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Tribal "Greg über Das Neue Album"
TRIBAL aus der Schweiz bewegen sich mit dem neuen Album „Corner Of A Circle“ etwas abseits der bekannten Hardrock-Größen ihres kleinen Landes. Genau das macht den düsteren und melodischen Hardrock so interessant und bietet Grund genug, Sänger Greg Bailey mal genauer auf den Zahn zu fühlen.
Weitere Infos zu Tribal:
REVIEWS:
Tribal Cardboard Heroes
Tribal Corner Of A Circle
Tribal I-dentity
INTERVIEWS:
Tribal - Greg über Das Neue Album
Tribal - Rockiger. Lockerer Und Komplexer Denn Je!

Hallo Greg! Zunächst mal ein großes Kompliment zum Release des neuen Albums. Wie ist denn die Resonanz auf „Corner Of A Circle“ bis jetzt?
Mit der Resonanz aus Deutschland sind wir überaus zufrieden. Was die Schweiz angeht eher nicht. Aber das ändert sich vielleicht noch. Vielleicht müssen sich unsere Landsfrauen und -männer erst an unseren Sound gewöhnen.
Von jenen, welche die Platte gekauft haben, waren die Feedbacks aber durchgehend gut.

Bitte mal ein paar Sätze zu Eurer Bandgeschichte und Euren Anfängen. Woher kennt Ihr Euch?
Alles begann mit dem Album „Beyond Good And Evil“ von „The Cult“. Durch ein Inserat in einer Musikerbörse mit diesem Titel, haben Mark und ich uns kennengelernt. Nach einem Demo unter dem Projekttitel „The Tribe“, trennten sich unsere Wege, nur um sich einige Zeit später wieder zu kreuzen.

In Üse fanden wir sehr schnell den richtigen Mann am Tieftöner und begannen die ersten Songs zu schreiben. Als dann nach intensiver Suche Andy an die Tribal-Drums fand, ging es dann richtig schnell.

Die Band wurde nach kurzem „Köpfezusammenstecken“ Tribal getauft und zwei Wochen nach Andys Einstieg, gaben wir unser erstes Konzert. Es sollte nicht das letzte sein...

Auf dem Album fallen vor allem die starken Melodien auf. Dennoch wirken die Songs oft düster und erinnern eher an Bands wie Godsmack, als an den typischen „Schweizer Hardrock“, den man ja fast schon automatisch erwartet, wenn man eine CD aus Eurem Land in Händen hält. Bewusste Abgrenzung oder einfach euer eigenes Ding?
Danke für das Kompliment! Es ist schön wenn man sich abheben kann.
Scheinbar haben wir einfach andere Einflüsse als die anderen Bands unseres Landes. Vielleicht liegt es auch an unserem sehr breiten und innerhalb der Band recht verschiedenen Musikgeschmack. Bewusste Abgrenzung betreiben wir aber nicht. Wir schreiben einfach die Songs nieder, welche in unseren Köpfen herumgeistern.

Godsmack habe ich selber noch nie bewusst angehört. Aber Du bist nicht der erste, der Vergleiche zu dieser Band zieht. Ich glaube ich besorge mir mal eine Scheibe von denen...(lach)

„Corner Of A Circle“ klingt interessant und irgendwie paradox. Was soll der Titel aussagen?
Wenn man nicht in den geschaffenen Rahmen der Gesellschaft passt, findet man sich schnell ausserhalb wieder. Man fällt durch die Maschen des imaginären Netzes.

Der Titel ist all jenen gewidmet, welche den tiefen Fall in die düsteren Niederungen des Lebens in Armut, Abhängigkeit und Aussgestossenheit durchgemacht haben.

Ich kenne viele dieser Niederungen und kann nur jedem raten sich nicht aufzugeben und sich sein Leben zurückzuholen. Es sollen nicht jene siegen, die einen in den Abgrund gestossen haben.

Was ist dein Lieblingssong von „Corner Of A Circle“? Beschreibe auch bitte kurz ein paar Assoziationen, die Dir zu diesem Song in den Sinn kommen.
Die Songs sind alle ein Teil von mir, da die Texte eng mit meinem Leben verknüpft sind.
Selbst wenn ich aber keine Wahl habe, muss ich doch zumindest zwei nennen.

Zum einen „Jump Off The Bridge“, der den tiefen Fall und das Wachrütteln aus Selbstmitleid und Lethargie symbolisiert, zum anderen „Stars“, dessen Text wohl der beste ist, welchen ich bislang geschrieben habe. Der Song ist sehr hypnothisch und in seiner Art beinahe technoid gehalten. Er erzählt von der Begegnung mit einem Menschen, der einem die Freude am Leben zurückzugeben versucht. Ich empfehle „Stars“ nachts, wenn man ganz alleine ist, anzuhören. Erst dann entfaltet er die volle Wirkung. Und wenn dann die Augen glasig werden, dann weiss man, dass man immer noch Mensch ist.

