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Hartmann "Aller Guten Dinge Sind -three-"
Oliver Hartmann ist als Solo-Künstler zwar erst seit gut vier Jahren unterwegs, hat es aber geschafft, in dieser Zeit drei großartige Melodic-Rock-Alben zu veröffentlichen. Sein Debüt "Out in the cold" wurde jüngst wiederveröffentlicht und mit "3" steht seit einigen Wochen das dritte Album in den Läden. Grund genug, um Sänger und Frontmann Oliver Hartmann mal auf den Zahn zu fühlen.
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INTERVIEWS:
Hartmann - Aller Guten Dinge Sind -three-
Hartmann - Aller Guten Dinge Sind -three-
Hartmann - Aller Guten Dinge Sind -three-
Hartmann - Aller Guten Dinge Sind -three-

Hallo Oliver! Schön, dass Du Zeit für das Interview hast. Wie fühlt man sich so nachdem euer aktuelles Album „3“ endlich draußen ist?
Sehr gut und irgendwie auch erleichtert, wenn man eine Produktion endlich fertig hat und veröffentlichen kann. Diesmal kam auch noch hinzu, dass wir die Scheibe auf unserem eigenen neugegründeten Label Sonic 11 veröffentlicht haben, was natürlich erstmal mit einem haufen neuer Arbeit verbunden ist, sich aber bis jetzt definitiv ausgezahlt hat. Man könnte jedes neue Album auch mit der Geburt eines Babies vergleichen und geht halt in gewisser Weise mit jedem Album etwas „schwanger“. Man ist in dieser Zeit einfach voll auf eine Sache fokussiert und gewissermaßen auch in einer Art Ausnahmezustand – oft zum Leidwesen aller Beteiligten – aber nun ist es ja auf der Welt und auch noch kerngesund, haha ;-)

Wo siehst Du das aktuelle Album, wenn Du die Vorgänger mit einbeziehst? Was lag Dir z.B. beim Songwriting besonders am Herzen?
Das neue Album ist durchaus mit Absicht einen Spur härter und auch moderner ausgefallen als noch „Home“ oder „Out in the cold“, was vielen gerade sehr gefällt. Der ein oder andere Kritiker hätte sich’s vielleicht etwas mehr in Richtung dem typischen 80er AOR Melodicrock gewünscht, aber das war nicht wirklich unsere Absicht. Wir haben zwar alle unsere Wurzeln irgendwo in den 70ern und 80ern, was auch nicht zu überhören ist, da wir aber musikalisch nicht verschlossen sind und die Uhr sich ja auch immer weiter dreht, gibt es natürlich auch jede Menge neue Sachen, die einen beeinflussen. Das ist auch gut so, denn wir wollen ja nach vorne und nicht stehen bleiben, auch wenn sich das Songwriting nicht wirklich grundlegend geändert hat. Die Basis ist dieselbe geblieben, auch wenn das Ganze hier und da einen etwas zeitgemäßeren Anstrich bekommen hat. Wir haben einfach noch einen Schritt weiter nach vorne gewagt und sind auch deshalb mit dem neuen Album absolut zufrieden.

Euer neues Album klingt frisch, modern und lässt doch die Wurzeln des melodischen Hard Rock durchblicken. Da Du ja als ex-Sänger von At Vance eigentlich aus dem Power Metal kommst – warum fährst du Solo eher die ruhigere (AOR) Schiene?
Das was Hartmann letztendlich glaube ich ausmacht, ist einfach der Mix aus verschiedensten Einflüssen, die mich und alle anderen bei Hartmann über die letzten Jahrzehnte geprägt haben. Und das geht eben von Blues über Soul über den Rock und Hardrock der 70er und 80er bishin zu Metal der Anfänge bis heute. Ich persönlich hatte aber auch schon immer einen Hang zu eher ruhigeren und melodischen Sachen und die Songs bei Hartmann entsprechen zu 100 Prozent dem, was aus mir als Musiker rauskommt und das versuche ich einfach möglichst ohne Kompromisse umzusetzen.


Für den Song „Brothers“ konntest Du ja Tobias Sammet von Edguy als Duett-Partner gewinnen. Kennt Ihr Euch schon lange? Wie war die Zusammenarbeit?
Wir kennen uns seit ziemlich genau 10 Jahren, also quasi vom ersten Moment an seit es Avantasia gab. Uns verbindet dadurch schon lange eine gute Freundschaft, nicht zuletzt auch durch die Tour letztes Jahr sowie unseren Support für Edguy auf ihrer Tour im Frühjahr. Als es dann darum ging, einen geeigneten Duettpartner für „Brothers“ zu finden, der auch stimmlich in die Rolle des „jüngeren Bruders“ passt, kam ich einfach irgendwie automatisch auf ihn. Nachdem ich ihm von der Idee erzählt habe und er den Song gehört hatte, hat er auch glücklicherweise sofort zugesagt. Wir haben seine Vocals dann im Sommer bei mir im Studio aufgenommen. Mit Tobi zusammen zu arbeiten ist immer sehr relaxt und „Brothers“ ist auch wirklich mit ein Highlight des Albums geworden.

