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Masterplan "„time To Be King“ Ist Ein Neuanfang"
Jorn Lande ist zurück bei Masterplan! – Die Meldung versetzte nicht wenige Jünger des melodischen Power Metal in Verzückung. Mit „Time to be King“ haben die Mannen um Roland Grapow jetzt ein bärenstarkes Album in der neuen alten Konstellation Grapow / Lande abgeliefert. Das Album ist nicht nur eine deutliche Rückbesinnung auf alte Taten sondern für Roland Grapow sogar ein kompletter Neuanfang. Warum, erklärt er im folgenden Interview
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Masterplan - „time To Be King“ Ist Ein Neuanfang

Hi Roland schön das du anrufst. Ihr habt nun endlich euer neues Album „Time to be King“ in die Läden gewuchtet. Ursprünglich war der VÖ Termin ja schon am 16. April anvisiert. Da gab es dann für die Fangemeinde stattdessen den zwar nicht schlechten Maxi-Appetizer „Far from the End of the World“ aber letztlich eben nur zwei Songs. Warum die Verzögerung?

Ähem, ja das lag an mir. Eigentlich ist das Album schon lange fertig. Jorn zum Beispiel ist schon im November mit seinen Recordings fertig geworden. Nur ich musste meine Sologitarren noch fertig kriegen. Leider bin ich damit nicht rechtzeitig fertig geworden, weil ich in meinem Studio schon seit langem für eine andere Produktion gebucht war.

Wie du schon sagtest, Jorn ist wieder zurück bei Masterplan. Ohne jetzt Mike de Meio unter einen schlechten Scheffel stellen zu wollen, aber vielen fehlte bei MK II einfach die charismatische Stimme. Setzt „Time to be King“ musikalisch jetzt auch wieder mehr auf die Aeronautics Schiene oder ist es die Fortführung von MK II mit neuem altem Sänger?

Ich denke das das Album irgendwie ganz neu anfängt. Wir haben bewusst nicht auf die Vergangenheit geachtet, schon gar nicht auf MK II. Aber auch Aeronautics war nie ein Orientierungspunkt für uns. Es macht eh keinen Sinn irgendwas zu kopieren was man schon gemacht hat in meinen Augen. Natürlich haben wir unseren Stil, und in diesem Rahmen bewegen wir uns auch. Aber man kann seinen Stil sicher auch in die eine oder andere Richtung ausbauen.
Und genau darüber waren Jorn und ich uns in den ganzen Gesprächen auch eing. Wir versuchen diesmal mit frischen Ideen was Neues zu machen. Natürlich sollte auch Jorn glücklich sein mit dem was wir machen. Somit fallen zum Beispiel die schnellen treibenden Double-Bass Nummern diesmal ziemlich dürftig aus, ebenso wird man Helloween artige Grooves nicht finden.

Und das Songwriting lief dann auch komplett mit Jorn zusammen ab?

Axel (Mackenrott, Keys –d. Verf.), Jorn und ich sind ein Dreier Team. Wir haben diesmal alles zusammen arrangiert und geschrieben. Das lief auch super entspannt und homogen ab. Insbesondere Axel ist einer der wichtigsten Songschreiber auf „Time to be King“ und hat Ulli’s (Kusch, Drums bis 2007 –d. Verf.) Part perfekt übernommen. Wenn Jorn mal wieder zurück musste nach Norwegen, haben wir viel zusammengesessen und Fein Tuning an den Songs betrieben. Und sein Input war eine große Hilfe, besonders auch mal Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Zu den Lyrics kannst du wahrscheinlich nicht viel sagen, denn die hat Jorn ja im Alleingang geschrieben. Oder gibt es ein Konzept hinter „Time to be King“?

Also ein Konzept gibt es nicht, nein. Jorn hat seinen ureigenen Stil Lyrics zu schreiben. Vor allem ist er Perfektionist was seine Lyrics angeht, jedes einzelne Wort muss bei ihm einfach geil klingen. Und durch seine Art Lyric zu verfassen wird auch ein Song wie „Blue Europa“ der sich mit der europäischen Union befasst auch zu einem lyrisch interessanten Song. Da mag das Thema noch so trocken und Unmetallisch klingen. Aber Jorn macht da echt was draus.
das Statement von Jorn zu ’Blue Europa’ aus dem Pressetext: “There is a vision behind this song. Economically we already have a united Europe, but it will not turn into reality until people realise it and tear down the borders in their own way of thinking as well!” - d-Verf.

Klingt als wär’s einer deiner Faves?

