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The Gates Of Slumber "Wir Sind Mehr Als Eine Traditional Doom Metal Band…."
THE GATES OF SLUMBER sind auch hierzulande zumindest in der Doom Szene kein unbeschriebenes Blatt... Karl Simon, Kopf der Amerikanischen Doomster ließ sich auf dem diesjährigen Keep it True Festival von Metalglory.de ganz spontan vors Mikro zerren, um sich unserer Neugier zu stellen. Dabei entwickelte sich mit dem überaus sympathischen Frontmann schnell ein lockerer Smalltalk bei dem es auch darum ging, ob THE GATES OF SLUMBER „just another Doom Band“ sind, oder vielleicht mehr. Daneben gab's noch ein paar konkretere Informationen über das im Herbst erscheinende neue Album…
Weitere Infos zu The Gates Of Slumber:
REVIEWS:
The Gates Of Slumber The Awakening
The Gates Of Slumber Suffer No Guilt
The Gates Of Slumber Conqueror
The Gates Of Slumber Hymns Of Blood And Thunder
The Gates Of Slumber The Wretch
INTERVIEWS:
The Gates Of Slumber - Wir Sind Mehr Als Eine Traditional Doom Metal Band….
The Gates Of Slumber - Music For Blood And Guts Metal Fans



Hi Karl, erstmal Danke das du dich so spontan bereit erklärt hast ein Interview für Metalglory.de zu geben…
Danke, das ihr ein Interview mit mir machen wollt [lacht]

Erste Frage ist einfach und logisch. Wir sind hier auf dem Keep it True Festival, wo ihr heut Nachmittag gespielt habt. Wie sind deine Eindrücke vom Festival und wie lief der Gig?
Oh, das Festival ist einfach toll! – Nur unser Auftritt war etwas durchwachsen. Wir hatten einige technische Probleme. Auf der Bühne haben wir fast garnix gehört. Dazu kam, dass wir eine unglaublich harte Anreise gehabt haben. Wir sind erst gestern spätnachts angekommen, nach 15 Stunden Reise. Aber trotz allem, der Gig hat mächtig Spaß gemacht. Wir haben unser bestes gegeben und die Leute hatten offensichtlich auch ne Menge Spaß. Es hätte noch besser laufen können, aber auch um einiges schlechter. War OK heute.

Karl, viele Leute kennen The Gates of Slumber nur wenig oder gar nicht. Kannst du ein wenig über eure Band und die Musik erzählen?
Wir werden allgemein hin mit dem Prädikat “Traditionelle Doom Metal Band” belegt. Aber meiner Meinung nach trifft es das mittlerweile nicht mehr richtig. Natürlich haben wir eine Menge Doom in unserem Sound, aber unsere Einflüsse sind sehr vielfältig. Wir versuchen unsere verschiedenen Einflüsse in unserer Musik zu verschmelzen um etwas Neues daraus entstehen zu lassen. Ich bin zum Beispiel sehr von Gitarristen wie Tony Iommi, Ritchie Blackmore oder Uli Jon Roth beeinflusst, auch wenn ich nie so gut spielen werde wie Uli Jon Roth [lacht]. Aber auch Tom Warrior ist ein Einfluss für mich, weil auch er damals etwas Neues kreiert hat. Und mit Jason und Bob ist es ganz ähnlich. Ihre Einflüsse sind von Voi Vod bis Deep Purple oder von Saint Vitus bis Mötley Crüe sehr breit gefächert. Wie verarbeiten sehr viele klassische Metal Elemente in unserer Musik, aber eben auch ne Menge Doom Metal.
Wir wollen uns nicht selbst limitieren, sondern einen interessanten Mix aus all diesen Einflüssen kreieren der einfach auch gut klingt.

