich nur dankbar sein, dass man sich inzwischen echt einen gewissen Status erarbeitet hat. Es gilt jetzt nur, diesen weiter auszubauen. Am allerbesten weiter nach oben, jedoch auch ohne den Status im Underground aufzugeben.

Wie beurteilt ihr den Stand der deutschen Metalszene ganz allgemein?

Also, von der deutschen Metalszene kann man meiner Meinung nach derzeit wirklich nur begeistert sein. Konzerte, überall wo man hinschaut, vor allem im Undergroundbereich. Das ist echt super und viel besser, als Ende der 90er, wo man das Gefühl hatte, dass irgendwie jeder gegen jeden ist und alles irgendwie nur in Sparten eingeteilt ist. Hier Death Metal, da Black Metal und dann noch irgendwo der Rest. Das hat sich irgendwie vollkommen normalisiert. Mit Sicherheit ist das aber auch dem wirklich starken Nachwuchs zu verdanken, der momentan unsere Szene bevölkert. Ich meine, wir mit Divine:Zero gehören ja bis auf unseren Basser mittlerweile zu einer Generation, die ihre ersten Windeln noch in den 70ern vollgemacht hat. Wir konnten beispielsweise Guns n Roses noch in ihrem „Use your illusion“-Lineup bewundern. Das war Anfang der 90er. Und man merkt doch teilweise, dass unserer Generation irgendwie der Enthusiasmus abhanden gekommen ist. Wenn wir mal unseren Hintern hochbekommen und auf ein Konzert gehen, dann stehen wir oft da rum, als würden wir die Musik und alles scheiße finden. Wir sind glaube ich teilweise echt einfach zu satt. Aber das kann es doch nicht sein! Die Jungspunde sind da ganz anders! Die gehen auf Gigs noch richtig ab und machen richtig einen los! Und Undergroundbands wie Divine:Zero profitieren davon natürlich. Die großen Gigs sind oftmals unerschwinglich für die Jüngeren und dafür kommen die zu kleineren Konzerten. Das stärkt die Szene natürlich ungemein. Das einzige, was ich mir wünschen würde wäre ein Verschwinden des ganzen Emo-Krams. Das braucht kein Mensch.

Habt ihr schon neue Songs geschrieben und wenn ja, wird sich an der stilistischen Ausrichtung etwas ändern?

Wir haben die Hälfte an Songs für unser neues Album schon fertig und möchten spätestens im Frühjahr 2010 ein Studio entern. Prinzipiell wird sich am Stil nichts ändern. Allerdings haben wir in der letzten Zeit schon etwas dazu gelernt. Wir versuchen jetzt, besser auf den Punkt zu kommen, die Songs prägnanter zu gestalten und einfach etwas erfahrener zu klingen. Einzige Änderungen dürften sich wohl im Bereich der Keys verzeichnen lassen. Nadja und wir haben uns aufgrund von Zeitmangel ihrerseits voneinander getrennt und wir beabsichtigen nicht, diesen Posten wieder zu besetzen. Live hat das in letzter Zeit ganz hervorragend funktioniert, was uns auch viele Leute nach den Gigs bestätigt haben. Und von daher werden wir die Keys auf dem nächsten Album wohl noch mehr in den Hintergrund rücken und an der Gitarrenfront etwas mehr auf die Kacke hauen. Und die Lyrics werden definitiv brutaler! Im Großen und Ganzen bleibt es aber dabei, was es jetzt auch schon ist: Modern Melodic Death Metal mit ner gehörigen Portion Thrash!!!

Welche Aktivitäten sind für 2009 geplant?

Wir werden auf jeden Fall jede Menge Konzerte spielen. Außerdem steht die Vorproduktion des zweiten Albums an. Wie gesagt, wenn alles klappt, sind wir Anfang 2010 wieder im Studio. Ach ja, und ganz nebenbei versuchen wir auch mal, auf privater Ebene unsere Examen etc. durchzukriegen. Aber so wie es aussieht, haben wir noch genug Zeit, die Band weiter voranzutreiben.

Willst du unseren Lesern zum Abschluss noch was sagen?

Leute, unterstützt den Underground! Die Szene ist momentan echt stark und wir sollten alles daransetzen, dass dies auch so bleibt. Und dazu gehört natürlich auch, unser Album zu kaufen…hehehe…Nein, im Ernst: Wir würden uns freuen, Euch alle mal bei einem Gig von uns begrüßen zu dürfen und noch schöner wäre es natürlich, wenn wir dabei Euer Interesse an unserem Longplayer wecken könnten! Wir sehen uns!

geführt am 12.04.2009   von Armin
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