Umgekehrt bist auch Du ja öfters mal als Gastmusiker zu hören. Ich denke da an den Song „EmOcean“ von Lunatica, oder die Werke von AINA, Avantasia usw. Gibst es in diese Richtung irgendwelche neuen Pläne?
Es wird anfang nächsten Jahres definitiv eine neue Avantasia geben, bei der ich auch wieder mit an Bord bin, allerdings ist die Produktion noch nicht ganz abgeschlossen, geht aber gerade in die Endphase. Ich hab auch noch nicht alles gehört und bin deshalb sehr gespannt. Ansonsten habe ich vor kurzem noch bei einen Track für die deutsche Band Dreamscape als Sänger mitgewirkt sowie auch auf dem letzten Vindictiv-Album, wo ich neben Marc Boals und Goran Edman auch 3 Songs übernommen habe.

Drei Alben in gut vier Jahren – das ist schon eine stolze Leistung. Bei vielen kommt in so einer Geschwindigkeit nur halbgares Material heraus. Anders bei euch: Wie sieht so ein Songwriting-Prozess im Einzelnen aus?
Zu den beiden Studioalben „Out in the cold“ und „Home“ kam ja noch die Live-DVD „Handmade“ dazu, die wir 2007 aufgenommen haben. Da letzteres speziell sehr anstrengend war, hab ich mir danach Anfang 2008 auch erstmal eine kreative Auszeit genommen und war dann auch sehr froh darüber bei der Avantasia-Tour im Sommer letztes Jahr dabei sein zu können. Das hat mir persönlich auch geholfen, meinen Kopf wieder für neue Ideen frei zu bekommen und hat mich sogar durchaus hier und da beim Songwriting und beim Arrangement der Songs ein wenig beeinflusst.
Wenn ich neue Songs schreibe, produziere und arrangiere ich in der Regel das Material in meinem eigenen Studio zuhause schon relativ weit vor, so das am Ende schon eine fast fertige Produktion steht, bei der allerdings unser Drummer Dario Ciccioni noch mal richtige Drums einspielt. Die haben wir diesmal in Italien aufgenommen haben, was für ihn in Sachen Organisation und Drum-Equipment wesentlich einfacher war als vorher. Auch unser Bassist Armin Donderer spielt in der Regel noch mal alle Tracks neu ein, da bleiben nur selten Basstakes von mir stehen. Genauso ist’s auch mit den Keyboards, wobei Jürgen Wüst meistens die Basics wie Orgeln, Klavier und E-Piano übernimmt und Miro Rodenberg die meisten String- und Orchesterarrangements von mir noch mal überarbeitet.

Wir waren bei diesem wie auch beim letzten Album allerdings zwischendurch auch noch mal zusammen im Proberaum und haben schon vorab einige Arrangements ausprobiert und hier und da geändert. Bei Songs, wo ich selbst mit dem Arrangement nicht zufrieden war, hat Armin in seinem Studio noch mal einige Sachen geändert, was den Songs sehr gut getan hat, z.B. bei „Right here right now“. Letztendlich hat jeder in der Band auch die Freiheit seine Ideen miteinzubringen, was mir persönlich auch wichtig ist. Da sich die Zusammenarbeit mit Sascha Paeth in der Vergangenheit in Sachen Hartmann schon sehr gut bewährt hat, haben wir auch dieses Album wieder zusammen in Wolfsburg gemischt. Wenn man schon sehr viel bei einer Produktion selbst gemacht und lange vorbereitet hat, ist es einfach wichtig, am Ende noch mal jemand an Bord zu haben, der das Ganze einfach objektiver sehen kann als man selbst.

Ihr seid derzeit mit einigen Gigs unterwegs, wie verlief die Tour bis jetzt? Gibt es etwas Spannendes zu berichten?
Die Gigs, die wir bis jetzt mit den neuen Album gespielt haben, waren eigentlich alle klasse. Gerade unsere Releaseparty im Colossaal Aschaffenburg letzte Woche war für uns natürlich etwas besonderes, da das ganze quasi ein Heimspiel vor voller Hütte war und wir mit Tobias Sammet und Sascha Paeth auch noch musikalische Gäste am Start hatten. Dadurch haben wir relativ spontan mit „I don’t believe in your love“ gleich noch einen Avantasia-Song mit ins Programm gebaut, was tierischen Spass gemacht hat.

Mal kurz weg von der Musik – Weihnachten steht vor der Tür – was wünscht Du Dir / für Dich / für die Band?
In aller erster Linie wünsche ich mir natürlich für alle von uns Gesundheit und eine ruhige Zeit, was für mich persönlich viel wichtiger ist als nen Haufen Geschenke zu bekommen und auch zu besorgen.mal ganz abgesehen von dem ganzen Einkaufsstress, der damit verbunden ist ;-)
Ansonsten würde ich mir wünschen, Anfang nächsten Jahres mit Hartmann hoffentlich wieder auf Tour gehen zu können. Eine komplette Tour unter’m Tannenbaum als Weihnachtsgeschenk; das wär doch mal was ;-)

Zum Schluss noch irgendwelche letzten Worte an die Leser von Metalglory?
Ja, ich möchte natürlich erstmal die Leser von Metalglory grüssen und hoffe, wie eben schon gesagt, dass wir möglichst bald wieder mit HARTMANN auf Tour gehen können und dort auch ein paar von Euren Lesern treffen. Und bleibt gesund!!!

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

geführt am 09.12.2009   von Shylock
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musikalischer Background des Verfassers
Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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