Euer aktuelles Album “Conqueror” beinhaltet auch einige dieser Einflüsse, obwohl der wirklich Heavy klingende traditionelle Doom Sound im Vordergrund steht. Erzähl doch mal ein wenig über euer aktuelles Album…
Conqueror ist ein sehr experimentelles Album. Aber nicht unbedingt in musikalischer Hinsicht, sondern wir haben als Band einige Experimente gemacht. Zum Beispiel habe ich die Songs vorher nie wirklich gesungen, bis zu dem Zeitpunkt im Studio - Nicht mal in den Rehearsal Session. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich eben singe und Gitarre spiele. Und wenn du in den Rehearsal beides machst, kommst du früher oder später an den Punkt wo du mit einem Teil unzufrieden bist. Also hab ich nur Gitarre gespielt. Das klappte auch im Studio wunderbar. Zwei, Drei Takes und die Gesangslinien passten. Das war aber nur ein Beispiel. Wir haben uns versucht für neues zu öffnen, wie wir es zwischen unserem Debüt „The Awakening“ und den Aufnahmen zu „Suffer no Guilt“ auch getan haben. Wir wollten auf „Suffer no Guilt“ epischer werden und gleichzeitig einen gewissen Sound im Stile von Rainbow verarbeiten. Man hört das nicht in irgendwelchen Riffs, aber jeder der sich genau mit dem Sound beschäftigt, wird diese Elemente darin finden. Und so war es diesmal auch: Wir wollten die Epische Komponente in der Musik behalten, aber gleichzeitig die Songs kürzer und kompakter gestalten, das sie Live besser zünden.

Was ist dein Lieblingssong auf dem Album?
Oh, ganz eindeutig der Titeltrack!

Verfolgst du, was in der Doom Szene vor sich geht?
Nicht wirklich intensiv, wenn ich ehrlich sein soll. Ich beschäftige mich mehr mit den Bands die meine Musik beeinflussen, schaue viel herum was es für neue Bands gibt. Ich verfolge Bands wie Lamp of Thoth, die einfach großartig sind. Oder auch Lord Vicar. Es haben sich kürzlich wieder so viele gute Bands formiert, da kannst du einfach nicht jeder die nötige Beachtung schenken. Geschweige denn deren CDs zulegen. Und da ich kein Freund von Downloads bin ist das manchmal schwierig…. [lacht]

….Ich hab beide letzte Woche auf dem Doom Shall Rise gesehen. Sie waren beide großartig. Wo wart ihr? Euer Auftritt 2007 war viel umjubelt.
Wir hatten Oli [ KIT Organisator – d.Verf.] versprochen das unser Auftritt hier unser einzige Deutschlandshow 2009 sein sollte, und daran halten wir uns. Wir spielen noch ein paar Auftritte in Irland, und das war’s. Ich würde gerne wieder eine Deutschlandtour spielen, aber bis jetzt gibt es dazu noch keine konkreten Planungen.

Was ist dir lieber? Touren oder einzelne Festivals?
Also, um ehrlich zu sein, toure ich lieber. Auch wenn da nur 60 Leute kommen. Festivals sind klasse um sich einer breiteren Masse präsentieren zu können, aber ich mag es mit 3-4 Bands zusammen auf Tour abzuhängen und Freundschaften zu knüpfen. Und du kannst auf Tour auch noch mal mit den Fans quatschen, was mir sehr wichtig ist. Fans sind mir sehr sehr wichtig… Und das kannst du auf Festivals eben nicht realisieren.…

Gibt es eine Band, die dich in der letzten Zeit schwer beeindruckt hat?
Eindeutig eine Band namens “Midnight” aus Cleveland, Ohio! - Räudiger Thrash mit Anleihen von den Mentors, HarHar!. Die Jungs gehen auch mit diesen Mentors - artigen Kapuzen auf die Bühne. Sie haben eine Myspace Seite, die du unbedingt mal anchecken solltest. [hab ich gemacht, unter „http://www.myspace.com/athenarsmidnight“ findet ihr Karl’s Empfehlung. Check it Out! – d.Verf.]