Seid Ihr derzeit schon wieder im Studio oder ist nun erstmal Entspannung angesagt?
Entspannung nicht unbedingt, doch bevor wir uns wieder im Studio verbarrikadieren, wollen wir „Corner Of A Circle“ erstmal Live vorstellen. Wenn alles klappt kommen wir auch nach Deutschland. Aber fix ist noch nix. Ausserdem müssen wir neues Material schreiben. Begonnen haben wir zwar schon, doch es ist noch ein langer Weg. Schliesslich ist es nicht einfach, die aktuelle Scheibe zu toppen, was die Melodiedichte und Songqualität angeht. Und genau das ist es was wir mit dem 3. Album erreichen wollen.

Wie steht Ihr zur zunehmenden Online-Kultur? Hat man in Zeiten von Twitter, Myspace und Co. überhaupt noch eine Chance, als „echte Band“ ganz nach oben zu kommen, oder muss man für den Erfolg ständig jeden Status sofort mitteilen, sonst verschwindet man aus den Köpfen der Leute?
Die Welt dreht sich zwar im Moment scheinbar immer schneller, doch das gibt sich wieder. Wir nutzen die genannten üblichen Verdächtigen übrigens auch. Das bietet uns die Möglichkeit, dem Hörer etwas näher zu sein.

Auf unserer Website www.tribal-rock.com haben wir an Silvester passend zum Jahreswechsel eine Live-Version des Tracks „No Regrets“ zum Download bereit gestellt. Kann man übrigens immer noch herunterladen. ;)

Natürlich ist es manchmal nötig ein Lebenszeichen von sich zu geben um nicht aus dem Gedächtnis der Menschen zu verschwinden, doch wenn man tolle Songs abliefert, welche die Menschen berühren, dann, denke ich, muss man nicht jeden Tag den Status ändern und erzählen, was man gerade zu mittag hatte...haha

Was ich aber missbillige sind diese ekelhaften Casting-Shows. Selbst wenn es unter den Kandidaten wirkliche Talente gibt, werden diese nur verheizt. Hier werden hohle Kunstprodukte nach dem Willen der Plattenfirma geschaffen, die nicht die Spur von Kreativität ausleben können. Sehr traurig!

Ein paar kurze Fragen zu Deiner Person:
welche CD hast Du Dir zuletzt gekauft?
Puh...ich hoffe, ich werde nicht gleich gesteinigt. Ich habe mir nämlich gerade die neue Scheibe der „EAV“ gekauft. „Neue Helden braucht das Land“ ist endlich mal wieder richtig böse geworden. Fast wie in ganz alten Zeiten. Der Titel des Openers „Dummheit an die Macht“ spricht für sich. Ich mag Satire und schwarzen Humor sehr..hehe

Davor waren mit „Full Circle“ von „Creed“, „Endlich Unendlich!“ von „Selig“ und „Faith Divides Us, Death Unites Us“ von Paradise Lost, eher rockige bis metallische Klänge angesagt. Die Paradise Lost-Scheibe hat mich aber eher enttäuscht, obwohl die Jungs mit dem Titeltrack, einen der besten Song ihrer Bandgeschichte abgeliefert haben.

Bei welcher Band wärt Ihr gerne im Vorprogramm?
Von der Tribal-Historie her, wäre „The Cult“ ganz grosse klasse. Aber „Paradise Lost“, „Alice Cooper“ oder „Alterbridge“ wären auch nicht schlecht.

Wofür würdest Du niemals Geld ausgeben?
Für Ronaldos Zahnspange und andern Quatsch auf Ebay...:D

Welche berühmte Persönlichkeit vertritt Ansichten, denen Du Dich anschließen würdest?
Leider fallen mir im Moment keine noch lebenden Personen ein, doch Mohandas „Mahatma“ Gandhi und Peter Ustinov sind sicher zwei, die Dinge vertreten haben, denen ich mich anschliessen kann. Allerdings kannte ich die beiden natürlich nicht persönlich.

In meinem bisherigen Leben habe ich einige Menschen getroffen, die mich sehr beeindruckt haben. Zwei davon sind sicher meine Urgrossmutter und meine Mutter. Sie waren zwar weder berühmt noch reich, doch für meine Begriffe ungemein weise.

Vielen Dank für das Interview und beste Grüße in die Schweiz und zu den Bandkollegen!
Vielen Dank für die sehr interessanten Fragen! Gruß an die Metalglory-Redaktion!







geführt am 08.03.2010   von Shylock
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