Ne, das ist unangefochten der Titeltrack, aber „Blue Europa“ kommt recht nah dahinter. „The Dark Road“ ist auch einer der Highlights für mich, obwohl eher düster daherkommt. Zumal ich einen sehr persönlichen Bezug zu den Lyrics hab. Es geht nämlich um die Trennung von meiner Ex. Und die Texte hat er geil hingekriegt

Ich steh ja voll auf Fiddle of Time…

Ja, das ist natürlich auch grandios. Vor allem als Opener. Er hat ein geiles Tempo, das sofort richtig abgeht. Jetzt wo du es sagst: I revidiere mein Ranking noch mal und setz Fiddle of Time auf die Silberposition [lacht]...
Aber schlechte Songs sind eh nicht auf „Time to be King“. Von daher ist es schon schwierig. Kann passieren dass ich in ein paar Wochen schon wieder anders denke. Mal schauen.

Ein Wort zur Produktion noch; ’Time to be King’ klingt wieder sehr wuchtig. Wieso seid ihr denn noch in den Finnvox Studios getrabt, wenn du selbst ein Studio betreibst? Wolltet ihr noch Input von außen…

Mikka Karmilla hat das Mixen und Mastern von „Time to be King“ übernommen. Er ist der perfekte Mann für diesen Job bei Masterplan gewesen und hat verstanden was wir als Resultat wollen. Die Produktion hingegen ist komplett in meinem Studio gelaufen. Mit Input von außen hatte das nichts zu tun. Die Songs waren ja komplett fertig.

OK, das war’s zum neuen Album, ein paar Fragen zu den Anfängen hätte ich noch….
Klar, wir haben noch Zeit…

2001 als Masterplan aus der Taufe gehoben wurden, war es eher als eine Nebenspielwiese von dir und Ulli zu Helloween gedacht. Aber der Split mit Helloween lies das ganze zum Full Time Project aufblühen. Wenn du heute zurückblickst, wie war die Situation damals?

Ulli und ich haben das eigentlich als Solo Projekt gesehen. Und auf der Helloween Tour 2001 war die Situation so, das wir schon recht viele Songs geschrieben hatten. Einige waren auch für Helloweens The Dark Ride gedacht, wurden dann aber abgelehnt. ’Soulburn’ war einer dieser Songs, auch wenn er auf dem Masterplan Album nicht mehr in der ursprünglichen Originalfassung zu hören ist.
Naja, und wohl auch aufgrund der Tatsache das wir ’nen Soloprojekt starten wollten sind wir dann rausgeflogen. Das gute war das wir ne Menge Songs hatten, und nur noch drei vier weitere brauchten um das Album zusammen zu kriegen.

Und wie seid ihr damals auf Jorn gekommen? – Als deutsche Metal Band ja nicht ganz naheliegend sich in Nordeuropa umzuschauen….

[lacht] Ne war’s auch nicht. Jorn war eigentlich unsere Nummer drei….
Wir hatten ursprünglich einen Favoriten für den Sängerposten und mit Michael Kiske auch eine Alternative angefragt. Aber da kam nix zurück, also ist es Jorn geworden. Haha. Ne im Ernst, als wir die Songs im Studio eingespielt hatten, war uns erst klar, was Jorn für ein Glücksfall für Masterplan war und ist.

und woran ist die Zusammenarbeit mit ihm dann zwischenzeitlich eigentlich gescheitert? – Das klingt ja alles sehr freundschaftlich….

ist es auch… Aber die Gründe waren eigentlich nur Kleinigkeiten die man letztlich einfach hätte beseitigen können. Ich hatte damals meine Vorstellung von der Musik, und die ging mit seinen Vorstellung und auch seinem Stil zu singen einfach nicht konform. Also haben wir uns damals entschlossen getrennte Wege zu gehen. Wir haben uns ja nie gestritten oder so. Wir haben ja auch nach der Trennung ständig den Kontakt aufrecht erhalten, und nun bin ich froh dass er wieder da ist.

Bevor wir zum Ende kommen: Geht ihr jetzt eigentlich gleich auf Tour, Sommerfestivals etc., oder gibt es diesbezüglich noch keine konkreten Pläne?

Touren werden wir vorerst nicht. Vielleicht im Spätherbst Und dann evtl. in einem ähnlichen Rahmen wie bei der Aeronautics Tour, wo wir mit drei/vier andern AFM Bands gemeinsam losziehen. Aber das ist vorerst die Planung. Und dann nächstes Jahr auf die Festivals. Dieses Jahr ist das Release Date soweit hinten, das wir fürs Booking zu spät dran sind. Außerdem wollen wir nicht Gefahr laufen vor 30/40.000 Leuten ´nen Gig zu vergeigen, weil wir ewig nicht zusammen gespielt haben und uns halbherzig eingegroovt haben.


Roland, ich danke dir für das Interview, ein paar abschließende Worte?

Danke für dein Interesse an Masterplan. Ich freu mich das wir wieder mit einem tollen neuen Album am Start sein können und auf die Reaktionen der Fans hierauf. Und natürlich hoffe ich drauf, mal wieder in Deutschland eine ordentliche Tour zu machen und mit den Fans zu feiern.



geführt am 26.05.2010   von Blizzard
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