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Autumnblaze "Chronologie Einer Neugeburt, Im Gespräch Mit Eldron!"
Eldron und Arisjel kehren dieser Tage mit AUTUMNBLAZE ins Rampenlicht zurück und präsentieren wohl das rauheste Album der Band, welches nach Jahren des sanftmütigen agierens auf den einen oder anderen (den Verfasser dieser Zeilen inbegriffen) überraschend oder gar verschreckend wirkt. "Perdition Diaries" ist ein waschechtes und düsteres Metal-Album geworden... Ich sprach daher mit Eldron, alias Markus B. über die Hintegründe von Wiedergeburt, Neubeginn und andere Dinge...
Weitere Infos zu AUTUMNBLAZE:
REVIEWS:
AUTUMNBLAZE Words Are Not What They Seem
AUTUMNBLAZE Bleak
AUTUMNBLAZE Mute Boy Sad Girl
AUTUMNBLAZE The Mute Sessions
AUTUMNBLAZE Lighthouses
INTERVIEWS:
AUTUMNBLAZE - Trip Rock/metal Der Zukunft!!!
AUTUMNBLAZE - Chronologie Einer Neugeburt, Im Gespräch Mit Eldron!



Hallo Eldron, im Jahr 2005 befandest
Du, mit AUTUMNBLAZE musikalisch alles gesagt zu haben, was es zu
sagen gab. Die Folge war die Auflösung der Band, zu einem
Zeitpunkt als es doch nach außen scheinbar endlich lief.
Schließlich waren AUTUMNBLAZE mit den Veröffentlichungen
„The Mute Sessions“ (2003) und „Words Are Not What They Seem“
(2004) eine präsente und geachtete Formation.

Erkläre doch noch einmal kurz die
Beweggründe für den damaligen Schnitt... Was ist in der
Zwischenzeit passiert, mit der Veröffentlichung des
Sidewaytown-Debuts in Eigenregie warst Du ja musikalisch nicht ganz
untätig... Welche persönlichen Begebenheiten führten
dazu, AUTUMNBLAZE zu reformieren?

"Es gab damals viele persönliche Gründe, weshalb ich Autumnblaze aufgelöst habe. Da ich jedoch einerseits keine schmutzige Wäsche waschen möchte und andererseits Privates nicht an die Öffentlichkeit gehört, möchte nicht dazu nichts weiter sagen.

In den 3 Jahren danach habe ich keine Sekunde an eine Wiederbelebung von Autumnblaze gedacht. Ich schrieb das Sidewaytown Album und war froh, mal etwas völlig anderes zu machen.

Der Gedanke an Autumnblaze kam langsam wieder in meine Gedanken zurück, als ich mich mit Arisjel wieder öfters traf. Man sprach über den Spirit der alten Zeiten und über die Magie, die wir irgendwann verloren hatten. Irgendwann hatte ich die Idee, wieder ein musikalisches Projekt mit Arisjel zu starten. Ich schrieb ein paar Songs und wir hatten uns sogar schon einen abstrusen Bandnamen zugelegt – Skaaark. Wir wollten die alten Ulver mit Rapture Sound etc. verbinden. Das verlief sich jedoch, als ich plötzlich realisierte, was mir jahrelang durch meinen Egoismus was Autumnblaze angeht verborgen geblieben war. Autumnblaze – das waren Arisjel und ich. Wir gründeten die Band damals, um unsere musikalischen und spirituellen Visionen auszuleben.

Das erste Demo, die erste EP und das erste Album – das war Autumnblaze in reinster Form. Und jetzt erzähle ich dir ein Geheimnis, das viele Missverständnisse über das neue Album und das Warum und Weshalb ausräumen wird. Bevor „Bleak“ aufgenommen wurde, dachte ich über eine Änderung des Bandnamens nach. Der musikalische Schritt war so drastisch, dass das durchaus nachvollziehbar gewesen wäre. Und im Nachhinein ist die Zeit von „Bleak“ bis „Words are not what they seem“ keine Autumnblaze-Zeit gewesen. Es war die Zeit eines Egotrips, der sich Autumnblaze auf die Fahnen schrieb.