Was sind die wichtigsten Meilensteine in eurer bisherigen Karriere?
Oh, ich denke mal zu allererst der Kontakt zu Fred von Final Chapter, der unsere erste CD auf den Markt gebracht hat. Dann die Tour 2007, u.a. mit dem Headliner - Gig auf dem Doom Shall Rise Festival. Und natürlich ganz besonders der Gig in Nottingham [lacht]! Das war wohl mit Abstand unser bester Gig, den wir je gespielt haben. Alles lief perfekt, auch wir haben an dem Abend perfekt agiert. Allerdings waren nur Drei (!!!) Zuschauer da… Ehrlich! [lacht] Aber das sind diese ganz besonderen Momente, die dir in Erinnerung bleiben. Dass nur drei Leute da waren, stört mich überhaupt nicht. So laufen die Dinge nun manchmal. Wichtig ist nur das diese drei Leute das bekommen wofür sie ihren Eintritt bezahlt haben…. [ Sehr löbliche Einstellung!.... – d.Verf.]

Wie geht’s im Hause The Gates of Slumber weiter?
Aktuell arbeiten wir an einem neuen Album, das im Spätsommer oder Frühherbst via Rise Above Records erscheinen wird. Das neue Album wird den Titel „Hyms of Blodden Thunder“ tragen. Wir haben bis jetzt sechs oder sieben Tracks fertig geschrieben. Es wird ein sehr klassisch orientiertes Album, um die 40-50 Minuten Spielzeit. Wir versuchen die Songs direkt auf den Punkt kommen zu lassen, und nicht künstlich in die Länge zu ziehen. Eben so wie es vor der CD üblich war. Musikalisch, soviel kann ich verraten, ist es unglaublich stark von Judas Priest beeinflusst sein. Klar, als Band mit nur einer Gitarre ist das natürlich nahezu unmöglich so umzusetzen. Aber es ist ein Versuch Musik zu machen, wie es Judas Priest in den Siebzigern gemacht haben. Rocka Rolla, Sin after Sin, Sad Wings of Destiny…. Diese Alben meine ich. Priest sind Momentan die Band, die uns alle mächtig beeinflussen. Aber der Einfluss dieser Alben ist ähnlich wie Rainbow’s „Rising“ unser „Suffer no Guilt“ Album beeinflusst hat. Es wird auf jeden Fall ein sehr Riff betontes Album mit vielen Powerchords. Sehr Heavy und kraftvolle Musik. Ich bin richtig zufrieden mit dem Material. Rise Above Records haben uns ein unglaublich hohes Budget zu Verfügung gestellt, das uns einige Möglichkeiten eröffnet. Wir nehmen wieder mit Sanford Parker auf, der diesmal die komplette Produktion machen kann. Dann gehen wir in Chicago in mehrere Studios auf, was den Sound sicherlich positiv beeinflussen. Das ist für uns eine komplett neue Erfahrung.

OK Karl, damit sind wir auch am Ende des Interviews. Danke für die Zeit die du dir genommen hast, und erstmal alles Gute für The Gates of Slumber und viel Glück und Erfolg mit eurem neuen Album. Ein paar abschließende Worte an eure Fans und unsere Leser?
Ich danke euch, das ihr euch für The Gates of Slumber interessiert und das Interview mit mir machen wolltet. Und natürlich danke ich ganz besonders unseren Fans die zu unseren Konzerten kommen, mit uns in Kontakt treten – per Mail oder auf Konzerten, und unsere CD’s kaufen. Ich kann das schwer in Worte fassen, wie ich mich fühle wenn ich die Resonanz von den Fans auf The Gates of Slumber erlebe. We love you ALL, Guys!!



geführt am 08.05.2009   von Blizzard
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musikalischer Background des Verfassers
NWOBHM; Thrash- / Speed- / Power- / US- / Death- / Doom / Stoner Metal ; Glam / Classic/ Hard Rock & Sleaze,
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