Jetzt kehren wir bewusst mit dem alten Logo zurück, denn es zeigt die Verbindung zu unserer Anfangszeit. Auch wenn wir heutzutage anders klingen als zu Beginn – der wahre Spirit ist zurück. Arisjel und Eldron, die Brüder im Geiste. So muss Autumnblaze sein. Wenn andere damit ein Problem haben, können wir es nicht ändern. Wir sind was wir sind."



Wie wichtig waren die Gefährten
Arisjel & Schwadorf für die Wiederbelebung von AUTUMNBLAZE?
Welchen Anteil bzw. welchen Einfluss haben die beiden am Material von
“Perdition Diaries” und siehst Du AUTUMNBLAZE mit diesem Line-Up
als feste Band? Was macht den Unterschied im Vergleich zu der
Besetzung aus, in der AUTUMNBLAZE in den Jahren 2003-2005 Bestand
hatte?

"Ohne Arisjel hätte es keine Wiederbelebung von Autumnblaze gegeben. Das kann ich ganz klar sagen, denn nur durch unsere neugeborene Freundschaft konnten wir das Band wieder knüpfen. Schwadorf ist ein wichtiger Bestandteil, da er weiß, wie Autumnblaze zu klingen hat.

Das Line-up würde ich offiziell nur mit Arisjel und Eldron angeben, da wir für sämtliche Texte und Musik zuständig sind. In Zukunft wird die Autumnblaze Familie noch durch den ehemaligen Paragon of Beauty Gitarristen Andreas Schuler ergänzt.

Der Unterschied zu damals ist einfach, dass Autumnblaze 2003-2005 eine gecastete Band gewesen sind und 2009 eine durch tiefe Freundschaft geprägte Einheit."



Eldron, mit Eurem neuen Werk schlagt Ihr eine Brücke zurück
zu Euren eigenen rauen, musikalischen Ursprüngen. Nachdem Du
Dein Pseudonym Eldron seit der Veröffentlichung von “Mute Boy,
Sad Girl” (2002) nicht mehr genutzt hast, kommt es dieser Tage zu
neuen Ehren. Wie wichtig ist Dir das Pseudonym heute in Verbindung
mit AUTUMNBLAZE und was unterscheidet Eldron von Markus B.?

"Das Pseudonym ist wie das Logo ein Symbol für die Rückkehr der ursprünglichen, tief verwurzelten Autumnblaze Philosophie. Es gibt auch keinen zwingenden Unterschied zwischen Eldron und Markus B. Ich würde es als einen Teil meiner künstlerischen Persönlichkeit sehen."




.......... Ich kann leider nicht leugnen, dass mich Euer aktuelles
Album musikalisch nicht durchgehend überzeugen kann (siehe Review im Twilight-Magazin - http://www.twilight-magazin.de/php/showreview.php?id=628), zumal Ihr
betont, dass Ihr Euch in der Tradition von Künstlern seht, die
im Laufe der Neunziger die bestehenden Dogmen im Metal
pulverisierten. Wirklich bahnbrechend Neues liefert Ihr auf
“Perdition Diaries” nicht ab. Es macht eher den Eindruck, als
dass Ihr im emotionalen Metal der Neunziger verhaftet bzw. in der
Weiterentwicklung steckengeblieben seid, wenn nicht gar einen
Schritt zurück gegangen seid, als dass Ihr derzeit einen
kreativen Prozess fortführt, an dem die von Euch favorisierten
Bands wie Paradise Lost, Anathema, Katatonia, My Dying Bride oder
Dark Tranquillity beteiligt waren. Der emotionale Tiefgang, der alle
diese Bands in den Neunzigern und auch AUTUMNBLAZE auf allen
bisherigen Alben ausmachte, ist für mich bei den meisten Songs
nur noch ansatzweise zu erahnen. Immerhin spüre ich in der
Darbietung des Gesangs eine unbändig lodernde Leidenschaft, mit
der Ihr für und an diesem Album gekämpft habt.

Wie steht Ihr zu diesen Thesen oder war dieser vermeintliche
“Rückschritt” vielleicht sogar zwingend notwendig, um an den
emotionalen Energiequell zurück zu gelangen, aus dem AUTUMNBLAZE
einst hervorgegangen sind?

"Da muss ich erst mal mit einem groben Missverständnis aufräumen. Ich habe niemals behauptet, dass „Perdition Diaries“ ein Grenzen überschreitendes Album ist. Das war auch niemals unsere Absicht. Wir sehen das Album als Anlehnung an jene großartige Zeit. Wir wollen daran erinnern, dass diese Bands den Metal in seinen Grundfesten erschüttert haben.
Das wurde noch nie so richtig gewürdigt und gesagt.

Die Songs für „Perditon Diaries“ entstanden dann sehr spontan. Ich hatte seit 8 Jahren keine harten Metalsongs mehr geschrieben, aber es fühlte sich richtig gut an, die Gitarren mal wieder so richtig krachen zu lassen. Wir wollten einfach ein Album machen, das tief aus unserem Herzen kommt und keine kopflastige Verballhornung unserer Vergangenheit darstellt.

Dass „Perdition Diaries“ jetzt so polarisierend aufgenommen wird, zeigt uns, dass wir wieder auf dem richtigen Weg sind. Die Grundlage für eine neue Ära von Autumnblaze ist gelegt. Wer also wissen will, wie wir auf dem nächsten Album klingen werden, soll sich an „Perdition Diaries“ orientieren, auch wenn wir uns niemals wiederholen und immer für Überraschungen gut sind."



Welches ist Euer persönliches AUTUMNBLAZE-Highlight in der
Diskographie und wo ordnet Ihr “Perdition Diaries” derzeit ein?

"Mir persönlich ist das letzte Album immer das nächste. Aber wo genau „Perdition Diaries“ steht, wird die Zeit zeigen. Wir hatten auf jeden Fall eine magische Studiozeit.
Zu den anderen Alben habe ich im Augenblick keinen richtigen Bezug. Das wird sich vielleicht in Zukunft wieder ändern."



Angesichts Eurer erneuerten und gefestigten Freundschaft, wie seht
Ihr die Zukunft von AUTUMNBLAZE, was sind Eure Pläne, Wünsche
und Träume?

"Ich wünsche mir, dass es Autumnblaze noch lange geben wird. Erst das nächste Album wird den Zweiflern zeigen, weshalb wir „Perdition Diaries“ gemacht haben. Und ich wünsche mir, dass man gerade bei uns mehr zwischen den Zeilen liest, als einfach das Plakative zu glauben."



Trotz meiner im Review geäußerten Enttäuschung und
Kritik bin ich persönlich froh, Euch mit AUTUMNBLAZE wieder
aktiv zu wissen. Immerhin hat mich “Perdition Diaries” in den
letzten beiden Wochen innerlich so sehr aufgewühlt, dass ich
mich dieser Interaktion trotz akuten Zeitmangels nicht entziehen
konnte... Daher danke ich für dieses Interview und gebe Euch nun
Raum für Eure (hoffentlich nicht letzten) Worte zum Thema
AUTUMNBLAZE...

"Wenn Dich „Perdition Diaries“ aufgewühlt ( ob negativ oder positiv) hat, dann ist es genau die richtige Platte geworden. Denn nur durch Reibung entsteht Energie. Wer weiß, wozu man die noch gebrauchen kann."

Eldron


geführt am 24.06.2009   von Jens
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musikalischer Background des Verfassers
Punk, Metal, Black & Death Metal... Heute höre ich alles, sofern es mich in irgend einer Art und Weise berühren kann...
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